kzh*

Jetzt hat mich das Wetter doch glatt umgehauen. War es am Freitag schon haarig, halbwegs aufrecht stehen zu können, ist es am Wochenende richtig schlimm geworden. Am Sonnabend ging es gerade noch, auch, weil ein nicht ganz uninteressantes und spannendes Fußballspiel anstand, welches zwar auf dem Rasen eine wahre Hitzeschlacht war, sich aber auf den schattigen und luftigen Stadionrängen ganz gut aushalten ließ.

Doch der Regen in der Nacht zum Sonntag brachte keine Abkühlung, aber dafür war die Luft nun sehr drückend und schwül. Uns lief der Schweiß in Strömen in unserer Dachgeschosswohnung, raus in die wieder pralle Sonne wollten wir auch nicht, weil’s mir da schon nicht so prächtig ging. Gegen Nachmittag machte sich dann der unvermeidliche Lagerkoller breit, unter dem der Kleene am meisten zu leiden hatte. In der Nacht gab es wieder Regen und diesmal auch Abkühlung in Form von satten 15 Grad weniger innerhalb von 2 Stunden, aber das war dann einfach zuviel für meinen Kreislauf.

Seit 5 Uhr morgens, zu Zeiten also wo ich im Normalfall schon keinen Puls habe, lag ich wach und genoss den laut prasselnden Regen, der mich immer wieder aus meinen Kreislauftiefs zurückholte. Um mich rum drehte sich und schwankte alles, wie zum Auftakt eines ausgewachsenen Katers. Was ich grundsätzlich gemein finde, da ich seit Wochen keinen Alkohol mehr angerührt habe, aber die Nebenwirkungen trotzdem abkriege. Ich versuchte, wieder einzuschlafen, aber es gelang mir nicht, da sich diverse Vogelstämme just um diese Zeit die vielstimmige und laute Neuaufführung der Vogelhochzeit gaben. Erzähl mir noch mal einer, in der Großstadt gäbe es keine Natur.

Nachdem die Jungs raus waren, schleppte ich mich unter die Dusche und danach zum Arzt. Der hat mich gleich mal 2 Wochen aus dem Rennen genommen, dabei wollte ich doch nur 3 Tage. Da ich nicht weiß, was ich machen soll, wenn ich vor Ablauf des Krankseins wieder arbeiten möchte – und ja, das möchte ich – bin ich danach erstmal auf Arbeit gefahren und hab mit meiner Personalerin und ganz lieben Kollegin das weitere Vorgehen besprochen. Und da ein Krankenschein für 2 Wochen wegen popligen Kreislaufproblemen (ja, ich weiß, dass muss meine Arbeit nicht interessieren, aber ich setze lieber auf die Wahrheit, um Gerüchten vorzubeugen) doch ein wenig seltsam anmutet, habe ich hier gleich die ganze Wahrheit erzählt. Sie hat sich total gefreut, weil sie ja auch von der Fehlgeburt wusste und war total erstaunt, dass es so schnell wieder geklappt hat.

Jetzt soll ich auf jeden Fall erstmal daheim bleiben, da das Wetter diese Woche weiter kreislauftechnisch schwierig bleibt und wenn ich mich nächste Woche wieder fit fühle, geh ich wieder arbeiten und dann findet sich eine Lösung für den Krankenschein.
Meinem kleinen Chef hab ich es dann auch erzählt, damit er nicht denkt, ich wäre nur akut arbeitsunlustig.

*Für diejenigen, die bislang ohne Bundeswehrerfahrung (selbst oder aus 2. Hand von Angehörigen und Freunden) durchs Leben gekommen sind: krank zuhause

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