Adventskalender: Türchen 14 – Sissy

Na gut, eine Geschichte hab ich dann heute doch noch 🙂

Meine Süße ist sehr krank, hohes Fieder, extreme Entzündungswerte, Bindehautentzündung und noch eine unbekannte Krankheit, die sie völlig schlapp macht. Sie ist so kuschlig, dass sie nur neben oder auf mir schläft und das heute an 23 von 24 Stunden.

Ich arrangiere mich also so gut es geht, malträtiere mein Handy, bis es sich mangels Akkuleistung ausschaltet, danach wechsel ich an den PC, Kind hängt nach wie vor auf mir drauf, döst im Halbschlaf vor sich hin. Ich scrolle durch meine Facebooktimeline, mal schauen, was so in der Welt passiert.

Plötzlich hebt das Kindlein seinen Kopf, zeigt mit dem Finger auf ein Bild und ruft: Sissy! – Ihr Wort für Katze 😉

Katzen gehen eben immer 😀

© Foto von Flickr/Jukka Zitting „Focused“, (CC BY 2.0)

Irgendwas ist ja immer

Eigentlich wollte ich morgen ganz in Ruhe ein paar Blogeinträge zu unserem durchaus interessanten Wochenende verfassen.

Doch dann stellten wir heute Abend entsetzt fest, dass sich unsere kleine Katze, die mit dem Dachschaden, ihren Schwanz gebrochen oder wohl zumindest irgendwie ernsthaft verletzt hat. Da sie einen ganz fitten Eindruck und immer noch jede Menge Blödsinn macht, gehen wir nicht davon aus, dass sie unerträgliche Schmerzen leidet und sparen uns den Besuch in der Notaufnahme.

Also werde ich morgen früh erstmal zum Tierarzt gehen und hoffen, dass es dort an einem Montag Morgen nicht so voll ist wie bei einem Menschenarzt.

Kind und Katze

Meine Süße ist derzeit in dem Alter, in dem alle Dinge mit dem Mund angeschaut werden. Sie entdeckt etwas interessantes und schon schießen die Patschhändchen hervor und greifen danach. Liegt das Objekt der Begierde außerhalb der Reichweite, so dreht, windet, schaukelt und manchmal beamt sich sich auch, anders kann ich mir den innerhalb kürzester Zeit überbrückten Abstand zum Zielobjekt nicht erklären, dorthin.

Kaum hat sie das Ding umklammert, steckt es schon im Mund und wird von allen Seiten angelutscht. Am Besten ist das Ding jedoch, wenn da ein Waschzettel dran ist. Da dies wohl eine genetische Sache ist und bei allen Babies vorkommt, gibt es Schnuffeltücher, deren kompletter Rand mit Waschzetteln umkranzt ist.

Jetzt laufen bei uns auch zwei Katzen, leider ohne Waschzettel, weder im Ohr, noch am Schwanz und zum Glück auch nicht am Hintern, durch die Wohnung und alles, was sich bewegt, ist für ein so kleines Kind noch viel interessanter. Übrigens auch für größere Kinder, doch das ist eine andere Geschichte. Manchmal machen die behaarten Vierbeiner allerdings den Fehler und kommen dem Grabschekind – dem kleinen – zu nah. Das tut dann wiederum brav seine Pflicht und grabscht nach Ohr, Schwanz oder Schnurhaar und versucht, sich die Beute in den Mund zu stopfen, was allerdings dadurch erschwert wird, dass Katzen im allgemeinen, und Jeannie im speziellen, zu schwer sind, um einfach so von ihrem momentanen Aufenthaltsort weggezogen werden zu können. Außerdem finden sie das Grabschen gar nicht lustig, denn das Feingefühl eines solchen felllosen Winzlings gleicht eher dem einer Abrissbirne, worauf mich meine felinen Mitbewohner bereits mehrmals durch lautes Maunzen hingewiesen haben.

Das allerdings hält meine Süße nicht davon ab, es immer und immer wieder von Neuem zu probieren, denn nur wenn ein Objekt einmal ordentlich vollgesabbert ist hat man sich satt gesehen und kann sich anderen interessanten Dingen zuwenden.

Ich bin gespannt, wie es wird, denn meine Kleine erstmal krabbeln oder gar laufen kann.

Treffsicher

Ich glaube, der Dachschaden bei Katzen ist ansteckend. Trinity wühlt immer noch ab und zu ihre Kotbrocken aus dem Katzenklo, doch seit einiger Zeit hat sich Jeannie eine ähnliche Marotte angewöhnt.

Wenn sie pinkeln muss, sucht sie zwar das Klo auf, klettert aber nicht mehr vollständig in die Box. Je nach Verfassung und – wie ich vermute – Füllzustand des Klos steckt mehr oder weniger Katze im Klo. Das Ergebnis ist jedes Mal das selbe: eine riesige Pinkelpfütze direkt vor dem Klo. Wenn wir Glück haben, entdecken wir die Pfütze relativ schnell, so wie gerade eben, oder erst nach Stunden, wenn die Katze mitten in der Nacht ihre Treffsicherheit demonstrieren musste. Wird dann zusätzlich von dem unvergleichlichen Katzenpissegestank angezeigt 😦

Ich bin jetzt am Überlegen, was helfen könnte. Größere Klos? Häufigere Reinigung? So eine flache Schale mit Deckelrand? Jedenfalls hab ich keine Lust, ständig den Katzen ihre Stoffwechselendprodukte nachzutragen!

Dachschaden

Dass unsere Katze Trinity anders als normale Katzen ist, war uns relativ schnell klar. Tierheimfindelkatzen haben im Allgemeinen eine Geschichte und diese ist nur selten schön. Es ist nur immer wieder überraschend, welche Auswirkungen diese Geschichte auf die Tierpsyche hat.

Trinity wurde relativ jung von ihrer Mama getrennt und lernte so nie die fundamentalsten Katzenkommunikationssignale. Sie versteht nicht, dass Blinzeln oder langsames Zwinkern eine Vertrauensgeste ist. Sie weiß nicht, dass angelegte Ohren ein Alarmsignal sind. Sie kann nicht buckeln, um sich so größer zu machen. All dies macht das Zusammenleben mit unserer großen Katze Jeannie sehr schwierig. Und so ist es keine Überraschung, dass die beiden Katzen sich ungefähr einmal täglich quer durch die gesamte Wohnung jagen, Gefauche, Kratzen und Beißen inklusive. Vorzugsweise nachts.

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Da Trinity schon als ganz kleine Katze gegen den Hungertod kämpfen musste, ist sie auch heute noch ständig auf Nahrungssuche. Für sie ist grundsätzlich jede Mahlzeit die letzte. Selbst regelmäßige Fütterungszeiten haben daran bisher nichts ändern können. Auf der Suche nach Futter ist sie entsprechend rücksichtslos. Mehr als einmal hat sie unsere Küche verwüstet. Sie zerpflügt regelmäßig gebrauchte Teebeutel oder wühlt in nicht sofort weggeräumten Mandarinenschalen, ob nicht doch was fressbares dabei ist. Gebrauchte Schüsseln und Teller werden grundsätzlich ausgeleckt und es ist der Katze auch egal, ob das gut für sie ist oder nicht.

Als ungewöhnlichster Charakterzug stellte sich allerdings etwas ganz anderes heraus. Trinity machte es sich zur Angewohnheit, Kotbrocken aus dem Katzenklo zu wühlen und mit diesen zu spielen, obwohl sie genug Katzenspielzeug hat. Es hilft auch nicht, das Katzenklo täglich zu reinigen, da sie jederzeit neuen Nachschub erzeugen kann und dies auch tut.

Letzte Woche waren wir nun beim Tierarzt, die jährliche Impfung stand an. Wir berichteten der Tierärztin von dem ungewöhnlichen Verhalten und hofften, wir bekämen Tipps, um das zu ändern. Doch leider war auch die Ärztin ratlos. Sie meinte, das klingt sehr nach Dachschaden, denn an sich sind Katzen sehr reinliche Tiere und würden niemals nie nicht mit ihrem Kot spielen.

Vermutlich haben wir unsere Enttäuschung zu sehr gezeigt, denn die Tierärztin fragte ganz erschrocken, ob wir denn die Katze trotzdem lieb hätten.

Was für eine Frage. Na klar lieben wir unsere Dachschadentrinity. Wie langweilig wäre denn unser Alltag ohne sie. Und außerdem ist sie ja nicht die einzige in der Familie mit einer Macke 🙂

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Der Grund, warum Blogeinträge manchmal länger dauern 🙂

Häppchen III

Ich bin müde, sehr sogar.

 

Die kinderfreie Zeit ist vorbei, wir haben den Kleenen wieder von den Großeltern abgeholt, was für mich 250 selbstgefahrene Autobahnkilometer und die Erkenntnis bedeutete, dass mich das alles wahnsinnig anstrengt.

 

Trinity hat einen Dachschaden, amtlich bestätigt vom Tierarzt (separater Eintrag dazu folgt).

 

Unsere Weihnachtseinkäufe sind erledigt, wir müssen jetzt nur noch die Geschenke einpacken.

 

Morgen hab ich den Test auf Schwangerschaftsdiabetes, zum Glück die neuere Version, bei der man nicht mehr nüchtern sein und nur noch eine Stunde warten muss.

Nikolausvorbereitungsputzaktion

Es kann ja nicht schaden, Kinder schon frühzeitig auf die weniger schönen Aspekte des Lebens vorzubereiten. Aus diesem Grund wurde vermutlich Nikolaus erfunden, denn so lernt der Sprössling, wie wichtig, aber auch wie ätzend Putzen sein kann.

Und damit morgen nicht nur Kohlestückchen oder Katzenkot im Stiefel sind, durfte der Große seine Stiefel selber putzen. Daddy bereitete dazu eine große Schüssel mit Putzwasser und Schwamm vor und stellte die mittelschwer versifften Galoschen daneben. Da Kind darauf beharrte, dass der Nikolaus nur kommt, wenn da zwei Paar von seinen Botten stehen, durfte er auch eben diese zwei putzen. Ätsch!

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Ich wurde beim Anblick der Versuchsanordnung leicht panisch und sah schon das komplette Wohnzimmer von dannen schwimmen. Nun gut, da hätte sich dann das leidige Wohnputzthema auch mit einem Schlag erledigt. Kind hat auch nur ganz wenig gekleckert, war aber trotzdem hart, der drohenden Beinahekatatrophe zuzuschauen.

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Daddy erklärte beim 2. Paar, wie Kind diese möglichst ohne durchzuweichen sauber kriegt und nur einen Kindeswutanfall später schaffte es der Nachwuchs, zuzuhören und es auch nachzumachen.

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Man beachte die entspannte Haltung des Kindes 😀

Nur mit der Positionierung des Putzobjektes hatte er so seine Schwierigkeiten.

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Am Ende wurde noch die Abtropfschale geputzt, damit der Nikolaus auch wirklich nix zu meckern hat. Wer weiß, wie der Knausel so drauf ist, wenn er gerade mühsam in den 3. Stock getappert ist und das in seinem Alter, da wird besser kein Risiko eingegangen.

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Die Treter wurden dann samt Abtropfschale vor die Tür gestellt und Mama packte schlauerweise ihre Chucks dazu, die sind nämlich aus Stoff und lassen sich nicht putzen. Außerdem ist das da drauf kein Dreck, sondern Patina 😛

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Zum Schluss hat dann Trinity den Schwierigkeitsgrad der väterlichen Putzaktion erhöht, in dem sie einen riesigen Kotbrocken aus dem Katzenklo wühlte und diesen strategisch günstig im Flur platzierte. Und da Trinity seit jeher leichte Verdauungsschwierigkeiten hat, war der Brocken auch eher fladig-matschig und pappte wunderschön an Schuhsohle und großflächig verteilt auf dem Boden. Über die daraus resultierende Fluchtirade breite ich wegen Jugendschutz und so besser den Mantel des Schweigens.

Ich wünsch euch allen einen fröhlichen Nikolaus 🙂

Aberglaube

Ich bin eher weniger abergläubisch. Ich habe eine schwarze Katze, die mehrmals täglich von links nach rechts und wieder zurück über mich drüber läuft, bis sie endlich ihre Schlafposition gefunden hat. Ich gehe nicht unter Leitern durch, weil ich mir eher den Kopp anhauen und dabei den Leiternden vom Arbeitsgerät schubsen würde. Wenn ich Salz umkippe, dann feg ich es eben wieder auf. Ich freu mich, wenn ich ein vierblättriges Kleeblatt finde, nur um kurze Zeit später festzustellen, dass dies eine Wiese mit eigens gezüchtetem vierblättrigen Klee ist. Ich streichel auch keine Hasenpfoten, es sei denn, diese sind noch am lebendigen Hasen dran, aber bei meinem Glück würde mir das Viech beim Versuch eher in die Hand beißen.

Aber es gibt einige Sachen, da bin ich ganz fürchterlich abergläubisch. Wenn wir beispielsweise auf der Autobahn unterwegs sind und mein Mann auf etwa der Hälfte der Strecke meint „ist aber schön leer heute, da sind wir bestimmt ganz schnell da„, da werd ich grantig und fauche „beschrei es nur nicht„. Und prompt, keine 5 Kilometer später wartet der Megastau. Mittlerweile verkneift sich mein Mann solche Aussagen. Die Staus finden wir trotzdem.

Ähnlich ist es bei mir und der Aussage „ich freu mich drauf„. Sobald ich das zu einem bevorstehenden Ereignis anmerke, dann ich mir selbiges auch schenken. Es ist tatsächlich noch nie vorgekommen, dass dann noch was gescheites bei rausgekommen ist. Ich hab es immer mal wieder probiert. Bei kleinen Dingen. Bei bombensicher geplanten Sachen. Trotzdem kam immer nur Murks raus.
Also schenke ich mir diese Aussagen. Stattdessen bin ich gespannt darauf. Oder ich kann es kaum erwarten.

Mei, was bin ich gespannt auf den Krümel und hoffentlich sind die 9 Monate bald rum 😉

P.S. Kennt ihr noch den abergläubischen Spruch, gerne bei großen Feiern, wo es auch mal ein wenig eng wird: „Wer das Tischbein zwischen den Beinen hat, bekommt eine böse Schwiegermutter„? Hab ich nie was drauf gegeben und saß bevorzugt an diesen Stellen, wollte ja sonst keiner hin.
Leider ist dieser Aberglaube mehr als berechtigt. In echt jetzt!