Nur mal kurz

Gestern war ein echt anstrengender Tag auf Arbeit. (Warumwiesoweshalb werde ich eventuell später in einem Artikel verraten.) Zum Feierabend wollte ich eigentlich nur noch nach Hause und auf die Couch fallen, die Ruhe genießen, bis der Rest der Familie ebenfalls heim kommt. Doch eine Kollegin hatte vor zwei Tagen erwähnt, dass es was ganz Tolles in einem der Familienklamottenläden gibt, also wollte ich nur mal kurz dahin. Zum Glück ist eine Filiale der Kette nebenan in unserem kleinen Einkaufscenter und anstatt auf die Couch, wankte ich in den Laden. Natürlich gab es dieses Tolle nicht mehr, aber dafür waren gerade andere Sachen im Angebot, von denen ich zwei Stück erwählte. Artig stellte ich mich hinter die Frau, die bereits an der Kasse wartete. Die einzige Verkäuferin beriet lautstark eine Kundin, die sich nicht entscheiden konnte. Sie wanderten von Regal zu Regal und die Verkäuferin pries einen Artikel nach dem anderen an, erklärte ausführlich die Vorzüge des Produkts und empfahl Alternativen. Die Kundin fand jedoch immer etwas, das ihr nicht passte. Die wartende Frau vor mir und ich wurden langsam ungeduldig, da wir unsere Lebenszeit doch gerne mit anderen Dingen zubringen wollten, als dieser Schnepfe beim Unschlüssigsein zuzuhören.

Nach langen zehn Minuten hatte sich die Kundin entschieden, die Verkäuferin stürmte zur Kasse und die Schnepfe stellte sich direkt vor mich. Weil mir echt der Nerv fehlte, deswegen jetzt noch eine Diskussion vom Zaun zu brechen, ließ ich sie gewähren.

Schwerer Fehler.

Während die an vorderster Stelle bar zahlte, musste Schnepflein natürlich mit Karte zahlen und vertippte sich prompt bei der PIN-Eingabe. Die Verkäuferin reagierte sehr freundlich und verständnisvoll, zeigte, wie man die Eingabe korrigierte und startete nach der trotzdem fehlerhaften Eingabe den Zahlvorgang neu. Die Schnepfin entschuldigte sich wortreich, dass sie gerade erst die Bank gewechselt hätte und da eine neue Karte mit neuer PIN bekomme habe und die sich nicht merken könne. Wenn sie aber jetzt fix ihr Handy rauskrame …

Während sie sich sämtliche Zähne lockerquatschte, wurde ich immer verzweifelter. Ich bedauerte, nicht doch die Couch genommen zu haben. Endlich war ich dran und 30 Sekunden später auch abgefertigt, während die Schnepfe immer noch dabei war, ihre zwei gerade gekauften Sachen in ihrer überdimensionalen Einkaufstasche zu verstauen, immer noch was vom Bankwechsel vor sich hin murmelnd.

Am Ende der Einkaufspassage ist ein Euroshop und mir fiel ein, dass ich der Süßen noch einen Haarreif für Weihnachten besorgen wollte. Und ein Euro ist echt ein Schnäppchen, wenn der Haarreif das Auspacken vermutlich nicht länger als 2 oder 3 Stunden überleben würde. Schnell fand ich einen und begab mich zur Kasse. Vor mir stand ein Mann samt 10-jährigen Kind und überschaubarer Warenselektion. Das Ausrechnen der Gesamtsumme ist im Euroshop jetzt nicht sonderlich schwer, aber der Kunde vor mir brauchte es extra kompliziert und hat jeden Artikel einzeln bezahlt, jeweils mit eigenem Kassenbon. Dann fiel dem Mädchen auf, dass noch ein Paar Socken vergessen wurde. Und dann packte das Mädchen noch ihre Sachen auf den Tisch. Sie versuchte, die geforderten 3 Euro mit ihrem Kleingeld zu bezahlen, scheiterte aber bei 2, 50€ und kramte dann umständlich einen 10-Euro-Schein hervor. Sie legte die mühsam vorher herausgesuchten Münzen einzeln wieder in ihre Geldbörse zurück. Sie wird mal ein echt vorbildlicher Rentner!

Ich zeigte den Haarreif, gab der Verkäuferin den Euro, verzichtete auf den Kassenbon, eilte nach Hause, verstaute die Einkäufe und sank auf die Couch, nur um 2 Minuten den Schlüssel in der Wohnungstür zu hören. Soviel zum Ausspannen auf dem Sofa.


Solche Dinge passieren natürlich immer dann, wenn man entweder völlig geschafft ist oder absolut keine Zeit hat.

So wie vor gut 1,5 Jahren, als wir mit dem Großen zu seinem ersten echten richtigen Fußballturnier angemeldet waren. Weil es das erste war und der Große noch nicht so lange im Verein trainierte, wollten wir einen guten Eindruck hinterlassen und pünktlich sein.

Der Vorsatz wurde aber direkt dadurch torpediert, dass die Batterie unseres Autoschlüssels den Geist aufgegeben hatte und sich das Auto nicht mehr öffnen ließ. Öffentliche Verkehrsmittel waren keine Option, also eilte ich nur mal kurz ins Einkaufszentrum nebenan. Der große Supermarkt hatte auch welche vorrätig und ich stellte mich an der aussichtsreichsten Kassenschlange an.

Wie es aber so ist, sind kürzeste Schlangen oder Wartende mit nur wenigen Begierdeobjekten ein Garant dafür, sehr lange warten zu müssen. Die erste in der Schlange hatte natürlich vergessen, ihr Obst zu wiegen, brauchte 3 Anläufe, um die Ersatzkasse im Kassenbereich zu finden und schlenderte dann gemütlich alle Zeit der Welt habend zur Kasse zurück. Der nächste Kunde, mein direkter Vorgänger, legte zwei Blumensträuße aufs Band. Was sollte da schon schief gehen, außer dass die Sträuße beim Empfänger wohl nicht sonderlich gut ankommen würden, weil die Qualität ebenbürtig mit den Tankstellensträußen ist?

Dieser Umstand hielt den Käufer jedoch nicht davon ab, umfangreich mit der Kassiererin zu diskutieren, was die Sträuße denn nun kosten würden. Die Diskussion wogte wie ein Tennismatch hin und her und wollte kein Ende nehmen. Irgendwann fragte ich nach, ob sie sich heute noch einig werden würden oder ob ich in der Zwischenzeit kurz meine Batterie bezahlen könnte. Die Kassiererin biss sich auf die Lippe, um ein breites Grinsen zu unterdrücken, während der Kunde sprachlos vor sich hin stotterte und dann die gewünschten 12(!) Euro zahlte.

Ich eilte mit meiner Batterie zum Auto, lud die Familie ein und düste, auf keine Blitzer hoffend, quer durch die Stadt. Wie es sich gehört, hatten wir die rote Welle erwischt und durften an jeder einzelnen Ampel warten. Am Ziel angekommen suchten wir verzweifelt einen Parkplatz. War ja klar, dass am Wochenende alle Anwohner da parkten und noch dazu die Fußballeltern. Ich erspähte einen Parkplatz auf der anderen Straßenseite. Da dieser aber durch einen dicken Grünstreifen abgetrennt war, musste ich erst ans Ende der Straße fahren, konnte dort wenden, nur um den eben noch freien Parkplatz besetzt vorzufinden. So kreisten wir einige Male ums Karree, bis sich dann doch jemand erbarmte und einen Parkplatz für uns frei machte. Pünktlich waren wir nicht mehr, aber immerhin zeitig genug, damit sich der Große noch mit aufwärmen konnte.

 

Von wegen nur mal kurz: aber ihr kennt das ja auch!

Alle Jahre wieder!

Bald nun ist Weihnachtszeit und diese wird wie jedes Jahr von der Jagd nach Geschenken begleitet. Da gibt es plötzlich schwarze Freitage und Cybermontage und alle locken mit kräftigen Rabatten oder superduper Sonderangeboten. Was also liegt da näher, als sich überpünktlich dem Thema Verwandtenbeglückung am Heilig Abend zu widmen.

Weil auch bei uns nicht immer alles schief gehen kann, stellte uns die Hausverwaltung bereits 5 Wochen vor Jahresfrist, und nicht wie sonst üblich erst 2 Wochen eher, die Betriebskostenabrechnung zu. Da wir uns letztes Jahr hartnäckig weigerten, die vorgeschlagene Mietsenkung vorzunehmen, wartet nun eine Rückzahlung von über 700€ auf uns, zeitlich günstig, um sie in Geschenke zu investieren.

Gesagt, getan, schnell mit den Großeltern abgestimmt und so kann ich tatsächlich bereits heute verkünden, bis auf eines sämtliche Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr beschafft zu haben. Ich hab sogar schon fast alle Geschenke für die Geburtstagswelle Ende Februar/Anfang März. Mir macht das selber ein wenig Angst, aber irgendwie hatte ich ganz viele Ideen, was denn verschenkt werden könnte.

Falls jemand Inspiration braucht oder einfach nur neugierig ist, das bekommen meine Liebsten (die Links sind bis auf das T-Shirt Affiliates zu Amazon, siehe auch Disclaimer):

das kleine Kind, ein 2 3/4 Jahre altes Mädchen:

das große Kind, ein fast 8-jähriger Junge:

das ganz große Kind, aka Ehemann:

meine Eltern:

  • die CD Hardwired von Metallica
  • 2 Packungen Schwermer Marzipan
  • den jährlichen Kinderfotokalender, ein von uns selbst gestalteter Fotokalender mit den besten Kinderbildern dieses Jahres
  • eine Flasche Limoncello
  • ein Bildband mit historischen Aufnahmen ihrer Heimatstadt
  • den Krimi Binärcode von Christian Gude

Natürlich bekommen alle großen und kleinen Kinder noch Schokoladenhohlkörper in vielen Formen und Größen und jede Menge anderes Naschwerk.

Unschlüssig bin ich noch, ob ich meinem Mann die deutsche Version der Tribute von Panem schenken soll. Er schaut die Filme echt gerne, fragt aber immer wieder nach Details, die Unstimmigkeiten in den Filmen hervorrufen oder nur unzureichend erklärt werden, in den Bücher aber ausführlich abgehandelt worden sind.

Was jetzt noch fehlt ist, alle Geschenke einzupacken. Das werde ich dann vermutlich am 23.12. abends machen, denn wie jedes Jahr kommt Weihnachten doch recht plötzlich. Und ich hoffe, dann sämtliche Geschenke, die in der Zwischenzeit vor neugierigen Kinderaugen versteckt wurden, wieder zu finden 😉

 

Blinder Fleck

Und wieder ein Artikel zum Thema: Dinge die man als Eltern NIE vorher gesagt bekommt! Heute: Schulkinderstausstattung besorgen.

Ich bin völlig platt. Mir tun die Füße weh, ich habe Kopfschmerzen und fühle mich, als wenn ich gerade einen Marathon gelaufen wäre. Nur ohne das selige Glücksgefühl beim Überqueren der Ziellinie.

Von der Schule haben wir eine Einkaufsliste mitbekommen, was denn der zukünftige ABC-Schütze alles für einen ordentlichen Schulstart benötigt. Den Ranzen haben wir vor wenigen Wochen bereits gekauft, weil der empfohlene Ranzentyp Marke extra Leichtgewicht gerade im Angebot war. Ich war erstaunt, wie teuer so ne olle Tasche sein kann und war daher sehr angetan, ein Exemplar mit ansprechendem Motiv für ca. 1/3 weniger, aber trotzdem noch haarscharf im dreistelligen Bereich, ergattern zu können. Zum Glück waren beim Ranzen eine Federmappe, eine Faulenzerrolle und ein Turnbeutel (zum Vergessen 😀 ) mit dabei.

Der restliche Inhalt fehlte aber und so machte ich mich heute auf in die Stadt, den ganzen Papierkram zu erledigen. Als mögliche Quelle wurde mir eine Ladenkette genannt, die ganz ursprünglich mal als Drogeriemarkt anfing, jetzt jedoch diverseste andere Sachen vertreibt. Der Händler hatte auch alles da und noch ganz viele andere Sachen mehr, so dass ich erstmal völlig überfordert vor den Regalen stand. Wo sind jetzt die kleinen Hefte mit der Lineatur 1? Wo die passenden Heftumschläge? Die Schnellhefter? Dreieckige Bleistifte? Mit der Zeit durchschaute ich das System und konnte mein Körbchen Schritt für Schritt füllen und die Einkaufsliste abhaken.

Aber wo zur Hölle sind non permanente Folienstifte? Jedenfalls nicht bei den permanenten Markern. Auch nicht bei den Tintenlöschern und Füllern. Nicht bei den bunten Filzern, nicht bei den Buntstiften und schon gar nicht bei den Kugelschreibern. Nein, sie liegen ganz am anderen Ende bei den Aktenordnern, neben den Ablagekörben. Völlig logisch 😉

Früher war ja nicht alles schlecht und es gab genau einen Typ Hausaufgabenheft. Zumindest bei uns im Osten. Und den hatten dann alle in der Klasse und nur die Farbe des Umschlags war unterschiedlich. Jetzt gibt es grob über den Daumen gepeilt 30 verschiedene Hefte, mit Pferden, Prinzessinnen, Darth Vader, Grafitti, für Fleißige oder für Faule. Da stand ich nun und überlegte, welches der angebotenen Typen am wenigsten hässlich ist. Am Ende war es eine Entscheidung zwischen Geschmack und Preis und ich hoffe, das Kind ist nicht allzu unglücklich mit meiner Wahl.

Weiter ging es mit der Postmappe, so ein Hefter mit zwei Gummizügen über den Ecken, Vorgabe: aus Plastik. Das gleiche Spiel wie beim Hausaufgabenheft. Rosa oder Hellblau oder Darth Vader. Ganz unten lungerte ein schwarzes Exemplar mit neongrünem Grafitti drauf, im Angebot für 50 Cent. Gekauft. Die Stapelbox in knallgelb, der Stehordner aka Zettelmappe in mittelblau, dazu Namensaufkleber mit Fußballmotiv, Schnellhefter in den geforderten Farben (rot für deutsch, blau für Mathe, grün für Musik, gelb für Sachkunde und eine frei wählbare Farbe für Kunst) und zwei Blöcke weiße Blätter. Geschafft.

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Den Korb zur Kasse geschleppt und am Ende war ich erstaunt, dass alles doch recht preiswert war, gute 20 Euro für eine große Einkaufstüte voll.

Aber: das Kindlein braucht auch Sportklamotten. Kurze und lange, dazu Turnschuhe für drinnen und draußen. Also fix zum Klamottenschweden, die hatten Sportklamotten gerade im 3 für 2 Angebot. Dazu eine Sackladung T-Shirts und Socken. Ein paar Turnschuhe mit heller Sohle und dann noch schnell in der Mädchenabteilung geschaut.

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Dort eskalierte dann die Situation. Nichtrosane Kleider in der 3 für 2 Aktion. Kleider im Sonderangebot für 3 Euro. Und ein total niedliches Kleidchen samt Hut. Und T-Shirts. Vermutlich viel zu viele Klamotten, um wirklich aufgetragen zu werden, aber da hab ich irgendwie einen blinden Fleck.

An sich bin ich ja eher eine typische Jungensmama. Klamotten müssen praktisch sein und weil sie viel zu schnell kaputt gehen, sollten sie kein Vermögen kosten. „Niedlicher“ Kram auf T-Shirts oder Schuhen stoßen mich eher ab. Doch dann sehe ich etwas für meine Süße und wo bei normalen Menschen die Vernunft einsetzt oder die Stimme im Hinterkopf sagt, duhuu, 10 Kleidchen sind völlig ausreichend, gibt es bei mir einen Fehler in der Verdrahtung und die Vernunft wird umgangen und der Impuls direkt zum „och, ist das süß“ Zentrum geleitet und zack, schon landet das Teil im Einkaufskorb. Seufz.

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Ich versuche jetzt mein Gewissen damit zu beruhigen, dass meine Süße eh jeden Tag neue Klamotten im Kindergarten braucht, weil sie das unglaubliche Talent hat, sich beim Essen trotz Ganzkörperlatz von oben bis unten zu bekleckern.

Und irgendwie muss ich den Kaufrausch meinem Mann erklären. Ich hoffe, ich komme mit „aber das war soooooo niedlich“ als Argument durch 😉

P.S.: Ein paar Schuhe (oder drei) waren für mich auch dabei. Blöder Sommerschlussverkauf aber auch 🙂

Bikinifigur

Man sagt, zu einer ordentlichen Bikinifigur gehören zwei Dinge:

  • ein Körper
  • ein Bikini

(Idealerweise befindet sich noch ein Strand in der Nähe 😉 )

Nun ist das mit meinem Körper so eine Sache. Richtig glücklich war ich noch nie mit ihm und derzeit hat er für meinen Geschmack ein paar Polster zuviel. Jedenfalls zuviele, um sie in einen Bikini zu zwängen und sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aus diesem Grund war ich auch schon jahrelang nicht mehr baden. Wenn wir es mal ins Schwimmbad oder an einen Strand schaffen, dann dürfen meine Jungs sich gerne im Wasser vergnügen, ich schaue derweil von draußen zu.

Tja, aber irgendwie macht zugucken jetzt nicht so dolle Spaß und so habe ich beschlossen, wenn es denn in Italien noch warm genug sein sollte, dort auch mal zu planschen und zwar nicht nur mit den Füßen im Wasser. Da ich mangels Gelegenheit keinerlei brauchbare Badebekleidung habe, sind wir heute losgezogen, selbige käuflich zu erwerben. Ist ja grad noch Schlussverkauf, da lässt sich vielleicht das eine oder andere Schnäppchen erlegen.
Ein erster Blick auf die Bikiniständer zeigte mir jedoch, dass ich ein wenig mehr Stoff bevorzuge, egal, wie preiswert und farblich akzeptabel die Modelle gerade sind und so entschied ich mich letztendlich für einen Einteiler in schwarz ohne Schnickschnack, irgendwelche Aufdrucke, Applikationen, Abnäher, Polster, Schleifchen, dafür aber mit freiem Rücken.

Wie wir so durch die Kaufhäuser bummeln, fällt mein Blick auf Outdoorklamotten und da fällt mir ein, dass meine Regen-/Winterjacke seit zwei Jahren zwar noch gut gegen Winter, aber nicht mehr gegen Regen schützt und ich da etwas Neues brauche, es aber immer vergesse, bis es mal regnet und ich trotz Regenjacke bis auf die Haut nass bin. Zum Glück waren die auch im Angebot und so konnte ich mir eine schicke, rote Jacke für 50 Euro statt ursprünglich 150 sichern. Sie ist zwar eine Nummer zu klein, so dass derzeit kein dicker Pullover mehr drunter passt.

Das alles steckte ich in meinen niegelnagelneuen Rucksack, den ich mir kaufen musste, weil mein alter, wenn man einen knapp 1,5 Jahre alten Beutel als alt bezeichnen möchte, von Trinity vollgepinkelt wurde und so barbarisch nach Katzenpisse stank, dass selbst 10 Waschgänge den Geruch nicht getilgt hätten. Hab ich also wieder jede Menge Geld in der Stadt gelassen für Dinge, welche ich so gar nicht geplant hatte, die ich aber trotzdem brauchte.

Und nachdem ich mich daheim in den Badeanzug zwängte, mutigerweise entschied ich mich für eine 42, jedoch nicht ohne vorher an der Kasse zu fragen, ob ich ihn auch wieder zurückgeben könne, sah ich im Spiegel, dass noch nicht Hopfen und Malz verloren ist, aber mir 10-15 Kilo weniger auch ganz gut stehen würden. Da Jammern alleine nicht hilft, werde ich morgen mit einem Essenstagebuch anfangen. Einfach mal aufschreiben, was ich den ganzen Tag über so esse, um ein Bewusstsein und das Gefühl dafür zu entwickeln. Allzu oft landet nämlich die eine oder andere Kleinigkeit in meinem Mund und am Ende wunder ich mich, warum die Waage eine extra Runde dreht. Ein wenig mehr Sport kann auch nicht schaden, hab mir die Yogamatte ja nicht umsonst gekauft.

Mal schauen, wie konsequent ich bin 🙂

Shopping Spree

Eigentlich wollte ich nur kurz in die Stadt. Aufmerksame Leser wissen jedoch, dass wenn ich Sätze mit eigentlich beginne, am Ende etwas völlig anderes herauskommt 🙂

Ich wollte nur kurz in die Stadt, zur Bank, Kontoauszüge und ein bisschen Geld holen, nach Bodies für meine Süße schauen und zum ADAC, mich wegen der Italienreise informieren.

Bis zur Bank funktionierte auch alles nach Plan. Doch dann bei den Bodies eskalierte die Situation ein wenig. Ich habe Kurz- und Langarmbodies gekauft, einen Strampler mit Drache drauf, eine Hose + Jacke, 2 ärmellose Strampler + T-Shirts (einer davon mit Giraffe) und eine Mütze. Für mich fiel noch ein Rock ab, der im Sommerschlussverkauf und nochmaligem 50%-Rabatt nur noch 7,50 Euro kostete. Da muss ich doch zuschlagen, oder? Im Geschäft nebenan steckte ich einen Pullover für den Großen ein und zwei Kleidchen für die Kleene.

Beim ADAC bekam ich wie gewünscht die Straßenkarten mit den netten Reisetipps, die Österreichvignetten und die Videomaut für die Brennerautobahn. Zack, 34 Euro ärmer und wir sind noch keinen Meter in Richtung Italien gefahren. Wo ich schon mal da war, konnte ich wenigstens gleich nach der Auslandskrankenversicherung fragen, die ich letztes Jahr abgeschlossen habe. Der gelbe Engel erklärte mir, dass diese automatisch verlängert wurde und genauso automatisch alle alten und neuen Familienmitglieder versichert sind.

Dann noch fix zum Hauptquartier von einem der örtlichen Fußballvereine, Karten für die erste Runde des DFB-Pokals holen. Die Verkäuferin erspähte meine Süße, die ich aber auch nicht sonderlich gut versteckt im Bondolino vor mir her trug, und verkündete, dass sie neuerdings Babybodies im Angebot hätten. Ich dachte kurz darüber nach und ließ mir ein Exemplar einpacken, morgen ist schließlich das erste Ligaspiel.

Um die Sache abzurunden, bin ich danach zum Whiskyhändler meines Vertrauens gegangen, ich brauchte Nachschub meiner Lieblingssorte. Zu meinem tiefsten Bedauern musste ich feststellen, dass diese nicht mehr hergestellt wird und der Laden auch keine Restbestände mehr führte. Ich wartete daher auf einen kundigen Berater, welcher mir eine neue Marke empfahl, die sogar ein wenig preiswerter als meine alte war. Eine erste Kostprobe hat jedoch ergeben, dass der von ihm so hochgelobte Eichenfassgeschmack für mich zu dominant ist, die Torfnote  nicht vorhanden und die angekündigten Vanillearomen leider nur bei der Geruchsprobe in Erscheinung treten. Werde also weiter nach einem adäquaten Ersatz suchen müssen.

Eigentlich wollte ich noch zu meinem Stammcafé und mir einen großen White Chocolate Mocca für den Heimweg mitnehmen, aber die Kleene war nach mittlerweile drei Stunden so unruhig, dass ich weitere Wartezeiten nicht riskieren wollte.

Tja, und das alles war ein bisschen zuviel für meine Süße. Sie lässt sich den ganzen Abend nicht ablegen, ist völlig übermüdet, findet aber nicht in den Schlaf und schreit stattdessen. Kurz nach Mitternacht ist das erste Mal endlich weggenickt, so dass ich sie auf ihre Decke aufs Sofa legen konnte. Doch leider, leider ist sie nach 10 Minuten vom Klappern meiner Tastatur wieder wach geworden. Vielleicht sollte ich mir eine neue, extra leise Tastatur zulegen …

Babyfieber, Teil 2

Nachdem der gestrige erste Versuch mehr oder weniger gescheitert war, wollte ich es heute noch mal wissen. Ich kramte also den großen Umzugskarton, auf dem Babyklamotten 50-68 stand, aus dem Regal.

Nach dem Öffnen purzelten mir erstmal unzählige Plüschtiere entgegen, darunter auch mein geliebter dunkelblauer Hase und mein nicht minder geliebter grauer, einäugiger Elefant. (Das zweite Auge hat er bei einer unglücklichen Landung auf Marmorfußboden nach einem Sturz aus dem ersten Stock in meinem Schulhort verloren.)
Wie sich das nach Murphy’s Law gehört, lagen die Klamotten der Größe 62/68 oben und wurden nur durch eine Schicht Spielzeug von den kleineren getrennt.

Ich kramte also alles aus und untersuchte es auf Brauchbarkeit. Einiges Spielzeug hatte die Einlagerung nicht überlebt, oder war schon kaputt im Karton gelandet (warum eigentlich?). Ich sortierte großzügig aus, es wird bestimmt auch diesmal wieder genug Spielzeug von den verschiedensten Seiten geben.

Die meisten Klamotten befand ich für gut, fragte mich aber wieder einmal, was ein so kleines Kind mit gefühlt 50 Paar Socken anstellen soll. Die Bodies allerdings, besonders die ganz kleinen, sahen nicht mehr so toll aus, sehr verwaschen, verzogen und die Metalldruckknöpfe haben teilweise Rostspuren im Stoff hinterlassen. Ich werde also demnächst mal losstiefeln müssen, um eine Sackladung neuer Bodies zu erstehen. Oder ich nehm den Onlinehändler nebenan 🙂

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Insgesamt aber genügend Sachen, damit der Krümel nicht nackig rumzappeln muss. Und obwohl wir auf Unisex geachtet haben, sind doch Sachen dabei, die sich nur für Jungen oder für Mädchen eignen und dabei gleichzeitig das Prädikat besonders süß ergattern können.

Und ich fand mein Lieblingsstück wieder:

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In diesen knuffigen Anorak gekuschelt, fast schon darin verloren, kam damals unser Kleener aus dem Krankenhaus nach Hause. Mir geht immer noch das Herz auf, wenn ich daran denke ❤

Shoppingfrust

Lange werde ich vor der Welt nicht mehr verbergen können, dass ich schwanger bin. Auch, wenn ich erst in der 11. Woche bin, zeigt sich schon ein ordentliches Bäuchlein und auch meine Klamotten fangen an zu kneifen und zu zwacken. Und da ich sowas gar nicht mag, wollte ich gestern ein paar Umstandshosen kaufen.

Ich steuerte als X&Y an, da ich dort bei Babysachen ganz gute Erfahrungen gemacht habe und direkt daneben auch die werdende-Mama-Abteilung ist. Scheint auch gerade SSV zu sein, viele der Klamotten waren runtergesetzt. Yeah!
Doch zu früh gefreut. Ich schaute mir die Hosen an und die sahen selbst in der 46 nicht so aus, als könnten sie mir passen. Ich packte mir trotzdem 3 Exemplare auf den Arm und marschierte Richtung Umkleide. Doch schon bei Hose 1 die Ernüchterung: viel zu eng für meine Beine. Hosen 2 und 3 das selbe Trauerspiel. Also diesen Versuch kurzerhand für gescheitert erklärt und erstmal in die Unterwäscheabteilung gewandert. Denn in der Region und der Etage darüber kneift es doch mittlerweile ganz arg. Mit ein wenig Widerwillen die Größe 44/46 eingepackt und noch 3 BHs zur Anprobe mitgenommen. Wenigstens einer von denen passte. Immerhin ein Anfang, mit dem ich einige Zeit über die Runden kommen sollte.

Neben X&Y ist gleich F&L, also habe ich gleich dort auch noch mein Glück versucht. Es mögen ja andere werdende Mamis auf den Laden schwören, aber ich fand die Auswahl einfach nur grauslig. Seltsame Farben, seltsame Stoffe und von den Schnitten ganz zu schweigen. Ich hab mir die Anprobe geschenkt und bin lieber nach Hause gegangen.

Dort forschte ich nach meinen Klamotten aus der ersten Schwangerschaft und siehe, diese passen immer noch. Selbst die Jeans in Größe 40!

Welcher Designer denkt sich eigentlich die heutigen Schnitte für die Klamotten aus? Ist es tatsächlich zuviel verlangt, sich ein wenig mit dem Thema Schwangerschaft auseinanderzusetzen und bspw. zu wissen, dass geschwollene Beine ein durchaus typisches Symptom in dieser Zeit sind? Und das ich da nicht die Ultra Slim Fit einfach nur mit einem labbrigen Bund ausstatten kann? Mal ganz abgesehen davon, dass eine Slim Fit in Größen jenseits der Magermodel-36 IMMER wie eine Presswurst aussehen. Selbst zu Zeiten, als ich Größe 36 tragen konnte (und oft für magersüchtig gehalten wurde), passte ich nicht in solche Modelle, weil ich eben keine Zahnstocher als Beine habe.

Wieauchimmer, ich hab ja noch meine alten Klamotten. Bei denen auch ein Rock dabei ist. Saupraktisch für den bevorstehenden Winter. Weil Strumpfhosen für lange, große Frauen auch noch so ein Thema für sich sind. Mal schauen, vielleicht finde ich ja diesmal welche, in die ich passe und bei denen mir der Bund auch bis über die Oberschenkel reicht.