Nostalgie

Manchmal bin ich so wagemutig und dann trinke ich Alkohol in solchen Mengen, dass mein Urteilsvermögen leicht getrübt sein mag 😉 Leider sind manche Tage so und wäre ich ein besserer Mensch, würde ich mich stattdessen mit Pfefferminztee betrinken.

Da ich aber nun mal so bin, wie ich bin – und das war harte Arbeit – habe ich den Tee kurz vorm Servieren gegen eine Flasche Wein ausgetauscht, weil mir gesagt wurde, dass Pfefferminztee dann am besten schmeckt.

Wie der Abend voranschreitet und sich die Flasche merklich leert, werde ich Schluck um Schluck sentimentaler. Früher™ war das der Zeitpunkt, einer Freundin die Schulter vollzuheulen, heute motze ich Wildfremde im Internet an oder ich geh online shoppen.

Diese Nacht war Letzteres dran und aus dem banalsten Grund überhaupt. Mein bester(?) Freund verabschiedet sich in die Nacht und ich erwidere seinen Gruß mit den (für mich) üblichen Worten „und träum was Süßes von sauren Gurken“.

Und dann überkommt es mich. Ein unbändig trauriges Gefühl, gemischt mit ein bisschen Wut und ganz viel Bedauern und Wehmut.

Dieses Sprüchlein sagte ein Zwerg in einem meiner Lieblingskinderbücher. Das Buch war mein Schatz! Ich las es als Kind oft und immer mit Genuss. Ein Buch, das bei den Großeltern gelagert wurde, um den Enkelkindern als Lektüre zu dienen.

Bis zum Jahre 2002, als DIE FLUT (Wikipedia) meine Heimat heimsuchte. Zum Glück waren meine Eltern nur indirekt betroffen. Die Elbe war weit genug weg und nur der alte Elbarm hätte ihnen wirklich Sorgen bereiten können. Mit genügend Vorlauf hatten sie alle wertvollen Sachen aus dem Keller in ihre Wohnung im ersten Stock gebracht, alles schien sicher und unter Kontrolle.

Bis dann das Grundwasser den Abfluss im Keller hochdrückte und das Haus bis Oberkante Kellertreppe flutete.

Das Gute daran war, dass es nur klares Grundwasser war, kein Schlamm, kein reißender Strom mit Baumstämmen oder ähnlich verheerendem Treibgut.

Das Schlechte war, dass meine Eltern ein paar Kisten übersehen hatten. Meine ganzen Kinderbilder zum Beispiel. Oder die Kiste mit meinen Kinderbüchern.

Die Kinderbilder wurden nach Ablauf der Flut auf die vor dem Haus als Zaun gepflanzte Hecke zum Trocknen gelegt. Immer wieder sprintete ich los, wenn sich ein fast trockenes Bild dem Wind hingab und davon flatterte. Immerhin konnten wir so einen Großteil meiner Kinderbilder retten.

Bei den Büchern sah die Sache leider anders aus. Fast alle Bücher waren durchweicht, die Seiten pappten aneinander, oft war die Zellulose bereits zu einem einheitlichen Brei zersetzt.
Ein paar Bücher blätterte ich durch, versuchte ein letztes Mal die Geschichten zu verinnerlichen, doch ach, ich vergaß sie leider genauso schnell wieder 😥

Eine Geschichte jedoch blieb mir immer in Erinnerung. Ein Zwerg erkundet des nächtens eine Schokoladenfabrik. Er schaut sich sämtliche Maschinen an, es wird erklärt, warum Schokolade so zart ist, dass sie auf der Zunge schmilzt. Während seines nächtlichen Rundgangs – er mag doch so gerne saure Gurken und was gibt es Besseres als saure Gurken mit scharfem Senf – verschüttet er Senf direkt über einer Pralinenform und so werden am nächsten Morgen Senfpralinen gefertigt, was dem Zwerg unglaublich peinlich ist!

Aber was soll er machen? Also schleppt er sein Senfglas in seine Zwergenhöhle und bereitet sich auf den Schlaf vor.

Dieser Zwerg war der Held meiner Kindheit! Nicht nur, dass er in einer Schokoladenfabrik hauste, wo er jederzeit an feinste, zartschmelzende Schokolade heran kam. Nein. Er liebte auch Senf. Vermutlich sogar den mittelscharfen aus Bautzen!

Seit ich das erste Mal das Buch gelesen hatte, verabschiedete ich alle Freunde und Familienmitglieder mit den Zwergenworten in die Nacht. Mein Ritual, mein Bekenntnis der Zuneigung! Viel zu wenige kannten es und oft verpuffte es ohne jegliche Wirkung. Dabei wollte ich doch allen nur den Zwerg mit seinem großen Senfglas ans Herz legen, denn nicht alles Übel entspringt bösem Ansinnen!

Und so wünsche ich euch allen eine „Gute Nacht und träumt was Süßes von sauren Gurken!

P.S. Ein weiteres Buch, dass nur noch vage in meinen Erinnerungen lebt und welches ich doch so gerne wieder haben würde! Es erzählt einzelne Episoden. Es ist, glaube ich, in Tschechien hergestellt. In meiner Erinnerung ist es einfarbig gedruckt, schwarz mit rot/rosa, kleine Bildergeschichten für Kinder. Eine Geschichte handelt davon, dass der Opa (die Oma?) seine Brille sucht und die ganze Wohnung mit seiner Enkelin durchkämmt, um am Ende festzustellen, dass er die ganze Zeit die Brille auf dem Kopf/der Stirn/der Nase hatte. Wenn jemand weiß, wie das Buch heißt, so möge er doch bitte einen Hinweis in den Kommentaren hinterlassen.

Notebooks billiger – Service auch?

Es folgt ein persönlicher Erfahrungsbericht. Gut möglich, dass ich einfach nur Pech hatte.

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Da mein alter Schleppi nach 6 Jahren so langsam den Geist aufgibt (der Lüfter brummt, lüftet aber nicht mehr richtig, die USB-Schnittstellen setzen immer wieder mal aus, generell ein wenig langsam), dachte ich, kaufst dir mal ein neues. Ich hab einen guten Freund, der in der Vergangenheit immer der PC-Dealer meines Vertrauens war, gefragt, ob er mir auch diesmal wieder helfen könne.

Konnte er nicht, er empfahl mir notebooksbilliger.de, da deren Preise wirklich unschlagbar wären. Also habe ich mich auf deren Seite umgeschaut und bin auch schnell fündig geworden. Als oller Zocker durfte es gerne etwas größer und leistungsstärker sein und das kostet auch 2 Mark Fuffzig mehr, aber dafür hält das Ding hoffentlich auch wieder die nächsten 6 Jahre. Leider ging als Bezahlmöglichkeit nur Vorkasse, mit PayPal hätte ich als Kunde die komplette PayPal-Gebühr in Höhe von ca. 12 Euro alleine on top zahlen müssen. Bezahlung auf Rechnung wurde leider nicht angeboten.

Da nun die Firma doch relativ bekannt ist und weil mein Freund sie mir wärmstens empfohlen hat, biss ich eben in den sauren Apfel und überwies nach Abschicken der Bestellung und eingetroffener Bestellbestätigung das Geld. Da bei Online-Überweisung erfahrungsgemäß das Geld recht fix beim Empfänger ist, erstaunte es mich, dass es doch 4 Werktage brauchte, bis der Rechner verschickt wurde. Letztendlich kam das neue Schätzchen äußerlich wohlbehalten bei mir an und ich wollte voller Tatendrang loslegen.

Ich musste das separat dazu gekaufte Betriebssystem auf dem Rechner installieren, aber es wollte mir nicht so recht gelingen. Immer wieder fror der Rechner nach wenigen Minuten ein, immer an anderen Stellen, aber mehr als 20 Minuten Betrieb am Stück waren nicht drin. Ich tippte spontan auf einen Fehler auf der Platine oder ähnlich Essentielles. Da es bei meinen Versuchen schon recht spät geworden war, war auch die Hotline schon dicht.

Ich rief am nächsten Morgen dort an und mir schalmeite folgende Ansage vom entgegen: „Die Warteschleife ist die ersten 2 Minuten kostenlos.“ Gab’s da nicht mal ein Gesetz, dass Warteschleifen grundsätzlich kostenfrei sein sollen? Notebooksbilliger.de löst diese Vorgabe einfach dadurch, dass nach 2 Minuten der Anruf beendet wird. Aber wozu gibt’s die Wahlwiederholung.

Ich erreichte auch bald jemand menschliches in der Hotline, schilderte mein Problem und mir wurde auch prompt eine Email mit Retourenlabel für DHL geschickt. Als ich erwähnte, dass ich keinen Drucker besitze, wurde mir zugesagt, das Label per normaler Post zu schicken. Fand ich erstmal klasse. (Mir fiel erst später ein, dass mein Mann auf Arbeit das Label auch hätte ausdrucken können, aber na ja.)
Drei Tage später hatten wir dann alles zusammen: ausgedrucktes Label, Rechnung und Label per Post und defektes Notebook. Alles nach bestem Wissen und Gewissen verpackt (aus weiser Voraussicht oder böser Vorahnung heraus hatte ich den originalen Versandkarton + Riesenluftpolsterfolie nicht sofort dem Recycling zugeführt, wie ich das sonst immer mache) und ab zur Post. Per Sendungsverfolgung sah ich, dass das Notebook wohlbehalten am Freitag vergangener Woche wieder bei Notebooksbilliger eingetroffen ist.

Da die gute Dame an der Reklamationshotline meinte, sie würde sofort ein Ersatznotebook für mich reservieren, war ich guter Dinge, dass ich auch bald eine Info zum erneuten Versand erhalten würde. Doch bis Montag nachmittag nichts dergleichen. Ich fragte höflich per Email nach, wann ich mit dem Ersatz rechnen könne und ob ich dazu eine Information erhalte. Sendungsverfolgung ist einfach mal eine coole Sache.

Bis Mittwoch habe ich aber weder eine Antwort auf meine Email noch sonstige Informationen zum aktuellen Status erhalten, also rief ich wieder in der Hotline an. Immer in diesen 2-Minuten-Etappen. Nach geschlagenen 45 Minuten Wahlwiederholmarathons hatte ich dann auch jemanden von der Reklamationsabteilung am Ohr. Der Herr versicherte mir, dass der Ersatz zum Versand bereit stehe und ich dann auch umgehend eine Information samt Sendungsnummer erhalten würde. Auf meine Nachfrage, warum ich denn keine Antwort auf meine Email erhalten habe, sagte er mir etwas zerknirscht, dass sie derzeit ein Backlog von 7-9 Tagen haben und es eben entsprechend dauere, bis die Emails bearbeitet würden. Es tat ihm auch sehr leid.

Also warte ich weiter ab, wie sich das Ganze entwickelt und hoffe, dass ich bis Ende der Woche endlich mein neues, fehlerfrei funktionierendes Notebook bekommen werde.