Bald bin ich ein Schulkind – Zwischenstand

In unserer tollen Stadt haben sich ganz schlaue Leute überlegt, in jeweils welche Grundschule die Kinder gehen sollen. Dazu haben diese Leute einen Stadtplan genommen und dem afrikanischen Kontinent gleich die Schulbezirksgrenzen willkürlich und mitunter auch äußerst absurd gezogen. Das hatte zur Folge, dass unser Kind in einem anderen Stadtteil eingeschult werden sollte, obwohl direkt um die Ecke eine Grundschule ist.

Da die Schule nicht nur in einem anderen Stadtteil, sondern durch diverse Gründe Welten von uns entfernt liegt, wollten wir unser Kind lieber in der Schule um die Eck einschulen. Aber so einfach ist das in unserer tollen Stadt nicht. Wir haben lange und viel im Internet recherchiert und am Ende konnte mein Mann ein Schreiben mit 4, wie wir fanden sehr triftigen, Gründen aufsetzen. Rechtzeitig vor Fristende schickten wir das per Einschreiben ab und dann harrten wir der Dinge, die da kamen.

Und das war erstmal eine ganze Weile nichts.

Vor 6 Wochen kam der ablehnende Bescheid, gegen den wir binnen 4 Wochen Widerspruch einlegen konnten, was wir auch taten. Innerlich richteten wir uns darauf ein, im nächsten Schritt einen Anwalt einzuschalten, der unserer Forderung zum Schulwechsel ein wenig Nachdruck verleihen sollte.

Heute kam Post von der originär zugeteilten Schule, eine Einladung zum Elterninformationsabend. Teilnahme zwingend und bitte 10 Euro in bar mitbringen. Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass unser Kind an dieser Schule in die erste Klasse aufgenommen sei.

Yippieh! 😦

Es lag allerdings noch ein weiterer Brief im Briefkasten, ganz offiziell von der Bildungsagentur. Mich innerlich wappnend und leise seufzend riss ich den Umschlag auf und las die Worte:

Die Bildungsagentur erlässt folgenden Widerspruchsbescheid:

Ihrem Antrag auf Einschulung Ihres Kindes in die Schule um die Ecke wird stattgegeben.

[…]

Der Widerspruch ist zulässig und begründet.

Coole Sache das! 🙂

Ich musste mir sogar ein Tränchen verdrücken. Ich hatte mich schon auf die ganz harte Tour mit Anwalt und Klage vorm Verwaltungsgericht eingestellt und bin ehrlich erleichtert, dass uns das erspart geblieben ist.

Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob die Schule um die Ecke schon von ihrem Glück weiß und ob diese auch einen Elterninformationsabend veranstalten und wenn ja, wann. Und endlich kann auch die restliche Planung zwecks Schuleinführung und dazugehöriger Feier weitergehen.

Immerhin haben wir schon eine große Piratenzuckertüte 😉

Italien, Tag 3: Grotta del Vento

Endlich wieder ein neuer Reisebericht 🙂

9erblogunterwegs

An diesem Tag stand unser Umzug in die Toskana an. Und weil stupides Autobahnfahren ziemlich langweilig sein kann, hatten wir einen besonderen Höhepunkt für diesen Tag eingeplant: die Grotta del Vento.

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Knapp hinter Lucca gelegen dachten wir, dass ein Abstecher dahin den zeitlichen Rahmen nicht sprengen und uns ein bleibendes Erlebnis bescheren würde. Mit ersterem lagen wir daneben, mit zweiterem nicht, aber eben auch nicht ganz so, wie wir uns das vorgestellt hatten.

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Auf der Landkarte sah es so aus, als wenn die Höhle in Steinwurfweite von Lucca liegen würde. Niemand hatte uns aber vorher gesagt, dass Luccas bauliche Beschaffenheit quasi einen Megastau rund um die Uhr produzierte, welchen man unbedingt bei der Ortsdurchfahrt einkalkulieren muss. Das gesamte Stadtzentrum ist durch eine große Stadtmauer für den öffentlichen Verkehr gesperrt und sämtliche Fahrzeuge müssen über den Stadtring, ganz egal, wohin sie wollen. Daraus resultiert ein herrliches Verkehrschaos mit wilden Spurwechseln über…

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Xayriel orakelt: ESC 2015 – Nachklapp

So langsam habe ich das Drama vom Wochenende verdaut und kann mich der Auswertung meiner Orakelei widmen.

Schweden hat wie erwartet gewonnen, dicht gefolgt von Russland, das zwischenzeitlich sogar vorn lag. So weit, so gut.

Großbritannien – nun ja. 24. mit 5 Punkten. Favoriten sehen anders aus 😉

Polen und Armenien erhielten keinen Mitleidsbonus, gut so!

Vom Exotenbonus profitieren konnte hingegen Australien, welches einen soliden 5. Platz belegte. Serbien wurde 10. trotz oder wegen des ballonmäßig aufgepusteten Kleides.

Verlierer sind dieses Jahr ziemlich viele geworden, quasi alle ab Platz 10 abwärts. Was mir nämlich bereits bei der Livepunktevergabe auffiel und dieses Jahr äußerst ungewöhnlich war, ist dass die Wertungen sehr homogen abgegeben wurden. Gab es in den letzten Jahren meist nur 3, maximal 4 Beiträge, die von fast jedem Land Punkte bekommen haben, so sind es dieses Jahr 8 Künstler. Damit bleibt relativ wenig Spielraum für die Vergabe der Restpunkte. Bezeichnend dafür auch die riesigen Sprünge zwischen den einzelnen Kandidaten. So klafft eine Lücke von 75 Punkten zwischen Platz 3 und 4, von 80 (!) Punkten zwischen den Plätzen 6 und 7 und von 44 Punkten zwischen den Plätzen 9 und 10. In der Vergangenheit gab es maximal eine derartige Lücke zwischen den Platzierungen, die jeweils ersten 3 Plätze ausgenommen.

Woran das jetzt liegen mag, darüber darf gerne spekuliert werden. Ich vermute, dass die derzeitige Regelung mit 5 Juroren + Televoting und jeweils die Mittelung daraus die Ergebnisse zu sehr glättet und dann solche Ergebnisse daraus resultieren. Wenn man sich die Einzelergebnisse (Downloadlink zu Exceldatei) anschaut, dann sieht man, dass es schon eine ordentliche Streuung gibt. Bei Deutschland geht die Jurorenwertung von Platz 2 bis 27, wobei ganz viele 11. Plätze dabei sind.
Bei Schweden sind sich alle relativ einig gewesen, aber Russland wiederum hat auch eine ordentliche Streuung.

Das soll jetzt keinesfalls die Leistung Schwedens schmälern und den deutschen Beitrag schön reden, aber bemerkenswert finde ich es trotzdem.

Bei Frankreich, Griechenland und Albanien hatte ich Recht, bei Lettland und Italien allerdings lag ich ganz schön weit daneben. Österreich überraschte tatsächlich in seinem Kampf um den letzten Platz, Belgien landete ganz stark auf Platz 4. Bei Estland lag ich tendenziell richtig.

Als persönliche Schlussbemerkung wünsche ich mir für nächstes Jahr weniger bedeutungsschwangere Balladen und wieder mehr humorvolle Beiträge à la Guildo Horn oder Lordi oder diesem Spanier aus dem Jahr 2008:

Zeichen! Wunder!

Nach knapp 3 Jahren Ningeln, Nörgeln und Mails an die Hausverwaltung schreiben, war heute endlich der Fliesenleger da, um die dringend benötigte zusätzliche Fliesenreihe im Bad zu legen.

Die Badewannenduschecke war zwar gefliest, aber eben genau eine Reihe zu niedrig, so dass beim Duschen das Wasser auf den ungefliesten Bereich spritzte, von der Tapete und der darunterliegenden Gipskartonwand aufgesogen wurde und im Endergebnis herrlichster schwarzer Schimmel blühte. Wir haben in der Vergangenheit immer wieder versucht, den Schimmel zu beseitigen, aber als wir dann das Grüne des Gipskartons erreicht hatten, hörten wir auf damit, denn an die Substanz wollten wir nicht ran.

Da wir nun nicht das erste Mal Probleme mit der Wohnung und Schimmel haben, hatten sich bereits der Hausmeister und der Maler, die öfter bei uns vorbeischauen, das Problem angeschaut und waren wie wir zum Schluss gekommen, dass eine Fliesenreihe fehlte. Allerdings machten uns beide wenig Hoffnung, dass sich die Hausverwaltung darum kümmern würde, das hätten schon andere versucht und sind grandios gescheitert.

Umso erstaunter war ich, als letzte Woche der Anruf kam, dass der Fliesenleger heute vorbei kommen würde. Er war extra pünktlich, schaute sich das Dilemma an und machte sich an die Arbeit. Ich fragte ihn, ob man denn etwas gegen die unsägliche Fliesenkante am Wannenrand unternehmen könnte, weil dadurch die Montage einer Duschwand unnötig verkompliziert wurde. Er wolle sich das anschauen und zeigte sich generell zuversichtlich.

Er arbeitete vor sich hin, ich räumte ein wenig in der Wohnung rum, ich mag nicht den Handwerkern die ganze Zeit auf der Pelle hängen, blieb aber in Rufweite, falls er etwas benötigte oder Fragen hat. Die Katzen beäugten ihn neugierig und schnupperten an den ganzen Gerätschaften.

Nach einer guten Stunde war er fertig und das Ergebnis ganz in Ordnung. Natürlich sind die zusätzlichen Fliesen nicht die gleichen wie die bereits vorhandenen, aber jetzt auch nicht so viel anders, dass es übertrieben hässlich ist. Die Badewannenkante hat er teilweise entfernt und die Lücke mit ordentlich Silikon abgedichtet. Besonders toll fand ich, dass er den großen Silikonstreifen auf dem Wannenrand in Eigeninitiative entfernt hat, so muss ich nicht extra in den Baumarkt und ein Lösungsmittel holen. Er ließ die Silikonkartusche mit dem Rest da, damit wir die Duschwand nach der Montage gleich mit abdichten können.

Ab heute Abend können wir wieder duschen, ab morgen sogar in die Fliesen bohren. Allerdings werde ich das aufs Wochenende verschieben, denn durch das Absenken verschieben sich auch die Löcher für die Duschwand und müssen komplett neu gebohrt werden und das muss ich erstmal in Ruhe durchdenken.

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Klette

Meine Süße verweigert – mal wieder – feste Nahrung, nur Mama ist gut genug und allein auf Mama ist das Leben erträglich. Papa ist bloß ein schwacher Ersatz und funktioniert nur für wenige Minuten.

Warum, wieso, weshalb jetzt auf einmal der Rückschritt erfolgte und ob es nur eine (hoffentlich) ganz kurzfristige Phase ist, weiß natürlich auch keiner.

Passt aber ganz wunderbar in die Gesamtsituation, mit der ich persönlich gerade äußerst unzufrieden bin *seufz*

Xayriel orakelt: ESC 2015 – Jetzt erst recht

Die beiden Halbfinale sind Geschichte, von meinen Favoriten sind einmal 6 und einmal 7 von 10 durchgekommen, zeigt also, dass ich ehrlich absolut keine Ahnung habe, was ich hier eigentlich mache 😉
Dennoch möchte ich versuchen, ein paar Favoriten und nicht ganz so doll einschlagende Beiträge zu prophezeien.

Sieger: Extrem schwierig dieses Jahr. So richtig vom Hocker gehauen hat mich in den Halbfinals nichts. Als Favorit wird von den Buchmachern Schweden gehandelt. Ich fand das Lied an sich eher so mittelprächtig, aber die Show war schon klasse. Erfrischend anders zeigt sich Großbritannien, aber solche Lieder sind immer schwierig einzuschätzen, da kann vom ersten bis letzten Platz alles drin sein. Polen und Armenien haben den Mitleids-, Australien hat den Exotenbonus, wobei diese Lieder ohne Bonus wohl eher unter ferner liefen laufen würden. Wird sich zeigen, wie sehr die Zuschauer darauf anspringen. Russland darf wie immer zu den Favoriten gezählt werden, obwohl ich ihnen für diesen heuchlerischen Beitrag den letzten Platz wünsche! Serbien klingt ganz gut, damit könnt ich als Sieger ganz gut leben, solange nicht das Kleid der Sängerin wieder von unten aufgepustet wird.

Verlierer: Wenn es nach mir ginge, würde hier Armenien ganz vorne liegen, zu melodramatisch, zu bedeutungsschwanger, das passt irgendwie nicht zum ESC, auch wenn das Thema selbst definitiv wichtig ist.
Frankreich ist ganz heißer Kandidat für den letzten Platz, absolut nichtssagendes Lied. Da Balladen eher selten gewinnen, wird sich Griechenland ebenfalls hinten einreihen, genauso wie Italien, daran werden auch die schnuckligen drei Jungs nichts ändern. Lettland finde ich ganz furchtbar und frage mich, wie das Lied bis ins Finale kommen konnte, ebenso wie Albanien.

Überraschungskandidaten: Österreich könnte die Niederlande des Vorjahres werden, aber vermutlich verhindern die Frisuren eine Topplatzierung 😉 Im Ernst, ich mag das Lied, das ist schön eingängig und das dürfte von mir aus auch im Radio hoch und runter laufen.
Belgien kommt minimalistisch daher, kann funktionieren, wird es aber wohl eher nicht.
Wenn die Stimmen, anders als im Halbfinale halten, könnte Estland eine echte Überraschung werden.

Und Deutschland? Joar. Grundsätzlich hat sich die Qualität der deutschen Beiträge in den letzten Jahren deutlich verbessert und zum Glück sind wir weit weg von Gracia oder den No Angels. Nichtsdestotrotz ist Qualität beim ESC kein Erfolgsgarant, wie Texas Lightning oder Elaiza zeigen, die es beide nicht auf die linke Seite des Tableaus geschafft haben.
Wenn Ann Sophie den roten Hosenanzug statt des schwarzen trägt und ein bisschen weniger auf Lena macht, könnte es für eine vordere Platzierung reichen, das Lied ist gut genug dafür. Auf den Sieg zu hoffen ist wohl zu vermessen, nichtsdestotrotz werde ich die Daumen drücken und jeden einzelnen Punkt für Germany bejubeln.

Gehört ja schließlich dazu 🙂

Und am Ende kommt eh wieder alles ganz anders!

P.S.: Wer möchte, kann mit mir den ESC live auf Twitter verfolgen @Xayrielle

Tiefenentspannt

Vor einigen Wochen flatterte ein Brief in meinen Postkasten, dass ich mich doch bitte zur „Besprechung meiner beruflichen Situation“ beim Arbeitsamt einfinden sollte.
Heute.
Um 8 Uhr.
Morgens.

Ich tat, wie mir geheißen und war sogar überpünktlich. Als ich frierend ob der frostigen Temperaturen mitten in der Nacht vor der Agentur auf Arbeit auf Einlass wartete, verfluchte ich einmal mehr meinen neuen Ex-Chef. Ein wenig erträglicher wurde die Warterei dadurch, dass jeder einzelne der zahlreichen anderen Wartenden auch gerne ganz woanders gewesen wäre. Endlich öffnete sich die Tür und die Menge verschlafener Bittsteller strömte ins Amt.

Auf der Einladung stand, ich solle mich in Zimmer 2.2.25 einfinden, also begab ich mich in den 2. Stock, wo mich diverse Schilder zu den verschiedenen Wartebereichen lotsen wollten. Leider fand ich keinen Wartebereich, der auf mich passte, aber bei der Suche stolperte ich an einer offenen Tür vorbei, schaute aufs Türschild und da stand tatsächlich 2.2.25.

Ich klopfte an, stellte mich vor und fragte, ob ich eintreten dürfte, was bejaht wurde. Der Mitarbeiter begrüßte mich freundlich mit Handschlag. Als erstes ging er meine Arbeitslosenmeldung durch, trug fehlende Angaben nach, ließ sich meinen Personalausweis zeigen und meinte nebenbei, dass er mich deswegen so früh einbestellt hätte, weil das Service Center wohl etwas derartiges in der Akte vermerkt hat. Super, ich kann mich nicht erinnern, jemals etwas in der Richtung gesagt zu haben, geschweige denn gefragt worden zu sein. Na egal, ich war ja jetzt da.

Er fragte ein wenig kryptisch, ob ich mich denn schon irgendwo beworben hätte. Ich antworte, auf 4 oder 5 Anzeigen, eine Absage, der Rest offen. Auch, dass ich diese Woche nochmal nach Stellen geschaut hätte, es da aber ganz mau aussieht, vermutlich schon das Sommerloch. Er nickte und meinte, dass es auch auf dem Amt gerade schleppend läuft, zeigte sich aber sonst hochzufrieden mit meinen Antworten.

Weiter ging es mit meinem Lebenslauf und der Frage, wann ich denn nun verfügbar sei. Im System war der 31.7. vermerkt, was ich mit der Bemerkung korrigierte, dass es der 30.6. sei, weil da die dreimonatige Kündigungsfrist endete. Das mir gekündigt wurde, war dem Bearbeiter ebenso neu wie die Tatsache, dass ich direkt nach der Elternzeit die Kündigung erhalten hatte. Dadurch machte das von meiner Arbeitsstelle geschickte Entgeltformular erst Sinn und meinen Antrag erstmal wieder hinfällig, da die Leistungsabteilung nur vollständige Anträge bearbeiten kann und dadurch bei mir noch die Bescheinigungen von Krankenkasse und Elterngeldstelle hinzukommen.

Zum wiederholten Male schüttelte der Mitarbeiter seinen Kopf wegen der Schlampigkeit des Service Centers, das einfach nur halbherzig meine Daten erfasst hatte und ich jetzt nochmals losrennen und diverse Schriftstücke besorgen muss.

Allerdings hellte sich die Miene des Bearbeiters ein wenig auf, als er sah, dass ich direkt aus der Elternzeit komme. Denn damit hätte ich Anspruch auf Eingliederungshilfe zum Berufswiedereinstieg und das heißt, ich dürfe eine Weiterbildungsmaßnahme besuchen, so ich denn wolle. Vor meinem geistigen Auge sah ich mich schon in einem Seminar „Wie bewerbe ich mich richtig“ gelangweilt aus dem Fenster starren, aber der Mitarbeiter meinte, ich hätte ja schon ITIL v3, wie wäre es denn, wenn wir diese Schiene weiter verfolgen, bspw. mit einem PRINCE2-Seminar.

Echt jetzt? So ganz im Ernst? Als ich damals die ITIL-Schulung machte, hätte ich gerne auch PRINCE2 gemacht, weil dann diese ganze Managementgeschichte abgerundet gewesen wäre, aber ITIL war einfach zu teuer, um da noch den Prinzen hinten ran zu hängen. Das sagte ich auch dem Mitarbeiter und er rieb sich nur die Hände und meinte, ich könnte bei der alten Weiterbildungseinrichtung nachfragen, er hat da guten Kontakt hin, die sind auch ganz gut im Bilden (was ich bestätigen kann) und sie wären vom Arbeitsamt zugelassen. Er nannte noch eine zweite Einrichtung, die ich allerdings nur vom Namen her kannte. Ich könnte auch woanders hingehen, aber soweit er wüsste, bieten nur die beiden genannten den Lehrgang an.

Sobald ich von einem Institut eine Zusage hätte, müsste ich einen Termin bei ihm vereinbaren, am besten per Mail, und dann bekäme ich den Bildungsgutschein. Das wäre dann auch der Zeitpunkt, wo ich ihm eine kurze Liste mit bereits erfolgten Bewerbungen schicken soll, ich bräuchte definitiv nicht den Nachweis von 5 oder mehr Bewerbungen aller 2 Wochen oder ähnlichen Schnickschnack.

Er druckte dann noch den halben Regenwald aus, überreichte mir davon aber nur 3 Blätter, mit weniger Papierverschwendung ist das wohl nicht möglich gewesen, weil das System das nicht kann. Ich bekam also meine Wiedereingliederungsvereinbarung, das Formular zum Elterngeld und den Schrieb für die Krankenkasse. Mit den Worten, dass ich mich, außer um Lehrgang und die Formulare, um nichts mehr kümmern muss, wurde ich verabschiedet.

Joar, so entspannt kann es aufm Amt auch zugehen 🙂

Xayriel orakelt: ESC 2015

Endlich ist es wieder soweit und der Eurovision Song Contest geht in die nächste Runde.

Bevor ich mir heute Abend das erste Halbfinale anschaue, verkünde ich schon mal den diesjährigen Sieger:

AUSTRALIEN!

Nein, das ist jetzt kein Tippfehler, ich meine tatsächlich das Land der Kängurus und Koalas. Die Europäische Rundfunkunion, die sich ja bekanntlich nicht an den geografischen Grenzen Europas orientiert, hat dieses Jahr das besonders lange Lasso ausgepackt und Australien eingefangen.

Aus gutem Grund, denn die Australier sind absolut ESC-verrückt, noch viel mehr als wir hier vor Ort. Die stehen morgens in aller Herrgottsfrühe auf, versammeln sich vor den TV-Geräten und feiern eine riesige Partie, wie mir durch meine Facebook-Bekannten bestätigt wurde. Und da der ESC dieses Jahr 60. Jubiläum feiert, darf Australien eben mitmachen.

Ganz ehrlich, ich hab den australischen Beitrag noch nicht gesehen, aber sie könnten auch eine Pappfigur auf die Bühne stellen und ein leierndes Playback laufen lassen, Australien würde trotzdem gewinnen. Da wird der Exotenbonus – siehe Lordi, Dana International oder Conchita Wurst – mit voller Wucht zuschlagen, ganz egal, wie stark die sonstige Konkurrenz ist. Das mag jetzt schade für diese Beiträge sein, aber wäre es nicht Australien, dann wäre es die Balkan-Punkte-Allianz oder die Skandinavien-Connection oder das gute oder schlechte Wetter.

Ich geh jetzt den Prosecco kalt stellen und nach dem zweiten Halbfinale am Donnerstag gibt es ein weiteres Orakel mit den Chancen der restlichen Teilnehmer. Es muss ja schließlich auch jemand letzter werden 😉

Es geht auch anders

„Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir uns für eine/n andere/n Bewerber/in entschieden haben.“

😦

9erblog

Da hatte ich nun heute mein erstes Vorstellungsgespräch und bin so schlau als wie zuvor. Grundsätzlich habe ich eh so meine Schwierigkeiten, solche Gespräche einzuschätzen. Immer, wenn ich dachte, och, das lief ja jetzt richtig gut, kam kurz darauf die Absage. Hatte ich den Eindruck, ganz grandios gescheitert zu sein, folgte oft ein Vertragsangebot.

Mit der Zeit konnte ich jedoch zumindest den groben Ablauf eines Vorstellungsgesprächs ausmachen. Man wird von jemandem am Empfang abgeholt, ein Besprechungszimmer wird betreten, der oder die anderen Teilnehmer vorgestellt. Man begrüßt sich, spricht kurz über das Wetter oder ob man gut den Ort gefunden hat, die typischen Eisbrecher-Smalltalk-Floskeln.
Dann stellt der Gesprächsführer kurz das Unternehmen vor und erklärt, was, manchmal auch warum, sie genau  suchen. Im Gegenzug darf der Kandidat von sich und seinem Lebenslauf erzählen, vorzugsweise mit Betonung der auf das Anzeigenprofil passenden Vorzüge.
Aus diesen beiden Abschnitten ergeben sich fast zwangsläufig Fragen, welche…

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Limbo

Es nervt.

Da habe ich nun diverse Bewerbungen geschrieben, alle Empfänger haben mir den Eingang bestätigt und bis auf das ein Vorstellungsgespräch ist aber nichts weiter passiert. Kein Anruf, keine Einladung zu weiteren Gesprächen, keine Absage.

Wenn ich die Stellenbörsen durchforste, finde ich alle Stellenanzeigen immer noch, manche wurden in der Zwischenzeit erneut eingestellt. Bei diesen Anzeigen kann ich nicht verstehen, warum ich dann keine Absage erhalte, wo ich doch ganz offensichtlich nicht passend bin.

So hänge ich also weiter in der Luft, hoffe, dass doch irgendwann der erlösende Anruf kommt, bangend, dass doch irgendwann die absagende Mail kommt und vor allen Dingen bin ich ratlos.

Wie gesagt, es nervt 😦