Erster und Letzter

Heute war mein erster Arbeitstag nach der Elternzeit. Wie angekündigt, sollte es gleichzeitig auch mein letzter sein.

Pünktlich 9 Uhr fand ich mich an meinem Arbeitsplatz ein und stellte erfreut fest, dass der Aufzug defekt ist. Dann eben zu Fuß in den 4. Stock. Passte perfekt zu dem Tag. Etwas außer Atem oben angekommen, erwartete mich bereits meine Chefin.

Nach kurzem Smalltalk überreichte sie mir die Kündigung und mein Zwischenzeugnis, ich gab meine Zugangskarte ab, zwei Unterschriften und drei Jahre Betriebszugehörigkeit waren vorbei. Mir war ehrlich zum Heulen zumute. Ich war damals so froh, endlich einen Job gefunden zu haben, der mir liegt, bei dem ich die Kollegen mag und sie mich mögen und wo ich gerne jeden Tag hingehe. Ich hatte mich so auf den Wiedereinstieg gefreut und so ganz habe ich den Boden unter den Füßen noch nicht wieder gekriegt.

Schweren Herzens ging ich mich von den Kollegen verabschieden. Ich hatte vorher überlegt, ob ich zum Ausstand Donuts mitbringen sollte, mich aber dann dagegen entschieden, ich war absolut nicht in Feierlaune. Es stellte sich außerdem heraus, dass sämtliche IT-Kollegen durch Abwesenheit glänzten, sie waren in einem Workshop. War mir ganz recht, der Gang war so schon schwer genug.

So habe ich mich von meinen Buchhaltungsmädels verabschiedet. Sie erzählten mir von ihrer Unzufriedenheit, dass immer mehr Stellen gekürzt werden, aber die anfallende Arbeit gleich bliebe oder sogar noch mehr würde. Generell bereitet ihnen die Entwicklung große Sorgen.
Nach vielen Umarmungen und guten Wünschen verließ ich dann endgültig die nicht mehr ganz so heiligen Hallen.

Gegen den Frust und weil sich diverser benötigter Kleinkram angesammelt hatte, ging ich ein wenig shoppen. Ein Fühl-Bilderbuch für meine Süße zum Geburtstag, ein Fußballkartenspiel für den Großen für Ostern, ein neues Halstuch für ihn, weil er sein altes, innig geliebtes gestern im Urlaub mit den Großeltern verschmissen hat, Schuhe für meine Süße, weil ich beim ersten Versuch zu optimistisch war, was ihre Schuhgröße anbelangt und für mich einen neuen Whisky, irgendwie muss ich das ja alles ertragen 😉

Zum Abschluss noch einen großen, leckeren Kaffee und dann ab nach Hause, Sonnenfinsternis im Livestream gucken.

sofi

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3 Kommentare zu “Erster und Letzter

  1. Mama-I sagt:

    Oh das ist aber keine schöne Nachricht. Haetten sie das nicht vorher sagen koennen, dann hättest Du doch planen koennen? Oder seh ich das falsch? Ich hoffe ihr habt wenigstens einen schönen Geburtstag feiern koennen…!

    Gefällt mir

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