Frustriert

Im Moment bin ich ziemlich genervt von meiner Arbeit. Das wird mir grad alles zuviel, und nicht nur weil ich mich nach Urlaub sehne.

Die Arbeitsbelastung ist derzeit enorm hoch und eine Besserung nicht abzusehen. Zuviele Projekte, die alle noch vor meiner Elternzeit abgefrühstückt werden sollen, obwohl sie eigentlich auf 1-2 Jahre angelegt waren. Dazu die Etatplanung fürs nächste Jahr, die allein schon nervenaufreibend genug ist, aber möglichst noch vor meinem Urlaub durchgeprügelt werden muss.

Dann warten alle auf das Intranet-Handbuch für unser Buchungssystem, was ich zwar angefangen habe, aber dessen Fertigstellung durch die anderen Aufgaben auf unbestimmte Zeit verschoben wurde. Das normale Tagesgeschäft fällt auch noch an und ist leider auch genug für einen normal ausgelasteten Arbeitstag.

Dazu kommen noch die Emailbomben, die völlig unerwartet im Postfach auftauchen und die ganze Planung weiter torpedieren. Eine solche Bombe tauchte Dienstag letzte Woche auf. Seitdem beschäftige ich mich täglich 2 Stunden lang damit, Zahlen nachzuforschen, Buchungen anzuschauen und Fehler in den Zuordnungen aufzuspüren. Blöd nur, dass ich seit Dienstag 3 Tage in Ganztagesbesprechungen gefangen war. Und ganz ehrlich, ich bin der Meinung, dass wir genau für solchen Kram das Controlling haben.

Hat aber meine oberste Vorgesetzte heute nicht davon abgehalten, mir nochmal richtig Druck zu machen. Sie bräuchte die Zahlen jetzt aber sofort, weil sonst könnte sie den Monatsbericht für die Gesellschafter nicht fertig stellen. Und die Gesellschafter fragen schon ständig. Ist ja auch nicht so viel. Und mein Chef könne mir ja morgen Vormittag noch helfen, falls ich nicht klar kommen sollte.

Na klar beschäftigt sich mein Chef mit solchem Popelkram, hat ja sonst nix zu tun. Und es hat nichts mit nicht klar kommen zu tun, sondern einfach mit viel zu wenig Zeit für die Vielzahl an Aufgaben. Denn mir sitzt schon die Buchhaltung im Nacken, warum die Rechnungen unserer Abteilung noch nicht fertig sind. Und wenn die ersten Mahnungen eintrudeln, dann steppt der Bär erst richtig.

Was mich ärgert ist, dass es alles so als selbstverständlich hingenommen wird. Wenn das so weiter geht, dann seh ich keine andere Möglichkeit, mir von meiner Ärztin ein Beschäftigungsverbot ausstellen zu lassen. Ich glaube nicht, dass so viel Stress und Druck sich günstig auf die Schwangerschaft auswirken.

Da sind meine Prioritäten klar gesetzt, Loyalität zum Job hin oder her.

EDIT: Ich habe gestern noch die Aufstellung fertig gemacht und war doch recht zuversichtlich, dass sich damit das Thema erledigt hat. Doch leider weit gefehlt. Ich durfte heute wiederran, die ganze Aufstellung nochmal gegen die Plankosten rechnen. Eigentlich hatte ich ja was ganz anderes vor. Also wird die Bugwelle an zu erledigenden Aufgaben, die ich vor mir her schiebe, größer und größer …

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