Treffsicher – nächste Runde

Nach dem Unfall vor zwei Wochen passierte erstmal nicht viel. Letzte Woche war ein TÜV-Gutachter der gegnerischen Versicherung da, vermaß und fotografierte erneut alles, machte hin und wieder ein gewichtiges Gesicht und verkündete am Ende, dass es wohl sehr wahrscheinlich auf einen wirtschaftlichen Totalschaden hinauslaufen würde. Ich fand das gar nicht schön, denn erstens ist das Auto erst etwas mehr als 4 Jahre alt und zweitens seit einem Jahr abbezahlt. Mir jetzt schon wieder eine neue Karre suchen zu müssen, gefiel mir gar nicht.

Etwa zeitgleich mit dem Gutachter trudelte eine Vorladung der Polizei ein, da mir eine Verkehrsordnungswidrigkeit, gemäß § 4 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO, vorgeworfen wird.

  • § 4 Abs. 1: Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.
  • § 1Abs. 2: Wer am Verkehr teilnimmt, hat sich so zu verhalten, dass kein anderer geschädigt, gefährdet oder, mehr als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.
  • § 49: Ordnungswidrig im Sinne des § 24 des Straßenverkehrsgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen eine Vorschrift über
    • 1. das allgemeine Verhalten im Straßenverkehr nach § 1 Abs. 2 und
    • 4. den Abstand nach § 4 verstößt.

Dunkel erinnerte ich mich daran, vor Jahren beim ADAC eine Verkehrsrechtsschutzversicherung abgeschlossen zu haben. Also dort angerufen, zwei Anwaltsadressen geben lassen und die mit dem seltsameren Namen ausgesucht. Dort angerufen und es hieß, ich solle einfach mal während der Geschäftszeiten vorbeikommen und alle Unterlagen mitbringen.

Dies tat ich nun heute. Die Kanzlei wird sich um alles in Verbindung mit der Polizei kümmern. Sollte ich allerdings zivilrechtliche Anliegen zu diesem Fall haben, könnte mir offiziell nicht geholfen werden, weil die Kanzlei das gegnerische Taxiunternehmen vertritt.

Warjakla. Von den gefühlt hundertausend Kanzleien in der Stadt such ich mir ausgerechnet die vom Gegner aus. Kannste dir nicht ausdenken.

Nichtsdestotrotz gab die gute Frau am Empfang mir ein paar sehr wertvolle Hinweise. Da jetzt offiziell eine polizeiliche Ermittlung gegen mich läuft, kann sich die Regulierung des Schadens hinziehen, vermutlich bis nach Abschluss des ganzen Verfahrens. Sollte ich aber eine Vollkaskoversicherung haben (yay, hab ich), kann diese erstmal für den Schaden aufkommen. Sollte sich während des Verfahrens meine Unschuld herausstellen, dann kann ich alle zusätzlichen Kosten wie bspw. für einen Ersatzwagen oder die Hochstufung der Schadensfreiheitsklasse von der gegnerischen Versicherung zurückfordern. So müsste ich immerhin nicht die ganze Zeit mit einem kaputten Auto rumfahren.

Halleluja, was für Neuigkeiten.

Zuhause wieder angekommen, griff ich sofort zum Telefon und rief meine Versicherung an. Der nette Hotliner nahm alle meine Daten auf und teilte mir dann mit, dass ich morgen Vormittag einen Anruf erhalten würde von einer Vertragswerkstatt (mein Vertrag hat Werkstattbindung), die mit mir einen Übergabetermin vereinbaren würde. Dabei würde mein Auto vom jetzigen Stellplatz abgeholt und mir gleichzeitig ein Ersatzwagen hingestellt werden. Mein Auto würde mit Originalersatzteilen und 30 Jahren Garantie auf die Reparatur wieder hergestellt. Dies alles komplett kostenfrei für mich, bis auf die Selbstbeteiligung in Höhe von 300€.

Ich führte ein kleines Tänzchen auf, immerhin war mein Auto gerettet. Und sollte ich doch nicht unschuldig sein und ich in der Schadensfreiheitsklasse trotzdem steigen, dann drohe ich mit Versicherungswechsel, da wird es bestimmt wieder einen Nachlass geben – oder eine günstigere Versicherung. Auf jeden Fall alles günstiger als ein komplett neues Auto anzuschaffen.

t.b.c.

Normal ist für andere

Am Freitag war die Beerdigung meiner Oma und wir hatten alles wie immer vorbereitet, nämlich scheinbar gar nicht. Das morgendliche Duschen und Stylen klappte noch wie geplant, aber dann wurden die Kinder wach und das Chaos nahm seinen Lauf.

Ständig wuselte der Große zwischen meinen Beinen rum, die Kleene nutzte die Gelegenheit der vielen offenen Türen und erkundete Flur, Küche, Bad und Katzenfutter und der Mann grummelte wie gewohnt vor sich hin. Ich packte die Taschen für die Kinder und mich, bereitete ein schnelles Frühstück vor und versuchte, nicht die Nerven zu verlieren.

Nach dem Essen wurde die Familie in die vorbereitete Kleidung gewandet, die letzten Sachen in den Taschen verstaut, kurz überlegt, ob wir was vergessen hätten und dann alles ins Auto verfrachtet. Mit nur einer halben Stunde Verspätung startete ich das Auto und hörte nur ein müdes Röcheln.

Großartiges Timing, so wie es sich gehört.

Auch weitere Versuche endeten nur in diesem unschönen Röcheln. Mein erster Gedanke war, dass die Batterie mal wieder den Geist aufgegeben hat. Zum Glück nutzte gerade die einzige mir bekannte Nachbarin das fantastische Frühlingswetter aus und hängte ihre Wäsche auf dem Trockenplatz hinter meinem Parkplatz auf. Ich sprach sie an, ob denn nicht ihr Mann oder der Mann ihrer Schwester zufällig zuhause seien und sie uns fix Starthilfe geben könnte. Wir hatten genug Vorlauf eingeplant, so dass in Panik verfallen noch nicht angezeigt war.

Leider waren beide Hoffnungsträger samt ihrer fahrbaren Untersätze auf Arbeit und ich kam ein wenig ins Schwitzen, was nichts mit der mir auf den Rücken prasselnden Sonne zu tun hatte. Allerdings meinte die Nachbarin, dass es da noch ihren Onkel gebe und der sei bestimmte zuhause. Prompt schickte sie ihre Tochter los und keine zwei Minuten später öffnete sich im Haus gegenüber im ersten Stock ein Fenster und ein Mann steckte seinen Kopf heraus und fragte, was denn los sei. Meine Erklärung wurde mit dem Hinweis quittiert, dass er schon helfen könne, er sich aber noch anziehen müsse und das könnte dauern.

Ich wollte schon abwinken und den ADAC anrufen, als es dann doch ganz schnell ging und besagter Onkel in der Haustür erschien und mich fragte, ob wir denn überhaupt Starthilfekabel hätten.

Immer diese schwierigen Fragen.

Wenn, dann maximal irgendwo im Kofferraum beim Ersatzrad, wo auch der Abschlepphaken und Wagenheber rumlungerten. Also den in bester Tetrismanier gepackten Kofferraum wieder ausgeräumt, beim Ersatzrad geschaut und festgestellt, dass, wenn da mal Kabel vorhanden waren, diese sich in Staub, Dreck und altes Laub verwandelt haben.

Wieder war ich gerade dabei, das Handy zu zücken und den Pannendienst anzurufen, als der Onkel samt Auto um die Ecke bog und freudestrahlend mit Kabeln winkte. Nun könnte man annehmen, dass ich wüsste, wie Starthilfe geht, immerhin brauche ich die mindestens einmal pro Winter, aber offenbar ist dies mein blinder Fleck. Der Onkel tat aber fachmännisch, klippste hier und da die Kabel an, startete sein Auto, dann startete ich meins – und hörte wieder nur das höhnische Röcheln.

Nach einer halben Stunde also doch der ADAC. Angerufen, dem netten Herren am Telefon das Problem geschildert und seinen Hinweis „in 60 Minuten ist jemand bei Ihnen“ als Anlass genommen, ihn zu bitten, ausnahmsweise das Ganze ein wenig dringlicher zu gestalten, da mittlerweile die Zeit doch ein wenig knapp wurde. Ich drängel sonst nie, weil es erstens nichts bringt und zweitens die gelben Engel auch nur ihren Job machen, aber unter diesen Umständen meinte ich, mal eine Ausnahme machen zu können. Der Telefonist zeigte sich verständnisvoll und versprach mir Hilfe innerhalb der nächsten 30 Minuten.
Gefiel mir gut, da wir damit immer noch im Zeitrahmen wären. Wir müssten zwar direkt zum Friedhof fahren und könnten nicht wie geplant vorher bei meinen Eltern vorbei schauen, aber ein wirkliches Problem war das nicht.

Nachdem sich das Gepäck bereits eine Weile sonnen durfte, entluden wir nun auch die Kinder. Der Große durfte im Sandkasten spielen mit dem Hinweis, sich bitte nicht allzu sehr dreckig zu machen, immerhin wollten wir noch zu der Beerdigung. Die Kleene tapste vorsichtig auf der Wiese rum und freute sich ihrer neu gewonnenen Freiheit.

Nach einer Viertelstunde bog ein weiterer Nachbar mit seinem Auto auf den Hof, sah unser offensichtlich havariertes Fahrzeug und bot seine Hilfe an. Er sei Kraftfahrer und hätte Ahnung. Mir war mittlerweile alles recht und ich ließ ihn gewähren. Er interpretierte das ominöse Röcheln als Fehler des Magnetschalters des Anlassers. Da müsste man vermutlich nur mal feste mit einem Hammer drauf hauen und alles würde wieder laufen. Zum Glück ist der Motorraum meines Auto mit vielerlei Plastikabdeckungen versehen, so dass der freie Zugang zum widerspenstigen Anlasser versperrt war.

Ich wurde so langsam nervös, da die angekündigte halbe Stunde seit 10 Minuten vorbei war. Eventuell fand der Engel die Zufahrt nicht, die ein wenig versteckt zwischen einem Blumenladen und einem Bäcker liegt. Ich begab mich also zwecks Einweisung zur Zufahrt und wartete dort. Als aus den 30 Minuten 60 geworden waren, bog endlich das ADAC-Auto ums Eck und ich geleitete es zu unserem Auto.

Der Mechaniker kannte mich bereits, vermutlich hatte ich beim letzten Mal einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Genauso wie der Sand auf den Klamotten meines Jungen, die in der Zwischenzeit und mütterlichen Abwesenheit ein einheitliches Grau angenommen hatten.
Während ich so gut wie möglich das Kindlein vom Staub befreite, klemmte der Autokenner ein Prüfgerät an die Autobatterie und meinte dann, dass mit 11 Watt (? – Frauen und Technik) Restleistung nichts mehr zu reißen wäre. Nachdem nun das Wunderding einmal angeschlossen war, sollte ich den Motor mal starten und siehe, das Kätzchen schnurrte wieder und dem Anlasser blieb die angedrohte Hammerbehandlung erspart.

Der ADACler wollte den Motor ein wenig laufen lassen und die Batterie aufladen, damit ich beim nächsten Motorabwürgen das Auto auch wieder starten kann (pah, als wenn mir das jemals schon passiert wäre [aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte]). Ich verbesserte meine Tetrisfähigkeiten und lud den Kofferraum wieder ein, die Beifahrer wurden auf die entsprechenden Sitze geschnallt und der Retter in Not stellte mir noch einen ich-war-da-und-habe-geholfen-Zettel aus.

Mit noch verbleibenden 55 Minuten bis zum Trauerfeierstart machten wir uns endlich auf den Weg. 75 Minuten später landeten wir am Zielort und bekamen wie durch ein Wunder direkt einen Parkplatz vorm Eingang. Jeder der Großen schnappte sich einen Kleinen und wir ranntengingen so würdig wie möglich zur Trauerhalle, wo wir uns leise hineinschlichen und in die letzte Reihe setzten. Der Trauerredner verlass gerade die letzten Sätze der sehr guten Rede, wie mir anschließend versichert wurde und dann setzte das Schlußlied ein, das es schaffte, uns innerhalb kürzester Zeit in die nötige Stimmung zu versetzen.

Nachdem die letzten Takte verklungen waren, sammelte die Gemeinschaft den Blumenschmuck ein und folgte dem Bestatter samt Urne zum Grab. Meine Oma hatte bei Opas Tod vor 19 Jahren ein 4er Urnengrab ausgesucht, damit sie dereinst neben ihrem Mann bestattet werden kann. Leider hatte es der Steinmetz nicht mehr rechtzeitig geschafft, den Grabstein mit den Lebensdaten der Oma zu versehen. Die Urne wurde im Grab versenkt und der Reihe nach warfen alle Anwesenden eigene Blumen und die vom Bestatter bereit gestellten Blüten ins Grab und verabschiedeten sich.

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Wir waren als letzte dran. Der Große war von der Auswahl an Blüten im Schälchen des Bestatters überfordert, wollte er doch die größte und schönste Blüte für das Grab haben. Außerdem traute er sich nicht, mehr als nur eine Blüte zu nehmen, was ich unglaublich rührend fand. Am Ende schaute er nochmals intensiv auf das Grab und murmelte „Tschüß Uroma“.

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Ursprünglich war geplant, anschließend gemeinsam Kaffee trinken zu gehen, aber die Pläne waren kurzfristig geändert worden und so machten wir uns kurz danach auf den Weg zu meinen Eltern.

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Nachdem wir ordentlich mit Kuchen und heißen Getränken vollgestopft worden waren, wollten meine Eltern noch in die Stadt fahren, die Uroma mit gescheitem Gerstensaft begießen. Die Stammkneipe meiner Eltern eignet sich sehr gut dafür, der Große kann draußen in der Fußgängerzone an den diversen Brunnen rumtoben und die Erwachsenen eine Kleinigkeit essen.

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Wir unterhielten uns über meine Großeltern, mein Papa erzählte, woran er sich noch erinnern konnte, an all die kleinen Schrullen und Angewohnheiten, die bekannten und unbekannten Anekdoten, den schon immer ausgeprägten Gesundheitswahn meiner Oma, an die verzweigte Familie und alte Freunde. Es tat gut, das alles zu hören und meinen Großeltern hätte es mit Sicherheit auch gefallen. Eine gern zum Besten gegebene Geschichte erzählt vom Renteneintritt meines Opa, wo er die gesamte Familie in einer Gaststätte versammelte und sagte, dass niemand nach Hause ginge, bevor nicht seine komplette erste Rente versoffen wäre. Nun ist unsere Familie recht groß, seine Rente war aber noch größer und so wurden nach einer langen Nacht am nächsten Tag alle wieder zum Mittagessen in die Schänke einbestellt 🙂

Pünktlich zum Sonnenuntergang machten wir noch einen kleinen Spaziergang durch die Altstadt, etwas, dass sich immer wieder und zu jeder Jahreszeit lohnt.

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Am nächsten Tag traf sich die komplette Familie zum Mittagessen, wir tauschten die aktuellsten Neuigkeiten aus, bestaunten die Neuzugänge, bedauerten die Abgänge und genossen ganz generell die Gesellschaft und den ersten echten Frühlingstag dieses Jahres.

Für alle kleineren Enkel und Urenkel hatte meine Tante, die große Tochter der Oma, kleine Geschenke zusammengestellt, damit diese auch etwas hatten, was sie an die Oma/Uroma erinnern sollte. Meine Süße bekam einen großen, superkuschligen Teddy, den sie den ganzen Tag stolz durch die Gegend schleppte ❤

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P.S. An dem Wochenende sind noch viele andere nicht geplante Dinge passiert, aber es scheint, dass mein Tageserzählmaximum bei 1.500 Wörtern liegt.

Shopping Spree

Eigentlich wollte ich nur kurz in die Stadt. Aufmerksame Leser wissen jedoch, dass wenn ich Sätze mit eigentlich beginne, am Ende etwas völlig anderes herauskommt 🙂

Ich wollte nur kurz in die Stadt, zur Bank, Kontoauszüge und ein bisschen Geld holen, nach Bodies für meine Süße schauen und zum ADAC, mich wegen der Italienreise informieren.

Bis zur Bank funktionierte auch alles nach Plan. Doch dann bei den Bodies eskalierte die Situation ein wenig. Ich habe Kurz- und Langarmbodies gekauft, einen Strampler mit Drache drauf, eine Hose + Jacke, 2 ärmellose Strampler + T-Shirts (einer davon mit Giraffe) und eine Mütze. Für mich fiel noch ein Rock ab, der im Sommerschlussverkauf und nochmaligem 50%-Rabatt nur noch 7,50 Euro kostete. Da muss ich doch zuschlagen, oder? Im Geschäft nebenan steckte ich einen Pullover für den Großen ein und zwei Kleidchen für die Kleene.

Beim ADAC bekam ich wie gewünscht die Straßenkarten mit den netten Reisetipps, die Österreichvignetten und die Videomaut für die Brennerautobahn. Zack, 34 Euro ärmer und wir sind noch keinen Meter in Richtung Italien gefahren. Wo ich schon mal da war, konnte ich wenigstens gleich nach der Auslandskrankenversicherung fragen, die ich letztes Jahr abgeschlossen habe. Der gelbe Engel erklärte mir, dass diese automatisch verlängert wurde und genauso automatisch alle alten und neuen Familienmitglieder versichert sind.

Dann noch fix zum Hauptquartier von einem der örtlichen Fußballvereine, Karten für die erste Runde des DFB-Pokals holen. Die Verkäuferin erspähte meine Süße, die ich aber auch nicht sonderlich gut versteckt im Bondolino vor mir her trug, und verkündete, dass sie neuerdings Babybodies im Angebot hätten. Ich dachte kurz darüber nach und ließ mir ein Exemplar einpacken, morgen ist schließlich das erste Ligaspiel.

Um die Sache abzurunden, bin ich danach zum Whiskyhändler meines Vertrauens gegangen, ich brauchte Nachschub meiner Lieblingssorte. Zu meinem tiefsten Bedauern musste ich feststellen, dass diese nicht mehr hergestellt wird und der Laden auch keine Restbestände mehr führte. Ich wartete daher auf einen kundigen Berater, welcher mir eine neue Marke empfahl, die sogar ein wenig preiswerter als meine alte war. Eine erste Kostprobe hat jedoch ergeben, dass der von ihm so hochgelobte Eichenfassgeschmack für mich zu dominant ist, die Torfnote  nicht vorhanden und die angekündigten Vanillearomen leider nur bei der Geruchsprobe in Erscheinung treten. Werde also weiter nach einem adäquaten Ersatz suchen müssen.

Eigentlich wollte ich noch zu meinem Stammcafé und mir einen großen White Chocolate Mocca für den Heimweg mitnehmen, aber die Kleene war nach mittlerweile drei Stunden so unruhig, dass ich weitere Wartezeiten nicht riskieren wollte.

Tja, und das alles war ein bisschen zuviel für meine Süße. Sie lässt sich den ganzen Abend nicht ablegen, ist völlig übermüdet, findet aber nicht in den Schlaf und schreit stattdessen. Kurz nach Mitternacht ist das erste Mal endlich weggenickt, so dass ich sie auf ihre Decke aufs Sofa legen konnte. Doch leider, leider ist sie nach 10 Minuten vom Klappern meiner Tastatur wieder wach geworden. Vielleicht sollte ich mir eine neue, extra leise Tastatur zulegen …