Chinesisches Neujahrsfest

Unser Großer geht in einen deutsch-chinesischen Kindergarten. Warum das so ist, hat mehrere Gründe.

Der erste und wichtigste ist, dass dies der einzige Kindergarten war, der überhaupt einen Platz für uns hatte, und das auch nur, weil mein Mann bei denen wöchentlich auf der Matte stand und nachgefragt hat, Rechtsanspruch hin oder her. Die Stadt befand es nicht für nötig, sich zu kümmern, egal, wie oft wir nachgefragt haben.

Als einzige Alternative wurde uns damals ein Platz in einem integrativen Kindergarten angeboten. Grundsätzlich finde ich die Integrationsidee wunderbar, denn ich sehe an mir selbst, wie befangen ich im Umgang mit Andersartigen (ich mag das Wort Behinderte nicht sonderlich) bin, weil ich ihnen im Alltag viel zu selten begegne.
Nur liegt besagter Kindergarten in einem echten Problemviertel und der Integrationsgedanke dort besteht darin, dass viele Kinder aus sozial extrem schwachen Familien betreut werden und bei denen es üblich ist, dass die Eltern die Kinder beim Bringen und Abholen schlagen und/oder verbal attackieren. Es ist schön, dass solchen Kindern die Chance geboten wird, alternative Umgangsformen und Konfliktlösungsmöglichkeiten zu lernen, aber ich würde dort vermutlich jeden 2. Tag ausflippen und diese Eltern zur Sau machen. Bei Gewalt gegen Kinder hört meine Toleranz auf!

Der zweite Grund ist, dass unser Kind in diesem Kindergarten von klein auf mit fremden Kulturen und anders aussehenden Menschen in Kontakt kommt und so hoffentlich gar nicht erst irgendwelche Resentiments entwickelt. Auch das Wissen, dass es andere Sprachen gibt, ist für kleine Kinder nicht uninteressant. Dass uns das 50 Euro pro Monat extra kostet, nehmen wir gerne in Kauf.

Die Lage ist der dritte Grund, liegt der Kindergarten doch auf dem direkten Arbeitsweg meines Mannes und auch ich kann im Notfall innerhalb von 20 Minuten zu Fuß von Arbeit dort sein.

Heute war nun eine Sonderveranstaltung für Kinder und Eltern anlässlich des Chinesischen Neujahrsfestes. Es gab eine Stunde lang einen Stationenlauf, wo die Kinder auf den verschiedenen Etagen verschiedene Spiele spielen konnten, bspw. Kegeln oder Steck dem Esel den Schwanz an. Als Nachweis gab es einen Stempel auf einen Laufzettel und gegen diesen Zettel gab es zur Verabschiedung verschiedene Belohnungen.

Im Anschluss daran gingen alle Kinder mit ihren Eltern wieder in ihre Gruppen und es gab ein großes Buffet mit selbstgemachten Salaten, Würsten, Obst, Süßigkeiten und selbstgebackenen Kuchen.
Es war wie immer sehr lecker, sehr viel und sehr laut. Und diese bodennahen Kinderstühle sind nix mehr für mich in meinem Zustand, aber was tut man nicht alles für sein Kind 🙂

Irgendwann war auch das überstanden, doch bahnte sich direkt ein großes Drama an. Alle Gruppen werden neben den regulären Erziehern noch von jeweils 2 chinesischen oder taiwanesischen Praktikantinnen betreut, die jeweils ein halbes Jahr in Deutschland bleiben, bevor sie wieder in ihre Heimat fahren, um dort ihre Studien fortzusetzen.
Und heute war für die beiden Praktikantinnen aus des Großen Gruppe letzter Tag, welches er mir schweren Herzens beim Anziehen gestand. Also sind wir danach nochmal kurz zu den beiden hin und er konnte sich ausgiebig verabschieden. Als er ihnen dann noch sagte, dass er sie ganz dolle vermissen wird, konnte man sehen, dass den beiden der Abschied auch enorm schwer fiel. Daran konnte selbst das extra lange Knuddeln nichts ändern.

Aber spätestens, als der Kleene am Ausgang die Belohnung für den Stationenlauf erhielt, waren die Tränen wieder getrocknet.
Schokotaler sind eben manchmal unbezahlbar 🙂

Völlig verkorkst

Ich sowieso, aber seit einiger  Zeit auch mein Schlafrhythmus. Und es wird jeden Tag schlimmer.

Derzeit schaff ich es nicht, vor 6 Uhr früh, wenn andere Menschen aufstehen und sich für den Tag bereit machen, einzuschlafen. Dann darf ich ein bis zwei Stunden schlafen, bevor der Kleene wach wird und für den Kindergarten fertig gemacht wird. Ich verkriech mich dann wieder ins Bett und gegen halb oder um 10 Uhr schlaf ich wieder ein und werde dann hoffentlich gegen 13 oder 14 Uhr wieder wach.

Ich versuche, in den Tag zu starten und frühstücke erstmal. Nach dem Frühstück bin ich allerdings wieder so müde, dass ich direkt auf dem Sofa umfalle und einschlafe. Gegen 17 Uhr bin ich dann hoffentlich wieder wach und warte darauf, dass meine Männer heimkommen. Dann Kinderbespaßung, Abendbrot, Bettgehritual, bis dann gegen halb 9 wieder Ruhe eingekehrt ist. Ich dümpel dann ein wenig auf dem Sofa rum, schaue fern, häkel, bastel, lese, lackiere meine Fingernägel oder schreibe Blog, plane den nächsten Tag, nur um die Pläne dann doch nur nicht umzusetzen.

Gegen 3 Uhr gehe ich ins Bett und versuche zu schlafen, höre bis dahin Hörbuch und meinem Mann beim Schnarchen zu. Ich winde und wälze mich, versuche eine Position zu finden, in der nicht der komplette Rücken schmerzt.

Und am nächsten Tag geht der Spaß von vorne los 😦

Olé, Olé, Olé, Olé

Die Vorbereitungen fürs Fußballkind sind hiermit auch abgeschlossen:

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Selbstgehäkelte Fußballmütze, Ohrenschützer fürs Stadion und kein originales Deutschlandtrikot 🙂

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Die Mütze nochmal in groß, leider habe ich kein wirklich rundes, babykopfgroßes Mützenmodell, weswegen die Kopfbedeckung ein wenig verschoben aussieht.

Mal schauen, wann dies alles zum Einsatz kommt. Ich hoffe, dass ich als Dauerkartenbesitzer wenigstens noch die letzten Spiele der Saison mitnehmen kann, bevor es dann ins große WM-Fieber geht 🙂

Ferdsch

wie man hier in unserer Gegend so sagt 🙂

Alle Sachen von der Leine sind trocken und wurden ihren Bestimmungsorten übergeben.

Schnuffeltuch, Kissen, Beschützerdrachen, Schlafsack, Matratzenschoner und Bettlaken im Bett:

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Alle Klamotten im Regal, bis auf die kleinen Jäckchen, die hängen in Papas Kleiderschrank:

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Da sind zwar auch ein paar Sachen in Größe 62 dabei, aber ich hab mir sagen lassen, dass die Kleinen da unglaublich schnell reinwachsen 😉

Fast fertig

Die Babyecke für den Krümel ist fast fertig. War heute nochmal ein ganz schöner Kraftakt, aber ich finde, es hat sich gelohnt.

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Der Wickeltisch besteht aus zwei Rücken-an-Rücken stehenden Kommoden, auf die oben drauf die Wickelauflage kommt. Hat eine brauchbare Höhe und wir müssen nicht extra einen neuen kaufen. Durch umräumen und aussortieren konnte ich in den Kommoden 1,5 Schubladen frei räumen, wovon eine nur mit Wickelkrams belegt werden wird.

Ursprünglich sollte das Regal an die Seite, wo jetzt das hochkant aufgehängte Bild prangt, aber so richtig wollte mir die Lösung nicht gefallen. Denn erstens wäre dann der Weg zur Kommode ein wenig eng geworden und zweitens wäre das Regal an beiden Seiten offen gewesen.

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Bei der jetzigen Lösung hat das Regal wenigstens an einer Seite eine Begrenzung, passt perfekt in die Lücke zwischen Vorsprung und Kommode und auch der Zugang zur Wickelstation ist viel besser.

Aber das Anbringen des Regals war ein Krampf. Vielleicht sollte man den Leuten von Ikea mal eine hübsche, handelsübliche Wand einer Altbauwohnung zeigen und sie bitten, 4x 2 Löcher parallel so zu bohren, dass danach auch jedes Bohrloch beschraubt werden kann. Ganz egal, wie sorgfältig ich bohre, mir rutscht jedesmal der Bohrer einen Zentimeter in eine beliebige Richtung weg. Mit viel gutem Zureden und ein wenig Trickserei konnte ich immerhin in 6 der Löcher Schrauben drehen, zwei Löcher blieben leer. Da ich nur Klamotten in das Regal legen möchte, wird es hoffentlich reichen.

Bis ich überhaupt soweit war, habe ich insgesamt 10 Dübel zusätzlich verschleißt. Die Wände waren wieder extra bröckelig und auch bei ausreichender Bohrergröße verhakten sich die Dübel beim Reindrücken irgendwann und konnten nur mit roher Gewalt wieder aus den Löchern entfernt werden. Nochmal nachbohren, nächster Dübel, bis dann alle Löcher versorgt waren. Frisst unglaublich Zeit und nervt tierisch.

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Dafür ging die Befestigung für den Schmetterling schön schnell, Gipskarton sei dank. Den Schmetterling habe ich vor der Geburt des Großen geschenkt bekommen und er leistete bereits damals gute Dienste über dem Wickeltisch. Schön groß, schön bunt und er kann wunderbar fliegen 🙂

Das Moskitonetz ist unser Versuch, die Katzen vom Babybett abzuhalten, außerdem passt das Blau schön zum Nachthimmel über unserem Bett und es gab die Leuchtsterne zur Dekoration des Netzes gleich mit dazu. So hat jetzt jedes Familienmitglied solche Sterne über seinem Bett. Vermutlich muss ich das Netz nochmal umhängen, da es ein wenig dezentral und zu hoch über dem Bett hängt. Da unsere Vormieter einen großen Haken in der Decke belassen hatten, hab ich erstmal den genutzt, doch so richtig glücklich bin ich nicht.

Jetzt müssen nur noch die Babyklamotten, die derzeit noch auf der Leine zum Trocknen hängen, ins Regal gelegt werden und dann kann das Baby eigentlich kommen.

Geburtsvorbereitungskurs – Teil 3

Den Artikel bin ich ja noch schuldig. Mal gucken, ob ich alles noch zusammen bekomme, Schwangerschaftsdemenz schlägt auch hier gnadenlos zu 😉

Ich war ein wenig spät dran, obwohl ich mir vorgenommen hatte, extra pünktlich zu sein, weil sonst die Parkplätze knapp werden. Seltsamerweise gab es aber an diesem Tag Parkplätze in Überfluss. Dann also schnell in den Raum gehüpft, eine Tasse Tee geschnappt und festgestellt, dass ich noch nix verpasst habe.
Wieder fing der Kurs mit der Wiederholung der Namen an und so langsam haben wir alle drauf.

Dann widmeten wir uns möglichen Positionen während der Eröffnungswehen und jeder durfte wieder seine eigenen Erfahrungen beisteuern. Viele suchten sich Gegenstände zum drauf- oder anlehnen, um dort die Wehen durchzustehen. Waschbecken, Betten, Waschmaschinen waren beliebte Hilfsmittel. Zwischendurch ganz viel Laufen und Treppensteigen. Eine Schwangere ging bei jeder Wehe in die Hocke, um nach Wehenende wieder aufzustehen. Allein die Vorstellung trieb mir Schauer über den Rücken und sie sagte auch, sie hätte ca. eine Woche lang extremen Muskelkater in den Beinen gehabt 😀

Doch die Hebamme bestätigte, dass diese Position durchaus gut ist, besonders wenn man sich gut an etwas (Seil, Sprossenwand) oder jemanden (Partner) festhalten kann. Dann packt man nämlich die ganze Anspannung in die Schultern und Arme und das Becken kann wunderbar locker sein, was wiederum dem Baby hilft, sich in den Geburtskanal zu schieben.

Überhaupt zielten die meisten Positionen genau darauf ab. Becken locker, Anspannung nach oben verlagern. Ob man sich nun über einem Peziball beugt, sich an eine Sprossenwand hängt, sich ans Waschbecken klammert, das Becken sollte immer beweglich und möglichst rund bleiben, also nicht ins Hohlkreuz verfallen. Ganz wichtig ist zudem, nicht in Ausweichstellungen zu verfallen. Wenn es auf einer Seite unangenehm drückt, dann ist dies meist genau die Seite, auf die man sich bewegen sollte.

Manchmal kann es hilfreich sein, dass man bei der Geburt ein kleines Stückchen wieder zurück geht, weil sich der Babykopf im ersten Anlauf nicht richtig ins Becken rutscht. Deswegen nochmal kurz raus aus dem Becken, umlagern und neuer Versuch, der dann meist schneller und besser gelingt. Generell wird Umlagern immer wieder vorkommen und auch wenn es anstrengend ist, bringt es die Geburt häufig ein gutes Stück voran.

Wir kamen dann zu dem spannenden Thema Partneruntersützung, vor allem, weil auf den gezeigten Bildern zu möglichen Positionen fast immer der Partner ganz nah an der Gebärenden dran war. Wir wurden gefragt, wie nah wir denn unsere Partner an uns gelassen haben. Ich meinte, dass mein Mann in einer Zimmerecke saß und ich das als ausreichend nah empfand, was von den Mitstreiterinnen durch Nicken bestätigt wurde, da durfte der Mann auch nicht näher ran. Nur bei zweien durfte er immerhin Händchen halten, aber sowas wie Küsschen oder gar Umarmen ging auch da nicht.

Um uns bei der bevorstehenden Geburt die Möglichkeit zu geben, den Partner mehr einzubeziehen, machten wir wieder eine Partnerübung. Dazu sollten wir uns auf unsere Lieblingsseite, welche meist die Seite ist, bei der der Krümel auf dem Rücken liegt, legen und es uns mit Stillkissen bequem machen. Der Partner massierte hinter einem sitzend mit einem Igelball das Kreuzbein, knapp über dem Steißbein. Danach wurde der Ball so doll es ging, in das Kreuzbein gedrückt. Was jetzt sehr schmerzhaft und barbarisch klingt, war eine echte Wohltat, was unsere Hebamme so erklärte: Das Kind drückt von innen während der Geburt, teilweise auch schon davor, massiv auf das Kreuzbein und muss sich daran vorbei schieben. Wenn jetzt von außen ein gezielter Gegendruck auf die selbe Stelle erfolgt, dann wird das als Erleichterung empfunden, vergleichbar mit Zahnschmerzen, wenn der Zahn innen auf die Wange drückt und man von außen dagegen hält und so den Schmerz lindert.

Zum Abschluss legte der Partner die flache Hand aufs Kreuzbein und schuckelte dann vibrierend bei jedem Ausatmen an dieser Stelle. Mei, war das herrlich. Als netter Nebeneffekt wurden mir ein wenig die Hüfte und Beine taub, was bei der Geburt ja nicht das Schlechteste ist 😉
Ich jedenfalls fühlte mich danach gut vorbereitet und hätte am liebsten sofort losgelegt und das Gelernte praktisch umgesetzt.

Im Anschluss daran kümmerten wir uns um unsere Atmung. Dazu liefen wir im Raum umher, erst links herum, dann rechts herum und zählten die Schritte, die wir pro Ein- und Ausatmen so brauchten. Waren bei mir 3. Dann Laufen auf den Zehenspitzen und schauen, wohin wir denn atmen. Das gleiche Spiel mit Laufen auf der Ferse. Danach kurzer Austausch, wie wir was empfunden hätten.
Weiter ging es mit dem Rumlaufen, diesmal sollten wir Töne beim Ausatmen machen, U, E, I, A und O, und schauen, wie viele Schritte wir bei den jeweiligen Tönen schaffen. Beim U waren es am meisten, nämlich 8, die anderen Töne waren eher unangenehm und schneller fertig. Bei der Geburt also auf U ausatmen, damit bekommt man richtig viel Luft aus der Lunge und hat dadurch mehr Platz für frische Luft, was wiederum dem Baby hilft. Mehr jedenfalls als hektisches Hyperventilieren. 🙂

Die Abschlussübung bestand darin, dass wir uns hinsetzten und kreuz und quer durch den Gemüsegarten nach Herzenslust tönen sollten, es dürfe auch gerne schief klingen. Ganz ehrlich, mir war das zu dusslig, ich hockte da auf meinem Stillkissen und wartete geduldig, bis das vorbei war. Ich fand das jetzt nicht lächerlich, was die anderen machten, ich hab auch nicht gelacht oder mich über sie lustig gemacht, diese Übung war schlicht nix für mich. Und aus dem Alter, immer alles zwanghaft mitmachen zu müssen, bin ich zum Glück raus.

Der  nächste Termin fällt leider aus, so dass wir nur noch zwei Einheiten haben. Dann ist schon Mitte Februar und es geht bei allen langsam, aber sicher in die heiße Phase.
Wahnsinn, wie die Zeit rennt!

Unglaublich

was sich so über die Jahre ansammelt.

Ich habe heute sämtliche Babysachen zusammengesucht, die der Krümel für die ersten Wochen und Monate so braucht. Dabei stieß ich auf Unmengen an Babyklamotten, und zwar nicht nur die, die ich vor ein paar Monaten schon rausgekramt hatte. Nein, in diversen Kisten waren noch Jacken, Mützen, Socken (noch mehr Socken), Skianzüge und ähnlicher Kram. Da ich heute sämtliche Babytextilien waschen wollte, packte ich alles vor die Waschmaschine.

In der Waschmaschine lagen schon die neu gekauften Bodies, die neuen Bettlaken und Matratzenschoner, das neue Kapuzenbadetuch. Beim Wühlen in den Kisten kamen noch mein Tragetuch, zwei Kinderwagenkuschelsäcke, eine Babydecke, drei Babyschlafsäcke, zwei Kissen, eines davon mit einem Loch für eine schöne Kopfform, die Wickeltischauflage, den Babyschalenverkleiner, zwei Mobile und diverses Babyspielzeug zum Vorschein.
Der Stapel vor der Waschmaschine erinnert jetzt an den Mont Blanc und ich werde mit Sicherheit drei oder mehr Maschinenwäschen brauchen, um alles abzuarbeiten.

Was jetzt noch fehlt, ist unsere orangene Puckdecke.
Und ich muss das Regal immer noch an die Wand schrauben und die Bilder aufhängen.
Aber ich habe endlich noch die verbleibenden Klinken zum Kinder- und Schlafzimmer auf Hochkant gestellt, weil mir die Katzen mit ihrem ständigen Klinkenspringen gehörig auf den Keks gehen. Außerdem möchte ich nicht, dass wenn der Krümel friedlich in seinem Bettchen schläft, er dann von den Katzen gestört wird. Das können die nämlich richtig gut.

Vielleicht schaffe ich es später noch mit meinem Mann zusammen, das Regal und die Bilder aufzuhängen, aber morgen ist ja auch noch ein Tag.

Ein Unglück

kommt selten allein. Wobei es so richtige Unglücke nicht sind, eher Unannehmlichkeiten, die den schönen Alltag doch mächtig stören.

Am Freitag nach dem GVK (Bericht folgt) bin ich noch fix in die Stadt, ich brauchte ein Buch, eine Glühlampe, ein Sitzkissen und Bilderrahmen. Alles auch schön schnell bekommen, nur die Bilderrahmen machten Probleme. Die waren nämlich mächtig groß und damit sehr unhandlich für den Transport zu Fuß zum Parkhaus. Die Verkäuferin gab sich zwar viel Mühe und nahm sich viel Zeit, aber so richtig brauchbar war das Einpackergebnis nicht, bereits nach 10 Metern schliffen 2 der Rahmen auf dem Boden und das ganze Paket war in Auflösung begriffen. Also bastelte ich mir selbst was zusammen, was dann wenigstens die 500 m zum Parkhaus hielt. Aber durch die Einpackarie und das neuerliche Gefummel war ich grad so in die nächste Parkstunde gerutscht und durfte extra zahlen, was bei uns in der Innenstadt echt nicht billig ist.

Entsprechend geschafft und genervt kam ich daheim an, um dann dort festzustellen, dass unser Internet mal wieder nicht funktionierte. Ich mich aufgerafft und geschaut, wo das Problem liegt. Nach einer Stunde Suche gab ich mit der Diagnose auf, dass unser Wlan-Router kaputt sei, einfach so, von jetzt auf gleich. Mittlerweile war es zu spät, um noch loszuziehen und das Gerät umzutauschen, war ja noch Garantie drauf.

Nach all diesen Aktionen meinte der Krümel, er müsse seinen Unmut dadurch kundtun, dass er wie doof in meinem Bauch rumturnt. Und zwar ununterbrochen. Die ganze Nacht. Auf den empfindlichen Stellen rumtrampelnd. Ich war genervt, ich war müde und ich wusste nicht mehr, wie ich liegen sollte. Dazu noch unerträgliches Sodbrennen, welches auch nach 4 Natriumtabletten nicht besser wurde. Bei einer meiner nächtlichen Wanderungen zum Klo war es dann zuviel und was auch immer noch in meinem Magen war, wollte wieder ans Licht.

Das hatte mir gerade noch gefehlt, aber immerhin war das Sodbrennen weg. Dachte ich. Doch weit gefehlt. Das Sodbrennen war immer noch da und eine Dreiviertelstunde später kam der Rest und noch ein bisschen mehr raus. Ganz großes Kino.
Hab den Rest der Nacht vor mich hingedöst, aber wirklich schlafen war nicht drin.

Zum Frühstück gab es dann leckeren Fencheltee und Zwieback, beides innerhalb kürzester Zeit wieder draußen. Die Tasse nur Fencheltee auch. Pures Wasser ebenso.
Eigentlich wollten wir an diesem Tag zusammen zum Fußball gehen, endlich wieder nach der Winterpause, aber ich hab dann dankend abgelehnt. Sind meine Männer eben alleine gegangen, während ich auf dem Sofa rumdämmerte. Bis zum Abendessen keine Besserung der Grundsituation.
Dazu sind allerdings Rücken- und Kopfschmerzen gekommen.

Meine Jungs sind völlig durchgefroren heimgekommen und der Kleene hatte nen ganz schlechten Tag erwischt, nur am Ningeln und Jammern und Rummotzen. Mein Mann ist dann nochmal losgezogen, den Router tauschen ohne Kassenbon, da wir den nicht mehr gefunden haben. Die netten Damen von Conrad waren auch so kulant und haben das Gerät getauscht und ich versuchte dann erneut, in unserer Wohnung drahtloses Internet zum Laufen zu kriegen. Das war eine echte Tortur, konnte ich doch kaum noch aufrecht stehen und mein Kreislauf war mittlerweile jenseits von gut und böse. Hab nach einer Stunde aufgegeben, der Router wollte das Internetsignal einfach nicht weiterleiten und mir fehlte der Nerv zur ausgiebigen Fehlersuche.

Zu später Stunde versuchte ich es erneut mit Fencheltee, vorsorglich mit 2 Bullrichsalz und yay, er blieb drinnen. Zwei Stunden später nochmal eine große Tasse und sogar ein paar Zwieback, woraufhin zwar mein Bauch grummelte, aber sich sonst soweit still verhielt.
Ich bin daraufhin ins Bett und lag dort bis in die frühen Morgenstunden wach, weil mir mittlerweile irgendwie alles weh tat. Wagemutig probierte ich eine Paracetamol und bin, sobald diese anfing zu wirken, eingeschlafen. Als ich wieder wach wurde, waren immerhin die Kopfschmerzen weg.

Ich versuchte es mit Frühstück und stellte beim Vorbereiten desselbigen fest, dass wir in der Nacht nur knapp einer Katastrophe entkommen sind. Das Kabel einer Küchenlampe hatte einen Kurzschluss und hatte angefangen zu schmoren. Zum Glück kam die Sicherung und außer dem verkokelten Kabel ist nichts passiert. Allerdings wird mir ganz schlecht, wenn ich daran denke, was alles hätte passieren können.

Wenigstens klappte das Frühstück gut, ich konnte die Dosis sogar auf eine Tasse Fencheltee und ein halbes Brötchen steigern \o/
Danach probierte ich wieder am WLan rum und stellte irgendwann fest, dass das Kabelmodem und der Router die gleiche IP haben. So kann das ja nix werden. Jetzt musste ich nur noch die Stelle finden, an der ich die IP des Routers ändern konnte, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Doch auch das war irgendwann vollbracht, wir hatten wieder Internet und mein Mann hörte endlich auf mit Grummeln.

Bin trotz allem immer noch total wacklig auf den Beinen und hab den Tag mehr oder weniger dösend auf dem Sofa verbracht. Ich hoffe nur, dass es morgen besser wird, denn ich möchte endlich die Babyecke fertig einrichten.

Kurze Zwangspause

Die nachfolgenden Beiträge verschieben sich auf unbestimmte Zeit, da unser Wlan-Router spontan den Weg allen Irdischen gegangen ist, das Modem in der hintersten Ecke unseres Schlafzimmers steht und unsere Patchkabel maximal 1m lang sind. Ausserdem isses da kalt. Und Artikel mit Handy schreiben ist eher mühsam, besonders bei so einer Labertasche wie mir 😉

Es geht voran

Das Babybett ist aufgebaut und jetzt darf sich die Matratze ganz in Ruhe entrollen. Ich habe vorsichtshalber noch eine Schutzfolie drüber gelegt, damit die Katzen nicht sofort darüber herfallen und das Bett als ihr Revier beanspruchen.
Da bin ich echt gespannt, wie sich das noch entwickelt in den nächsten Monaten.

Das Regal habe ich auch montiert, es muss nur noch an die Wand geschraubt werden. Aber dafür brauch ich die Hilfe meines Mannes, ich schaff es einfach nicht alleine, das Regal zu halten, die Wasserwaage auszurichten und die Bohrlöcher zu markieren.
Aber sobald das Regal hängt, werden die Babyklamotten gewaschen und Wickelauflage sowie Babyschlafsack und der ganze Rest herausgekramt. Dann wird sich zeigen, ob wir wirklich alles haben.

Eine Anschaffung muss auf jeden Fall noch sein: ein Bilderrahmen. Ich habe vor Jahren ein paar große (nicht großartige) Bilder gemalt und eines davon möchte ich über dem Wickeltisch aufhängen, damit die Ecke ein bisschen Farbe bekommt. Mal schauen, vielleicht schaff ich das morgen nach dem GVK.