MONTAGSFRAGE // HAPPY END ERWÜNSCHT?

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Nein, bloß nicht!

Erstens mag ich Schnulzenromane nicht, bei denen das Happy End bereits von der ersten Seite an feststeht. Und zweitens finde ich das völlig weltfremd.

Bücher brauchen das Ende, welches zu ihnen passt, nicht das, welches sich der Leser wünscht. Und auch, wenn es weit weg von einem Happy End ist, fand ich das Ende von David Nicholls‘ One Day / Zwei an einem Tag mal so richtig doof. Da hätte es bessere Möglichkeiten gegeben.

Das Harry Potter glücklich enden muss, liegt in der Natur der Sache, Jugendbuch eben. Genauso Tolkiens Herr der Ringe. Wo würden wir denn hinkommen, wenn der Eine Ring eben nicht zerstört würde? Wo bliebe denn die Hoffnung der Menschheit?

Eigentlich finde ich es auch schade, dass mein Lieblingsgenre immer genau das eine Ende hat, im Krimi wird eben am Ende des Buchs der Mörder gefunden. Ab und zu gibt es Abweichungen von dem Muster, sei es, dass der Mörder auf der ersten Seite bekannt gemacht wird -> Ruth Rendells Urteil in Stein, oder aber dass es in ganz seltenen Fällen DEN einen Mörder nicht gibt -> Agatha Christies Mörder im Orientexpress.

Und welches Ende hat mir jetzt gefallen? Ich mach es jetzt mal daran fest, welches Ende mich nachhaltig beeindruckt hat, so sehr, dass es mir schwer fiel, überhaupt ein anderes Buch in die Hand zu nehmen, so lange wirkte es nach:

  • Barbara Vine: Die im Dunklen sieht man doch
  • Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrig blieb
  • Isabel Allende: Eva Luna
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7 Kommentare zu “MONTAGSFRAGE // HAPPY END ERWÜNSCHT?

  1. Ein Roman sollte wie das Leben selbst sein und das hat schließlich kein Happy End, denn es endet mit dem Tod. Warum muss ein Fall in einem Kriminalroman von den Ermittlern immer gelöst werden? Im wahren Leben bleiben doch auch viele Fälle unaufgeklärt. Warum sollte ein Roman nicht traurig enden oder der Schluss ganz offen bleiben, so dass das Buch noch lange nachbrennt? Es liegt vielleicht an der Sehnsucht eines jeden Einzelnen nach einem glücklichen Ende. Nicht nur für die Protagonisten in einem Roman, sondern auch für die Probleme in seinem eigenen Leben.

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  2. Rishu sagt:

    Hallo Michael. Wie immer interessanter Kommentar. Wie immer massenhaft auf den teilnehmenden Blogs verteilt. Das nervt. Und das werde ich auch kopieren. Viele Grüße.

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  3. Evy Heart sagt:

    Cool, dass du Beispiele nennst! Warum haben dich die Ende der Bücher am ende beeindruckt?

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    • xayriel sagt:

      So genau kann ich das gar nicht sagen. Vermutlich, weil ich bei all diesen Büchern entgegen aller Hoffnungen, Andeutungen und Vernunft auf ein anderes Ende gehofft habe. Dass es dann eben nicht das glückliche Ende war, sondern eines, welches das Buch konsequent zum Abschluss bringt, hat sehr lange bei mir nachgewirkt.

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