Lernen durch Schmerz

Wer auch immer der Meinung war, Lernen durch Schmerz funktioniere und das auch noch gut, hat unsere Kinder nicht erlebt.

Fing beim Großen damit an, dass er den Kater immer wieder am Ohr oder Schwanz zupfte, und im Gegenzug nähere Bekanntschaft mit den Katzenkrallen machen durfte. Gingen wir anfangs davon aus, dass sich das wegen der nicht unbeträchtlichen Schmerzen schnell von selbst geben würde, gaben wir diese Hoffnung bald auf und kauften stattdessen Jodtinktur, damit sich die zahlreichen Kratzer nicht entzündeten.

Allerdings hofften wir, dass Mädchen anders drauf sind und das sind sie tatsächlich. Die können noch viel mehr einstecken, zumindest unseres. Wo der Große schon lange lautestes Wehklagen angestimmt hätte, schüttelt sich die Kurze nur und weiter geht’s. Aber manchmal tut es eben doch richtig weh und wir hofften, dass schmerzliche Lerneffekte besser greifen.

Aber nö. Katzenkratzer noch und nöcher. Blutige Wunden am Kopf, weil das Kindlein nicht begreift, dass es mittlerweile zu groß ist, um aufrecht unter meinem Schreibtisch lang zu laufen und sich deswegen immer wieder die Rübe an der Unterkante des Tisches rammelt. Das Wäscheständer umfallen, wenn man zu sehr an einer Seite zieht, will auch nicht in das kleine Babyhirn rein und so mussten wir die Süße mehr als einmal unter der frisch gewaschenen Wäsche hervorziehen.

Jetzt hoffe ich einfach mal drauf, dass sie größer wird und die Vernunft einsetzt. Wobei, wenn ich mir ihren Bruder so anschaue – ach, lassen wir das 🙂

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Ich habe Knie

Rücken kann ja jeder.

Obwohl, weh tut mein Rücken auch. Aber nicht so sehr wie mein rechtes Knie. Seit einigen Wochen, genauer gesagt, seit dem Urlaub, muckert es jeden Tag mehr. Ich glaube, es hat unsere langen Märsche durch die mehr oder weniger gut gepflasterten italienischen Städte nicht sonderlich gut verkraftet.

Jedenfalls tat es heute so weh, dass ich statt des ursprünglich geplanten Artikels über das Ankommen im Alltag, diesen hier verfasse. Auftreten klappt auch nicht mehr wirklich gut und vermutlich werde ich morgen mein Glück beim Orthopäden des Vertrauens versuchen. Bin gespannt, wie das mit kleinem, süßem Quengelbaby klappt.

Die Nase voll

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Kaum neigt sich der Sommer dem Ende entgegen, fange ich mir eine ausgewachsene Erkältung ein, mit allem Pipapo.

Schupfen, Nebenhöhlenentzündung, Kopfweh, Husten und Halsschmerzen. Zum Glück stille ich noch voll, so dass mir jegliche Medikamente oder auch nur Hustenbonbons versagt bleiben.

Dazu das immer noch stark zahnende Kind macht in Summe jede Menge Spaß. Na ja, oder was manche als Spaß definieren. Zum Papa geben kann ich das Kindlein auch nicht, weil Fremdeln gerade der ganz große Hit ist.

Im Moment rette ich mich eigentlich nur von Tag zu Tag und hoffe, dass es bald besser wird. Sowohl als auch.