Frotteur

Oder auf deutsch Frottierer: ein Mensch, der dadurch sexuell stimuliert wird, dass er sich an anderen Menschen reibt. (Quelle: Wikipedia)

Und was hat das bitteschön in diesem Blog zu suchen? Nun, ich hatte heute das zweifelhafte Vergnügen, beim Bäcker an ein Exemplar dieser Spezies zu geraten.

Ich warte da so morgenmufflig in der Schlange vor mich hin, den germanischen Sicherheitsabstand von einer Armeslänge beachtend, als sich ein Mann einfach so zwischen den vor mir Wartenden und mich drängelt. Ich wollte gerade tief Luft holen, als sich der Typ umdreht, mich anguckt und dann erstaunt fragte, ob ich denn anstehen würde. Ich bejahte, und er meinte, dass es für ihn so ausgesehen habe, als würde ich abseits stehen und nicht warten.

Ich erwiderte daraufhin, dass ich meinen Vordermännern eher selten direkt in den Arsch krieche (hatte ich erwähnt, dass ich morgenmufflig bin?). Er murmelte noch irgendwas unverständliches, aber schob sich immer weiter an mich ran. Unangenehm nah ran. Und die Bedienung trödelte irgendwie extra langsam rum. Oder vielleicht kam es mir auch nur so vor, weil die ganze Situation so widerlich war. Mein privater Wohlfühlradius war deutlich unterschritten. Und auch beim Nachrücken wurde es nicht besser. Ich konnte permanent seinen Atem in meinem Nacken spüren, buärks.

Man war ich froh, als ich endlich dran war und kurz darauf den Laden verlassen konnte.

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