Alles halb so schlimm

Als ich meinem Mann von den Plänen erzählte, den Flur zu entrümpeln, war er erwartungsgemäß wenig begeistert, vor allem deswegen, weil es für ihn wieder jede Menge Arbeit bedeutet, wie er meint. Ganz besonders der Keller machte ihm Sorgen, weil der nach seiner Aussage gut vollgestellt sei.

Da ich keine Ahnung hatte, was denn unseren Keller so vollstellt, machte ich mir heute selbst ein Bild von der Lage. Es haben sich im Laufe der Zeit 3 Kinderwagen angesammelt – braucht zufällig jemand einen? Dazu ein altes schnurloses Telefon und ein defekter Router. Der übrig gebliebene 3. Teil unserer Glasduschwand, nachdem der Mittelteil kaputt gegangen war und durch modifizierte Bauweisen Mittel- und Endteil ersetzt werden mussten. Unser altes Antonius-Regal, das selbst geschenkt niemand haben wollte. Die alte Babybadewanne. Ein riesiger Stapel Umzugskartons. Ein alter Computerröhrenmonitor mit Originalkarton. Jede Menge Farbeimer und Malerzubehör wie 10 noch ungeöffnete Abdeckplanen, Malerrollen und Abstreichgitter. Eine alte Eisenbahneruniform. Das Stoffrollo aus meinen alten Stuttgarter Zeiten. Und noch so einiges an Krempel und Krimskrams.

Vieles davon sollte dem Sperrmüll anheim gegeben werden. Die Kinderwagen könnten wir spenden. Die Umzugskartons allerdings müssen wir wegwerfen, die sind komplett unbrauchbar geworden. An den Kartons hat sich nämlich gezeigt, was das Problem an unserem Keller ist: die Feuchtigkeit kommt aus dem Boden. Die Kartons sind im unteren Teil, der den Boden berührt, durchweicht und vergammelt, oben aber knochentrocken. Der Computermonitor samt Karton hat meine Theorie bestätigt: er steht in einem Regal auf dem untersten Einlegebrett und zeigt keinerlei Gammelerscheinungen. Das Stoffrollo oben auf einem Schrank ist nur ein wenig staubig, aber ansonsten konnte ich keine Beschädigungen oder gar Schimmel entdecken.

Das erleichtert das Entrümpeln ungemein, da wir im Prinzip nur darauf achten müssen, dass wir alles in Regalen lagern. Ich werde dennoch die etwas wertvolleren Teile in Kisten und die liebsten Stücke wie meine Kuscheltiersammlung in luftdicht geschlossenen Behältern lagern. Nur ist es eben nicht gleich ein Todesurteil für die Lieblingsstücke, wenn das Vakuum doch nicht 100%ig hält.

Der Nagetierbefall scheint sich ebenfalls sehr in Grenzen zu halten, ich konnte so auf Anhieb keine Biss- oder Kotspuren entdecken. Allerdings muss der Weberknechtfriedhof dringend bereinigt werden, so viele Leichen im Keller machen sich nicht sonderlich gut!

Wie gesagt, alles halb so schlimm 🙂

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