Rück-, Aus- und Einblicke

Der letzte Tag des Jahres ist ein passender Zeitpunkt für den Blick zurück auf das noch nicht ganz vergangene Jahr. Doch kann ich diesen Rückblick nicht beginnen, ohne kurz auf die Ereignisse von 2012 einzugehen, da diese wesentlichen Einfluss auf 2013 hatten.

In Summe bleibt aus 2012 eine fast zerbrochene Ehe, eine kurze Nebenbeziehung, die mich viel Kraft und Nerven kostete, eine zehrende, wenn auch lohnende Paartherapie und ein nicht minder anstrengender Umzug. Last but not least auch noch ein Jobwechsel. Und damit es auch wirklich nicht langweilig wird, fand all das in der zweiten Jahreshälfte statt. Ich hatte in jenem Jahr keinen wirklichen Urlaub, sondern maximal eine Woche am Stück frei und die zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr waren eher stressig als erholsam, zumal auch noch ein fetter Krach mit meiner Ma zu Weihnachten dazu kam.

Ich kam also entsprechend auf dem Zahnfleisch kriechend in 2013 an und war gespannt, was denn so alles auf mich wartete.

Als erstes ein großer beruflicher Brocken in Form der Einführung unseres Buchungssystems bei einer unserer Tochterfirmen. Wir hatten monatelang alles akribisch vorbereitet, mit zwei verschiedenen Dienstleistern die nötigen Anpassungen vorgenommen und die Organisationsstrukturen im System abgebildet. Ich fuhr also zuversichtlich ins Hessische. Doch leider steckt die Tücke im Detail und das System machte eben genau nicht das, was es eigentlich sollte, während mir die versammelte Mannschaft nicht nur sprichwörtlich im Nacken saß und wartete, dass sie endlich loslegen konnte. Die Kollegen vor Ort waren von den Buchhaltern dermaßen heiß gemacht worden, dass viele wichtige Termine absagten und sehr verstimmt auf die erzwungene Warterei reagierten. Ich versuchte derweil mein Möglichstes, telefonierte im Minutentakt mit unserem Dienstleister, welcher praktischerweise mit seinen zwei besten Leuten auf einer Messe war, und unserer IT, doch blieben unsere Bemühungen bis zum Abend ohne Erfolg. Am nächsten Tag ging die Fehlersuche weiter und irgendwann gegen Mittag wurde herausgefunden, dass auf einem bestimmten Verzeichnis auf dem Anwendungsserver das Schreibrecht für die Anwendung fehlte, was vorher noch nie nötig war. Sobald dieses Recht gesetzt wurde, klappte der Rest fehlerfrei und wir konnten endlich richtig loslegen. Also dann Druckbetankung der Kollegen vor Ort, allgemeine Schulung für alle, individuelle Schulung am Platz sowie tiefergehende Erklärungen für die Buchhalter. Und all dies, während in meinem Hinterkopf die eindringlichen Warnungen der kaufmännischen Leitung spukten, dass dieses Projekt unbedingt klappen müsste.
Meine Güte, war ich froh, als ich wieder im Zug gen Heimat saß, da war es mir sogar egal, dass dieser kurz nach dem Start bereits 30 Minuten Verspätung hatte.

Die Nachwirkungen dieses Projekts zogen sich noch ein paar Wochen, aber letztendlich war die Einführung ein Erfolg, auch wenn der Anfang ein wenig holprig war. Und zumindest auf der Arbeitsebene blieb es die nächsten Monate recht ruhig – bis die nächste Tochterfirma mit dem Buchungssystem versorgt werden sollte. Ende April durfte ich dazu nach Norden aufs platte Land fahren. Wir hatten wieder alles gut vorbereitet, alles getestet, diesmal auch die Rechte geprüft und waren wieder zuversichtlich, dass die Umstellung reibungslos klappen würde. Aber auch diesmal ließ uns Murphy nicht im Stich. Es stellte sich vor Ort heraus, dass die vorhandenen Multifunktionsdrucker nicht zum Einscannen der Rechnungen geeignet sind, bis auf einen einzigen, welcher aber nie für diese Aufgabe vorgesehen war. Ich hatte ein starkes Gefühl von Déjà-vu und wollte bereits in Panik verfallen, doch haben meine IT-Jungs diesen Drucker so schnell wie möglich für seine zukünftigen Arbeiten vorbereitet und mit nur kurzer Verzögerung konnten wir uns an die restliche Einrichtung des Systems machen, welche dann auch relativ unkompliziert von statten ging.
Hier ebenso wieder Druckbetankung der beteiligten Kollegen, die wesentlich entspannter waren, auch weil ich tunlichst vermied, irgendwelche übertriebenen Erwartungen zu wecken. Relativ zufrieden konnte ich mich daher auf den Heimweg machen und auch die Nachwehen hielten sich in Grenzen.

Privat kehrte auch so langsam wieder Ruhe ein. Mein Mann und ich machten unsere Paartherapie und die Psychologin bescheinigte uns, dass wir auf einem guten Weg wären, was wir ähnlich empfanden. Dem Kleenen ging’s gut, er fühlte sich wohl im Kindergarten und hatte viele Freunde. Er freute sich tierisch auf seinen Geburtstag und war begeistert von seinen Geschenken. Wir lebten uns immer mehr in unserer Wohnung ein und hatten so langsam auch wieder den Kopf frei für andere Dinge wie Urlaubs- oder andere Planungen.

Sportlich ging es auch voran. Meine beiden Lieblingsfußballmannschaften schafften den Klassenerhalt bzw. den Aufstieg, wenn auch jeweils mit einer extra Portion Spannung und Nervenkitzel. Die Freude darüber wurde dadurch getrübt, dass die Redaktion von 90elf ihre Arbeit einstellen musste, da sie die Sendelizenz leider in einem (wie ich finde sehr unfairen) Bieterkampf an die Konkurrenz verlor. Und dass nicht der BVB die CL gewonnen hat. Aber das ist wohl Jammern auf sehr hohem Niveau.

Inmitten dieses Trubels kam die für uns freudige Nachricht, dass ich schwanger bin, auch wenn diese Freude bekanntlich nicht lange anhalten sollte. Zum Glück konnte ich dieses dramatische Ereignis gut verarbeiten, was sicherlich auch daran lag, dass die Schwangerschaft wirklich noch ganz am Anfang war und ich relativ schnell wieder schwanger wurde. Die Vorgeschichte bewirkte auch, dass ich mir beim zweiten Mal nicht so viele Gedanken machte und das Thema, bis auf die üblichen Maßnahmen wie Folsäure nehmen und keinen Alkohol trinken, in den Hintergrund rückte.

Allerdings beeinflusste die Schwangerschaft unsere Urlaubsplanung. Ursprünglich hatten wir vor, zwei Wochen an die Nord- oder Ostsee zu fahren, nur nix Großes oder Anstrengendes. Aber das hätte bedeutet, dass mein jahrelanger Traum vom Englandurlaub auf unbestimmte Zeit nach hinten hätte verschoben werden müssen. Mit einem Baby im Jahr darauf hätte ich die Reise nur ungern gemacht und noch ein Jahr später wäre der Große schon in der Schule und wir hätten in der allgemeinen Ferienzeit reisen müssen, was ungleich höhere Kosten bedeutet hätte. Also dann eben dieses Jahr mit gut zwei Monaten Vorlauf zum Informieren, Planen und Buchen.

Bekanntermaßen hat das trotz der kurzen Zeit gut geklappt und wir hatten einen fantastischen Urlaub, so wie ich ihn mir immer vorgestellt habe. Klar hat es uns finanziell ein wenig gebeutelt, aber uns bleibt für die nächsten Jahre auch nur die heimische Ostsee, so dass uns das erstmal egal ist. Das Thema Finanzen zog sich auch durch den Rest des Jahres und wird uns noch bis zum Frühjahr 2014 begleiten, wo es sich dann aber hoffentlich erledigt haben wird *fingers crossed*

Nach dem Urlaub trat die Schwangerschaft immer mehr in den Vordergrund, vor allem, weil es für mich körperlich sehr anstrengend wurde. Es erstaunt mich immer wieder, welchen Unterschied 5 Jahre machen können. Ich bin heilfroh über das Beschäftigungsverbot, da es zum Einen meine Beschwerden erleichtert bzw. verhindert und zum Anderen, weil ich so Gelegenheit habe, meine eingangs des Jahres absolut leeren Batterien nun endgültig voll aufzuladen. Ich merke, dass ich psychisch wieder belastbarer bin und Ereignisse, die mich zum Jahresanfang noch völlig aus der Bahn geworfen hätten, jetzt ganz gut wegstecken kann.

Es tut gut, nach der ganzen Aufregung jetzt auch mal wieder die relative Ruhe genießen zu können, in Ruhe alles für den Krümel vorbereiten zu können, in Ruhe planen und organisieren zu können und so auch die Reserven für die unvorhergesehenen Ereignisse des Lebens zu haben. Für mich ist das gerade allergrößter Luxus, auch weil ich weiß, wie schnell das wieder vorbei sein kann.

Was bleibt vom Jahr 2013 in Erinnerung? Hauptsächlich Positives. Ein grandioser Urlaub, angekündigter Nachwuchs und eine allgemeine Zufriedenheit.

Die Messlatte für 2014 liegt da relativ hoch, aber mir reicht es, wenn das neue Jahr nur halb so gut wie das vergangene wird. Auf die ganz großen Dramen kann ich gerne verzichten 😉

Kommt gut rüber und habt alle ein fantastisches neues Jahr!

Und er hat auch gar nicht gebohrt …

Da stand also heute, kurz vor knapp, mein jährlicher Kontrolltermin an. Ich hab den Termin ein bisschen verbummelt, aber als ich vor 2 Monaten angerufen habe, war auch nur noch der heutige Termin frei und das auch nur, weil ich ganz lieb bettelte.
Ja, so was kann ich auch 😉  Aber ich brauch doch meinen Stempel im Bonusheft!

Mein bisheriger Zahnarzt ist Mitte letzten Jahres in eine neue Praxis umgezogen und da ich nicht sonderlich an ihm hing – wie auch, wenn man nur einmal im Jahr hingeht und nach spätestens 5 Minuten wieder vom Stuhl hüpft – suchte ich mir einen neuen Zahnarzt um die Ecke.

Die neue Praxis ist hochmodern, mit viel Glas im Wartebereich und leiser, beruhigender Musik, die mir nach wenigen Minuten bereits auf den Keks ging 😉 Ich durfte eine Fragebogen zu allen möglichen Erkrankungen ausfüllen und mir damit die Wartezeit verkürzen.
Der Behandlungsraum genauso modern und es war das erste Mal, dass sich ein Arzt die Mühe gemacht und ein Bild an die Decke gebastelt hat. Ich hab mich schon ganz oft geärgert, dass ich bei Ärzten, bei denen man eher im Liegen behandelt wird (Gynäkologen, Zahnärzte, etc.), immer nur auf eine mehr oder weniger langweilige, weiße Decke starren muss.

Der Arzt war so jung wie seine Praxis und sehr nett. Erkundigte sich nach meiner Schwangerschaft und Beschwerden, aber außer ein bissl Zahnfleischbluten hab ich da gar nix. Er fragte, ob ich nervös sei oder Angst habe, da er auch spezielle Behandlungen für solche Patienten durchführe.
Damit konnte ich leider nicht dienen. Seit meinem 6. Lebensjahr war ich regelmäßig beim Kieferorthopäden, mir wurden wegen meines zu kleinen Kiefers diverse Zähne gezogen und ich hatte jahrelang eine Zahnspange. Das war schon Tortur genug, da hab ich mir das zusätzlich ängstlich sein gespart 😉

Er kontrollierte alle Zähne äußerst gründlich, setzte dabei auch eine kleine Kamera ein und zeigte mir die kritischen Stellen am Monitor. Fand ich cool und ich konnte meine Fragen stellen. An zwei uralten Füllungen sind kleine Teile abgebrochen und es sollten in nicht allzu ferner Zukunft die Füllungen mal erneuert werden. Und uralt sind sie auf jeden Fall, ich kann mich nicht mal mehr daran erinnern, wann das letzte Mal bei mir gebohrt wurde.

Dann noch ein bisschen obligatorisches Zahnstein entfernen und der Hinweis, dass eine professionelle Zahnreinigung ja ganz toll sei und so und schon war die eigentliche Behandlung vorbei. Achja, er empfahl mir, meinen letzten noch verbleibenden Weisheitszahn ziehen zu lassen, was ich aber ablehnte. Ich hab ja nur noch 26 bleibende Zähne, da geb ich keinen der restlichen freiwillig her 😉

Fazit: ich werde auch die nächste Zeit noch kraftvoll zubeißen können!

Guten Morgen?

Neeee, die sehen anders aus.

Ruhiger. Irgendwie.

Ich kann derzeit eh schlecht schlafen, meist nur etappenweise ein paar Stunden und richtig ausgeschlafen bin ich selten.
Nachdem mein Mann mich die letzten Tage zusätzlich mit seinem erkältungsbedingten Superschnarchen wach gehalten hat, hat er nun zu allem Überfluß den Krankenstaffelstab an mich überreicht. Also schniefe ich jetzt vor mich hin und mein Hals schmerzt und Schlucken tut weh *jammer*

Die Putz- und Kartenspielaktion, so schön sie gewesen sein mag, hat mir sehr zugesetzt. Seit letzter Nacht tut mir mein Steiß weh, so das Sitzen gar nicht mehr und Liegen mehr schlecht als recht geht. Wir wollten heute eigentlich ins Kino, aber ich seh mich da noch nicht 3 Stunden lang rumhocken.

Dann meinte ein Nachbar mitten in der Nacht irgendwann gegen 9 Uhr, volle Kanne mit der Schlagbohrmaschine loslegen und aus seinem Zimmer unter unserem Schlafzimmer einen Schweizer Käse machen zu müssen. Als ich meinem Mann davon berichtete, dass bei uns „jemand wie ein Irrer bohrt“, meinte er nur wenig mitfühlend: Ach, bist du schon beim Zahnarzt?
Hmpf!

Kaum hörte der Irre auf zu bohren, schmiss einer der Bewohner direkt unter uns die Musikanlage an und zwar volle Lautstärke. Mit Musik, die ich nicht mag, was grundsätzlich jegliche Musik beinhaltet, die ich nicht selber ausgesucht habe UND die mich aus meinem gerade wieder gewonnenen Schlaf weckt.

Jetzt muss ich noch zum Zahnarzt, Stempel fürs Bonusheft abholen. Direkt danach will ein Experte kommen und nach unserem Internetanschluss schauen, 6 Tage nach der Störungsmeldung. Und danach kann ich hoffentlich noch eine Runde schlafen.

Ich bin nämlich müde und grummlig.

 

Spieleabend

Gestern war es endlich mal wieder so weit: Spieleabend mit Freunden.

Wir hatten den schon seit einiger Zeit geplant, weil eine Freundin extra ganz tief aus dem Westen dafür anreiste, aber trotzdem haben wir den Termin durch Weihnachten und den ganzen Stress davor ein wenig aus den Augen verloren. Und so stellten wir dann einen Tag vorher fest, dass der Spieleabend ja schon MORGEN ist und es bei uns aussieht, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Also dann gestern einen Putzmarathon gestartet, den Mann mit großer Liste zum Einkaufen geschickt, dann noch einen Riesentopf Chili gekocht und noch schnell das allergrößte Chaos beseitigt. Wir waren auch pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt fertig, ich sogar im doppelten Sinn.

Trotzdem war es ein schöner Abend, es hat unglaublichen Spaß gemacht, auch wenn ich – mal wieder – Bummelletzte beim Doppelkopf geworden bin. Es tat gut, sich über die aktuellen Ereignisse auszutauschen und auch immer wieder mal in Erinnerungen zu schwelgen. Mein Bauch wurde neugierig beäugt und meiner Ausrede, dass ich nur ein wenig viel zu Weihnachten gegessen hätte, keinen Glauben geschenkt. Und wir haben herrlich viel gelacht, was richtig richtig gut tat.
Und am Ende waren wir uns alle einig, dass wir das mal wieder machen müssen.

Nur wird das gar nicht so einfach sein. Früher hatten wir fast jedes Wochenende (vielleicht in echt doch nicht ganz so oft, aber es fühlte sich so an) einen solchen Abend, selbst als der Kleene dann schon da war. Da haben wir die Abende bei uns gemacht und nicht wie davor bei wechselnden Gastgebern. Jeder brachte was mit, ich kochte Chili, weil es schnell geht und nicht die Welt kostet und dann haben wir gespielt und gequatscht, nicht selten bis zum Morgengrauen.

Aber wie so vieles ist auch dies dem Älterwerden zum Opfer gefallen. Die jeweiligen Studien wurden beendet, Wohn- und Arbeitsplätze gewechselt, Lebenspartner kamen (und gingen manchmal), Kinder kamen und blieben und am Ende waren wir froh, wenn wir es zweimal im Jahr schafften.

Aber umso wertvoller sind diese Abende und auf jeden Fall sämtliche Mühen wert 🙂

Dennoch geht’s mir heute entsprechend mau, hab Ewigkeiten geschlafen und nach dem Aufstehen schleppte ich mich nur noch zur Couch und habe nicht vor, diese heute großartig zu verlassen. Krümel tobte gestern Nacht noch wie wild rum und trampelte rücksichtslos in meine Seite, aber auch das konnte den Abend nicht verderben.
Manche Dinge sind einfach zu gut 😉

Weihnachtsstress – Nachtrag

Uff, mal wieder überstanden.

Entgegen den ersten Befürchtungen blieben die großen Dramen aus. Wir durften auch, ganz unserem ursprünglichen Plan folgend, in Ruhe in die Apotheke fahren, das Läusemittel kaufen, um es dann bei meinen Eltern daheim anzuwenden. Meiner Ma ist in der Zwischenzeit auch aufgefallen, dass sie sich beim letzten Besuch des Enkels hätte anstecken können.
Zeichen und Wunder 😉

Trotzdem war es anstrengend. Meine Eltern wollten außerdem dieses und jenes an ihren Rechnern eingerichtet haben und gleichzeitig motzte der WLan-Router rum. Das neue Handy meines Mannes wollte auch versorgt werden, zum Glück hatte mein Guter seine Pin-Nummer nicht im Kopf. Also war ich den Großteil der Zeit damit beschäftigt, die Technik auf Vordermann zu bringen. Ob es geklappt hat, wird sich die nächsten Tage zeigen.

Der Krümel tobt seit einigen Tagen auch wieder wie verrückt und probiert alle möglichen Positionen mal aus, so dass ich wahlweise Tritte auf die Blase, in die Seite oder gegen die Rippen kriege. Alles immer atem- und schlafraubend. Dazu noch ne dicke Erkältung bei meinem Mann und bei mir ein leichter Schnupfen, so dass wir uns nachts gegenseitig durch unser Schnarchen wach halten.

Jetzt will ich die nächsten Tage einfach mal nix tun, viel schlafen und erholen und vielleicht auch wieder mal bloggen, hab so ein paar Themen auf Halde, für die mir aber in der letzten Zeit der Nerv fehlte.

Na dann, frohe Weihnachten

Für uns hat Weihnachten noch gar nicht richtig angefangen, da hab ich schon keinen Bock mehr drauf 😦

Traditionell feiern wir das Fest bei meinen Eltern, aus diesen und jenen Gründen, und dieses Jahr kann das Feiern aus organisatorischen Gründen erst am 25. stattfinden. Doch begab es sich zu der Zeit, dass wir gestern beim Baden des Kleenen feststellen mussten, dass dieser aus dem Kindergarten ein extra Geschenk in Form von Läusen mitgebracht hatte.

Wir beschlossen also, heute auf dem Weg zu den Großeltern bei einer Apotheke vorbei zu fahren, dort ein Mittelchen dagegen zu holen und dieses dann im großelterlichen Badezimmer auf dem Kinderkopf anzuwenden. Dooferweise begab es sich zur selben Zeit, dass unser Internetanschluß die Zusammenarbeit verweigerte.

Wir teilten beides den Großeltern mit, womit das Unglück seinen Lauf nahm. In der Annahme, dass wir nun gänzlich von der digitalen Welt abgeschottet sind, fühlten sie sich berufen, selber nach einer Lösung der Lausproblematik zu suchen. Und wenn meine Eltern etwas suchen, dann landen sie mit traumwandlerischer Sicherheit auf den eher dubiosen Seiten.

Also bekamen wir heute morgen einen Anruf, dass wir unseren ursprünglichen Plan vergessen, sofort in die Apotheke fahren und dort die Medizin holen und uns allen den Kopf waschen sollten, bevor wir auch nur überhaupt daran dächten, bei ihnen aufzuschlagen, denn meine Ma hatte keine Lust, sämtliche Klamotten, Kissen, Möbel etc. zu desinfizieren.
Also Panik bis zum Abwinken.

Ich war natürlich wenig begeistert, weniger von dem Vorschlag selbst, als mehr von der Art, wie er rüber gebracht wurde. Ich ahne jetzt, dass die sich die ganze Nacht nen Kopp drum gemacht haben und dass meine Ma sich schon sieht, wie sie zusätzlich zu dem schon vorhandenen Stress noch die ganze Wohnung keimfrei kriegt. Da lauert doch schon der Nervenzusammenbruch am Horizont. Und meine zugegeben grummelige Reaktion am Telefon wird ihr übriges dazu beigetragen haben.

Der Rahmen für gemütliche Feiertage ist also gesetzt, jetzt muss ich nur noch abwarten, ob es wieder zu einem Eklat wie letztes Jahr kommt oder ob es beim allgemeinen Zähne knirschen bleibt.

Eine entspannte Suche bei Wikipedia hätte uns da einiges an Ärger erspart.

Weihnachtsstress

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Alle Geschenke eingepackt \o/

Was ich so mitbekomme, wenn ich links und rechts in die Blogs schaue oder mich mit meinen Mitmenschen unterhalte, ist, dass so ziemlich jeder im Stress ist und es kaum abwarten kann, dass endlich Weihnachten da ist und dieser ganze Wahnsinn (mal wieder) ein Ende hat.

Auch bei uns ist es nicht viel anders und auch wir werden froh sein, wenn wir mit leckerem Essen vollgestopft, die ersehnten Geschenke in den Händen haltend, auf der großelterlichen Couch zusammensacken werden. Doch bis dahin sind es noch ein paar Tage und ich glaube nicht, dass ich in dieser Zeit großartig zum bloggen kommen werde.

Deswegen wünsche ich allen frohe und besinnliche Weihnachten, dass die richtigen Geschenke unterm Baum liegen und die ganz großen Pannen ausbleiben!

Häppchen IV

Der Name des Nagellacks, den ich aktuell trage, lautet „my place or yours“.

 

Morgen kommt ein Experte, der sich den Schimmel im Flur anschaut und ihn auch gleich beseitigen will.
Am Freitag kommt der Gehilfe des Fensterbauexperten, der sich das Flurfenster anschaut, um zu entscheiden, was genau mit dem Fenster passieren soll.

 

Der im Zuge der Mängelanzeige an die Hausverwaltung geschriebene Brief inklusive Fristsetzung und angekündigter Mietminderung, nachdem der erste Hinweis auf Schimmel ignoriert wurde, veranlasste die Hausverwaltung zu folgender Aussage:

Ihren Schreiben entnehmen wir eine gewisse Unzufriedenheit in Bezug auf das Mietverhältnis und möchten Ihnen in diesem Zusammenhang die Auflösung des Mietverhältnisses nahe legen.

 

Morgen steht die Firmenweihnachtsfeier meines Mannes an, bei der traditionell Partner und Kinder mit eingeladen sind.

Dachschaden

Dass unsere Katze Trinity anders als normale Katzen ist, war uns relativ schnell klar. Tierheimfindelkatzen haben im Allgemeinen eine Geschichte und diese ist nur selten schön. Es ist nur immer wieder überraschend, welche Auswirkungen diese Geschichte auf die Tierpsyche hat.

Trinity wurde relativ jung von ihrer Mama getrennt und lernte so nie die fundamentalsten Katzenkommunikationssignale. Sie versteht nicht, dass Blinzeln oder langsames Zwinkern eine Vertrauensgeste ist. Sie weiß nicht, dass angelegte Ohren ein Alarmsignal sind. Sie kann nicht buckeln, um sich so größer zu machen. All dies macht das Zusammenleben mit unserer großen Katze Jeannie sehr schwierig. Und so ist es keine Überraschung, dass die beiden Katzen sich ungefähr einmal täglich quer durch die gesamte Wohnung jagen, Gefauche, Kratzen und Beißen inklusive. Vorzugsweise nachts.

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Da Trinity schon als ganz kleine Katze gegen den Hungertod kämpfen musste, ist sie auch heute noch ständig auf Nahrungssuche. Für sie ist grundsätzlich jede Mahlzeit die letzte. Selbst regelmäßige Fütterungszeiten haben daran bisher nichts ändern können. Auf der Suche nach Futter ist sie entsprechend rücksichtslos. Mehr als einmal hat sie unsere Küche verwüstet. Sie zerpflügt regelmäßig gebrauchte Teebeutel oder wühlt in nicht sofort weggeräumten Mandarinenschalen, ob nicht doch was fressbares dabei ist. Gebrauchte Schüsseln und Teller werden grundsätzlich ausgeleckt und es ist der Katze auch egal, ob das gut für sie ist oder nicht.

Als ungewöhnlichster Charakterzug stellte sich allerdings etwas ganz anderes heraus. Trinity machte es sich zur Angewohnheit, Kotbrocken aus dem Katzenklo zu wühlen und mit diesen zu spielen, obwohl sie genug Katzenspielzeug hat. Es hilft auch nicht, das Katzenklo täglich zu reinigen, da sie jederzeit neuen Nachschub erzeugen kann und dies auch tut.

Letzte Woche waren wir nun beim Tierarzt, die jährliche Impfung stand an. Wir berichteten der Tierärztin von dem ungewöhnlichen Verhalten und hofften, wir bekämen Tipps, um das zu ändern. Doch leider war auch die Ärztin ratlos. Sie meinte, das klingt sehr nach Dachschaden, denn an sich sind Katzen sehr reinliche Tiere und würden niemals nie nicht mit ihrem Kot spielen.

Vermutlich haben wir unsere Enttäuschung zu sehr gezeigt, denn die Tierärztin fragte ganz erschrocken, ob wir denn die Katze trotzdem lieb hätten.

Was für eine Frage. Na klar lieben wir unsere Dachschadentrinity. Wie langweilig wäre denn unser Alltag ohne sie. Und außerdem ist sie ja nicht die einzige in der Familie mit einer Macke 🙂

trin

Der Grund, warum Blogeinträge manchmal länger dauern 🙂

Schwangerschaftsdiabetestest

Heute hatte ich den entsprechenden Termin. Zum Glück gibt es eine neue Form des Tests, bei dem man nicht mehr nüchtern sein und nur noch eine Stunde warten muss. Außerdem wird nur einmal Blut abgenommen. Vor 5 Jahren musste ich nüchtern sein, 3 mal zum abzapfen und 2 Stunden warten.

Mir hat aber die eine Stunde Warten schon gelangt, da meine Ärztin jetzt nicht sonderlich bequeme Stühle im Wartezimmer hat und ich nach einer Dreiviertel Stunde nicht mehr wusste, wie ich noch sitzen sollte. Der Saft war auch nur bedingt lecker, ich musste mich zwingen, den runterzuwürgen. Und dann schimpfte noch die Schwester mit mir, als ich einen kleinen Schluck Wasser haben wollte, um den ekligen Geschmack runterzuspülen.

Als dann endlich der Wecker klingelte, um das Ende der Wartezeit zu verkünden, kam die nächste Tortur und die Erkenntnis, dass ich mich nicht zum Junkie eigne. Die Schwester suchte mehrere Minuten nach einer brauchbaren Vene und klatschte dabei mehrmals auf meiner Armbeuge rum. Aber immerhin durfte ich danach wieder nach Hause.

Heute nachmittag hab ich dann endlich, endlich den ewig angesammelten und vor mir hergeschobenen Papierkram sortiert, gelocht, abgeheftet *ein bissl stolz guck* Es ist schon erstaunlich, wieviel Müll sich in knapp 2 Jahren ansammeln kann. Belohnt wurde ich dafür mit einem harten Bauch und mächtigem Ziepen an wechselnden Stellen.

Morgen sollte ich also mal wieder etwas kürzer treten.