Chop Suey

Ich hatte imer schon viele und intensive Träume, aber in letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass die Träume an Intensität und Absurdität nochmals heftig zugenommen haben. Diese Träume wirken noch weit bis in den Tag hinein, der heutige ganz besonders, weswegen ich ihn jetzt aufschreibe.

Es beginnt an einem Sportplatz. Von dem Platz habe ich früher bereits geträumt, er ist nicht real existierend, soweit ich weiß, sondern setzt sich aus verschiedenen Plätzen zusammen. Es hat sich eine größere Gruppe Menschen verabredet. Was die ursprüngliche Intention der Verabredung war, weiß ich nicht mehr, aber ich bin pünktlich da, lächle erwartungsfroh in die Runde. Es wird beschlossen, dass wir alle in die nahe gelegene Schwimmhalle gehen.

Dort angekommen ziere ich mich, ich mag mich nicht im Badeanzug zeigen. Ich beschliesse, ganz schnell ins Wasser zu gehen, denn dort sieht man nur meinen Kopf und kann nicht mehr über die Cellulite lästern. Ich plansche ein wenig am Beckenrand, während die große Masse wie wild durchs Wasser tobt.

Spontan wechseln wir alle in ein anderes Becken mit Sprungturm, wo ich den anderen vom Rand aus zuschaue. Ich würde auch gern springen, aber erstens müsste ich mich dann wieder zeigen, sehr exponiert dieses Mal sogar, und zweitens sind mir die Springer zu wild. In endloser, dicht gedrängter Abfolge stürzen sie sich wild durcheinander von den Plattformen, schauen nicht mal, ob im Wasser genügend Platz ist.

Die Szene verschwimmt und plötzlich stehen gedeckte Tische wie in einem Restaurant neben dem Sprungbecken. Links dahinter geht es in die Umkleide, die mit den Sachen der Beteiligten vollgestopft ist. Seltsamerweise gibt es statt Sitzbänken nur Toilettenbecken, alle nebeneinander, ohne Trennwände oder gar Türen. Ich möchte mich umziehen und auch gerne aufs Klo, aber mir sind das zu viele Menschen. In einem günstigen Moment, als tatsächlich niemand in der Umkleide ist, verriegel ich die Tür, was seltsamerweise geht, erleichter mich und ziehe mich um, während die anderen von draußen wild an die Tür klopfen, teilweise sogar versuchen, die Tür aufzubrechen.

Als ich fertig bin, öffne ich die Tür und mir purzeln mehrere Menschen entgegen, zu perplex um noch wütend zu sein. Mit zwei anderen, einer Frau und einem Mann, setze ich mich an einen der Tische. Die beiden sind mir nicht bekannt, scheinen aber vom Gefühl her Freunde zu sein. Wir schauen in die Karte, die vornehmlich fernöstliche Gerichte auflistet, doch ich kann mich für keines der Gerichte entscheiden.

Der asiatisch aussehende Kellner kommt und nimmt die Bestellung der anderen beiden entgegen, während ich verlegen auf die rot-weiß karierte Tischdecke starre und darum bitte, noch ein wenig nachdenken zu dürfen. Der Kellner nickt und geht.

Zehn Minuten später bringt er drei Gerichte, die zwei bestellten und eines für mich, obwohl ich mich immer noch nicht entschieden habe. Ich protestiere lautstark auf Englisch, worüber ich mich kurz wundere, denn bei der Bestellung haben alle Deutsch geredet. Der Kellner redet ebenfalls Englisch, also wird es schon so passen. Ich bestelle dann das gleiche Gericht wie die Freundin.

Während ich auf mein Essen warte, steht das dritte Gericht noch vor mir und ich esse davon. Als der Teller halb leer ist, fällt mir auf, dass ich nur Soße auf dem Teller habe, der Reis oder sonstige feste Bestandteile fehlen. Als der Kellner mit meinem Essen kommt, ist es das Falsche, worüber ich mich beschwere, ebenso wie darüber, dass beim ersten Versuch nur Soße geliefert wurde, wieder alles auf Englisch. Dabei mache ich einen Grammatikfehler, den alle inklusive mir bemerken und wir kurz betreten schweigen. Der Kellner erklärt auf deutsch, dass er mir nun mein bestelltes Gericht bringen würde. Wieder warte ich, wieder esse, diesmal vom 2. Gericht und stelle erneut fest, dass nur die Soße auf dem Teller ist, diesmal allerdings mit Hühnchenfleisch.
Mittlerweile bin ich pappsatt und mag nicht mehr auf mein eigentliches Essen warten.

Die Szene verschwimmt erneut. Diesmal stehe ich auf dem Balkon meiner Eltern und schaue in den Garten hinterm Haus. Es rückt eine Baumannschaft an und planiert die eine Hälfte des Gartens. Es werden dicke Holzbohlen auf dem Boden verlegt. Ich drehe mich um, um dies meinen Eltern zu sagen und als ich wieder in den Garten schaue, steht da ein herrlicher Pavillon aus Holz und Glas, sehr hell und innen mit bunten Lichtern geschmückt. Dieser grellbunte Eindruck wird allerlei im Inneren verteilten Schnickschnall verstärkt. Neugierig wie ich bin, möchte ich mir das aus der Nähe anschauen und betrete den Pavillon.

Doch die Szene ändert sich schlagartig, der Pavillon ist verschwunden, dafür stürzt eine Freundin von hinten auf mich zu, verliert das Gleichgewicht. Ich kann sie gerade so noch auffangen und verhindern, dass sie in scharfkantigen Stacheldraht fällt, der vor dem Zaun hinter mir liegt. Ich stauche die Freundin zusammen, wie sie so verrückt sein kann und dass sie hätte sterben können und was sie sich dabei gedacht hat …

Der Wecker klingelt.

Selbst jetzt, einen halben Tag später blitzen immer wieder Bilder aus dem Traum vor meinen Augen auf, die Karos der Tischdecken, der Stacheldraht, die Umkleide. Ich versuche die tieferliegende Bedeutung des Traums zu ergründen, aber so recht erschließt sich mir keine Erklärung.

Mal schauen, was der nächste Traum so bringt.

©Foto von Flickr/Dennis Dixon „Guey Lon Chop Suey“, (CC BY-NC-ND 2.0)

 

 

Kaufrausch

An sich mag ich ja Facebook.

Ich bekomme so mit, was meine Freunde treiben. Die meisten haben Familie oder stressige Jobs oder zeitintensive Hobbies oder wohnen in anderen Städten oder Ländern oder auch alles zusammen und da finde ich diese verbindende Plattform echt hilfreich. Außerdem bekomme ich mit, wie sie so ticken und konnte bereits diverse versteckte Nazis oder Homophobe aus meinem Freundeskreis entfernen.

Früher™ habe ich einige Spiele auf Facebook gespielt, bei denen man eine Meeeeeenge Freunde brauchten, die dieselben Spiele spielten, um halbwegs darin mithalten zu können. Da Geld bekanntermaßen eher knapp bei uns ist, war das schiere, bedingungslose Anhäufen von „Freunden“ immerhin eine Alternative. In meinen Hochzeiten hatte ich weit über 1000 Freunde bei Facebook.

Mittlerweile habe ich solche Spiele eingestellt und meine Freundesliste gründlich ausgemistet. Dennoch sind über 100 Personen geblieben, die ich nur wegen der Spiele befreundet habe, mit denen ich aber über die Zeit eine mehr oder weniger intensive Beziehung aufgebaut habe. Bei vielen lese ich interessiert die Updates, gratuliere zu Kindern, kondoliere bei Trauerfällen und hinterlasse Geburtstagsgrüße. Bei einigen jedoch hat sich tatsächlich so etwas wie eine Freundschaft aufgebaut. Wir chatten in unregelmäßigen Abständen miteinander, wenn ich über Bilder oder Links stolpere, die mich an diese Person erinnern, dann teile ich das mit ihnen, ich frage nach, wenn ich längere Zeit nichts von ihnen höre.

Mich erstaunt es immer wieder, wie solche Fremden zu echten Freunden geworden sind, allein durch das Medium Facebook. Bei einer Handvoll bin ich sogar überzeugt, dass wenn ich sie mitten in der Nacht anrufe, sie würden mir Obdach geben oder sich zumindest mein Geheule anhören, was ich genauso im Gegenzug auch tun würde. Sollte ich mal in den USA, Australien, auf den Malediven oder in Serbien stranden, wäre ich nicht komplett auf mich gestellt.

So toll ich das alles finde, so sehr wird das manchmal zum Fluch. Wenn meine Freunde Links posten mit kreativen Ideen, mit genialen Produkten oder geekigen Gadgets, die mir gefallen. Manchmal kann ich widerstehen, meist, weil der Preis vieeeel zu hoch ist. Manchmal eben nicht.

Da gab es diesen Post, und ich musste unbedingt ein entsprechendes T-Shirt für unser Kind machen lassen.

Und dann tauchte dieser Werbelink in meiner Timeline auf. Und was soll ich sagen, wir werden bald um 4 T-Shirts reicher und einige Euros ärmer sein.

Vor einigen Wochen wurde ich auf den Ausverkauf im Nicht-Lustig-Shop aufmerksam gemacht, das Paket kommt morgen. Oder den Saisonabschluss-Sale unseres Fussballvereins, bei dem mehrere Sachen in der Schultüte des Großen landen werden.

Vielleicht sollte ich einfach mal eine Facebookpause machen 😀

Rache ist Blutwurst

Ich hab meinem Mann mal ausnahmsweise einen Abend frei gegeben 😉 und er erzählte nach seiner Wiederkehr gar erstaunliche Dinge.

Als ich ihn vor gut 9 Jahren kennen lernte, steckte er noch in einer anderen Beziehung. Ich hab mich nicht dazwischen gedrängelt, die Initiative ging von ihm aus. Wir wohnten damals noch um die 500 km voneinander entfernt, konnten uns nur mailen oder miteinander telefonieren. Nach relativer kurzer Zeit merkten wir, dass das mit uns passen könnte und wir planten einen ersten Besuch von mir bei ihm in seiner WG. Da ich aber klare Verhältnisse wollte, bat ich ihn, doch vorher bitte seiner Noch-Freundin die geänderten Rahmenbedingungen nahe zu bringen.

Er tat dies dann auch, aber wie er es gemacht hat, darüber weiß ich nichts. Als ich dann eine Woche später in seiner WG auf der Matte stand, war seine mittlerweile Ex auch da, einen gemeinsamen Freund und WG-Bewohner besuchen. Rein zufällig. Ja ne, is klar.
Mein Mann ahnte sowas schon und hatte mich entsprechend vorgewarnt. Auf der Fahrt hatte ich mir eine ganz tolle Mitfahrerin über die Mitfahrzentrale eingeladen und gemeinsam mit ihr schmiedete ich einen Plan, wie ich mit der doch eher unangenehmen Situation umgehen sollte.

Der Plan ging einigermaßen auf, auch weil ich mich auf Anhieb mit den anderen WG-Bewohnern verstand und sie ihren Standortvorteil recht schnell einbüßte. Es dauerte noch 7 Monate, bis wir endlich zusammenziehen konnten und in dieser Zeit ließ die Ex keine Gelegenheit aus, in der WG aufzukreuzen und sich in Erinnerung zu bringen. Als mein Mann mal mit Erkältung darnieder lag und mit dem Tode rang, tauchte sie mit selbstgekochter Hühnersuppe auf. Aber so sehr sie sich auch mühte, es fruchtete nichts und spätestens beim Auszug meines Mannes hat sie dann kapiert, dass sie wohl doch den kürzeren zieht.

Das hielt sie allerdings nicht davon ab, jedweden Blödsinn, der ihr durch den Kopf schoss, zu verbreiten und weiterzutratschen. Sie log nicht direkt, aber schmückte Geschichten bis zur Schmerzgrenze aus und klagte ihr Leid, wie übel ihr doch mitgespielt worden sei. Ich war natürlich an allem Schuld, ich war die Böse und sie wurde nicht müde, dies immer und immer wieder gegenüber gemeinsamen Freunden zu betonen. Doch auch das nützte nichts, die Freunde meines Mannes ignorierten all das und hatten und haben immer ein ganz entspanntes Verhältnis zu mir. Ich habe mich soweit es ging aus der Sache rausgehalten, ich wusste, ich kann nur verlieren. Ich sprach nie schlecht über sie, ich lästerte nicht, ich grüßte freundlich und ansonsten ignorierte ich sie.

Als dann der Große auf der Welt war, schränkten wir unsere gesellschaftlichen Auftritte entsprechend ein, Studentenparties bis in den frühen Morgen waren einfach nicht mehr drin, und so wurde eventuelles Aufeindertreffen immer seltener. Irgendwann verschlug es sie ganz tief in den Westen und wir sahen das Problem als erledigt an.

Bis heute Abend. Da tauchte sie wieder auf, sie wäre aus dem Westen zurückgekehrt und würde jetzt im benachbarten Stadtteil wohnen. Sie hatte alle gemeinsamen Freunde schon besucht und laberte ihnen immer noch die Ohren mit den Geschichten von damals blutig. Mein Mann war alles andere als hocherfreut, sie heute so ganz ohne Vorwarnung wieder zu sehen, bemühte sich dennoch um Höflichkeit. Er erkundigte sich nach ihrem Ergehen und ihre Antworten waren wohl sehr bezeichnend. Jedes zweite Wort war ficken und generell bediente sie sich einer Sprache, die sogar einer gestandenen Hafennutte die Schamesröte ins Gesicht treiben würde.

Mit jedem Wort mehr, das sie sprach, wurde mein Mann dankbarer, dass er sich damals von ihr getrennt hatte. Ihn schauderte es, wenn er daran dachte, dass er vielleicht heute noch mit ihr verbandelt wäre, vielleicht sogar Kinder haben würde. Er glaubt auch nicht, dass die gemeinsamen Freunde dieses Verhalten als besonders erstrebenswert erachten. Vor allem könnte man in dem Alter auch mal so langsam erwachsen werden und die ewig alten Geschichten ad acta legen. Meine Güte, sowas ist fertige Gymnasiallehrerin.

Ich gestehe, ich empfand eine gewisse Genugtuung ob der Erzählungen. Ich hatte mir nie Sorgen gemacht, dass sie mir den Mann wieder ausspannen könnte, aber das doofe Gequatsche ging mir doch gehörig auf den Keks.

Aber wie sagt man so schön: Rache ist ein Gericht, das man am Besten kalt serviert!

Manchmal

wünschte ich mir ein klitzekleinwenig mehr Anerkennung für das, was ich so tue.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass jeder denkt, ich bin den ganzen Tag zuhause und müsste doch massig Zeit haben, am besten noch schön Chips futternd auf dem Sofa lümmelnd.

Mag sein, dass sich gerade der Vorurlaubsstress so richtig bei mir bemerkbar macht, trotzdem bin ich aktuell herb enttäuscht und kurz davor, aufzugeben. Mag jetzt dramatisch klingen, ist aber wohl nur eine kleine Sache, die mir an sich viel Spaß bereitete, der sich nun verflüchtigt hat.

Ich habe mit Freunden eine kleine Fussballtipprunde. Meist bin ich da sehr erfolgreich Letzter und schau den anderem beim Kampf um den Titel Popcorn futternd aus der Ferne zu. Diese Saison allerdings hab ich einen recht guten Start hingelegt und es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen aller Beteiligter.

Bis heute. Heute standen wieder Spiele an und wir wurden auch dran erinnert, doch war ich einfach viel zu beschäftigt mit Sachen zusammen suchen, Taschen packen, Verpflegung für die Fahrt organisieren, die morgige Familienfeier, an der wir zwar nur teilnehmen, die aber trotzdem 150 km entfernt stattfindet, nicht aus den Augen zu verlieren, die Katzensitter einzuweisen, meine Familie zu verköstigen, die Kleene zu bespaßen und generell alle Bälle in der Luft zu halten, um noch an diese Spiele bzw. die Tipps zu denken. Erst als der Große im Bett, der ganz Große satt und die Kleene dankenswerter zwischendurch einfach mal so eingeschlafen ist, hatte ich wieder Zeit, mich an den Rechner zu setzen und da fiel mir die Geschichte sofort siedendheiß wieder ein.

Ich fragte den Spielleiter, ob ich die Tipps noch abgeben darf, ich hätte auch nicht gelunscht, er nannte mir die Ansetzungen, ich tippte einfach ins Blaue und stellte danach erfreut fest, dass ich ganz gut getippt hatte. Bis mir der Spielleiter mitteilte, dass er die Tipps nicht mehr nachtragen würde, es wären ja alle Spiele schon zu Ende gewesen.
Warum sagt er dann erst ja?

Ich erklärte ihm die Situation, er erwiderte, dass er nicht weiß, wie er das den anderen Teilnehmern gegenüber rechtfertigen soll. Reicht meine Begründung (siehe oben) nicht als Erklärung aus? Ist es echt zuviel verlangt, solche außergewöhnlichen Umstände zu berücksichtigen? Durch die Nicht-Tipps liege ich jetzt so weit zurück, dass ein weiteres Mitspielen sinnlos erscheint. Und irgendwie ist mir auch die Lust daran vergangen.

Ist bestimmt alles total kindisch und in einiger Zeit werde ich mich aufregen, dass ich mich darüber aufgeregt habe, aber gerade jetzt im Moment ist mir einfach nur zum Heulen. Vermutlich brauche ich wirklich einfach nur Urlaub.

Spieleabend

Gestern war es endlich mal wieder so weit: Spieleabend mit Freunden.

Wir hatten den schon seit einiger Zeit geplant, weil eine Freundin extra ganz tief aus dem Westen dafür anreiste, aber trotzdem haben wir den Termin durch Weihnachten und den ganzen Stress davor ein wenig aus den Augen verloren. Und so stellten wir dann einen Tag vorher fest, dass der Spieleabend ja schon MORGEN ist und es bei uns aussieht, als hätte eine Bombe eingeschlagen.

Also dann gestern einen Putzmarathon gestartet, den Mann mit großer Liste zum Einkaufen geschickt, dann noch einen Riesentopf Chili gekocht und noch schnell das allergrößte Chaos beseitigt. Wir waren auch pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt fertig, ich sogar im doppelten Sinn.

Trotzdem war es ein schöner Abend, es hat unglaublichen Spaß gemacht, auch wenn ich – mal wieder – Bummelletzte beim Doppelkopf geworden bin. Es tat gut, sich über die aktuellen Ereignisse auszutauschen und auch immer wieder mal in Erinnerungen zu schwelgen. Mein Bauch wurde neugierig beäugt und meiner Ausrede, dass ich nur ein wenig viel zu Weihnachten gegessen hätte, keinen Glauben geschenkt. Und wir haben herrlich viel gelacht, was richtig richtig gut tat.
Und am Ende waren wir uns alle einig, dass wir das mal wieder machen müssen.

Nur wird das gar nicht so einfach sein. Früher hatten wir fast jedes Wochenende (vielleicht in echt doch nicht ganz so oft, aber es fühlte sich so an) einen solchen Abend, selbst als der Kleene dann schon da war. Da haben wir die Abende bei uns gemacht und nicht wie davor bei wechselnden Gastgebern. Jeder brachte was mit, ich kochte Chili, weil es schnell geht und nicht die Welt kostet und dann haben wir gespielt und gequatscht, nicht selten bis zum Morgengrauen.

Aber wie so vieles ist auch dies dem Älterwerden zum Opfer gefallen. Die jeweiligen Studien wurden beendet, Wohn- und Arbeitsplätze gewechselt, Lebenspartner kamen (und gingen manchmal), Kinder kamen und blieben und am Ende waren wir froh, wenn wir es zweimal im Jahr schafften.

Aber umso wertvoller sind diese Abende und auf jeden Fall sämtliche Mühen wert 🙂

Dennoch geht’s mir heute entsprechend mau, hab Ewigkeiten geschlafen und nach dem Aufstehen schleppte ich mich nur noch zur Couch und habe nicht vor, diese heute großartig zu verlassen. Krümel tobte gestern Nacht noch wie wild rum und trampelte rücksichtslos in meine Seite, aber auch das konnte den Abend nicht verderben.
Manche Dinge sind einfach zu gut 😉