Gedankenstenograph

Oh, wie gerne hätte ich so ein Gerät, welches meine Gedanken beim Denken mitstenografiert.

Besonders nachts liege ich oft noch einige Zeit wach und denke nach. Über den Tag. Über zukünftige Pläne. Über Vergangenes.

In letzter Zeit „schreibe“ ich ganz häufig meine Blogeinträge in der Nacht. Ich feile in Gedanken an den Ausdrücken, an der Struktur, an den Kernaussagen. Um tatsächlich wieder aufzustehen, um mich an den Rechner zu setzen und die Geschichte wirklich niederzuschreiben, dazu bin ich meist zu müde. Was ich höchst schade finde, da ich besonders abends und nachts am kreativsten bin.

Vor einiger Zeit hatte ich sogar mal angefangen, einen Krimiroman in meinem Kopf zu schreiben. Tatort, Opfer und die ersten polizeilichen Ermittlungen waren alle schon fertig. Da ich aber nicht wusste, wer der Mörder sein sollte, stockte ich in meinen Gedanken und der Fall kam nie zur Auflösung. Auch, weil er eben nur in meinem Kopf existierte. Ich denke, wenn man erstmal die ersten 10.000 Wörter verfasst hat, kommen die nächsten 10-20.000 fast von allein.

So lange es also den Gedankenstenograf nicht gibt, werden viele Geschichten unerzählt bleiben, was ich sehr, sehr schade finde. Nicht unbedingt, weil ich finde, dass all diese Geschichten wirklich erzählens- oder lesenswert sind, aber weil sie wertvollen Platz in meinem Kopf wegnehmen.

Oder aber ich raffe mich eben doch mitten in der Nacht auf und halte alles auf herkömmliche Weise fest.

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Ein Kommentar zu “Gedankenstenograph

  1. Nenu sagt:

    Geht mir leider ganz genauso.. 😦

    Gefällt mir

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