Xayriel orakelt: ESC 2018

Heute nur ein ganz kurzes Orakel zwischen Bundesligaabschluß (ällerbätsch Hamburg), Feiertag und ESC.

Gewinnen wird Tschechien, dicht gefolgt von Ungarn. Deutschland und Großbritannien streiten sich um Platz 3. Israel, Moldau, Slowenien und die Niederlande folgen auf den nächsten Plätzen.

Der große Favorit Zypern und der unvermeidliche Alexander Rybak für Norwegen runden die Top 10 ab.

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Xayriel orakelt: ESC 2016

Dieses Jahr gibt es die Orakelei zum Sangeswettstreit erst kurz vorm Finale, mit dem Wissen der Halbfinale und natürlich wie immer sehr persönlich gefärbt, so dass die tatsächlichen Ergebnisse meilenweit daneben liegen können.

Fangen wir mit den Chancen für Deutschland an. Jamie-Lee hat an sich alles, was eine deutsche Grand-Prix-Gewinnerin mitbringen muss: jung, niedlich, völlig unbedarft, markante Stimme, ganz brauchbares Lied. Für Nicole und Lena hat diese Mischung gereicht, bei Jamie-Lee bin ich mir leider nicht so sicher, was hauptsächlich am Lied liegt, welches für meinen Geschmack einen Ticken zackiger und mit mehr Akzenten hätte sein können. So plätschert es ein wenig vor sich hin, ohne richtig in die Gänge zu kommen. Ich tippe auf einen Platz im oberen Mittelfeld (= im unteren Drittel auf der linken Seite des Tableaus).

Tja, und dann geht es direkt weiter zum Titelkampf. Russland, sagen die Buchmacher, wird es machen. Ja, die Show ist klasse, die visuellen Effekte bis zum Maximum ausgereizt. Macht man aber die Augen zu, bleibt ein dünnes Allerweltslied, welches mich überhaupt nicht vom Hocker gerissen hat.

Das taten eher Georgien oder Bulgarien. Die Georgen mit einem Lied im besten Grunge-Rock, hauptsächlich handgemacht mit Gitarren und Schlagzeug, was eine schöne Abwechslung zu den vorherrschenden Synthieklängen direkt aus dem Computer ist. Diese setzt zwar Bulgarien ein, kreiert damit aber ein schönes, treibendes Lied, bei dem man automatisch mitwippt und ich mir wünschte, ich wäre 15 Jahre jünger und könnte mich dazu auf einer Tanzfläche austoben.

Österreich geht nach dem Reinfall im letzten Jahr, wo sie sich die 0-Punktewertung mit Deutschland teilten, mit einem komplett in französcher Sprache gesungenen Beitrag an den Start und könnte damit den großen Wurf landen. Auf jeden Fall gibt es dafür mehr Punkte als im letzten Jahr, da leg ich mich fest!

Belgien hingegen verfolgt das Motto „gut geklaut ist besser als schlecht selber komponiert“ und sampelt Queens „Another one bites the dust“. Für mich zu plump, aber der Erfahrung nach übersieht der ESC-Zuschauer solche Details gerne, zählt also zum erweiterten Favoritenkreis.

Dazu zählt wohl auch die Niederlande, die seit den Common Linnets den Countryfolkpop für sich entdeckt haben. Ich fand es langweilig, aber ich habe ja auch keine Ahnung.

Was die letzten Jahre schon nervte, aber dieses Jahr scheinbar einen neuen Höhepunkt fand, sind Balladen. Ab und zu mal eine Ballade kann schon schön sein, besonders wenn ein paar besondere Effekte dabei sind. Die allermeisten Balladen sind jedoch – ich entschuldige mich für die Wortwahl – kotzelangweilig, allen voran Tschechien.

Zum Glück haben die allermeisten die Halbfinale nicht überstanden. Übrig geblieben sind Armenien, Kroatien, Israel, Polen und Serbien. Aber irgendjemand muss ja den Bus voll machen 😉

Eine der ganz wenigen Balladen, die mir gefallen hat und die auch weit vorne landen könnte, ist die aus der Ukraine. Sehr kraftvoll und teilweise in krimtatarisch gesungen.

Am Ende gewinnt jemand, den niemand auf der Rechnung hatte, Zypern zum Beispiel. Oder Litauen. Oder Schweden, das als Titelverteidiger gut nachgelegt hat.

Was macht Australien diesmal? Erstens sind sie wieder dabei, was für mich überraschend kam. Aber die EBU hat wohl eingesehen, dass der australische Markt zu groß ist, um ihn mit einer einmaligen Teilnahme abspeisen zu können. Gefällt mir gut, da ich mir viel von den australischen Beiträgen erhoffe und so enttäuscht mich Dami Im auch nicht, wobei es für den Sieg nicht reichen wird.

Und der Rest? Wird sich mit den Balladenschmetterern die rechte Seite des Tableaus teilen, denn sowohl Aserbaidschan als auch Frankreich, Lettland,  Großbritannien und Spanien kommen mit seichtem, akzentfreien Pop daher. Ungarn ist ebenso poppig, hat aber ein durchaus schnuckliges männliches Model am Start, wohingegen Italien die Langweiligkeit der Einheitsbreipopsongs sogar noch steigern kann. Malta wird separat erwähnt, weil die Sängerin so unglaublich hartnäckig ist. Reichte es 2001 immerhin für den 2. Platz, wird es dieses Jahr mit viel Glück eine Platzierung im Mittelfeld werden.

Kurz zusammengefasst: Sieger wird Bulgarien, 2. Russland, 3. Ukraine. Die restliche Top-10, unsortiert: Deutschland, Schweden, Georgien, Zypern, Belgien, Niederlande, Österreich.

P.S. Mein bester Freund, der das bei Fußballthemen ganz wunderbar und treffsicher kann, orakelt: Schweden 1., Deutschland 4.

Xayriel orakelt: ESC 2015 – Nachklapp

So langsam habe ich das Drama vom Wochenende verdaut und kann mich der Auswertung meiner Orakelei widmen.

Schweden hat wie erwartet gewonnen, dicht gefolgt von Russland, das zwischenzeitlich sogar vorn lag. So weit, so gut.

Großbritannien – nun ja. 24. mit 5 Punkten. Favoriten sehen anders aus 😉

Polen und Armenien erhielten keinen Mitleidsbonus, gut so!

Vom Exotenbonus profitieren konnte hingegen Australien, welches einen soliden 5. Platz belegte. Serbien wurde 10. trotz oder wegen des ballonmäßig aufgepusteten Kleides.

Verlierer sind dieses Jahr ziemlich viele geworden, quasi alle ab Platz 10 abwärts. Was mir nämlich bereits bei der Livepunktevergabe auffiel und dieses Jahr äußerst ungewöhnlich war, ist dass die Wertungen sehr homogen abgegeben wurden. Gab es in den letzten Jahren meist nur 3, maximal 4 Beiträge, die von fast jedem Land Punkte bekommen haben, so sind es dieses Jahr 8 Künstler. Damit bleibt relativ wenig Spielraum für die Vergabe der Restpunkte. Bezeichnend dafür auch die riesigen Sprünge zwischen den einzelnen Kandidaten. So klafft eine Lücke von 75 Punkten zwischen Platz 3 und 4, von 80 (!) Punkten zwischen den Plätzen 6 und 7 und von 44 Punkten zwischen den Plätzen 9 und 10. In der Vergangenheit gab es maximal eine derartige Lücke zwischen den Platzierungen, die jeweils ersten 3 Plätze ausgenommen.

Woran das jetzt liegen mag, darüber darf gerne spekuliert werden. Ich vermute, dass die derzeitige Regelung mit 5 Juroren + Televoting und jeweils die Mittelung daraus die Ergebnisse zu sehr glättet und dann solche Ergebnisse daraus resultieren. Wenn man sich die Einzelergebnisse (Downloadlink zu Exceldatei) anschaut, dann sieht man, dass es schon eine ordentliche Streuung gibt. Bei Deutschland geht die Jurorenwertung von Platz 2 bis 27, wobei ganz viele 11. Plätze dabei sind.
Bei Schweden sind sich alle relativ einig gewesen, aber Russland wiederum hat auch eine ordentliche Streuung.

Das soll jetzt keinesfalls die Leistung Schwedens schmälern und den deutschen Beitrag schön reden, aber bemerkenswert finde ich es trotzdem.

Bei Frankreich, Griechenland und Albanien hatte ich Recht, bei Lettland und Italien allerdings lag ich ganz schön weit daneben. Österreich überraschte tatsächlich in seinem Kampf um den letzten Platz, Belgien landete ganz stark auf Platz 4. Bei Estland lag ich tendenziell richtig.

Als persönliche Schlussbemerkung wünsche ich mir für nächstes Jahr weniger bedeutungsschwangere Balladen und wieder mehr humorvolle Beiträge à la Guildo Horn oder Lordi oder diesem Spanier aus dem Jahr 2008:

Xayriel orakelt: ESC 2015 – Jetzt erst recht

Die beiden Halbfinale sind Geschichte, von meinen Favoriten sind einmal 6 und einmal 7 von 10 durchgekommen, zeigt also, dass ich ehrlich absolut keine Ahnung habe, was ich hier eigentlich mache 😉
Dennoch möchte ich versuchen, ein paar Favoriten und nicht ganz so doll einschlagende Beiträge zu prophezeien.

Sieger: Extrem schwierig dieses Jahr. So richtig vom Hocker gehauen hat mich in den Halbfinals nichts. Als Favorit wird von den Buchmachern Schweden gehandelt. Ich fand das Lied an sich eher so mittelprächtig, aber die Show war schon klasse. Erfrischend anders zeigt sich Großbritannien, aber solche Lieder sind immer schwierig einzuschätzen, da kann vom ersten bis letzten Platz alles drin sein. Polen und Armenien haben den Mitleids-, Australien hat den Exotenbonus, wobei diese Lieder ohne Bonus wohl eher unter ferner liefen laufen würden. Wird sich zeigen, wie sehr die Zuschauer darauf anspringen. Russland darf wie immer zu den Favoriten gezählt werden, obwohl ich ihnen für diesen heuchlerischen Beitrag den letzten Platz wünsche! Serbien klingt ganz gut, damit könnt ich als Sieger ganz gut leben, solange nicht das Kleid der Sängerin wieder von unten aufgepustet wird.

Verlierer: Wenn es nach mir ginge, würde hier Armenien ganz vorne liegen, zu melodramatisch, zu bedeutungsschwanger, das passt irgendwie nicht zum ESC, auch wenn das Thema selbst definitiv wichtig ist.
Frankreich ist ganz heißer Kandidat für den letzten Platz, absolut nichtssagendes Lied. Da Balladen eher selten gewinnen, wird sich Griechenland ebenfalls hinten einreihen, genauso wie Italien, daran werden auch die schnuckligen drei Jungs nichts ändern. Lettland finde ich ganz furchtbar und frage mich, wie das Lied bis ins Finale kommen konnte, ebenso wie Albanien.

Überraschungskandidaten: Österreich könnte die Niederlande des Vorjahres werden, aber vermutlich verhindern die Frisuren eine Topplatzierung 😉 Im Ernst, ich mag das Lied, das ist schön eingängig und das dürfte von mir aus auch im Radio hoch und runter laufen.
Belgien kommt minimalistisch daher, kann funktionieren, wird es aber wohl eher nicht.
Wenn die Stimmen, anders als im Halbfinale halten, könnte Estland eine echte Überraschung werden.

Und Deutschland? Joar. Grundsätzlich hat sich die Qualität der deutschen Beiträge in den letzten Jahren deutlich verbessert und zum Glück sind wir weit weg von Gracia oder den No Angels. Nichtsdestotrotz ist Qualität beim ESC kein Erfolgsgarant, wie Texas Lightning oder Elaiza zeigen, die es beide nicht auf die linke Seite des Tableaus geschafft haben.
Wenn Ann Sophie den roten Hosenanzug statt des schwarzen trägt und ein bisschen weniger auf Lena macht, könnte es für eine vordere Platzierung reichen, das Lied ist gut genug dafür. Auf den Sieg zu hoffen ist wohl zu vermessen, nichtsdestotrotz werde ich die Daumen drücken und jeden einzelnen Punkt für Germany bejubeln.

Gehört ja schließlich dazu 🙂

Und am Ende kommt eh wieder alles ganz anders!

P.S.: Wer möchte, kann mit mir den ESC live auf Twitter verfolgen @Xayrielle