Risiken und Nebenwirkungen

Grundsätzlich lese ich keine Beipackzettel von Medikamenten, bis auf die Einnahmehinweise vielleicht, wenn mein Arzt mir da keine klaren Anweisungen gegeben hat oder ich unsicher bin, ob vor, während oder nach dem Essen die beste Zeit ist. Ich denke nämlich, dass wenn ich die Nebenwirkungen kenne, ich diese auch umgehend bekomme 🙂

Am Donnerstag nahm ich die erste halbe Tablette Sertralin und tat das, was ich bis dahin auch schon getan hatte. Nach einer Stunde dieses Tuns merkte ich, dass mir irgendwie labbrig wurde und meine Beine ganz wackelig wurden. Ungefähr so, als wenn ich sehr lange gestanden und dabei nichts gegessen hätte. Beides traf nicht auf mich zu, also schnappte ich mir den Beipackzettel und schaute mir die Nebenwirkungen an. Und siehe, da stand bei „gelegentlich“: Muskelschwäche, Schwindelgefühl beim Aufstehen.

Beim Lesen bis zu dieser Stelle bin ich allerdings über sich widersprechende Nebenwirkungen gestoßen und sowas amüsiert mich immer wieder aufs Neue. Appetitlosigkeit, verstärkter Appetit; Schüttelfrost, Hitzewallungen; langsamer Herzschlag, schneller Herzschlag; Durchfall, Verstopfung.

Ich hab dann gar nicht weiter gelesen, weil schon bei den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen so ziemlich alles dabei war.

Bis heute. Seit gestern plagen mich abartige Rückenschmerzen, als hätte ich den ganzen Tag Zementsäcke geschleppt oder sowas. Hab ich aber nicht, nur ein wenig die Süße hochgehoben und bei den Arztbesuchen länger mal auf dem Arm gehabt. Aber nichts, was derartige Schmerzen rechtfertigen würde. Außerdem reichte es in der Vergangenheit, wenn ich mir eine volle Dröhnung Paracetamol vorm Schlafen gehen eingeworfen habe, da konnten sich die verspannten Muskeln über Nacht schön entspannen und am nächsten Tag war alles gut.

Nun hat jedoch bereits die dritte Dröhnung ihre Wirkung versagt, so dass ich dann doch noch einmal den Beipackzettel hervorkramte. Angespannte Muskeln, Muskelschmerzen, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Muskelzucken, Rückenschmerzen. Gut, dass wir drüber geredet haben :/

Sonst hab ich ganz selten irgendwelche Nebenwirkungen, aber hier fass ich mal richtig tief in die Trickkiste. Obwohl, wenn ich mir den Rest wie Sehstörungen, pfeifender Atem, Bauchschmerzen, Halluzinationen, Amnesie, Nesselsucht so anschaue, sollte ich vielleicht froh sein, dass es nur muskuläre Reaktionen sind.

Ich werde weiter beobachten, mal schauen, ob ich noch was von den seltenen Nebenwirkungen ergattern kann. Ist so ein bisschen wie Bullshit-Bingo 😉

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6 Kommentare zu “Risiken und Nebenwirkungen

  1. Mama-I sagt:

    Hast Du in der Vergangenheit schon mal ein ähnliches Medikament genommen?
    Ich hab da einige in der Richtung durch und die 2 ersten Wochen sind immer mies! Da bekomme ich auch sehr originelle (und nervige) Erscheinungen. Obwohl ich sonst nicht zu Nebenwirkungen neige.

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    • xayriel sagt:

      Ich hatte vor 15 Jahren mal Zoloft, also Sertralin in original und teuer 😉 , und da hatte ich fast gar keine Nebenwirkungen, dafür aber eine gute stimmungsaufhellende Wirkung. Vor einigen Jahren war es Sertralin von Ratiopharm, das hatte gar keine Wirkung, nicht mal Nebenwirkungen und jetzt Sertralin von Aurobindo mit den bekannten Auswirkungen.

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  2. Wie geht’s dir inzwischen?

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