Jammerbolz

Dass ich so meine Schwierigkeiten mit unserem großen Kind habe, hatte ich bereits an anderer Stelle geschrieben. Ebenso, dass ich mit dieser Situation unzufrieden bin und daran gerne etwas ändern möchte. Leider hat sich nach 3 Monaten nicht allzu viel geändert, mitunter habe ich sogar das Gefühl, dass es schlimmer wird.

Da die Kleene heute wieder eine sehr unruhige Nacht hatte, mich um halb fünf Uhr früh weckte, um aus dem Kinderbettchen genommen zu werden, nur um dann fröhlich schnarchend mit maximalem Platzbedarf neben mir weiter zu schlafen, hatte ich viel Zeit zum Nachdenken und nutzte dies. Auch weil das Wochenende insgesamt echt nervenaufreibend war. Zudem hatte der Große in einem Freundebuch auf die Frage, was ihn am meisten nervt „meine Eltern“ geantwortet. Mein Mann war richtig stinkig, als er das las, ich fand die Antwort nur natürlich und ehrlich.

Jedenfalls konne ich beim Nachdenken zwei Hauptursachen ausmachen, von denen ich denke, dass sie das Miteinander mit dem Großen so schwierig machen.

Der erste Punkt ist sein Jammern. In seinem ersten Lebensjahr war der Rabauke echt genügsam. Er schaute fröhlich in der Gegend umher, begrabschte die Spielsachen in seiner Reichweite und freute sich seines Daseins. Mit der Mobilität jedoch setzte das Jammern ein. Wenn er sich nur das kleinste bisschen den Kopf anstieß oder mit dem Fuss irgendwo dagegen trat, setzte sofort ein riesiges Gebrüll ein und er konnte sich erst Minuten später wieder beruhigen. Und ich meine jetzt nicht dieses volle Kanne gegen die Tischkante rennen, sondern beim Vorbeugen mit der Nasenspitze die Tischplatte berühren oder ähnliche Kleinigkeiten. Er wurde getröstet und irgendwann ging es dann weiter. Das steigerte sich im Laufe der Zeit jedoch zu völlig kontaktfreiem Jammern.
Irgendetwas gelang nicht so, wie er es sich vorstellte, also wurde gejammert. Dieses nervige Knatschen in hoher Frequenz. Und jeder noch so winzige Anlass wurde zum Jammern genutzt. Beim Laufen auf die Ritze zwischen zwei Gehwegplatten getreten. Zuerst den linken statt des rechten Schuhs angezogen. Den Apfel nicht richtig geschnitten. So viel oder zu wenig Käse auf den Nudeln. Das Plüschtier im Bett an der falschen Stelle. All den Dingen war gemein, dass es nicht vorher absehbar war, wann das „Falsche“ gemacht wurde, so dass das Jammern immer unvorbereitet kam.

Und das Jammern raubt mir sofort jeglichen Nerv. Mein Puls geht von normal auf 180 innerhalb von einer Sekunde. Ich habe überlegt, warum dieses Jammern eine solch verheerende Wirkung auf mich hat und ich denke, weil es völlig konträr zu meinem Naturell ist. Beim Schreiben lernen, wo es ganz normal ist, dass das nicht auf Anhieb perfekt klappt, malte der Große eine Zahl etwas über die Schreiblinie hinaus und fing sofort an zu jammern. Niemand hatte mit ihm geschimpft, ganz im Gegenteil, ich ermutigte ihn, es weiter zu versuchen, denn nur wenn man übt, kann man auch besser werden. Es nützte nichts, die nächste Zahl war wieder über die Linie gerutscht und außerdem noch nach rechts gekippt. Erneutes, noch lauteres Jammern. Jegliches Zureden, jegliches Motivieren halfen nichts – Jammern, Jammern, Jammern.
Wo ich mich hinsetzte und probiere, bis ich endlich den Dreh raushabe, hört der Junge beim ersten Hindernis sofort auf, gibt innerlich auch auf und jammert.
Seit einiger Zeit trainiere ich mit ihm Fußball, vor allem Technik. In zwei Wochen ist wieder Kaderschmiede beim Lieblingsverein und wir hoffen, dass er dazu eingeladen wird und zeigen kann, was er drauf hat. Zur Vorbereitung hat der Verein Videos von früheren Sichtungen ins Netz gestellt, auf denen man sehen kann, was wie getestet werden soll. Ich versuche nun, ihn zielgerichtet darauf vorzubereiten, was auch beinhaltet, dass er Sachen machen muss, die ihm nicht so liegen. Bpsw. mit links dribbeln. Total doof, weil er das nicht kann. Also Jammern. Ich erkläre geduldig, warum es wichtig ist, mit beiden Füßen möglichst gleich gut dribbeln zu können. Ich mache ihm sogar vor, dass er mit Beidfüßigkeit schneller ist. Er versucht es, stolpert, jammert, bricht den Versuch ab. Nach 5 Minuten hab ich keine Lust mehr, zumal das alles bei uns im Innenhof stattfindet, wo uns sämtliche Bewohner der Wohnanlage zuschauen können, wie ich mich zum Horst mache und das Kind lautstark jammert.
Selbst Erklärungen, dass sein Idol Lewandowski die meiste Zeit Dinge übt, die er nicht so gut kann oder die ihm nicht so viel Spaß machen, motivieren nicht mehr. Es wird gejammert, gejammert, gejammert.
Von den bisherigen 8 Trainings haben wir nur eines bis zum Ende durchgezogen, die anderen wurden wegen Jammerns vorzeitig eingestellt.

Woher dieses Verhalten kommt, weiß ich nicht, denn sowohl sein Papa als auch ich leben ihm ein anderes Verhalten vor. Wir geben nicht sofort auf, wir jammern nicht sofort. Sicher ärgern wir uns, wenn etwas nicht klappt, aber wir suchen auch Mittel und Wege, damit es trotzdem gelingt. Mir fehlt auch komplett das Verständnis dafür, denn Jammern ändert an der Situation genau nichts, sie wird nicht besser oder leichter. Maximal vermeidet man sie, aber dadurch landet weder die nächste Zahl ordentlich auf der Linie noch wird das Dribbeln mit links besser.

Der zweite Punkt ist das gesamte Thema Hören. Ich selbst halte mich für einen guten Zuhörer. Ich folge mit Interesse, wenn mir jemand etwas erzählt und merke mir auch das meiste. Hat den Nachteil, dass ich schnell gelangweilt bin, wenn mir jemand etwas doppelt erzählt, aber das ist dann mein Problem.
Der Große wiederum hört nur selten zu. Er interessiert sich für viele Dinge und stellt auch viele Fragen, die wir dann nach besten Wissen und Gewissen beantworten, aber er hört nicht zu. Im Zweifelsfall stellt er genau die gleiche Frage 5 Minuten später. Oder man erklärt ausführlich etwas und er tut es entweder als falsch ab – er weiß es eh besser – oder er erzählt, dass es auch ganz anders sein kann und erfindet eine völlig verrückte oder unmögliche Alternative.
Ich weiß, dass das einen wunden Punkt bei mir berührt. Zu lange baute sich mein Lebenssinn, mein Selbstbild darauf auf, dass ich Dinge (besser-)wußte. Wenn also der Große jetzt kommt und mir mein tatsächliches Wissen abspricht, dann rüttelt das immer ordentlich an den Grundfesten meines Selbstverständnisses. Doch da kann ich ansetzen und an mir arbeiten, löst aber nicht das Problem des Nichtzuhörens.
Es ärgert mich total, wenn ich mir Zeit nehme, wenn ich mir Gedanken um eine kindgerechte Erklärung mache, er mir aber schon beim zweiten Satz nicht mehr zuhört. Selbst wenn ich ihn darauf hinweise, dass mich das ärgert und er mir doch bitte zuhören möge, wenn er denn etwas wissen möchte, ist im zweiten Anlauf nach dem 3. Satz Schluss.

Ganz schlimm wird es, wenn es um Anweisungen geht. Seit Jahr und Tag gibt es bei uns die Regel, dass unser Sofa kein Klettergerüst und kein Trampolin ist. Wenn er sich derart austoben will, kann er das gerne auf seiner eigenen Couch machen. Genauso lange, wie es diese Regel gibt, wird sie gebrochen. Wir ermahnen ihn, 5 Sekunden später hüpft er mit Anlauf aufs Sofa. Wir erteilen daraufhin Sofaverbot, 10 Sekunden später hüpft er wieder drauf. Wir ticken aus.
Oder wir bitten ihn, etwas zu tun oder zu lassen. Wir bitten ihn zweimal, dreimal, ohne jegliche Reaktion. Erst wenn wir brüllen, werden wir gehört, dabei hat das Kind sehr gute Ohren. Es ist dabei auch egal, ob wir fragen, ob er ein Eis möchte oder dass er uns beim Tischdecken helfen soll.
Auch negative Erfahrungen wirken in keinster Form lehrreich. Wir reden uns den Mund fusslig, dass er seine Schwester in Ruhe lassen soll, denn wenn er mit ihr tobt, ist spätestens 10 Sekunden später das ganz große Drama da und beide Kinder heulen. JEDES MAL! Deswegen beten wir die Aufforderung mantraartig ganze Nachmittage herunter, könnten das aber auch der Wand sagen.

Beide Verhaltensformen lassen mich regelmäßig austicken. Ganz egal, wie oft ich mir vornehme, gelassener zu sein und nicht mehr zu brüllen, spätestens nach 10 Minuten ist der gute Vorsatz passé. Ich habe keine Ahnung, was ich dagegen unternehmen kann und bin mittlerweile so verzweifelt, dass ich überlege, den Schulpsychologen deswegen zu kontaktieren. Denn an sich habe ich jetzt schon keinerlei Nerven mehr für das Verhalten und lebe quasi nur noch für den Feierabend, wenn das Kind endlich im Bett ist.

So sollte Familienleben sicherlich nicht aussehen 😦

©Foto von Flickr/Rolf Brecher „Ahuuuuuuuuu………“, (CC BY-SA 2.0)

 

T -18

Morgen, also quasi heute, ist die Einschulung vom Großen. Meine Ma hat es sich in den Kopf gesetzt, dass dieses Event ohne ihr Zutun komplett in die Hose gehen wird. Hier ausgewählte WhatsApp-Nachrichten von ihr an mich und meine Antworten.

Ma: Gibt es schon konkrete Pläne für das Kaffee trinken zur Schuleinführung?

Me: Nach dem Mittagessen ein Ausflug zu einer örtlichen, in der Nähe befindlichen Sehenswürdigkeit, zum Füße vertreten und soll ja angenehmes Wetter werden, und danach Kaffee trinken bei uns, so wie du das wolltest.

Ma: Ich will gar nichts, da ich kein Kaffee Trinker bin*. Soll ich nun so eine Kindertorte bestellen oder reicht ein Käsekuchen.

Me: Wenn wir es bei uns machen, dann kann die Torte bei uns in den Kühlschrank. Aber an sich würde der Käsekuchen reichen, großartigen Hunger wird nach dem griechischen Mittagessen ja keiner mehr haben.

* 3 Wochen zuvor hat sie mir Beispiele für Motivtorten geschickt und wir mussten uns unbedingt für eine entscheiden und das Kaffee trinken ging definitiv von ihr aus, mir hätte die Sehenswürdigkeit völlig gereicht, da man nach dem Griechen eh immer für 3 Tage pappsatt ist.

Einen Tag später:

Ma: Braucht ihr fürs Kaffee noch Tassen, Teller und Kuchengabeln und Tischdecken etc.?

Ja bitte, sonst müssen wir den Kuchen wie sonst auch vom Boden essen und den Kaffee aus der hohlen Hand trinken o.O
Geantwortet habe ich, allerdings 2 Tage später, wegen Blutdruck und Prüfungsvorbereitung:

Me: So, habe heute meine erste Prüfung bestanden.
Me: Wir haben unsere normalen Abendbrotteller, keine Kuchengabeln und keine Tischdecken. Ob wir das brauchen, weiß ich nicht.

Ma: Ich auch nicht, wollte nur wissen, ob wir noch etwas mitbringen sollen.

Me: Kleine Löffel haben wir genug, und Tischdecken werden eh nur dreckig. Außerdem zieht die Kleene gerade sehr gerne an herunter hängenden Sachen.

Ende dieser Konversation. Dem aufmerksamen Leser mag nicht entgangen sein, dass die bestandene Prüfung überhaupt nicht gewürdigt wurde. Hauptsache unsere Gäste müssen nicht vom Fußboden essen!

Wiederum 2 Tage später, vorgestern:

Ma: Braucht ihr sonst noch irgendwas?

Me: Nö, sonst haben wir alles.

Heute:

Ma: Alles im grünen Bereich?

Me: Sind mit Großputz beschäftigt, damit es nicht wie Humbatz bei uns aussieht morgen.

Eigentlich wollte ich schreiben: Sind mit Großputz beschäftigt, damit du dich morgen nicht für uns und unseren Saustall schämen musst. Hab es mir aber um des Familienfriedens Willen verkniffen. War aber knapp.

Ma: Ich habe mir diese Nachricht stark vergrößert.

Am liebsten hätte ich geantwortet: Leck mich! Wenn es dir bei uns zu dreckig ist, kannste gerne daheim bleiben. Aber Familienfrieden und so.

3 Stunden später:

Ma: Soll ich noch unsere Kaffeemaschine mitbringen oder reicht eure?

Wir reden von insgesamt 12 Teilnehmern, davon sind 3 1/2 Kinder. Der halbe ist bereits 16, der trinkt vielleicht schon Kaffee 😉 Und wir haben eine stinknormale handelsübliche, je nach Skala 10-15 Tassen fassende Kaffeemaschine, die uns meine Eltern geschenkt haben.

Me: Unsere reicht ja wohl hoffentlich!

Eigentlich wollte ich wieder was ganz anderes schreiben, aber hab es mir geschenkt.

Wenn sie aber morgen irgendeinen dussligen Spruch loslässt, wenn sie auch nur irgendwas am Sauberkeitszustand der Wohnung zu kritteln hat, wenn ihr der Tisch im Restaurant zu zugig/zu nah am Klo/zu nah am Eingang/zu nah an der Küche/zu weit abseits/zu was auch immer ist, wenn das Essen nicht pünktlich kommt, wenn die Rede bei der Feier in der Schule zu langweilig, die Zuckertüte für den Kleenen zu schwer oder wenn wasweißich irgendwas ist, flipp ich aus.

Noch 18mittlerweile 17 Stunden, dann sind meine Eltern hoffentlich wieder auf dem Heimweg und alle leben hoffentlicher noch!

Aber derzeit mag ich dafür nicht garantieren …

Vom Warten und Wissen

Im Nachgang der letzten Untersuchung wegen der Doppelniere meiner Süßen wurde ja festgestellt, dass der Ureterozelenrest sehr auffällig im Ultraschall war und die Vermutung im Raum stand, dass die geschlitzten Stellen wieder zusammengewachsen sind. Um dieses abzuklären, hatten wir heute eine außerplanmäßige Untersuchung in der Uniklinik.

Pünktlich um 7 Uhr wurde ich vom Wecker geweckt und durfte das friedlich neben mir schlummernde Kind sanft dazu überreden, es mir gleich zu tun, was allerdings auf wenig Gegenliebe stieß, was ich aus tiefstem Herzen nachfühlen konnte. Nützt ja aber alles nix und was muss, das muss und kaum eine Dreiviertelstunde später bewegten wir uns mit verquollenen Augen und einigermassen grummlig gen Klinik, wo wir pünktlich um 8 Uhr eintrafen. Die Anmeldung fix hinter uns gebracht und mit Freunden festgestellt, dass die Radiologie, unsere traditionell erste Anlaufstation, so gut wie leer war.

Kaum 10 Minuten später durften wir auch zur Untersuchung, aber was ich da auf dem Ultraschall sah, gefiel mir gar nicht. Es ist schon erstaunlich, wie schnell mal zu einem Experten mutiert, noch vor einem Jahr hab ich bei den Babyultraschalluntersuchungen nur graues Gegrissel auf den Monitoren erkannt, heute sah ich auf Anhieb den erweiterten Harnleiter und den Ureterozelenrest, welcher sich zu einer wunderhübschen Blase ausformte und überhaupt nicht mehr schlaff rumwehte, wie in früheren Untersuchungen. Als dann die zur Absicherung hinzugezogene Chefradiologin meinte, dass der heutige Befund fast haargenau so aussieht wie die vorhergehende Untersuchung, war mir eigentlich schon alles klar.

Ziemlich geknickt tapperte ich dann einige Minuten später mit dem schriftlichen Befund zur Kinderurologie, klopfte an der bekannten Tür und sah einen kleinen gelben Klebezettel „sind in der Radiologie und erst gegen 10 Uhr wieder da“. Kurzer Blick auf die Uhr, was ein Glück, Dreiviertel 9. Also dann eben in die Cafeteria. Dort baute gerade ein Haufen geschwätziger WeiberMädel Tische für die halb 10 beginnende Kinderbastelstunde auf. Dazu hatten sie auch einen CD-Spieler aufgestellt und eine CD mit Weihnachtsliedern eingelegt. Schöne Lieder waren das, alle 5. Nach dem 3. Durchlauf klangen die allerdings nicht mehr so schön. Da halfen auch die sich über Nichtigkeiten unterhaltenden Schwesternschülerinnen, die sich mir gegenüber postiert hatten, nicht viel. Die Mütter der lärmend in meinem Rücken spielenden Chantalls und Kevins machten das Kraut dann auch nimmer fett. Aber alles hat ein Ende und so begab ich mich kurz nach 10 Uhr wieder in die Urologie und wartete.

Kurze Zeit später fanden sich alle von Klinikseite Beteiligten ein und ich durfte ins Sprechzimmer. Die Kleene wurde gewogen, wozu jedoch erst eine Waage aus Hintertupfingen gebracht werden musste. Es stellte sich heraus, dass sie noch genug wiegt, um mit der jetzigen Antibiotikumdosis weiter machen zu können. Die körperliche Untersuchung ergab keine Auffälligkeiten, ich durfte meine Süße schnell wieder anziehen und mich zum Arzt an den Schreibtisch setzen.

Dort zeigte er mir anhand der Ultraschallbilder, was ich bereits gesehen hatte. Die Ureterozele war ganz prominent und anscheinend gut gefüllt, aber so ganz genau könne man das von außen nicht sagen. Zur Abklärung müsste eine Zystoskopie gemacht werden, unter Vollnarkose und sollte sich dabei herausstellen, dass eine erneute Schlitzung notwendig ist, würde man das dann auch gleich mit machen. Als Termin wurde der 13. Januar festgelegt und wenn alles gut geht, bzw. so bleibt wie jetzt besprochen, dürfen wir direkt von zu Hause zur OP und sparen uns so eine Nacht im Krankenhaus. Allerdings muss das Kindlein diesmal 6 Stunden vor der OP nüchtern bleiben, nicht mehr nur 4, was bestimmte auf große Zustimmung bei selbigen stoßen dürfte. Die Voruntersuchung und die Aufklärungsgespräche finden am 8. Januar statt, sparen uns aber wie erwähnt eine Übernachtung.

Um halb 12 Uhr waren wir wieder zu Hause, wo wir erstmal ausgiebig frühstückten und uns dann noch 3 Stunden aufs Ohr hauten. Diese Krankenhausbesuche schlauchen immer ordentlich, aber wenigstens wissen wir jetzt Bescheid.

Wieder nichts

Nachdem ich gestern meine Frustgrenze erreicht hatte, dachte ich, kann es nicht schaden, den Tag einfach abzuhaken und auf einen neuen zu warten. Entsprechend zeitig bin ich ins Bett, ich wollte meine Ruhe haben und gleichzeitig meine schlechte Laune nicht an den Jungs auslassen, die geben sich immerhin die größte Mühe mit mir.

Ein paar Takte Lieblingsmusik und ein wenig virtuelles Gemotze später bin ich gegen 22 Uhr eingeschlafen und wurde erst um 2 Uhr nachts wieder wach. Ich stand auf und machte mir etwas zu Essen, hatte ich doch seit dem Frühstück/Mittagessen nix mehr gehabt. Irgendwann ging mein Mann dann schlafen und ich zappte lustlos durchs Nachtprogramm und diverse Internetseiten. Halb 4, als die Vöglein draußen zu zwitschern begannen, spürte ich wieder das vertraute Ziehen im Bauch. Diesmal gar nicht lange gefackelt, sondern 2 Buscopan eingeworfen (psst, verratet mich nicht 😉 ).

Das Ziehen blieb und wurde schön regelmäßig und ziepte auch ein wenig mehr, doch so richtig losgehen wollte es immer noch nicht. Ich bin gegen 6 Uhr, als es langsam hell wurde, wieder ins Bett gekrabbelt und versuchte, ein wenig zu schlafen, was mir auch bis 8 Uhr gelang. Das Ziehen war wieder da und verhinderte erfolgreich ein Weiterschlafen und so stand ich gegen 9 Uhr genervt wieder auf und ging duschen. Unter der Dusche wurde das Ziehen heftiger und ich hatte auch immer wieder das Gefühl, dass es in die richtige Richtung arbeitete. Ich machte mich weiter hübsch und wuselte ein wenig durch die Wohnung, da einen Spiegel geputzt, dort eine Kleinigkeit aufgeräumt, alles schön im Stehen, damit die Schwerkraft unterstützend wirken konnte.

Um 11 Uhr hatte ich Vorsorgetermin beim Frauenarzt und war diesmal echt auf das CTG gespannt. Ich hatte mittlerweile echt zu tun beim Laufen, schnaufte munter vor mich hin, stieg brav die Treppen hoch, statt den Aufzug zu nehmen. Ich wurde auch gleich ans Gerät gestöpselt und durfte dem Krümel beim Toben zusehen. Der hat in den ganzen 30 Minuten nicht einmal Ruhe gegeben und seine Herztonkurve sah sehr abenteuerlich aus, permanent zwischen 120 und 180 Schlägen pendelnd. Meine Wehenkurve lag auf der 60%-Linie und ab und zu bildete ich mir ein, da auch einen kleinen Hügel herausragen zu sehen.

Umso enttäuschender dann die Aussage beim Abstöpseln, dass keine Wehen erkennbar sind. Ich hätte am liebsten geheult. Ich krampf da seit gut 6 Stunden rum und das Gerät zeigt nix davon an? Die restliche Vorsorge war mir irgendwie egal, Werte soweit in Ordnung, Eisen wieder hoch auf 11-irgendwas, Blutdruck bei 100:70, Urin ohne Befund. Ich darf am Montag wieder hin, falls sich nicht doch vorher etwas tut.

Mittelschwer frustriert lief ich zum  Auto und nahm mir vor, daheim die Hebamme anzurufen. Vielleicht kann sie vorbeikommen und mal nachschauen. Aber zuhause frühstückte ich erst. Ich hatte nämlich auch Angst, dass die Hebi sagt, dass ich mir alles nur einbilde und da nix ist und das hätte auf nüchternem Magen keinesfalls verkraftet. Vorsichtshalber sagte ich aber noch meinem Mann und einer Freundin Bescheid, nur als Warnung, dass ich dann nicht aus heiterem Himmel ihnen sagen muss: joar, ich hab jetzt Presswehen, aller 2 Minuten oder so 😉

Kaum war die Warnung raus, wurde das Ziehen weniger. Echt jetzt, Körper? Ich nahm nochmal 2 Busco, aß in Ruhe und überlegte, ob ich denn nun die Hebamme noch anrufen sollte oder nicht. Aber nach gut 10 Stunden kann es zumindest nicht schaden. Also rief ich an, erzählte grob den bisherigen Verlauf, erwähnte das CTG beim Frauenarzt und sagte, dass ich einfach total unsicher bin. Die Hebamme meinte, dass ich nicht so viel darauf geben soll, was ein technisches Gerät sagt (oder auch nicht sagt), da könne ich schon meinem Bauchgefühl vertrauen.

Ich solle in die Wanne gehen und schauen, was passiert. Hmm, nicht das, was ich hören wollte. Ich hätte lieber gehabt, sie schaut bei mir vorbei und guckt direkt mal nach. Aber sie hat ja nicht unrecht mit der Wanne, empfehle ich auch gerne. Nun gut, wir verabredeten, dass ich mich wieder melden würde, egal, wie das Ergebnis ist. Ich tigerte ins Bad, ließ Wasser in die Wanne und versenkte meinen LuxusKörper in den Fluten. Also ich versenkte meine Füße und den Po, der Rest passte nicht wirklich ins Wasser. Ich lehnte mich zurück und wartete ab. Und nach einer Viertelstunde war jegliches Ziepen weg.

Ganz großes Kino. Ich blieb noch eine halbe Stunde länger im Wasser, wenn ich schon mal da war, merkte, wie ich immer müder wurde und hievte mich dann mit mehreren Anläufen aus der Wanne. Ich gab allen Beteiligten Bescheid, dass es sich um Fehlalarm handelte und verkroch mich wieder ins Bett, um noch eine Runde zu schlafen.

Mein Mann brachte mir zur Belohnung Döner zum Abendbrot mit. Ich dachte kurz darüber nach, dass das, falls es nun doch losgehen sollte, eher blöd ist, wenn ich nach Zwiebeln und Knoblauch rieche, aber andererseits ist die Hebamme ja mehr am anderen Ende beschäftigt.

Seit dem Aufstehen zieht es wieder, ähnlich intensiv wie heute Vormittag, also nur nervig und nicht brauchbar. Und ich warte immer noch auf den richtigen Startschuss.

Frustriert

Ich hab die Nase gestrichen voll. Nicht nur, dass mir diese elende Warterei gehörig auf den Keks geht, sondern mittlerweile habe ich auch keinen Bock mehr, schwanger zu sein.

Ich hab seit Wochen nicht mehr richtig geschlafen. Mir tut mein Kreuzbein jeden Tag mehr weh und ich weiß nicht, wie ich stehen, sitzen oder liegen soll. Ich versuche die Schmerzen in der Hüfte durch Umlagerung zu lindern, aber das einzige, was das bringt, sind verspannte Schultern, die wiederum in den Nacken ausstrahlen und mir tierische Kopfschmerzen verursachen.

Die seit mehr oder weniger zwei Wochen anhaltenden, absolut nichts außer Schmerzen bringenden Wehen nerven. Das Sodbrennen ist mittlerweile unerträglich. Egal, was ich esse, ich werfe vorsorglich ein paar Bullrichsalztabletten ein, mindestens 10 Stück pro Tag, häufiger sind es aber um die 20. Die helfen jedoch nur bedingt und oft genug steht mir die Suppe in der Kehle, ab und zu auch darüber hinaus.

Ich möchte am liebsten schreien, weinen und etwas kaputt schlagen. Ich überlege, ob ich ins Krankenhaus fahre und die Ärzte dort anbettel, endlich das Ding aus mir rauszuholen.

Ich will nicht mehr schwanger sein, der Zauber ist verflogen. Ich will endlich wieder meinen Körper für mich haben. Ich will nicht mehr die ständigen Tritte in den Magen, gegen die Rippen, auf die Blase. Ich will wieder normal atmen, mich bücken, mir meine verdammten Schuhe alleine zubinden können. Ich will wieder normal schlafen können, in der Position, die mir gefällt und nicht, in der ich am wenigsten Tritte bekomme. Ich will wieder das essen können, worauf ich Appetit habe. Ich will bei Schmerzen endlich wieder die wirklich wirksamen Tabletten nehmen können.

Ich will, dass es vorbei ist!

Ich will meine gute Laune zurück!

Pottwal

Jetzt ist es endlich soweit, ich habe das berühmt-berüchtigte Pottwalstadium erreicht.

Fortbewegung an Land ist nur noch bedingt möglich und das liegt nicht nur daran, dass ich kaum noch ohne Hilfe Schuhe anziehen kann. Ich kann auch nicht mehr gescheit laufen, watschel wie ein betrunkener Seemann an Land umher. Meine Proportionen eignen sich schlicht nicht mehr für den Landgang.

Entsprechend wohl fühle ich mich nur noch im Wasser. Ist zur Zeit eine recht preiswerte Angelegenheit, es reichen 10 cm heißes Wasser in der Wanne für ein Vollbad. Es zeigt sich aber auch, dass solche Platzsparwannen nicht für schwangere Wale gedacht sind.

Mittlerweile nehmen die körperlichen Gebrechen überhand. Rückenschmerzen sind unerträglich, das Becken wackelt munter vor sich hin. Ich keuche und röchel vor mich hin und hab permanent das Gefühl, nicht genug Luft zu kriegen. Sodbrennen ist ein Dauerzustand. Egal, was ich esse, es steht immer kurz davor, wieder hoch zu kommen. Also futter ich Natrontabletten wie andere Leute Chips. Meine Finger sind angeschwollen und fühlen sich wie Weißwürste kurz vorm Platzen an. Dabei habe ich bisher nur 8 Kilo zugenommen. Massive Schlafstörungen kommen dazu, im Moment funktioniert nur noch etappenweiser Schlaf, und das trotzdem ich permanent müde bin.

Entsprechend schnell bin ich genervt und würde am liebsten permanent meine Ruhe haben. Ich mag nicht mehr raus gehen, weil ich keinen Bock auf Kontakt mit fremden Menschen habe. Außerdem bin ich extrem nah am Wasser gebaut. Alles Mögliche oder Unmögliche kann als Auslöser reichen, damit ich in Tränen ausbreche.

Dazu kommt eine allgemeine Panik vor der Geburt und der Zeit danach. Ich weiß, was auf mich zukommt und das ist auch das Problem. Dazu kommt, dass ich ständig über irgendwelche Geschichten mit Komplikationen stoße und nicht mal danach suche. Dauernd hab ich Angst, dass es dem Krümel nicht mehr gut geht. Nur, wenn er sich bewegt, beruhigt mich das, nur um ein paar Minuten später davon genervt zu sein, weil die Tritte mittlerweile richtig schmerzhaft geworden sind.

Noch 5 Wochen bis zum errechneten Termin, aber ich hätte absolut nix dagegen, das Ganze um ein oder zwei Wochen abzukürzen.

Aufreger des Tages

Der Tag ist noch keine 10 Stunden alt und ich könnt mich schon wieder aufregen.

  • Darüber, dass ich früh um 6 von echt üblem Sodbrennen geweckt wurde.
  • Darüber, dass ich 3 Stunden später von SEHR lauter Musik unserer Nachbarn geweckt wurde.
  • Darüber, dass die ZDF-Olympia-Fahrplan-Informationen einen Tag vorher nicht auf den üblichen Internetseiten verfügbar waren. Durch den Murks hab ich die Abfahrt der Herren verpasst.
  • Darüber, dass das ZDF wieder sehr fähige Reporter hat, die auch mal folgenden Spruch knacken lassen: „Bronze ist das Gold der Minderbemittelten.“
  • Darüber, dass eine meiner Märzmamis für ihr vor 4 Wochen geborenes Frühchen bereits einen Brief vom Finanzamt mit der Steuernummer für den neuen Erdenbürgern erhalten hat und dem dazugehörigen Papa nichts besseres einfiel als „Scheiß BRD“. (Soller halt auswandern.)
  • Über den Terror, den die beiden Katzen heute veranstalten. Können keine 2 Minuten zusammen in einem Raum sein, ohne sich zu bekriegen.

Vermutlich wird die Liste im Laufe des Tages noch weiter ergänzt.

Oder ich krabbel wieder ins Bett und frag mal vorsichtig nach einem neuen Tag.

Nachtrag:

  • Die Kommentatoren des ZDF geben mir echt den Rest. Ständig sabbeln die ihren Rotz dazwischen, anstatt auch einfach mal die Klappe zu halten und die Situation wirken zu lassen, wie aktuell gerade bei der Siegerehrung.
  • Die Programmplanung des ZDF ist immer noch grenzwertig, ich schau jetzt hauptsächlich den Livestream der ARD.

Manchmal könnte ich

mich den ganzen Tag aufregen. Da scheinen sich Inkompetenz, Unwissen und allgemeine Hilflosigkeit zu ballen und sich gegen mich zu verschwören. Vorzugsweise geschieht dies an Tagen, an denen ich eh schon dünnhäutig bin, weil massiv unausgeschlafen. (Oder es fällt mir genau deswegen auf, während ich an anderen Tagen darüber hinwegsehen kann.)

War ich wegen unseres Englandurlaubs bei der Bank, da ich ganz dringend noch eine Kreditkarte brauche. EC-Karten scheinen da wohl nicht überall akzeptiert zu werden. Und natürlich hab ich mich vorher auf der Homepage http://www.bankname.de schlau gemacht. Dachte ich. Bei der Bank angekommen, teilte mir der freundliche Herr mit, dass besagte Homepage gar nicht die Seite der Bank ist, sondern die richtige Homepage http://www.banknamebank.de sei. Beide Seiten sehen gleich aus, benutzen die gleichen Logos, haben im Impressum die gleiche Anschrift, selbst die ausgegebenen Kreditkarten sehen gleich aus. Einziger Unterschied: die Kreditkarte bei Seite 1 kostet nur 5 Euro pro Jahr, bei Seite 2 20 Euro.
Und nun ratet mal, welche Option für mich zutrifft?
Richtig! *hmpf*
Zu allem Überfluss war der freundliche Mitarbeiter extrem langsam und nur mäßig kompetent, so dass ich eine geschlagene Dreiviertelstunde im zum Glück klimatisierten Büro hocken durfte.

Kaum bin ich nach 1,5 Wochen Krankheit wieder auf Arbeit, meldet sich meine allerliebste Lieblingskollegin und will wissen, ob denn ihr Chef die Übernachtung während des von uns organisierten Workshops bezahlen muss. Ich verneine und meine, dass sämtliche Kosten auf unsere Kostenstelle gehen. Jetzt will sie trotzdem wissen, was das Zimmer kostet. Will sie da auch einchecken, damit sie sich in gewohnter Weise schützend vor ihren Meister werfen kann?

Ein Mitarbeiter unseres externen Dienstleisters, über den wir unser Buchungssystem beziehen, wollte mir doch tatsächlich weis machen, dass wir das Programm ganz falsch benutzen und wenn wir es richtig (also so, wie er meint, dass man es benutzen soll) machen würden, hätten wir auch die Probleme nicht und er könnte sich die Arbeit sparen. Ich hab ihm dann per Mail mal gezeigt, wo die Harke hängt, denn wir haben erst vor einigen Wochen das Programm auf die jetzige Funktionalität umgestellt und er solle endlich in die Puschen kommen und das machen, worum ich ihn höflich gebeten habe.
Natürlich habe ich das in geschäftstauglichere Worte gefasst, konnte mir aber nicht verkneifen, seinen Chef in CC zu setzen. Sollen die sich halt untereinander besser absprechen.

Überhaupt Dienstleister. Ein nicht ganz unwichtiger Partner murkst seit 4 Wochen elendig rum, so dass wir gezwungen sind, nach vergeblichen Vermittlungsgesprächen auf Konventionalstrafen zurück zu greifen. Da die Zusammenarbeit in der Vergangenheit wirklich bestens war, bestand dazu nie ein Anlass und niemand weiß, ob und wie hoch solche Strafen angesetzt werden können. Wär mir ja alles egal, wenn ich nicht diejenige wäre, die jetzt sämtliche Verträge von anno dazumals nach diesen Klauseln durchforsten müsste.
Einmal mit Profis!

Und das ist nur das, was bis zum Ende der Mittagspause aufploppte.

Mal schauen, welchen Murks der Rest des Tages bringt.

Wetterfühlig

Ich bin seit gestern krank geschrieben, aber mein schlechtes Gewissen plagt mich dann doch so, dass ich trotzdem versuche, ein wenig von daheim aus zu arbeiten. Heißt, dass ich das Mailprogramm laufen habe und bei Bedarf meine Telefonflatrate nutze, da es nach über einem Jahr immer noch nicht geschafft wurde, auf meinem Notebook ein gescheites VPN einzurichten.

Und als wenn alle nur darauf gewartet haben, dass ich nicht am Platz bin, kommen sie an mit ihren Merkwürdigkeiten.

Den Anfang machen die Buchhalterinnen. Buchhalter sind per se ein seltsames Völkchen, die es sehr genau nehmen (müssen) und am liebsten sogar ihre Bleistifte nach Norden ausrichten. Und wenn mal ein klitzekleines Teil nicht da liegt, wo es sein soll oder etwas nicht 100% wie gewohnt funktioniert, kommt es einer mittleren Katastrophe gleich.
Heute nun bekomme ich eine Mail, dass eine Buchhalterin in einem ihrer Ordner unseres Buchungssystem Rechnungen entdeckt hatte, damit nichts anfangen konnte und sie mit „nicht zuständig“ ins systemische Nirvana befördert hat. Die Kollegin, welche die Rechnung erstellt und wie gewohnt in diesen Ordner gepackt hat und jetzt nicht mehr finden konnte, war nun deswegen panisch. Garniert mit meinem Lieblingssatz: das war aber früher (sprich: gestern) anders.

Neeee, war es nicht, das Programm verhält sich seit der Einführung genau so und es hat niemand was daran geändert. Und es ist auch völlig normal, dass beide Kolleginnen auf dieses Fach zugreifen können. Das ist so gewollt und muss so sein. Warum es jetzt auf einmal zu Problemen kommt, ist mir schleierhaft. Ich vermute, da die erstellende Kollegin nur jeden zweiten Tag vormittags da ist, hat die andere Kollegin den Zeitpunkt der für sie seltsam aussehenden Rechnungen im Ordner bisher immer schlicht verpasst.

Nun gut, diskutieren hilft bei den Damen auch nicht, also richten wir jetzt einen neuen Ordner ein für die erstellten Rechnungen und die fertigen Rechnungen landen wie bisher im gewohnten Ordner. Schön war dann noch der Nachsatz, dass ich auch ja nicht vergessen solle, dass die Abläufe im Rechnungsprozess danach immer noch funktionieren.
Ja ne, is klar o.O

Mein kleiner Chef will mir unbedingt weis machen, dass ich doch auch von zuhause aus Einstellungen im Intranet ändern könne – nur leider ginge das mit funktionierendem VPN. Nach der 3. Mail hat er es dann gerafft. Dass ich zu zwei gestrigen, einfachen Themen erst auf dringende Nachfrage eine Antwort erhalten habe – geschenkt.

Und dann wollte ein externer Berater, den wir zur Durchführung eines Workshops ins Boot geholt haben, dass ich meinen im Urlaub befindlichen Chef anrufe und mit ihm die Verköstigung für den Workshop abstimme. Da ich absoluter Verfechter des ungestörten Urlaubs bin und nur im äußersten Notfall maximal eine SMS schicken würde, habe ich das dann selber gemacht. Ungern, da ich durch meine Allergien so eingeschränkt bin im Essen, dass es mir schwer fällt, für andere entscheiden zu müssen, ob die Verpflegung lecker und ausreichend ist. (Ich bin bei solchen Anlässen heilfroh, überhaupt etwas essbares zu finden.) Irgendwie hätte ich erwartet, dass der Berater, der ja sowas öfter macht, da mehr Erfahrung und Einsatz zeigt.

Ich schieb’s mal aufs Wetter, weil anders kann (ober besser will) ich mir das nicht erklären.

Anstrengend

Vielleicht liegt es am Wetter, aber gerade finde ich alles anstrengend. Gerne würde ich das alles auf die Umstellungen in meinem Körper schieben, aber ich glaube, das wäre zu einfach. Der Kleene nervt heute ziemlich und hat dazu noch einen hässlichen Husten. Daddy ist genervt und auch nicht hilfreich. Die Katzen drehen permanent am Rad und jagen sich durch die Wohnung. Draußen regnet es, obwohl wir doch eigentlich zum Stadtfest wollten. Und ich bin permanent müde und könnte 24 Stunden am Tag schlafen.

Hab auch dauernd Hunger und muss echt aufpassen, nicht innerhalb von ein paar Tagen zur Tonne zu mutieren.

Ich frag mich vermutlich nicht zum letzten Mal in der Schwangerschaft, wann die 9 Monate endlich rum sind. Aber danach wird’s ja auch nicht wirklich besser 😉