Blinder Fleck

Und wieder ein Artikel zum Thema: Dinge die man als Eltern NIE vorher gesagt bekommt! Heute: Schulkinderstausstattung besorgen.

Ich bin völlig platt. Mir tun die Füße weh, ich habe Kopfschmerzen und fühle mich, als wenn ich gerade einen Marathon gelaufen wäre. Nur ohne das selige Glücksgefühl beim Überqueren der Ziellinie.

Von der Schule haben wir eine Einkaufsliste mitbekommen, was denn der zukünftige ABC-Schütze alles für einen ordentlichen Schulstart benötigt. Den Ranzen haben wir vor wenigen Wochen bereits gekauft, weil der empfohlene Ranzentyp Marke extra Leichtgewicht gerade im Angebot war. Ich war erstaunt, wie teuer so ne olle Tasche sein kann und war daher sehr angetan, ein Exemplar mit ansprechendem Motiv für ca. 1/3 weniger, aber trotzdem noch haarscharf im dreistelligen Bereich, ergattern zu können. Zum Glück waren beim Ranzen eine Federmappe, eine Faulenzerrolle und ein Turnbeutel (zum Vergessen 😀 ) mit dabei.

Der restliche Inhalt fehlte aber und so machte ich mich heute auf in die Stadt, den ganzen Papierkram zu erledigen. Als mögliche Quelle wurde mir eine Ladenkette genannt, die ganz ursprünglich mal als Drogeriemarkt anfing, jetzt jedoch diverseste andere Sachen vertreibt. Der Händler hatte auch alles da und noch ganz viele andere Sachen mehr, so dass ich erstmal völlig überfordert vor den Regalen stand. Wo sind jetzt die kleinen Hefte mit der Lineatur 1? Wo die passenden Heftumschläge? Die Schnellhefter? Dreieckige Bleistifte? Mit der Zeit durchschaute ich das System und konnte mein Körbchen Schritt für Schritt füllen und die Einkaufsliste abhaken.

Aber wo zur Hölle sind non permanente Folienstifte? Jedenfalls nicht bei den permanenten Markern. Auch nicht bei den Tintenlöschern und Füllern. Nicht bei den bunten Filzern, nicht bei den Buntstiften und schon gar nicht bei den Kugelschreibern. Nein, sie liegen ganz am anderen Ende bei den Aktenordnern, neben den Ablagekörben. Völlig logisch 😉

Früher war ja nicht alles schlecht und es gab genau einen Typ Hausaufgabenheft. Zumindest bei uns im Osten. Und den hatten dann alle in der Klasse und nur die Farbe des Umschlags war unterschiedlich. Jetzt gibt es grob über den Daumen gepeilt 30 verschiedene Hefte, mit Pferden, Prinzessinnen, Darth Vader, Grafitti, für Fleißige oder für Faule. Da stand ich nun und überlegte, welches der angebotenen Typen am wenigsten hässlich ist. Am Ende war es eine Entscheidung zwischen Geschmack und Preis und ich hoffe, das Kind ist nicht allzu unglücklich mit meiner Wahl.

Weiter ging es mit der Postmappe, so ein Hefter mit zwei Gummizügen über den Ecken, Vorgabe: aus Plastik. Das gleiche Spiel wie beim Hausaufgabenheft. Rosa oder Hellblau oder Darth Vader. Ganz unten lungerte ein schwarzes Exemplar mit neongrünem Grafitti drauf, im Angebot für 50 Cent. Gekauft. Die Stapelbox in knallgelb, der Stehordner aka Zettelmappe in mittelblau, dazu Namensaufkleber mit Fußballmotiv, Schnellhefter in den geforderten Farben (rot für deutsch, blau für Mathe, grün für Musik, gelb für Sachkunde und eine frei wählbare Farbe für Kunst) und zwei Blöcke weiße Blätter. Geschafft.

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Den Korb zur Kasse geschleppt und am Ende war ich erstaunt, dass alles doch recht preiswert war, gute 20 Euro für eine große Einkaufstüte voll.

Aber: das Kindlein braucht auch Sportklamotten. Kurze und lange, dazu Turnschuhe für drinnen und draußen. Also fix zum Klamottenschweden, die hatten Sportklamotten gerade im 3 für 2 Angebot. Dazu eine Sackladung T-Shirts und Socken. Ein paar Turnschuhe mit heller Sohle und dann noch schnell in der Mädchenabteilung geschaut.

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Dort eskalierte dann die Situation. Nichtrosane Kleider in der 3 für 2 Aktion. Kleider im Sonderangebot für 3 Euro. Und ein total niedliches Kleidchen samt Hut. Und T-Shirts. Vermutlich viel zu viele Klamotten, um wirklich aufgetragen zu werden, aber da hab ich irgendwie einen blinden Fleck.

An sich bin ich ja eher eine typische Jungensmama. Klamotten müssen praktisch sein und weil sie viel zu schnell kaputt gehen, sollten sie kein Vermögen kosten. „Niedlicher“ Kram auf T-Shirts oder Schuhen stoßen mich eher ab. Doch dann sehe ich etwas für meine Süße und wo bei normalen Menschen die Vernunft einsetzt oder die Stimme im Hinterkopf sagt, duhuu, 10 Kleidchen sind völlig ausreichend, gibt es bei mir einen Fehler in der Verdrahtung und die Vernunft wird umgangen und der Impuls direkt zum „och, ist das süß“ Zentrum geleitet und zack, schon landet das Teil im Einkaufskorb. Seufz.

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Ich versuche jetzt mein Gewissen damit zu beruhigen, dass meine Süße eh jeden Tag neue Klamotten im Kindergarten braucht, weil sie das unglaubliche Talent hat, sich beim Essen trotz Ganzkörperlatz von oben bis unten zu bekleckern.

Und irgendwie muss ich den Kaufrausch meinem Mann erklären. Ich hoffe, ich komme mit „aber das war soooooo niedlich“ als Argument durch 😉

P.S.: Ein paar Schuhe (oder drei) waren für mich auch dabei. Blöder Sommerschlussverkauf aber auch 🙂

Letztes Geleit

Morgen, einen Tag vor ihrem 100. Geburtstag, wird meine Oma beerdigt.

Um eine würdige Abschiednahme für die ganze Familie zu ermöglichen, renne ich seit Wochen in der Stadt rum, um für das große Kind gescheite schwarze oder wenigstens dunkle Klamotten zu erstehen.

Seltsamerweise war dies für mein Mädchen gar kein Problem, da gab es vor einigen Wochen zwei Kleider im Sonderangebot bei H&M. Ein schwarzes Samtkleid, absolut passend für den Anlass, für 5 Euro, und ein schwarz-weiß-gestreiftes Kleid mit schwarzem Bolerojäckchen für 7 Euro. Das Jäckchen kommt jetzt zum Samtkleid, darunter ein schwarzer Body, ebenfalls H&M, aber schon vor Ewigkeiten für den Italienurlaub gekauft. Dazu ein paar schwarze Strumpfhosen und ein paar dunkelblaue Stoffstiefel, Chucks nicht unähnlich und fertig ist die Trauerkleidung.

Nun ist es aber viel wichtiger, dass mein Junge angemessene Sachen trägt. Er war sehr mit seiner Uroma verbunden, besuchte sie viel und hat auch die Tage nach der traurigen Nachricht viel geweint. Deswegen möchte ich, dass er mit allem Drum und Dran Abschied nehmen kann, damit er sich später nicht ärgert, weil irgendwas nicht stimmte, ganz egal, ob die Konventionen überholt sind oder für Kinder nicht gelten.

Es scheint aber heutzutage ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, ein schwarzes T-Shirt oder eine schwarze Jacke zu bekommen, auf dem/der kein unmögliches Bild oder überdimensionales Logo prangt. So bin ich auf ein dunkelblaues Poloshirt ausgewichen, zusammen mit einer schwarzen Jeanshose, die er schon im Schrank hatte, und einer schwarzen Fleecejacke, die wir mal in der herrenlose Fundsachenbox im Kindergarten gefunden haben.

Ich hoffe, dass ich damit die Ansprüche meines Kindes erfülle und er morgen in stimmiger Kleidung seiner geliebten Uroma das letzte Geleit geben kann.

Shopping Spree

Eigentlich wollte ich nur kurz in die Stadt. Aufmerksame Leser wissen jedoch, dass wenn ich Sätze mit eigentlich beginne, am Ende etwas völlig anderes herauskommt 🙂

Ich wollte nur kurz in die Stadt, zur Bank, Kontoauszüge und ein bisschen Geld holen, nach Bodies für meine Süße schauen und zum ADAC, mich wegen der Italienreise informieren.

Bis zur Bank funktionierte auch alles nach Plan. Doch dann bei den Bodies eskalierte die Situation ein wenig. Ich habe Kurz- und Langarmbodies gekauft, einen Strampler mit Drache drauf, eine Hose + Jacke, 2 ärmellose Strampler + T-Shirts (einer davon mit Giraffe) und eine Mütze. Für mich fiel noch ein Rock ab, der im Sommerschlussverkauf und nochmaligem 50%-Rabatt nur noch 7,50 Euro kostete. Da muss ich doch zuschlagen, oder? Im Geschäft nebenan steckte ich einen Pullover für den Großen ein und zwei Kleidchen für die Kleene.

Beim ADAC bekam ich wie gewünscht die Straßenkarten mit den netten Reisetipps, die Österreichvignetten und die Videomaut für die Brennerautobahn. Zack, 34 Euro ärmer und wir sind noch keinen Meter in Richtung Italien gefahren. Wo ich schon mal da war, konnte ich wenigstens gleich nach der Auslandskrankenversicherung fragen, die ich letztes Jahr abgeschlossen habe. Der gelbe Engel erklärte mir, dass diese automatisch verlängert wurde und genauso automatisch alle alten und neuen Familienmitglieder versichert sind.

Dann noch fix zum Hauptquartier von einem der örtlichen Fußballvereine, Karten für die erste Runde des DFB-Pokals holen. Die Verkäuferin erspähte meine Süße, die ich aber auch nicht sonderlich gut versteckt im Bondolino vor mir her trug, und verkündete, dass sie neuerdings Babybodies im Angebot hätten. Ich dachte kurz darüber nach und ließ mir ein Exemplar einpacken, morgen ist schließlich das erste Ligaspiel.

Um die Sache abzurunden, bin ich danach zum Whiskyhändler meines Vertrauens gegangen, ich brauchte Nachschub meiner Lieblingssorte. Zu meinem tiefsten Bedauern musste ich feststellen, dass diese nicht mehr hergestellt wird und der Laden auch keine Restbestände mehr führte. Ich wartete daher auf einen kundigen Berater, welcher mir eine neue Marke empfahl, die sogar ein wenig preiswerter als meine alte war. Eine erste Kostprobe hat jedoch ergeben, dass der von ihm so hochgelobte Eichenfassgeschmack für mich zu dominant ist, die Torfnote  nicht vorhanden und die angekündigten Vanillearomen leider nur bei der Geruchsprobe in Erscheinung treten. Werde also weiter nach einem adäquaten Ersatz suchen müssen.

Eigentlich wollte ich noch zu meinem Stammcafé und mir einen großen White Chocolate Mocca für den Heimweg mitnehmen, aber die Kleene war nach mittlerweile drei Stunden so unruhig, dass ich weitere Wartezeiten nicht riskieren wollte.

Tja, und das alles war ein bisschen zuviel für meine Süße. Sie lässt sich den ganzen Abend nicht ablegen, ist völlig übermüdet, findet aber nicht in den Schlaf und schreit stattdessen. Kurz nach Mitternacht ist das erste Mal endlich weggenickt, so dass ich sie auf ihre Decke aufs Sofa legen konnte. Doch leider, leider ist sie nach 10 Minuten vom Klappern meiner Tastatur wieder wach geworden. Vielleicht sollte ich mir eine neue, extra leise Tastatur zulegen …

Shoppingwahn

Ich musste heute in die Stadt, weil der Große einen Sonnenhut braucht. Wenn er draußen spielt und dabei nur sein Basecap aufhat, dann verbrennt er sich den Nacken. Die Kleene ist Sommermützentechnisch äußerst unterversorgt, also noch ein Grund mehr. Und wenn ich schon mal dort bin, kann ich auch gleich bei meinen Kollegen vorbei schauen.

So bin ich denn mittags los und als erstes auf Arbeit. Die Freude vor allem der weiblichen Kolleginnen war groß und das Kindlein wurde von allen Seiten bestaunt und begutachtet und für gelungen befunden, was mich als Mama unheimlich stolz machte. Leider war eine meiner Lieblingskolleginnen nicht da, sie hatte der extreme Wetterumschwung auf die Matte geschickt. Die anderen sind aber in vollem Umfang für sie eingesprungen.
Sogar meine IT-Kollegen, alle männlich, freuten sich und erzählten von ihren Vatererlebnissen und dass die Kleinen ja leider so schnell groß werden und wie doch die Zeit rennt.
3 Stunden später war ich wieder draußen, jedoch mit weiteren Besuchsterminen im Gepäck, war gar nicht so einfach durch die bevorstehende Urlaubszeit.

Ich war schon ziemlich knülle, aber es fehlten noch die Mützen. Die üblichen zweibuchstabigen Ladenketten sind zum Glück gleich ums Eck und bei H&M wurde ich auch direkt fündig. Ein Piratenanglerhut für den Großen, ein weißes Mützchen für die Kleine. Kurze Jungenhosen waren gerade im Angebot, 2 Stück mitgenommen. Bei der 3 für 2 Aktion mitgemacht, 2 T-Shirts und eine kurze Schlumperhose eingepackt. Dazu noch ein Kleidchen, weil deswegen eben 😉

Nach nebenan zu C&A, „bloß mal gucken, was die so haben“. Ein knallrotes Safarimützchen für die Kleene mitgenommen und dann entdeckte ich Fußball-Bodies für die WM. Leider nicht in der passenden Größe, da gab es nur ein T-Shirt. Hab’s trotzdem mitgenommen, werde schon eine passende kurze Hose in meinem Fundus haben. Ansonsten könnte ich ja eine Klöppeln, mich juckts derzeit eh wieder in den Fingern.

Tja, eigentlich wollte ich ja nur 2 Mützchen …

Randnotiz: meine IT-Kollegen haben wieder ordentlich über meine Vertreterin gejammert und zwei reden mittlerweile gar nicht mehr mit ihr. Satte Leistung.

Größe 2

Oh man, ich hab heute zum letzten Mal mein Mädchen mit einer Windel der Größe 1 gewickelt. Die kleineren passen zwar noch, aber kamen sie immer öfter an ihre Kapazitätsgrenze, vor allem nachts. Da es gefühlte Ewigkeiten dauert, mit Babyklamotten eine ganze Waschmaschine voll zu kriegen und wir überhaupt gar nicht so viele Kleidungsstücke in ganz klein haben, sind wir eben auf die nächste Größe umgestiegen.
Ein Strampler in der 56 wird auch langsam ein wenig knapp.

Ehrlich, das geht mir eindeutig alles viel zu schnell!

„Fürs Foto soll’s ja einigermaßen passen“

Mit diesen Worten begründete eine werdende Mama die in meinen Augen völlig unnötige Anschaffung von Babyklamotten. Mehrzahl.

In meinen Augen sollten Babyklamotten in erster Linie fürs Baby sein. Sie sollen das Kind warm und kuschlig halten. Sicher kann es dabei nicht schaden, wenn die Klamotten hübsch sind, die Zeiten, als Babies in Lappen gewickelt wurden, sind zum Glück vorbei. Aber man kann es auch übertreiben.

Nämlich, wenn sämtliche Sachen für die Babyprinzessin in rosa daher kommen. Wenn Klamotten nur nach dem Kriterium gekauft werden: oh, das ist aber süß. Wenn Klamotten ausrangiert werden, weil man später auf den Bildern sehen kann, dass die Sachen nicht der neuesten Mode entsprachen. Wenn der 30. Body in Größe 50 gekauft wird mit der Begründung aus der Überschrift.

Alle Beispiele aus der Luft gegriffen und völlig übertrieben? Nein, real so passiert.

Gerne würde ich dies mit Fotos belegen, aber leider darf ich diese Bilder nicht veröffentlichen wegen Urheberrecht und so.

Klar kauf ich auch nen Strampler, weil der knuffig aussieht. Und ich häkel Mützchen mit zweifelhaftem Gebrauchswert. Ich finde, man darf als Neumama auch ein bissl abgedreht sein, was das angeht. Doch wie bei allen Dingen kann man es auch hier furchtbar übertreiben. Muss es ernsthaft ein Kinderwagen für über 700 Euro sein? Ein Kinderhochstuhl für über 150 Euro? Ein Kinderbett jenseits der 500 Euro? Ein einzelner, weißer Body für über 25 Euro, ohne Öko und Fair Trade, nur weil da ein Markenname aufs Wäscheetikett gedruckt ist? Und da davon 10 Stück. Ein 4-türiger Kleiderschrank für ein 2-jähriges Mädchen, so voll Klamotten, dass für das neue Geschwisterchen kein Platz mehr ist.

Was sagt das über die Mütter aus? Was für Auswirkungen hat das auf die Kinder?

Ich hoffe nicht solche, wie sie ein Freund heute berichtete, seines Zeichens Kindergärtner (ja, männlich, gibt’s auch 🙂 ):
Bei ihm im Kindergarten wurde Fasching gefeiert, Thema Vogelhochzeit. Es tauchten sage und schreibe 12 Mädchen als Prinzessinnen oder Feen auf.
Wir rollten beide mit den Augen, denn gerade beim Thema Vogelhochzeit kann man so tolle Kostüme basteln, die auch einem Mädchen gefallen. Dazu muss man aber die Diskussion mit der kleinen Prinzessin aushalten und ihr erklären, dass das Feenkleidchen zu diesem Anlass eben nicht geht. Zwei der Mütter haben tatsächlich zugegeben, dass das Kind im Kleid kam, weil sie eben jener Diskussion aus dem Weg gehen wollten. Ich vermute, bei den restlichen Müttern war es genauso, nur haben die es nicht erwähnt.

Es ist immer wieder erfrischend, die Auswirkungen zu sehen, wenn Kindern keine Grenzen gesetzt werden!

P.S. Was auffällt ist, dass solche Auswüchse fast ausschließlich bei Mädchen-Mamas vorkommen. Theorien dazu?

Ferdsch

wie man hier in unserer Gegend so sagt 🙂

Alle Sachen von der Leine sind trocken und wurden ihren Bestimmungsorten übergeben.

Schnuffeltuch, Kissen, Beschützerdrachen, Schlafsack, Matratzenschoner und Bettlaken im Bett:

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Alle Klamotten im Regal, bis auf die kleinen Jäckchen, die hängen in Papas Kleiderschrank:

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Da sind zwar auch ein paar Sachen in Größe 62 dabei, aber ich hab mir sagen lassen, dass die Kleinen da unglaublich schnell reinwachsen 😉

Babyfieber, Teil 2

Nachdem der gestrige erste Versuch mehr oder weniger gescheitert war, wollte ich es heute noch mal wissen. Ich kramte also den großen Umzugskarton, auf dem Babyklamotten 50-68 stand, aus dem Regal.

Nach dem Öffnen purzelten mir erstmal unzählige Plüschtiere entgegen, darunter auch mein geliebter dunkelblauer Hase und mein nicht minder geliebter grauer, einäugiger Elefant. (Das zweite Auge hat er bei einer unglücklichen Landung auf Marmorfußboden nach einem Sturz aus dem ersten Stock in meinem Schulhort verloren.)
Wie sich das nach Murphy’s Law gehört, lagen die Klamotten der Größe 62/68 oben und wurden nur durch eine Schicht Spielzeug von den kleineren getrennt.

Ich kramte also alles aus und untersuchte es auf Brauchbarkeit. Einiges Spielzeug hatte die Einlagerung nicht überlebt, oder war schon kaputt im Karton gelandet (warum eigentlich?). Ich sortierte großzügig aus, es wird bestimmt auch diesmal wieder genug Spielzeug von den verschiedensten Seiten geben.

Die meisten Klamotten befand ich für gut, fragte mich aber wieder einmal, was ein so kleines Kind mit gefühlt 50 Paar Socken anstellen soll. Die Bodies allerdings, besonders die ganz kleinen, sahen nicht mehr so toll aus, sehr verwaschen, verzogen und die Metalldruckknöpfe haben teilweise Rostspuren im Stoff hinterlassen. Ich werde also demnächst mal losstiefeln müssen, um eine Sackladung neuer Bodies zu erstehen. Oder ich nehm den Onlinehändler nebenan 🙂

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Insgesamt aber genügend Sachen, damit der Krümel nicht nackig rumzappeln muss. Und obwohl wir auf Unisex geachtet haben, sind doch Sachen dabei, die sich nur für Jungen oder für Mädchen eignen und dabei gleichzeitig das Prädikat besonders süß ergattern können.

Und ich fand mein Lieblingsstück wieder:

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In diesen knuffigen Anorak gekuschelt, fast schon darin verloren, kam damals unser Kleener aus dem Krankenhaus nach Hause. Mir geht immer noch das Herz auf, wenn ich daran denke ❤

Babyfieber

Um mich herum und im Internet gibt es jede Menge Mitschwangere und diese berichten regelmäßig von ihren Einkaufstouren. Da werden jetzt schon komplette Klamottenkollektionen gekauft, die das Baby bis zum Ende des 2. Jahres einkleiden. Die Kinderzimmer werden allerorten in rosa und blau gepinselt und das obligatorische „Prinzessin“ oder „Prinz“ an die Tür geklebt. Es werden Kinderwagen verglichen, wie es sonst nur Männer mit Autos können. Es werden jetzt schon die Gutscheine für die Pampers-Großpackungen gehortet. Es werden bitterliche Tränen geweint, wenn der Ultraschall beim Arzt nicht das Geschlecht enthüllen kann, weil dann die Shoppingpläne wieder auf Eis gelegt werden müssen, da man doch unmöglich irgendetwas in neutralen Farben kaufen kann.

Und ich hocke daneben und hab so überhaupt keinen Drang, irgendetwas für den Krümel zu besorgen. Also dachte ich mir, der Appetit kommt bestimmt beim Essen, zieh ich doch mal los in die Stadt und stöbere durch die Geschäfte, bestimmt finde ich dort etwas. Dieser Plan reifte schon seit einigen Tagen, ich war also entsprechend gewappnet und vorbereitet.

Ausgeschlafen und gut gelaunt ging es heute los, einmal quer durch die ganze Innenstadt. Jeder Nippes-Laden war meiner, jeder Klamottenladen, der auch was für Babys hat, sowieso. Ein großer Babymarkt war dabei, diverse Design-Shops, große Ladenketten.

Nichts.

Relativ schnell ging mir die Dauerbeschallung in den Läden auf die Nerven. Die Leute auch.
Gefunden habe ich nichts. Stattdessen wurde mir leicht schlecht, als ich die Angebote so sah. Entweder völlig überteuert oder zum Erbrechen kitschig. Oder beides.

Ich hatte gehofft, wenigstens einen Strampler oder ein paar Bodies oder ein Spieluhrmobile fürs Kinderbett ergattern zu können. Aber irgendwie fehlt mir da ein Gen. Immerhin hab ich Sachen gesehen, die tatsächlich orange oder grün waren und auf denen nur ein ganz kleines, superniedliches Tier draufgestickt waren. So richtig überzeugen konnten mich die Sachen allerdings auch nicht. Ich konnte mir einfach nicht vorstellen, dass mein Kind diese Klamotten tragen wird.

Nach 1,5 Stunden habe ich das Experiment abgebrochen und bin wieder nach Hause gefahren. Vermutlich muss ich einfach länger warten, um doch noch ins Babyfieber zu kommen.