Und jetzt?

Gut Ding will Weile haben, heißt es so schön, doch nicht alles, was lange dauert, wird am Ende gut.

Aktuelles Beispiel ist meine momentane Stellensuche. Vor 5 Wochen werde ich per Xing von einem Personalvermittler kontaktiert, er hätte da eine Stelle und ich würde vom Profil her ganz gut darauf passen.

Da ich Xing eher stiefmütterlich behandle, sehe ich erst eine Woche später die Anfrage und frage nach, ob die Stelle denn noch zu vergeben ist. Der Vermittler meldet sich sofort und bejaht. Wir telefonieren eine halbe Stunde später, er beschreibt die Stelle – IT-Assistenz, genauso wie meine alte Stelle – und ich bekunde mein Interesse. Er möchte meine Bewerbungsunterlagen haben, da ich aber gerade in einem Weiterbildungsseminar sitze, kann ich sie ihm erst am Abend per Email schicken.

Wir telefonieren am nächsten Tag erneut, er ist völlig begeistert von meinem Profil und meint, dass das 100%ig auf die Stelle passt und er würde so schnell wie möglich ein Vorstellungsgespräch vereinbaren. So schnell wie möglich dauert eine gute Woche, in der Zwischenzeit melden sich zwei andere Personalvermittler mit aussichtsreichen Angeboten und ich grübel mal wieder, welches ich denn am liebsten nehmen würde. Seltsamerweise ist das erste Angebot auf dem letzten Platz, aber bis ich das Vorstellungsgespräch bekomme, haben sich die beiden favorisierten Offerten zerschlagen, so dass es ganz plötzlich zur Nummer 1 wird.

Vor dem Gespräch erhalte ich vom Personalvermittler das ausführliche Stellenprofil und noch ein paar allgemeine Tipps fürs Bewerbungsgespräch (viel lächeln, gut zuhören, Interesse zeigen, ordentlich anziehen, etc.). Als ich das Profil lese, merke ich, dass da eigentlich nur eine bessere Sekretärin gesucht wird und mein Interesse sinkt weiter. Mit wenig Enthusiasmus gehe ich ins Gespräch, ich kann mir ja wenigstens anhören, was sie anzubieten haben und vielleicht kann ich nach Entwicklungs-/Aufstiegschancen fragen. Wie erwartet läuft das Gespräch prächtig, die beiden Interviewer sind unglaublich sympathisch und nach Aussage des It-Leiters hat die Stelle durchaus Potential. Wir reden über die Vertragskonditionen, meinen Gehaltswunsch und die gewünschten Urlaubstage. In meinem alten Job hatte ich € 2.900 und 30 Tage Urlaub. Im neuen Job hätte ich gerne eine 3 als erste Ziffer und standardmäßig gibt es 26 Tage Urlaub, welche ich gerne auf 28 erhöht haben möchte.

Sie wollen sehen, was sie tun können und sie melden sich in spätestens 1,5 Wochen bei mir.

Der Personalvermittler ruft mich am nächsten Morgen an, er hätte mit der Personalchefin der Firma gesprochen und ganz grundsätzlich wollen sie mich haben, nur hapert es derzeit an den Konditionen, denn die Stelle war grundsätzlich für eine bessere Sekretärin ausgeschrieben und für meinen Gehaltswunsch reicht das interne Budget nicht aus. Die Chefin würde aber versuchen, da noch was zu drehen, kann aber nicht sagen, was und wann das sein wird. Mein zwischenzeitlich aufgeflackertes Interesse sinkt wieder, obwohl der Personalvermittler mir immer wieder versucht, die Vorteile des Jobs schmackhaft zu machen. Job-Ticket, subventioniertes Kantinenessen, kostenlose Softgetränke, Sportangebote, Physio, usw. Find ich alles toll, nur wird sowas bei meinem Rentenbescheid nicht berücksichtigt und im Alter subventioniert mir niemand Essen auf Rädern, was ich so auch dem Personaler sage.

Irgendwie war jedoch das Gespräch wirklich gut und es wirkt nach und ich finde es schon schmeichelhaft, dass da intern so für mich geackert wird. Zwischenzeitlich ist sogar ein weiteres Gespräch geplant, diesmal mit dem Vorstand, damit der die fehlenden Mittel im Budget freigibt. Da der Vorstand aber frühestens Mitte Oktober freie Termine für ein solches Gespräch hätte, ich aber möglichst am 1. Oktober anfangen soll, wird die Idee wieder verworfen.

In der Zwischenzeit überlege ich, wo meine persönlichen Grenzen sind, da es mit der 3 definitiv nichts wird. 2.7 in der Probezeit und 2.9 danach sind so meine internen Orientierungsmarken und ich finde das angemessen. Studienabschluss, über 10 Jahre einschlägige Berufserfahrung in unterschiedlichsten Branchen, diverse Zertifikate und ganz brauchbare Softskills sollten ihren Preis haben und ganz so unter Wert möchte ich mich nicht verkaufen.

Das finale Angebot sollte mir heute vorgelegt werden und gerade bekam ich den Anruf vom Personalvermittler und er teilte mir die Eckdaten mit:
2.5 in der Probezeit, 2.7 danach, ein auf zwei Jahre befristeter Arbeitsvertrag*, 26 Tage Urlaub, wobei der Vorstand Heiligabend und Silvester den Angestellten „schenkt“, was nach Aussage des Personalers +2 Urlaubstage macht. (Natürlich wurde wieder das subventionierte Essen und die Freigetränke erwähnt. Dass Heiligabend und Silvester von Haus aus nur als halbe Urlaubstage zählen, hat er gekonnt unter den Tisch fallen lassen.)

Hmpf!

Das Angebot ist schon deutlich unter meinen Marken, aber wiederum nicht so weit weg, dass ich nicht wenigstens drüber nachdenke. Ich hatte mir vorher schon überlegt, dass ich den Job erstmal mache, auch wenn es nicht die erste Wahl ist. Zum einen um dieses leidige und psychisch stressende Thema Bewerbungen vom Tisch zu haben. Zum anderen um nach guten 2 Jahren „Arbeitslosigkeit“ (Beschäftigungsverbot, Mutterschutz, Elternzeit und echte Arbeitslosigkeit läppern sich eben) den Einstieg ins Arbeitsleben nicht gleich mit durchgetretenem Gaspedal schaffen zu müssen und vielleicht auch, um noch ein wenig mental zu gesunden, was bei einem richtig anspruchsvollen Job im Projektgeschäft oder als Teamleiter eher schwierig werden dürfte.

Nun sitzen also Engelchen und Teufelchen auf meinen Schultern und beide flüstern mir permanent Ja oder Nein ins Ohr. Soll ich’s wirklich machen oder lass ich’s lieber sein. Ja. Nein. Ich mein, Jein!

Vermutlich werde ich es wie beim letzten Mal machen, als mir 2.5 angeboten wurden. Ich nehm den Job an, werde schauen, wie sich die Dinge entwickeln und gleichzeitig der DIS AG Bescheid geben, bei interessanten Angeboten doch bitte an mich zu denken.

Wie würdet ihr euch entscheiden? Oder wart ihr selber schon mal in so einer Situation, wie habt ihr euch da verhalten und wie ist es ausgegangen?

* Die Firma gibt grundsätzlich nur befristete Verträge, wandelt diese aber im Allgemeinen nach einem Jahr in unbefristete Verträge um, wenn der Arbeitnehmer sich bewährt hat.

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Katzen!

Unsere Katzen gibt es in genau 3 Zuständen: fressend, wie bekloppt durch die Wohnung jagend und schlafend.

Zum Glück wählen sie den letzteren Zustand für die allermeiste Zeit des Tages. Und ihre Schlafplätze sind überall, manche nachvollziehbar bequem, manche ganz offensichtlich unbequem. Die kleine Katze, Trinity, schläft gerne bei mir auf dem Rechner unterm Tisch. Bekanntermaßen hat diese Katze die Geschicklichkeit nicht erfunden, sie ist gerüchteweise mal daran vorbei gelaufen – in 200m Entfernung.

Während sie schläft, sinkt ihr Geschick weiter und solange sie nicht direkt auf dem Boden schläft, ist die Chance recht groß, dass sie irgendwann abstürzt. Gerade eben wieder geschehen, während sie auf meinem Rechner lag.

Entgegen der landläufigen Meinung landen Katzen auch nicht zwangsläufig auf den Pfoten, sondern eben auch mal volle Breitseite auf dem Rücken. So wie Trinity, die dadurch den zentralen Steckdosenleistenschalter betätigt hat. Gerade, als ich in Diablo3 kurz vorm Abschluss des 5. Kopfgeldes im 5. Akt stand und schon ein wenig frohlockend auf die spezielle Zutat (Heiliges Wasser aus Westmark) aus eben jenen Akt schaute, die mich als Belohnung erwartete.

Wär ja an sich nicht so schlimm, hätte nicht meine Grafikkarte das Problem, spontan an mehreren Stellen in eben jenem 5. Akt abzustürzen und es durchaus eine Leistung war, soweit zu kommen.

Bis zum Absturz. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich heulen oder lachen soll. Ach, am besten beides 😉

Papierstau

Auch wenn ich gerade nicht einer Erwerbstätigkeit nachgehe, muss ich eine immer wieder kehrende Geschichte aus dem Arbeitsalltag wiedergeben.

Und zwar geht es um das leidige Thema Drucken. In jeder Firma, in der ich bisher unterwegs war, gab es eine Druckerrichtlinie, die mehr oder weniger wortreich beinhaltete, doch so wenig und wenn überhaupt, so papiersparend wie möglich zu drucken. An sich eine tolle Sache, Umwelt und so. Und in jeder Firma mündeten die Versuche, die Richtlinie zu befolgen darin, dass im Endeffekt genauso viel, mitunter sogar mehr gedruckt wurde als vor Einführung der Richtlinie.

Da wir privat keinen Drucker besitzen – die meisten Angelegenheiten lassen sich per Email klären, für die restlichen braucht man eh vorgedruckte Formulare und nur sehr, sehr selten brauchen wir doch mal einen Ausdruck, was so ca. 10-15 Seiten pro Jahr ausmacht – bitte ich in den sehr, sehr seltenen Fällen meinen Mann, mir etwas auszudrucken. Wenn ich selber in Lohn und Brot stehe, mach ich das natürlich auch selbst 😉
Aktuell ging es darum, meinen aktuellen Lebenslauf auszudrucken, damit ich ihn für den Notfall für mein morgiges Vorstellungsgespräch parat habe. Ich schickte ihm das PDF per Email und bat ihn um den Ausdruck. Er folgte meiner Bitte, allerdings aufgrund der Druckergrundeinstellungen war das Resultat in Schwarz-weiß und doppelseitig gedruckt. Fand ich jetzt nicht so dolle, Personaler haben es gern bunt und zerpflücken die Unterlagen gern in einzelne Seiten, um so einen besseren Überblick zu haben.

Er startete einen zweiten Versuch, diesmal in bunt und duplex, dafür aber in 2facher Ausführung, weil er sich irgendwo noch verklickt hat. Knapp daneben. Also noch mal und endlich gibt es das Ergebnis in bunt und simplex. Yeah!

Statt also einmal 4 Seiten in bunt und simplex, gab es insgesamt 12 Seiten gemischt. Ich bin mir sehr sicher, dass wenn die Druckereinstellungen nicht per default so restriktiv wären, hätte es ein einziger Versuch in bunt und simplex auch getan. Jedenfalls habe ich in meinem Berufsleben Berge an Fehldrucken in den Papierkörben neben den Druckern gesehen und immer musste ich an die Druckerrichtlinie denken.

Nun ja, der menschliche Faktor lässt sich, egal mit welcher Richtlinie, eben nicht so einfach ausschalten 😉

Bitte hört auf!

Hört auf, das Bild des ertrunkenen Kleinkinds zu posten, verpixelt oder unverpixelt – völlig egal. Hört einfach auf.

Jedes Mal, wenn ich dieses Bild sehe, sterbe ich innerlich ein bisschen mehr. Seit der Geburt des Großen vor 6,5 Jahren habe ich unglaubliche Probleme damit, wenn es um tote Kinder geht. Sobald ich irgendwo eine Meldung lese oder im Fernsehen einen Beitrag sehe, in dem Kinder gestorben sind, beutelt es mich, zerreißt es mich, treibt mir unweigerlich die Tränen in die Augen.

Dabei ist es völlig egal, ob ein Vater seine zwei Kinder beim Baden unbeaufsichtigt lässt und diese im Spiel den eingestöpselten Elektrorasierer von Daddy vom Waschbeckenrand ziehen. Oder eine junge Frau und ihr 3 Jahre altes Kind durch einen Geisterfahrer auf der Autobahn ums Leben kommen. Oder ob eine verzweifelte Frau ihr Neugeborenes irgendwo ablegt. Oder ob ein syrisches Kind bei der Flucht vor der türkischen Küste ertrinkt.

Ich kann mir den Schmerz und das Leid auch sehr gut ohne Fotos vorstellen. Ich brauche keine Bilder, um Mitgefühl mit den Angehörigen zu haben. Keines dieser Fotos rüttelt mich auf, ich bin bereits hellwach. Und das nicht erst seit ein paar Wochen, seit der Flüchtlingsstrom so dermaßen anschwillt. Mich hat es schon seit Jahren angekotzt, dass die Bundesregierung das Flüchtlingsproblem ganz brav an Spanien, Italien und Griechenland abgeschoben hat. „Ist deren Problem, dort kommen die Flüchtlinge zuerst an, dort werden die Verfahren abgearbeitet, sollen die sich doch kümmern.“ Als Mare Nostrum eingestellt wurde, weil Italien die Kosten dafür nicht mehr alleine tragen wollte, wäre ich am liebsten zur Bundeskanzlerin gegangen und hätte sie geschüttelt und sie angeschrieen, ob sie denn noch alle Tassen im Schrank habe.

10 Millionen Euro im Monat hat das Programm Italien gekostet. Ungefähr soviel wie ein Tag nichteröffneter Hauptstadtflughafen im Unterhalt kostet. Peanuts!

Vor ein oder zwei Wochen machte auf Facebook die Geschichte eines syrischen Flüchtlings die Runde. Es wurde erzählt, wie das Haus seiner Eltern zerbombt wurde, wie er mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern floh, wie seine jüngere Tochter von einem Schlepper ins Meer geworfen wurde.

Die Geschichte ging noch weiter, aber ich konnte sie nicht weiter lesen. Ich konnte es einfach nicht, ich wollte nicht noch mehr Leid erfahren, ich wollte den Mann, seine Frau und seine verbliebene Tochter in meiner Fantasie überleben lassen und ein glückliches friedvolles Leben in Deutschland beginnen lassen.

In dieser Nacht wachte ich schreiend auf, in meinen Träumen war ich die Flüchtlingsfrau, wurde mir das Kind entrissen. Ich habe lange gebraucht, bis ich mich wieder beruhigt hatte. Meine eigene kleine Tochter, die friedlich schlafend neben mir lag, hat mir dabei sehr geholfen.
Diesen Alptraum hatte ich nach dem Lesen eines einfachen Textes, ohne Bilder, ohne krasse Beschreibungen.

Seit ich gestern das erste Mal das Bild des toten Jungen gesehen habe, habe ich Angst einzuschlafen. Wenn ein Text schon solche Reaktionen bei mir auslöst, was macht dann erst ein Bild?
Und immer wieder taucht das Bild in meiner Facebook-Timeline auf. Oder auf Twitter. Oder wenn ich Nachrichten schaue. Und jedes Mal sterbe ich innerlich ein bisschen mehr. Und jedes Mal wächst meine Angst.

Deswegen: Hört auf, dieses Bild zu posten!

Mitfühlende, sorgende Menschen brauchen keine Bilder, um endlich aufzuwachen! Alle anderen sollten sich schämen, dass sie erst ein solches Bild brauchen. Die Menschen sterben nämlich nicht erst seit Anfang des Jahres im Mittelmeer, sondern schon SEHR VIEL LÄNGER!

Arztwechsel – Update

Und dann war ja noch dieses leidige Thema.

Ich hatte die gelben Seiten konsultiert und eine Ärztin mit dem schönen Vornamen Claudia herausgesucht in der Hoffnung, dass dieser Name eine Ärztin meines Alters schmückt. Tja, knapp daneben, die Gute wird wohl in den nächsten Jahren in Rente gehen.

Nichtsdestotrotz war sie energisch und mitfühlend. Als ich ihr von den Symptomen erzählte und wie sehr mich das nervt und wie weh mir alles tut, meine sie, dass das durchaus verständlich ist. Es braucht nicht viel und dieses kleine Wort „verständlich“ zeigte mir, dass ich hier gut aufgehoben war. Sie horchte meine Lunge ausgiebig ab und machte direkt danach einen Lungenfunktionstest, der zwar kein richtig eindeutiges Bild ergab, aber zumindest auf eine bestimmte Richtung hinwies: allergisches Asthma.

Hatte ich ganz früher mal, als ich mit Kumpels an einem heißen Sommertag eine Radtour durch blühende Sommerwiesen machte und ich an einem leichten Anstieg dachte, ich muss sterben. Damals hab ich einen Inhalator für solche Notfälle bekommen, seitdem aber blühende Wiesen – und Radtouren – gemieden und den Inhalator irgendwann entsorgt.

Da ich auch diesen Sommer nicht geradelt bin und immer noch Sommerwiesen meide und auch nicht diese akute Atemnot hatte, dachte ich überhaupt nicht an sowas. Die Ärztin bestellte mich für den nächsten Morgen ein, um Blut für diverse Tests abzuzapfen und am Montag sollte ich wieder kommen, dann lägen die Ergebnisse vor. Sie würde einfach mal alles testen: Schilddrüse, Leber, Embolie, Entzündungen, etc.

Am Montag stand ich also wieder bei ihr auf der Matte und sie ging die Testergebnisse durch. Alles schick, keine Auffälligkeiten bis auf die Entzündung, was sie in ihrer Vermutung bestätigte: eine leichte Lungenentzündung durch die vor 4 Wochen eingefangene Bronchitis, die durch meine Allergievorbelastung und das sehr warme Wetter begünstigt, in die Lunge gewandert ist und sich dort festgesetzt hat.

Therapie: viel trinken und Thymiverlan nehmen und aufs Beste hoffen. Die Medizin hilft ganz gut, da kommt ein Haufen Schmodder raus und der Husten ist nicht mehr so quälend. Wird wohl aber trotzdem noch 2-3 Wochen dauern, bis es ganz weg ist.

Davon völlig unabhängig war ich vor 1,5 Monaten zur Hautkrebsvorsorge und die Hautärztin ist auch Allergologin und wir besprachen meine Allergien, weil ich zu dem Zeitpunkt so einen doofen, juckenden Ausschlag auf meinem rechten Handrücken hatte. Sie meinte, der käme sehr wahrscheinlich von meiner Pollenallergie und nicht wie von mir vermutet durch eine neue Kontaktallergie. Sie verschrieb mir eine Lotion und die hat sofort gewirkt.

Ich sollte mir zudem einen Termin für einen Allergietest geben lassen, sie würde gerne meinen aktuellen Status prüfen. Der Termin war ebenfalls jetzt am Montag und was soll ich sagen: ich glaube, ich bin gegen irgendwas allergisch 😉

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Nummer 1 ist übrigens Kochsalzlösung als neutraler Vergleich und Nummer 2 ist Histamin in Reinform, also das Zeug, auf das der Körper an sich allergisch reagiert. Die stärksten Ausschläge gab es bei Gräser/Roggen und Frühblüher (Birke/Erle/Hasel). Das kommt jetzt nicht soooo überraschend, wurde ich dagegen vor 20 Jahren bereits hyposensibilisiert.

Wir machen jetzt einfach einen neuen Hypo-Lauf gegen die Frühblüher mit 5 Spritzen, beginnend am 1. Oktober. Und wenn wir damit durch sind, gibt’s die Gräser obendrauf, soll mir ja nicht langweilig werden.

Durch dieses ganze Theater habe ich die 2. Prüfung meiner Weiterbildung erstmal auf Eis gelegt. Ich hatte letzte Woche noch versucht, mich durch das Begleitbuch zu ackern, aber mit dem Husten und der dauernden Erschöpfung war das einfach nur Qual. Wenn alles gut geht, kann ich morgen oder übermorgen wieder weiter lernen und je nachdem, wie gut ich voran komme, schreibe ich nächste oder übernächste Woche die Prüfung. Zum Glück habe ich da keinerlei Zeitdruck.