Knietief im Dispo*

Sah es zwischendurch so aus, als würde sich die finanzielle Situation, die nach dem Urlaub doch recht angespannt war, ein wenig bessern, ist es jetzt wieder ganz anders. Bis heute morgen ging ich von einer schwarzen Null zum Monatsende aus, doch dann kam der Anruf der Autowerkstatt.

Mein geliebter Blechhaufen, der, würden Autojahre ähnlich wie Hundejahre gezählt werden, bereits seit 1,5 Jahren seine Rente genießen würde, braucht einen TÜV. Eigentlich brauchte er den schon seit August, aber aus finanziell-organisatorischen Gründen war es nicht eher drin. Und bei den ersten Kältetagen meinte dazu noch die Batterie, dass ihr nun endgültig der Saft ausgegangen ist. Ist aber auch stressig, so ein Diesel-Anschubs-Leben.

Ich hab dann das Auto am Freitag in die Werkstatt geschafft und der Meister schaute dem Stahlmonster ganz tief unter die Motorhaube. Hätte ich daneben gestanden, hätte er wohl bedeutungsschwanger Oh-oh gemurmelt und den Kopf geschüttelt. So aber rief er mich heute morgen an und überbrachte die Hiobsbotschaft. Die Batteriehalterung hatte ebenfalls den Rentenantrag eingereicht und wollte dabei gerne ein paar Batteriekabel mitnehmen. Dagegen hatte aber der Kabelbaum etwas und erinnerte die Kabel daran, dass sie russische Wurzeln haben und alles aus einem Stück gefeilt war. So musste der Autodoktor die fehlerhaften Stücke durch Implantate ersetzen.

Dann meinte der Schrauber, dass die Bremsen nicht mehr ganz so schick aussehen. Da ich ja grundsätzlich nie bremse, weiß ich gar nicht, wieso die Bremsen denn so abgenutzt sind. Aber nutzt ja nix, getauscht werden müssen sie trotzdem. Dazu noch ein kaputtes Rücklicht und Kleinkram und der TÜV selbst und eins-zack-drei sind 650 Euro fällig.

Uff!

Das ist mehr als ich auf dem Konto hatte BEVOR ich

  • den Kinderwagen: der war im Supersparangebot und hat mal nicht die üblich-hässlichen Farben wie rosa, hellblau oder türkis-braun, sondern ein schickes schwarz mit sattem rot;
  • die Weihnachtseinkäufe: ich kann ja zum Fest der Feste nicht mit leeren Händen dastehen, und mein Mann braucht jetzt auch mal ein neues Handy, ich kann wirklich nicht mehr von ihm verlangen, seine SMS zu morsen;
  • ein Jahresabo: wat mut, dat mut;
  • den Kindergartenbeitrag: ein tagsüber fremdbetreutes, 4,5-jähriges Kind ist grundsätzlich unbezahlbar
  • und die Kfz-Versicherung

bezahlt hab.

Ich glaube, das wird jetzt ein wenig eng mit schwarzen Null am Jahresende.

*die Überschrift wurde Ihnen präsentiert von: Fehlfarben

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