Bikinifigur

Man sagt, zu einer ordentlichen Bikinifigur gehören zwei Dinge:

  • ein Körper
  • ein Bikini

(Idealerweise befindet sich noch ein Strand in der Nähe 😉 )

Nun ist das mit meinem Körper so eine Sache. Richtig glücklich war ich noch nie mit ihm und derzeit hat er für meinen Geschmack ein paar Polster zuviel. Jedenfalls zuviele, um sie in einen Bikini zu zwängen und sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aus diesem Grund war ich auch schon jahrelang nicht mehr baden. Wenn wir es mal ins Schwimmbad oder an einen Strand schaffen, dann dürfen meine Jungs sich gerne im Wasser vergnügen, ich schaue derweil von draußen zu.

Tja, aber irgendwie macht zugucken jetzt nicht so dolle Spaß und so habe ich beschlossen, wenn es denn in Italien noch warm genug sein sollte, dort auch mal zu planschen und zwar nicht nur mit den Füßen im Wasser. Da ich mangels Gelegenheit keinerlei brauchbare Badebekleidung habe, sind wir heute losgezogen, selbige käuflich zu erwerben. Ist ja grad noch Schlussverkauf, da lässt sich vielleicht das eine oder andere Schnäppchen erlegen.
Ein erster Blick auf die Bikiniständer zeigte mir jedoch, dass ich ein wenig mehr Stoff bevorzuge, egal, wie preiswert und farblich akzeptabel die Modelle gerade sind und so entschied ich mich letztendlich für einen Einteiler in schwarz ohne Schnickschnack, irgendwelche Aufdrucke, Applikationen, Abnäher, Polster, Schleifchen, dafür aber mit freiem Rücken.

Wie wir so durch die Kaufhäuser bummeln, fällt mein Blick auf Outdoorklamotten und da fällt mir ein, dass meine Regen-/Winterjacke seit zwei Jahren zwar noch gut gegen Winter, aber nicht mehr gegen Regen schützt und ich da etwas Neues brauche, es aber immer vergesse, bis es mal regnet und ich trotz Regenjacke bis auf die Haut nass bin. Zum Glück waren die auch im Angebot und so konnte ich mir eine schicke, rote Jacke für 50 Euro statt ursprünglich 150 sichern. Sie ist zwar eine Nummer zu klein, so dass derzeit kein dicker Pullover mehr drunter passt.

Das alles steckte ich in meinen niegelnagelneuen Rucksack, den ich mir kaufen musste, weil mein alter, wenn man einen knapp 1,5 Jahre alten Beutel als alt bezeichnen möchte, von Trinity vollgepinkelt wurde und so barbarisch nach Katzenpisse stank, dass selbst 10 Waschgänge den Geruch nicht getilgt hätten. Hab ich also wieder jede Menge Geld in der Stadt gelassen für Dinge, welche ich so gar nicht geplant hatte, die ich aber trotzdem brauchte.

Und nachdem ich mich daheim in den Badeanzug zwängte, mutigerweise entschied ich mich für eine 42, jedoch nicht ohne vorher an der Kasse zu fragen, ob ich ihn auch wieder zurückgeben könne, sah ich im Spiegel, dass noch nicht Hopfen und Malz verloren ist, aber mir 10-15 Kilo weniger auch ganz gut stehen würden. Da Jammern alleine nicht hilft, werde ich morgen mit einem Essenstagebuch anfangen. Einfach mal aufschreiben, was ich den ganzen Tag über so esse, um ein Bewusstsein und das Gefühl dafür zu entwickeln. Allzu oft landet nämlich die eine oder andere Kleinigkeit in meinem Mund und am Ende wunder ich mich, warum die Waage eine extra Runde dreht. Ein wenig mehr Sport kann auch nicht schaden, hab mir die Yogamatte ja nicht umsonst gekauft.

Mal schauen, wie konsequent ich bin 🙂

Badetag

Babys zu baden ist ein wahres Vergnügen. Die ganz kleinen schauen wunderbar staunend, nicht ganz sicher, ob sie das jetzt zum Heulen oder ganz klasse finden sollen. Fühlt sich ein bisschen wie im Bauch an, nur eben mit mehr Platz und ganz hell. Die größeren Babys entdecken das Wasser als Spielzeug, welches alle Sinne anspricht und auch noch den Durst löscht, wenn man am Waschlappen nuckelt. Der größte Vorteil besteht allerdings darin, dass die Kinder nach dem Bade meist recht knülle sind und herrlich schnell einschlafen.

Meine Kleene durfte heute wieder planschen. Hinterher ging es gleich ins Bett, wo sie sich neben mir liegend genüsslich ihr letztes Abendmahl reinzieht. Während ich langsam in den Schlafmodus abdrifte, freue ich mich, dass sie heute, im Gegensatz zu allen vergangenen Malen, nicht direkt nach dem Baden ihre Windel bis zum Anschlag und darüber hinaus vollhaut und so unsere Sauberkeitsbestrebungen zunichte macht, als ich das verräterische Quackern höre, gefolgt von einem erleichterten Glucksen.
Wajakla.
Dann eben nochmal aufstehen und Kindlein wieder frisch machen. Zum Glück ist es diesmal wenigstens kuschelig warm im Schlafzimmer 🙂

Alles doof

Es gibt so Tage, da ist einfach alles doof. Da möchte ich mich nach dem Aufstehen gleich wieder hinlegen und einen neuen Tag haben.

Letzte Nacht war echt heftig, die Kleene wollte nicht zur Ruhe kommen, immer wieder an die Brust. Dazu hat sie dreimal die Windel vollgehauen, danach war wieder Platz im Bauch und der wollte gefüllt werden.

Bei mir hat sich ein schmerzhafter Milchstau eingeschlichen, der mich zusätzlich wach hielt. Immerhin war es eher von Vorteil, dass mein Mädel so hungrig war, so konnte ich aktiv etwas gegen den Stau tun. Mittlerweile hat er sich auch fast aufgelöst, schmerzt nur noch beim Draufdrücken und nicht mehr bei jeder Bewegung. Bin nicht sicher, woher der Stau kommt, ob vom Still-BH, der Theater am Mittwoch oder einer unglücklichen Stillposition, werde das weiter beobachten müssen.

Wie auch immer, ich hab kaum wirklich geschlafen. Als ich das heute vormittag, unter zu Hilfenahme zweier Paracetamols, nachholen wollte, rief mich erst eine Kollegin an, sie bräuchte noch die offiziellen Daten zur Geburt wegen der Lohnabrechnung, und keine 10 Minuten später meine Hebamme, dass sie statt halb fünf doch jetzt schon in einer halben Stunde vorbeikommen würde.

Immerhin war der Hebammenbesuch schön. Das Baby durfte das erste Mal baden und fand es richtig klasse. Sie war danach richtig knülle, wollte nur noch was trinken und ratzt seitdem friedlich neben mir. Ich bekam ein wenig die Seele gestreichelt und noch ein, zwei Tipps zum Milchstau. Bin zwar immer noch sehr müde, aber das lässt sich mit einem ausgiebigen Mittagsschlaf ändern.