Erinnerungen sind eine seltsame Sache

Ich weiß gar nicht mehr, wie ich darauf gekommen bin, aber urplötzlich schoss mir eine Erinnerung durch den Kopf, wie ich vor einigen Jahren nach einem Placebo-Konzert nach Hause gekommen bin. Ich hatte vor dem Konzert ein paar Bier getrunken und die wollten nach dem Konzert ganz schnell wieder raus. Da die Toiletten am Veranstaltungsort überfüllt waren, bin ich lieber fix nach Hause gefahren.

In meiner Erinnerung nun biege ich direkt nach der Wohnungstür Richtung Klo ab. Aber das kann so nicht hinhauen, weil wir damals noch in der anderen Wohnung wohnten und ich beim direkten Abbiegen im Wohnzimmer gelandet wäre.

Was also bringt mein Gehirn dazu, diese Erinnerung so zu verfälschen?
Liegt es daran, dass die alte Wohnung so furchtbar war, dass ich gerne alle Erinnerungen daran verdränge? Oder bin ich schon so auf die neue Wohnung geeicht, dass sich auch die Erinnerungen anpassen?

Und welche Erinnerungen sind dann noch modifiziert worden? Und krieg ich das auch jedes Mal mit, so wie im aktuellen Fall?

Vielleicht ist es also gar keine so schlechte Idee, Tagebuch zu führen, gerade im Hinblick auf die Schwangerschaft. Wenn ich an das letzte Mal denke, dann war da immer alles wunderbar, ich hatte keinerlei Beschwerden bis auf die letzten Wochen, als ich mich als gestrandeter Pottwal fühlte. Aber ich denke, da ist auch ganz viel Verklärung im Spiel und ich vermute, dass ich die negativen Seiten gut verdrängt habe.

Von meinen Träumen und deren Merkwürdigkeiten will ich am besten gar nicht erst anfangen 😉

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