Manic Monday

Montag! Heute einer der feineren Sorte :/

Fing ja gestern Abend schon an und setzte sich dann in der Nacht fort. Wegen des verkürzten Feierabends beschloss ich spontan, dass 6 Stunden Schlaf auch ausreichen würden und bin erst eine Stunde nach meiner üblichen Zeit ins Bett gegangen. Allerdings meinte meine Süße um 3:30 Uhr, dass die Nacht vorerst vorbei ist.

Leider konnte ich ihr da nicht zustimmen, aber das machte nichts, sie tobte trotzdem durchs Bett. Erst gute 1,5 Stunden später fand sie wieder in den Schlaf, bis dahin robbte sie zwischen meinem Mann und mir herum, drehte sich mehrmals um sämtliche Achsen und wenn ihr langweilig wurde, fummelte sie an meinem Kopf rum.

Um kurz vor sechs schielte ich auf den Wecker und überlegte kurz, ob ich vielleicht ein wenig eher aufstehen sollte und dadurch einen Bus früher auf Arbeit fahren könnte. Die Überlegungen wurden jäh durch das Klingeln des Weckers unterbrochen, der mich wie vereinbart um 6:30 Uhr aus meinem halbstündigen Tiefschlaf holte, in den ich übers Nachdenken gefallen war.

Maximal grummelnd stand ich auf und schleppte mich unter die Dusche. Weckte danach das große Kind, dass mir sofort eine Diskussion über Schnee und das passende Schuhwerk aufs Auge drückte. Es hatte nämlich des nächtens geschneit, was mich sehr freute, da es das viel zu selten bei uns tut. Das Kindlein freute sich auch und musste mir diese Freude wortreich und lautstark kund tun.

Nun bin ich aber ein ausgesprochener Morgenmuffel, der morgens am Besten überhaupt nicht angesprochen werden sollte, wenigstens nicht vor 9 Uhr. Interessierte den Großen nicht die Bohne und keine 2 Minuten später erklärte er mir, wie ich seinen Schulfrühstücksapfel denn bitte zu schnitzen hätte und quittierte meinen Einwand, dass ich nicht mit der Messerspitze das Kerngehäuse aus der Apfelhälfte puhlen würde, mit lautem Gejammer. Macht meines Elterndaseins stellte ich ihn vor die Wahl, entweder die Apfelhälften mit Kerngehäuse nehmen oder aber den Apfel zu vierteln und dann den Griebsch rauszuschneiden. Über dieses Theater hatte ich ein wenig die Zeit aus dem Blick verloren und es war genau Abmarschzeit, nur hatten wir weder Zähne geputzt noch Schuhe und Jacken angezogen.

Siedendheiß fiel mir zu diesem Zeitpunkt ein, dass ein mit den aktuellen Schulbüchern (Montags Deutsch) bestückter Ranzen wesentlich zum Lernerfolg des Kindes beitragen würde, ebenso wie ein vollständig ausgerüsteter Turnbeutel. Also suchte ich hastig den Kram zusammen, dachte daran, dass am nächsten Wochenende bereits am Sonntag zu machen, lachte mich kurz innerlich selbst für diesen absurden Vorschlag aus, stürmte fix ins Schlafzimmer, Sehhilfe und Handy holen und keine 2 Minuten später standen wir vor der Tür.

An der Haltestelle angekommen zeigte mir die große Uhr an der Abfahrtszeitentafel, dass ich exakt 9 Minuten hatte, das Kind zur Schule zu schaffen und wieder zurück zur Haltestelle zu gelangen, wobei eine Strecke ca. 5 Minuten dauert. Uh, das könnte jetzt ein wenig eng werden. Ich nahm den Kind den Ranzen wieder ab und gemeinsam eilten wir der Schule entgegen. Kind, Ranzen und Turnbeutel an der Schultür übergeben und zur Haltestelle gerannt, wo mir die Anzeigetafel 2 Dinge anzeigte:
1. Ich hatte es eine Minute vor Abfahrtszeit zur Haltestelle geschafft!
2. Der Bus hat geschlagene 8 Minuten Verspätung.

Der Bus hat IMMER Verspätung, meist 2-3 Minuten, was mich jedes Mal wundert, denn vom Busstartpunkt bis zu uns sind es nur 3 Haltestellen und ich frage mich, wie man auf einer derart kurzen Strecke schon einen solchen Rückstand ansammeln kann. Trotzdem verlasse ich mich nicht darauf, dass der Bus tatsächlich verspätet eintrudelt, denn bei meinem Glück ist er nämlich dann an genau diesem Tag pünktlich. So wie vor 2 Wochen, als ich zum Feierabend 2 Minuten vor der Zeit an der Haltestelle stehe und den Rücklichtern des Busses hinterherschaute. Da dies der letzte Bus vor der Hortschließzeit war, kam das einer mittleren Katastrophe gleich und ich hatte damals Glück, dass mein Chef mich zur Schule gefahren hat.

Also stand ich mir in der Kälte die Füße in den Bauch, hundemüde, durchgeschwitzt, frustriert und genervt, während aus den 8 Minuten 12 wurden. Damit konnte ich es heute vergessen, überhaupt meine 8 Stunden auf Arbeit zu erfüllen. Irgendwann bog der Bus dann doch noch um die Ecke und brachte mich meiner Arbeitsstätte näher. Kurz vorm Ziel kam noch eine Durchsage, dass es aufgrund der Witterungsverhältnisse technische Probleme gab, die zur Verspätung führten.

@#*§$! Es lagen ganze 3 Schneeflocken pro Meter auf der Straße, die Temperaturen waren noch im Plusbereich und der Wetterumschwung inklusive Schneefall seit mindestens 3 Tagen in jedem Wetterbericht angekündigt. Zumal ja jedes Jahr auch bei uns in der Stadt Winter ist und es jedes besch… Mal zu technischen Problemen kommt, die man deswegen auch unmöglich vorhersehen kann.

Und das alles vorm ersten Tee und noch weit vorm Frühstück.

Ich hab daher beschlossen, überpünktlich Feierabend zu machen, das Kind vom Hort abzuholen, schnell neue Äpfel für morgen einzukaufen und mich daheim aufs Sofa zu hauen, in der Hoffnung, ein wenig Schlaf nachholen zu können, bevor dann Mann und kleines Kind nach Hause kommen. Ich muss jetzt nur noch die Zeit bis zum Feierabend überstehen *gähn*

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