Irgendwas ist ja immer

Eigentlich wollte ich morgen ganz in Ruhe ein paar Blogeinträge zu unserem durchaus interessanten Wochenende verfassen.

Doch dann stellten wir heute Abend entsetzt fest, dass sich unsere kleine Katze, die mit dem Dachschaden, ihren Schwanz gebrochen oder wohl zumindest irgendwie ernsthaft verletzt hat. Da sie einen ganz fitten Eindruck und immer noch jede Menge Blödsinn macht, gehen wir nicht davon aus, dass sie unerträgliche Schmerzen leidet und sparen uns den Besuch in der Notaufnahme.

Also werde ich morgen früh erstmal zum Tierarzt gehen und hoffen, dass es dort an einem Montag Morgen nicht so voll ist wie bei einem Menschenarzt.

Treffsicher

Ich glaube, der Dachschaden bei Katzen ist ansteckend. Trinity wühlt immer noch ab und zu ihre Kotbrocken aus dem Katzenklo, doch seit einiger Zeit hat sich Jeannie eine ähnliche Marotte angewöhnt.

Wenn sie pinkeln muss, sucht sie zwar das Klo auf, klettert aber nicht mehr vollständig in die Box. Je nach Verfassung und – wie ich vermute – Füllzustand des Klos steckt mehr oder weniger Katze im Klo. Das Ergebnis ist jedes Mal das selbe: eine riesige Pinkelpfütze direkt vor dem Klo. Wenn wir Glück haben, entdecken wir die Pfütze relativ schnell, so wie gerade eben, oder erst nach Stunden, wenn die Katze mitten in der Nacht ihre Treffsicherheit demonstrieren musste. Wird dann zusätzlich von dem unvergleichlichen Katzenpissegestank angezeigt 😦

Ich bin jetzt am Überlegen, was helfen könnte. Größere Klos? Häufigere Reinigung? So eine flache Schale mit Deckelrand? Jedenfalls hab ich keine Lust, ständig den Katzen ihre Stoffwechselendprodukte nachzutragen!

Dachschaden

Dass unsere Katze Trinity anders als normale Katzen ist, war uns relativ schnell klar. Tierheimfindelkatzen haben im Allgemeinen eine Geschichte und diese ist nur selten schön. Es ist nur immer wieder überraschend, welche Auswirkungen diese Geschichte auf die Tierpsyche hat.

Trinity wurde relativ jung von ihrer Mama getrennt und lernte so nie die fundamentalsten Katzenkommunikationssignale. Sie versteht nicht, dass Blinzeln oder langsames Zwinkern eine Vertrauensgeste ist. Sie weiß nicht, dass angelegte Ohren ein Alarmsignal sind. Sie kann nicht buckeln, um sich so größer zu machen. All dies macht das Zusammenleben mit unserer großen Katze Jeannie sehr schwierig. Und so ist es keine Überraschung, dass die beiden Katzen sich ungefähr einmal täglich quer durch die gesamte Wohnung jagen, Gefauche, Kratzen und Beißen inklusive. Vorzugsweise nachts.

DSCN8517

Da Trinity schon als ganz kleine Katze gegen den Hungertod kämpfen musste, ist sie auch heute noch ständig auf Nahrungssuche. Für sie ist grundsätzlich jede Mahlzeit die letzte. Selbst regelmäßige Fütterungszeiten haben daran bisher nichts ändern können. Auf der Suche nach Futter ist sie entsprechend rücksichtslos. Mehr als einmal hat sie unsere Küche verwüstet. Sie zerpflügt regelmäßig gebrauchte Teebeutel oder wühlt in nicht sofort weggeräumten Mandarinenschalen, ob nicht doch was fressbares dabei ist. Gebrauchte Schüsseln und Teller werden grundsätzlich ausgeleckt und es ist der Katze auch egal, ob das gut für sie ist oder nicht.

Als ungewöhnlichster Charakterzug stellte sich allerdings etwas ganz anderes heraus. Trinity machte es sich zur Angewohnheit, Kotbrocken aus dem Katzenklo zu wühlen und mit diesen zu spielen, obwohl sie genug Katzenspielzeug hat. Es hilft auch nicht, das Katzenklo täglich zu reinigen, da sie jederzeit neuen Nachschub erzeugen kann und dies auch tut.

Letzte Woche waren wir nun beim Tierarzt, die jährliche Impfung stand an. Wir berichteten der Tierärztin von dem ungewöhnlichen Verhalten und hofften, wir bekämen Tipps, um das zu ändern. Doch leider war auch die Ärztin ratlos. Sie meinte, das klingt sehr nach Dachschaden, denn an sich sind Katzen sehr reinliche Tiere und würden niemals nie nicht mit ihrem Kot spielen.

Vermutlich haben wir unsere Enttäuschung zu sehr gezeigt, denn die Tierärztin fragte ganz erschrocken, ob wir denn die Katze trotzdem lieb hätten.

Was für eine Frage. Na klar lieben wir unsere Dachschadentrinity. Wie langweilig wäre denn unser Alltag ohne sie. Und außerdem ist sie ja nicht die einzige in der Familie mit einer Macke 🙂

trin

Der Grund, warum Blogeinträge manchmal länger dauern 🙂

Häppchen III

Ich bin müde, sehr sogar.

 

Die kinderfreie Zeit ist vorbei, wir haben den Kleenen wieder von den Großeltern abgeholt, was für mich 250 selbstgefahrene Autobahnkilometer und die Erkenntnis bedeutete, dass mich das alles wahnsinnig anstrengt.

 

Trinity hat einen Dachschaden, amtlich bestätigt vom Tierarzt (separater Eintrag dazu folgt).

 

Unsere Weihnachtseinkäufe sind erledigt, wir müssen jetzt nur noch die Geschenke einpacken.

 

Morgen hab ich den Test auf Schwangerschaftsdiabetes, zum Glück die neuere Version, bei der man nicht mehr nüchtern sein und nur noch eine Stunde warten muss.