Doofe Katze

Manchmal könnten man ihnen doch glatt den Hals umdrehen!

Die Süße war vorhin nach Badewanne und Abendessen grad ganz wunderbar in meinem Arm ins Traumzauberland entschlummert, da fiel der dicken Katze nichts besseres ein, als die Schlafzimmertür mit viel Getöse aufzuspringen.

Nachdem ich die Katze gerade noch daran hintern konnte, im Schlafzimmer zu verschwinden und sie des Wohnzimmers verwiesen hatte, war das Kindlein wieder hellwach und fand die Idee, jetzt tatsächlich schlafen zu müssen äußerst lächerlich. Ich allerdings wollte endlich meinen wohlverdienten Feierabend genießen, aber das geht leider nur, wenn alle Kinder friedlich in ihren Betten schlummern.

Also versuchte ich, mein Mädchen nach allen Regeln der Kunst zum erneuten Nachtschlaf zu überreden, doch dauerte dies gute 1,5 Stunden, während derer die dicke Katze mehr oder weniger pausenlos versuchte, sich durch die Stubentür zu kratzen. Ha, aber die ist dick, da reichen anderthalb Stunden nie im Leben 😛

Irgendwann nach Stunden und Tagen des im Arm wiegen und gut zureden war das Kindlein bereit, ins Bettchen gebracht zu werden. Mein Feierabend hatte sich halbiert und mein linker Arm tut jetzt weh wie sonst was und fühlt sich so schlapp an, dass ich damit kaum das Knabbergebäck zum Ausklang des Tages zum Mund führen kann.

Gute 10 Kilo sind eben nicht mehr so einfach in den Schlaf zu schaukeln :/

Katzen!

Unsere Katzen gibt es in genau 3 Zuständen: fressend, wie bekloppt durch die Wohnung jagend und schlafend.

Zum Glück wählen sie den letzteren Zustand für die allermeiste Zeit des Tages. Und ihre Schlafplätze sind überall, manche nachvollziehbar bequem, manche ganz offensichtlich unbequem. Die kleine Katze, Trinity, schläft gerne bei mir auf dem Rechner unterm Tisch. Bekanntermaßen hat diese Katze die Geschicklichkeit nicht erfunden, sie ist gerüchteweise mal daran vorbei gelaufen – in 200m Entfernung.

Während sie schläft, sinkt ihr Geschick weiter und solange sie nicht direkt auf dem Boden schläft, ist die Chance recht groß, dass sie irgendwann abstürzt. Gerade eben wieder geschehen, während sie auf meinem Rechner lag.

Entgegen der landläufigen Meinung landen Katzen auch nicht zwangsläufig auf den Pfoten, sondern eben auch mal volle Breitseite auf dem Rücken. So wie Trinity, die dadurch den zentralen Steckdosenleistenschalter betätigt hat. Gerade, als ich in Diablo3 kurz vorm Abschluss des 5. Kopfgeldes im 5. Akt stand und schon ein wenig frohlockend auf die spezielle Zutat (Heiliges Wasser aus Westmark) aus eben jenen Akt schaute, die mich als Belohnung erwartete.

Wär ja an sich nicht so schlimm, hätte nicht meine Grafikkarte das Problem, spontan an mehreren Stellen in eben jenem 5. Akt abzustürzen und es durchaus eine Leistung war, soweit zu kommen.

Bis zum Absturz. Und jetzt weiß ich nicht, ob ich heulen oder lachen soll. Ach, am besten beides 😉

Kein Beinbruch

Wir hatten gestern Abend festgestellt, dass der Schwanz unserer kleinen Katze Trinity einen seltsamen Knick aufweist, direkt am oberen Schwanzende, also dort wo der Schwanz aus der Katze rauskommt, und der restliche Schwanz eher schlaff runterhängt.

Heute morgen nun bin ich mit der Katze zum Tierarzt gefahren. Trinity fand das überhaupt nicht witzig und hat sich mit sämtlichen Krallen gegen das Einfangen gewehrt, mit dem Ergebnis, dass meine schöne Strickjacke jetzt jede Menge gezogene Fäden und mein linker Zeigefinger einen sehr tiefen Riss, der unschön pocht, hat.

Die Tierärztin schaute sich die Katze an, befühlte ausgiebig die geknickte Stelle und maß Fieber. Dann meinte sie, dass man bei einem Schwanzbruch nicht viel machen könne. Sie weiß auch nicht, ob es denn nun ein Bruch oder nur ausgerenkte Wirbel sind, die betroffene Stelle selbst sei aber fest. Schienen oder gipsen geht auch nicht, das würde eh nicht halten.

Also bleibt uns nur, der Katze Schmerzmittel zu geben und die Entwicklung zu beobachten. Bis alles ausgeheilt sei, kann es gut 6 Wochen dauern. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sie den Knick im Schwanz behalten, sonst aber keine Einschränkungen haben.

Wir allerdings müssen die nächsten Wochen besonders gut auf Trinity aufpassen und schauen, dass sie immer gut isst und trinkt, dass sie normal und regelmäßig aufs Klo geht, dass sie sich normal bewegt und aktiv ist und dass sie ihren Schwanz immer mehr und bis in die Schwanzspitze benutzt, was sie gestern verständlicherweise eher nicht getan hat, weil das bestimmt höllisch weh getan hat.

Bei abweichenden Verhalten sollten wir sofort wieder zum Tierarzt, vor allem, wenn die Katze anfängt, durch Kratzen oder Kauen ihren Schwanz zu verstümmeln. In 2 bis 3 Wochen müssen wir zur Kontrolle hin.

Jetzt bin ich erstmal froh, dass es nichts ernsthaftes ist und die Katze nicht unters Messer muss. Zuhause hat sich Trinity als erstes auf den Futternapf gestürzt und seitdem liegt sie im Küchenfenster. Jeannie liegt direkt davor und es sieht so aus, als wenn sie die kleine Katze beschützt ❤

Irgendwas ist ja immer

Eigentlich wollte ich morgen ganz in Ruhe ein paar Blogeinträge zu unserem durchaus interessanten Wochenende verfassen.

Doch dann stellten wir heute Abend entsetzt fest, dass sich unsere kleine Katze, die mit dem Dachschaden, ihren Schwanz gebrochen oder wohl zumindest irgendwie ernsthaft verletzt hat. Da sie einen ganz fitten Eindruck und immer noch jede Menge Blödsinn macht, gehen wir nicht davon aus, dass sie unerträgliche Schmerzen leidet und sparen uns den Besuch in der Notaufnahme.

Also werde ich morgen früh erstmal zum Tierarzt gehen und hoffen, dass es dort an einem Montag Morgen nicht so voll ist wie bei einem Menschenarzt.

Kind und Katze

Meine Süße ist derzeit in dem Alter, in dem alle Dinge mit dem Mund angeschaut werden. Sie entdeckt etwas interessantes und schon schießen die Patschhändchen hervor und greifen danach. Liegt das Objekt der Begierde außerhalb der Reichweite, so dreht, windet, schaukelt und manchmal beamt sich sich auch, anders kann ich mir den innerhalb kürzester Zeit überbrückten Abstand zum Zielobjekt nicht erklären, dorthin.

Kaum hat sie das Ding umklammert, steckt es schon im Mund und wird von allen Seiten angelutscht. Am Besten ist das Ding jedoch, wenn da ein Waschzettel dran ist. Da dies wohl eine genetische Sache ist und bei allen Babies vorkommt, gibt es Schnuffeltücher, deren kompletter Rand mit Waschzetteln umkranzt ist.

Jetzt laufen bei uns auch zwei Katzen, leider ohne Waschzettel, weder im Ohr, noch am Schwanz und zum Glück auch nicht am Hintern, durch die Wohnung und alles, was sich bewegt, ist für ein so kleines Kind noch viel interessanter. Übrigens auch für größere Kinder, doch das ist eine andere Geschichte. Manchmal machen die behaarten Vierbeiner allerdings den Fehler und kommen dem Grabschekind – dem kleinen – zu nah. Das tut dann wiederum brav seine Pflicht und grabscht nach Ohr, Schwanz oder Schnurhaar und versucht, sich die Beute in den Mund zu stopfen, was allerdings dadurch erschwert wird, dass Katzen im allgemeinen, und Jeannie im speziellen, zu schwer sind, um einfach so von ihrem momentanen Aufenthaltsort weggezogen werden zu können. Außerdem finden sie das Grabschen gar nicht lustig, denn das Feingefühl eines solchen felllosen Winzlings gleicht eher dem einer Abrissbirne, worauf mich meine felinen Mitbewohner bereits mehrmals durch lautes Maunzen hingewiesen haben.

Das allerdings hält meine Süße nicht davon ab, es immer und immer wieder von Neuem zu probieren, denn nur wenn ein Objekt einmal ordentlich vollgesabbert ist hat man sich satt gesehen und kann sich anderen interessanten Dingen zuwenden.

Ich bin gespannt, wie es wird, denn meine Kleine erstmal krabbeln oder gar laufen kann.

Treffsicher

Ich glaube, der Dachschaden bei Katzen ist ansteckend. Trinity wühlt immer noch ab und zu ihre Kotbrocken aus dem Katzenklo, doch seit einiger Zeit hat sich Jeannie eine ähnliche Marotte angewöhnt.

Wenn sie pinkeln muss, sucht sie zwar das Klo auf, klettert aber nicht mehr vollständig in die Box. Je nach Verfassung und – wie ich vermute – Füllzustand des Klos steckt mehr oder weniger Katze im Klo. Das Ergebnis ist jedes Mal das selbe: eine riesige Pinkelpfütze direkt vor dem Klo. Wenn wir Glück haben, entdecken wir die Pfütze relativ schnell, so wie gerade eben, oder erst nach Stunden, wenn die Katze mitten in der Nacht ihre Treffsicherheit demonstrieren musste. Wird dann zusätzlich von dem unvergleichlichen Katzenpissegestank angezeigt 😦

Ich bin jetzt am Überlegen, was helfen könnte. Größere Klos? Häufigere Reinigung? So eine flache Schale mit Deckelrand? Jedenfalls hab ich keine Lust, ständig den Katzen ihre Stoffwechselendprodukte nachzutragen!

Dachschaden

Dass unsere Katze Trinity anders als normale Katzen ist, war uns relativ schnell klar. Tierheimfindelkatzen haben im Allgemeinen eine Geschichte und diese ist nur selten schön. Es ist nur immer wieder überraschend, welche Auswirkungen diese Geschichte auf die Tierpsyche hat.

Trinity wurde relativ jung von ihrer Mama getrennt und lernte so nie die fundamentalsten Katzenkommunikationssignale. Sie versteht nicht, dass Blinzeln oder langsames Zwinkern eine Vertrauensgeste ist. Sie weiß nicht, dass angelegte Ohren ein Alarmsignal sind. Sie kann nicht buckeln, um sich so größer zu machen. All dies macht das Zusammenleben mit unserer großen Katze Jeannie sehr schwierig. Und so ist es keine Überraschung, dass die beiden Katzen sich ungefähr einmal täglich quer durch die gesamte Wohnung jagen, Gefauche, Kratzen und Beißen inklusive. Vorzugsweise nachts.

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Da Trinity schon als ganz kleine Katze gegen den Hungertod kämpfen musste, ist sie auch heute noch ständig auf Nahrungssuche. Für sie ist grundsätzlich jede Mahlzeit die letzte. Selbst regelmäßige Fütterungszeiten haben daran bisher nichts ändern können. Auf der Suche nach Futter ist sie entsprechend rücksichtslos. Mehr als einmal hat sie unsere Küche verwüstet. Sie zerpflügt regelmäßig gebrauchte Teebeutel oder wühlt in nicht sofort weggeräumten Mandarinenschalen, ob nicht doch was fressbares dabei ist. Gebrauchte Schüsseln und Teller werden grundsätzlich ausgeleckt und es ist der Katze auch egal, ob das gut für sie ist oder nicht.

Als ungewöhnlichster Charakterzug stellte sich allerdings etwas ganz anderes heraus. Trinity machte es sich zur Angewohnheit, Kotbrocken aus dem Katzenklo zu wühlen und mit diesen zu spielen, obwohl sie genug Katzenspielzeug hat. Es hilft auch nicht, das Katzenklo täglich zu reinigen, da sie jederzeit neuen Nachschub erzeugen kann und dies auch tut.

Letzte Woche waren wir nun beim Tierarzt, die jährliche Impfung stand an. Wir berichteten der Tierärztin von dem ungewöhnlichen Verhalten und hofften, wir bekämen Tipps, um das zu ändern. Doch leider war auch die Ärztin ratlos. Sie meinte, das klingt sehr nach Dachschaden, denn an sich sind Katzen sehr reinliche Tiere und würden niemals nie nicht mit ihrem Kot spielen.

Vermutlich haben wir unsere Enttäuschung zu sehr gezeigt, denn die Tierärztin fragte ganz erschrocken, ob wir denn die Katze trotzdem lieb hätten.

Was für eine Frage. Na klar lieben wir unsere Dachschadentrinity. Wie langweilig wäre denn unser Alltag ohne sie. Und außerdem ist sie ja nicht die einzige in der Familie mit einer Macke 🙂

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Der Grund, warum Blogeinträge manchmal länger dauern 🙂

Trinity, Teil 2

Die kleine Katze gewöhnte sich recht schnell bei uns ein und auch Jeannie fand sich langsam mit ihr ab. Trinity war eine typische Straßenkatze, ewig hungrig und immer auf der Suche nach Futter. Alles, war irgendwo offen rum lag, wurde angeknabbert und getestet, ob es nicht doch was fressbares sei. Später entwickelte sie die Angewohnheit, Jeannie von ihrem Fressnapf zu vertreiben, nachdem der halbleer gefressen war, um selber die andere Hälfte zu vertilgen. Da unserer Dicken ein paar Gramm weniger nicht schaden konnten, haben wir nicht eingegriffen. Außerdem ist die Große durchaus in der Lage, ihr Futter zu verteidigen, wenn der Hunger groß genug ist.

Es lief also bei den beiden Katzen auf tolerierte Koexistenz hinaus. OK, mehr ist bei der Diva Jeannie wohl auch nicht zu erwarten gewesen. Allerdings änderte sich das, als Trinity in die Rolligkeit kam und kurz danach kastriert wurde.
Wir haben es erst im dritten Anlauf geschafft, sie kastrieren zu lassen, weil sie beim ersten angesetzten OP-Termin bereits in der nächsten Rolligkeit war und beim 2. Termin war diese noch nicht vorbei. Beim dritten hat es dann geklappt. Tierarzt und ich waren uns einig, dass diese verrückte Katze verrückt genug ist, sich in nullkommanix die Bauchwunde wieder aufzulecken, so dass ein Trichter unbedingt getragen werden sollte. Leider hatte der Arzt nur die kleinste Größe vorrätig, weil die halbe Katzennachbarschaft gleichzeitig rollig geworden war, aber da die Katze ja eh so klein und schmächtig ist, würde das schon gehen.

Jeannie fand die Halzkrausen-Trinity überhaupt nicht witzig und knurrte sie in einem Fort an. Nicht weiter verwunderlich, immerhin stank sie ja nach Tierarzt und sah mit dem Trichter auch furchteinflössend aus.
Da Jeannie und Murphy nach ihren Kastrationen keine Halskrausen brauchten, war es auch für uns eine Premiere. Und eine drollige dazu. Die eh noch von der Narkose benebelte Katze eckte aller Nase lang an irgendwelchen Sachen an und bei Fressen schippte sie das Futter mehr aus dem Napf, als dass sie es fraß.

Aber irgendwann hatte sie den Dreh raus und eckte nur noch ab und zu mal an. Die Wunde verheilte auch schön, so dass wir zuversichtlich waren, nach einer Woche die Fäden ziehen und den Trichter abnehmen zu können. Aber Trinity machte uns einen Strich durch die Rechnung. In der letzten Nacht schaffte sie es, mit der Kante des dann doch zu kleinen Trichters die fast verheilte Wunde so aufzukratzen, dass der Tierarzt fast aus den Latschen kippte.
Hieß also, noch eine weitere Woche Trichter für die kleine Katze. Diesmal hatte der Arzt auch wieder große Trichter im Angebot.

Mit der großen Krause klappte die Wundheilung dann besser. Nur tat sich die nächste Baustelle auf. Trinity hatte vermutlich eine Nahrungsmittel- oder Medikamentenallergie entwickelt, jedenfalls scharrte sie sich mit der Halskrause die Ohren blutig. Es wurde auch nicht besser, als wir den Trichter endlich abnehmen konnten.
Im Gegenteil. Jetzt kam sie ja direkt mit ihren Krallen an die Ohren. Ich versuchte, mit einer Pflegelotion die wunden Ohren zu behandeln und mein Mann stellte die Zufütterung sämtlicher Leckerlis ein, denn dies war das einzige, was wir bei der Fütterung anders machten.

Aber so richtig half das nichts. Als sie eines Morgens großflächige, blutende Wunden an beiden Ohren hatte, bin ich wieder zum Tierarzt und er hat ihr ein Antihistaminikum gespritzt. Ich habe die Salbe weggelassen, weil es mir schien, dass Trinity danach erst recht anfing, sich die Ohren zu kratzen. Was auch immer es war, nach insgesamt 4 Wochen war der Spuk vorbei, die Bauchwunde und auch die Ohren waren verheilt. Aber leider sind an den Ohren Narben geblieben und das Fell am Bauch ist auch nie wieder richtig nachgewachsen.

Aber ansonsten hat sie sich zu einer frechen, immer noch schmächtigen Katze entwickelt, die sich ab und zu mit der großen balgt und immer wieder mal rumstänkert. Bevorzugt mit Nasenstübern, wenn Jeannie gerade schläft 🙂

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