Bloß von hier weg …

… so weit wie möglich!

Ging mir ja bei meinem letzten Blogeintrag nicht so dolle und die einzige vernünftige Lösung war, etwas an dem grundlegenden Problem zu ändern. Da ich C3 nicht austauschen kann, habe ich mich aus der Partie entfernt.

Ich bin also am nächsten Tag zu meiner Psychiaterin von vor zehn Jahren gegangen. Zumindest wollte ich das. Die Empfangsdame allerdings meinte, dass die Ärztin von damals verstorben sei. War mir egal, wie so ziemlich alles an diesem Tag. Die Dame meinte auch, ich könne einen Termin machen, in 2,5 Wochen.

Das wiederum war mir nicht egal, denn es ging mir JETZT schlecht. Ob ich denn nicht zu meinem Hausarzt gehen könne. Theoretisch ja, aber ich wollte auch Medikamente und Hausärzte sind dort nicht so bewandert. Dann müsste ich sehr lange warten. Ok, meinte ich, mir wäre es gleich, mir ging es einfach nur elend.

Ich wartete geduldig und hatte Glück, ein anderer Patient hatte kurzfristig abgesagt und so konnte ich bereits eine Stunde später mit der Ärztin sprechen. Sie ließ sich kurz meinen Werdegang schildern und den Grund für die jetzige Situation und war wie ich der Ansicht, dass aktuell der einzige Weg ist, mich dort rauszuholen, also krankzuschreiben.

Medikamente würde sie mir geben, denke aber, dass ich sie eigentlich nicht nötig habe, weil die Ursache klar ist und ich durch meine Vergangenheit reflektiert genug bin, um das ohne pharmazeutische Unterstützung hinzukriegen. Sie meinte zudem, dass sie keine Schwierigkeiten hätte, mich bis zum Ende der Befristung aus dem Rennen zu nehmen. Außerdem machte sie einen Vermerk, dass falls ich selbst kündigen sollte, ich nicht in die Sperrfrist vom Arbeitsamt laufe.
Am Ende des Gesprächs vereinbarten wir, dass ich es vorläufig ohne Medis versuchen sollte, wenn es aber nicht ginge, ich mir jederzeit das Rezept abholen könne. In zwei Wochen solle ich wiederkommen und die Verlängerung der AU abholen. Falls ich Gesprächsbedarf hätte, könnte ich auch zu ihr rein.

Ich fand das alles super, vor allen Dingen, dass sie mir so vorbehaltlos glaubte und meine Geschichte nicht als Befindlichkeit oder Übertreibung abtat. Erst da merkte ich, wie sehr mir dieses mich als Lügner zu bezeichnen zugesetzt hatte.

Seit drei Tagen bin ich nun zuhause und genieße die Zeit. Ich denke immer noch viel über die ganze Situation nach, habe aber für mich die Entscheidung getroffen, nicht wieder in die Firma zurückzukehren, solange C3 dort noch ist.

Die freie Zeit werde ich nutzen, um Bewerbungen zu schreiben und wieder auf die Beine zu kommen. Mir kommt das alles so bekannt vor, vor 10 Jahren ging es mir ganz ähnlich. Ein doofer Job, ein beschissener Chef, Depressionen und Panikattacken. Nur damals habe ich viel zu lange gewartet, habe völlig am Boden eine neue Stelle angetreten und ein Jahr später musste ich den eigentlich coolen und gut bezahlten Job mit sehr gutem Chef aufgeben. Ich befürchte, dass es diesmal wieder so kommen könnte, von daher bin ich sehr dankbar für die Pause.

Meinen Lebenslauf habe ich schon auf Vordermann gebracht, die wichtigsten Unterlagen hatte ich vor ein paar Wochen bereits mit nach Hause genommen. Nächste Woche werde ich eine Email an meine ISO-Kollegen schreiben, in der ich die Situation erkläre und mich entschuldige, sie im Stich lassen zu müssen. Was C2 oder C3 von meiner Abwesenheit halten, ist mir egal, immerhin haben sie es sich selbst zuzuschreiben.

Seit dieser Entscheidung geht es langsam wieder aufwärts. Ich bin neugierig, wo es mich hinverschlägt. Oder vielleicht mache ich mich auch selbstständig, so ein oder zwei Ideen habe ich bereits seit Längerem im Hinterkopf, bislang aber nie dem Mut gehabt, wirklich intensiver darüber nachzudenken.

Oder aber es kommt wieder alles gaaaaanz anders 🙂

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Wochenend und Sonnenschein

Gestern Abend klagte meine Süße über Schmerzen in der rechten Leistengegend. Weil sie kurz darauf einen riesigen Pups freiließ, dachte ich mir nix dabei und brachte sie wie gewohnt ins Bett.
Heute morgen war die Kleene arg knatschig und fühlte sich heiß an und meinte immer noch, der Bauch würde weh tun. Ein wenig ratlos gab ich ihr erstmal Fiebersaft. Der schlug gut an, doch nach 2 Stunden war’s vorbei mit der Ruhe, die Süße wurde unruhig und knatschig. Ein Arztbesuch war also unumgänglich. Blieb nur die Frage, wohin. Durch Zufall hatte heute unsere Kinderärztin Bereitschaft, aber ich war dennoch unsicher, ob nicht die Uniklinik, wo wir wegen der Doppelniere eh schon in Behandlung sind, nicht die bessere Alternative wäre. Ich diskutierte mit meinem Mann, befragte eine kompetente Facebookgruppe, aber so ein wirklich eindeutiges Ergebnis brachte das alles nicht.

Wir sind dann in die Uniklinik gefahren, weil wir dort ja auch standardmäßig wegen der Doppelniere in Behandlung sind und ich dachte, dann könnten die Ärzte das gleich in der Akte alles nachlesen und zum anderen haben sie dort alles vorrätig.
An der Anmeldung kam der Verdacht auf Blinddarmentzündung auf, was ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte, aber an sich auch gut zu den Symptomen gepasst hätte.
Daheim hatte ich vorsorglich einen Urinbeutel geklebt, denn ohne Urinprobe würden sie uns bestimmt nicht gehen lassen und bis man so eine Probe hat, kann es ja auch gerne mal dauern.
An der Anmeldung hatte ich bereits die Stichworte Doppelniere und Reflux erwähnt, aber die sind auf dem Weg zur Kinderambulanz verloren gegangen. An der dortigen Anmeldung sagte ich die Losungsworte erneut und verursachte damit Verwirrung, ob dies nun ein pädiatrischer oder chirurgischer Notfall wäre. Wir durften erstmal im Wartebereich Platz nehmen und ich stellte mich auf einen längeren Aufenthalt ein.

Umso überraschter war ich, als wir nach 10 Minuten schon aufgerufen wurden. Eine Schwesternschülerin machte eine Anamnese, ich zählte die Symptome auf und erwähnte wieder Doppelniere und Reflux. Die Schülerin schrieb alles fleißig mit, wog das Kind und maß nochmals Fieber. Das wurde zwar schon bei der zweiten Anmeldung gemacht, aber das Ergebnis offenbar nirgendwo vermerkt.
Ich schaute immer mal nach dem Urinbeutel, aber da war nix und die Kleene jammerte jedes Mal, wenn ich sie fragte, ob sie denn pullern müsste.
Nach 10 Minuten kam der Arzt, ließ sich wieder alles beschreiben, offenbar hatte keinerlei Kommunikation mit der Anmeldung oder der Schwesternschülerin stattgefunden. In meinem jugendlichen Leichtsinn ging ich davon aus, dass der Arzt einen Blick in die Akte geworfen und dort die Doppelniere entdeckt hatte. Seine Untersuchung ging aber auf diesen Aspekt gar nicht ein und erst auf Nachfrage schaute er sehr erstaunt und bestand dann natürlich auf der Urinprobe. Immerhin konnte er Nierenbeckenentzündung ausschließen, denn da hätte die Kleene wohl ganz argen Druckschmerz in der Nierengegend. Wenigstens etwas.

Nach einigem Hin und Her konnte sich die Kleene endlich durchringen, aufs Töpfchen zu gehen und der anschließend durchgeführte Test ergab rote und weiße Blutkörperchen im Urin. Yay 😦
Als letztendliche Diagnose stellte der Arzt dann fest, dass sie einen Harnwegsinfekt + Angina hat, verschrieb uns ein AB und am Montag sollten wir in der Kinderurologie anrufen und die weitere Behandlung abstimmen.

Ich hab jetzt erstmal genug von der Notaufnahme. Können unsere Kinder nicht zu normalen Öffnungszeiten krank werden wie andere Kinder auch?

Arztwechsel

So an und für sich bin ich eine treue Socke und wenn ich mich mal für etwas oder jemanden entschieden habe, dann bleibe ich fast immer dabei. Es sei denn, das- oder derjenige ist nicht mehr verfügbar oder hat mich schwer enttäuscht.

So wie mein Hausarzt letztens. Ich komme schlicht nicht über die Tatsache hinweg, dass er mich einfach ausgelacht hat, als ich mich mit meinen Sorgen und Nöten vertrauensvoll an ihn gewandt habe. Hätte er es bei ein paar beschwichtigenden, vielleicht auch relativierenden Worten belassen, hätte ich noch darüber hinweg sehen können. Aber einen Patienten auslachen geht echt gar nicht, mein gekränktes Ego hin oder her.

Nun ist es aber so, dass ich seit über drei Wochen einen echt ekligen, hartnäckigen Husten habe, der mich fast rund um die Uhr plagt. Morgens und vorm Einschlafen ist es am Schlimmsten, da krampft mein ganzer Körper. Richtig schlafen kann ich deswegen auch nicht, ich werde viel wach und habe sofort einen neuen Hustenanfall. Tagsüber sind die Anfälle seltener, aber trotzdem sehr nervig, vor allem wenn ich versuche, mich auf meine Prüfung vorzubereiten. (Zum Glück habe ich da keinen Termindruck, ich sollte sie nur bis irgendwann Ende September machen, vermutlich ginge aber auch noch später.)

Der normale Mensch würde zum Arzt gehen und das abchecken lassen, kann ja alles Mögliche sein. Auf jeden Fall kann der Arzt ein paar erleichternde Medikamente verschreiben oder sowas. Doch jedes Mal, wenn ich mir vorstellte, zum Arzt zu gehen, sah ich nur wieder meinen lachenden Hausarzt vor mir, der mir sagt, ich solle mich nicht so anstellen, ist doch nur’n Husten. Als wenn ich mich anstellen würde, wenn ich kurz vorm Ersticken bin. Als wenn ich mir die Schmerzen nur einbilden würde, gegen die auch eine volle Dröhnung Paracetamol nicht hilft, weil sämtliche Rippen und Muskeln weh tun durch die Attacken.

So kann es irgendwie nicht weiter gehen und deswegen werde ich morgen zu einem neuen Arzt gehen, eine Ärztin diesmal, zwei Straßen weiter. Mehr wie auslachen kann sie mich auch nicht und falls sie das tut, gibt es noch 10 andere im Umkreis von einem Kilometer. Darunter wird bestimmt einer sein, der seine Patienten ernst nimmt, auch wenn sie mit scheinbar seltsamen Anliegen bei ihm aufschlagen.

Ich werde berichten …

Lebenszeichen

Zugegeben, ich habe mich ein wenig rar gemacht. Ich habe aber eine richtig gute Ausrede dafür.

Finde ich!

buchse

Dieser knackige Typ ist an meinem derzeitigen akuten Zeitmangel Schuld 🙂

Vor 4 Wochen kam nämlich der 3. Teil der Witcher-Saga heraus und seitdem nutze ich jede freie Minute, um die große weite Welt Temeriens zu erkunden. Mein Geralt hat in der Zwischenzeit ein paar mehr Sachen an und schon diverse Biester erlegt.
Die eine oder andere Frau war auch darunter 😉

Bewerbungstechnisch sieht es nach wie vor mau aus, in den einschlägigen Jobportalen gibt es keine brauchbaren Stellen, dafür hat mir das Arbeitsamt eine Stelle angeboten, die an sich gut passen würde. Wäre der Arbeitsort nicht gute 80 km entfernt, was für mich einen Arbeitsweg von einer guten Stunde ohne Stau für die einfache Strecke bedeutet. Dazu noch im sehr zeitintensiven Projektgeschäft, wo Überstunden eher die Regel sind, was dann in der Konsequenz täglich 11 oder 12 Stunden Abwesenheit von daheim bzw. keinerlei Kontakt mehr mit wachen Kindern bedeutet. Finanziell wäre es auch nicht der Bringer, öffentliche Verwaltung eben. So erpicht bin ich da ehrlich gesagt nicht drauf.

Dafür hatte der Große sein Erfolgserlebnis an der neuen Schule. Dort war am Freitag Schulfest mit Kuchenbasar, Eisstand, Schulführung und Fußballturnier. Als Krönung kam auch noch das Maskottchen des größten lokalen Fußballvereins vorbei und verteilte Autogramme, was meinen Rabauken mal wieder völlig zum Ausflippen brachte ❤
Jetzt kann er es wirklich kaum noch abwarten, dass es endlich mit der Schule losgeht, obwohl er vermutlich ganz bitterlich enttäuscht sein wird, wenn er herausfindet, dass das Maskottchen nicht jeden Tag in der Schule sein wird.
Ganz generell macht die Schule einen echt guten Eindruck, sehr offen, sehr entspannt, sehr tolerant. In einer der Klassen stammten die Kinder aus 17 verschiedenen Nationen.

Meine Süße macht mir allerdings ein paar Sorgen. Seit zwei Tagen fiebert sie vor sich hin, ohne das es einen ersichtlichen Grund dafür gibt. Ihr läuft nur ein wenig die Nase, aber sonst macht sie einen total fitten Eindruck, rennt durch die Gegend, isst wie ein Scheunendrescher, trinkt viel, macht die Windeln ordentlich voll. Plappert in gewohnt fröhlicher Art vor sich hin und deutet auf alles, was sich vor ihren Zeigefinger schiebt. Und das bei knapp 40 Grad Fieber.
Wenn der große Bruder so hohes Fieber hatte, dann lag er immer schlapp in der Ecke und ging sogar freiwillig ins Bett. Die Kleene ist nur ein wenig kuschliger als eh schon, sonst aber wie immer. Sehr seltsam.

Aber sonst ist alles gut bei uns 🙂

Zuviel

Sieht so aus, als müsste ich den vergangenen Monaten letztendlich Tribut zollen.

Mir geht es nicht gut. Ich schlafe schlecht. Bin häufig mies gelaunt. Kann mich zu nichts aufraffen. Habe ständig Kopfschmerzen.

Am liebsten würde ich mich für 1-2 Wochen einfach aus der Welt ausklinken, ganz allein irgendwo hin fahren, egal wo, Hauptsache weg von der Verantwortung, der Abhängigkeit, dem Müssen.

Ich liebe mein Mädchen über alles, doch derzeit nervt es mich so unglaublich, da sie – mal wieder – jegliche feste Nahrung verweigert und nur auf mich fixiert ist. Meist mag ich die intimen Momente des Stillen, aber gerade jetzt ist es mir zuviel.

Zuviel, immer diese Familie vorm Zerbrechen zu bewahren, zumal ich das Gefühl habe, dass diese Bestrebungen nur einseitig sind. Mein Mann weigert sich, sich professionelle Hilfe zu suchen und macht einfach weiter wie bisher. Für ihn scheint das alles normal zu sein, während ich leide. Darüber reden will er nicht.

Mein Vertrauen ist zerstört. Schön, dass er jetzt wieder öfter weggeht, sich mit Freunden trifft, aus seiner Lethargie erwacht. Bei mir ist jedoch jedes Mal die Angst dabei, dass am nächsten Morgen alles anders ist, dass nachts zuvor erneut jemand war, der ihm gezeigt hat, was alles möglich sein kann.

Aus dem angepeilten Gespräch zwischen Weihnachten und Neujahr ist nichts geworden, er hat es schlicht ausgesessen. Als ich ihn darauf ansprach, zeigte er sich gesprächsbereit, doch am Ende habe nur ich Vorschläge gemacht, welche er alle gut fand, von denen aber nicht ein einziger bisher umgesetzt wurde.  Von ihm kam nichts.

In all dieses Chaos kam die Nachricht mit der Kündigung. Wo meine Kraft gerade so zum Überleben reicht, soll ich mich zudem noch dem demütigenden Prozess der Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und Absagen widmen.

Eigentlich steht auch immer noch der Umzug im Raum, da sich die Hausverwaltung wie gewohnt nicht um das Schimmelproblem kümmert. Übrigens kümmert sie sich auch nicht um eine mögliche Ratenzahlung der Nebenkostennachzahlung, ein weiteres Thema, welches unerledigt auf dem Tisch rumlungert. Für einen Umzug bräuchten wir aber eine neue Wohnung, aber wie soll man eine finden, wenn man nicht mal danach sucht. Wenn ich es nicht mache, dann auch kein anderer.

Wie beim Thema Einschulung, Schulwechsel, Schuleingangsuntersuchung, Auto, Urlaub, Kindergrippe, …

Ich könnte mir vom Arzt was verschreiben lassen, doch dazu müsste ich zu ihm hingehen. Derzeit für mich unmöglich. Meine Therapeutin anrufen. Genauso unmöglich.

Mehr schlafen. Mein Kopf lässt mich nicht.

Mehr.

Zuviel.

Ich habe Knie

Rücken kann ja jeder.

Obwohl, weh tut mein Rücken auch. Aber nicht so sehr wie mein rechtes Knie. Seit einigen Wochen, genauer gesagt, seit dem Urlaub, muckert es jeden Tag mehr. Ich glaube, es hat unsere langen Märsche durch die mehr oder weniger gut gepflasterten italienischen Städte nicht sonderlich gut verkraftet.

Jedenfalls tat es heute so weh, dass ich statt des ursprünglich geplanten Artikels über das Ankommen im Alltag, diesen hier verfasse. Auftreten klappt auch nicht mehr wirklich gut und vermutlich werde ich morgen mein Glück beim Orthopäden des Vertrauens versuchen. Bin gespannt, wie das mit kleinem, süßem Quengelbaby klappt.

Die Nase voll

Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Kaum neigt sich der Sommer dem Ende entgegen, fange ich mir eine ausgewachsene Erkältung ein, mit allem Pipapo.

Schupfen, Nebenhöhlenentzündung, Kopfweh, Husten und Halsschmerzen. Zum Glück stille ich noch voll, so dass mir jegliche Medikamente oder auch nur Hustenbonbons versagt bleiben.

Dazu das immer noch stark zahnende Kind macht in Summe jede Menge Spaß. Na ja, oder was manche als Spaß definieren. Zum Papa geben kann ich das Kindlein auch nicht, weil Fremdeln gerade der ganz große Hit ist.

Im Moment rette ich mich eigentlich nur von Tag zu Tag und hoffe, dass es bald besser wird. Sowohl als auch.

Jammerlappen

Frau Dr. Josephine Chaos prägte den Begriff mediterraner Ganzkörperschmerz. Und auch, wenn ich nicht aus dem Mittelmeerraum komme, nehme ich diese Beschreibung heute für mich in Anspruch. Dazu kommt Schüttelfrost, Bauchgrimmen, tropfende Nase und bleierne Müdigkeit. Oder kurz: ich bin krank 😦

Zum Glück ist mein Mädchen heute recht leidlich und schläft aus Sympathie ganz viel und lässt sich sogar ablegen. Braves Kind.
Eventuell ist es auch krank, hat aber derzeit kein Fieber und jammert – im Gegensatz zu mir – nicht. Ich werde beobachten und berichten.

Als Lichtblick kam heute der Ersatz für meine defekte Maus aus Kalifornien, nach nur 10 Tagen von der ersten Kontaktaufnahme bei Evoluent. Sehr schnell, sehr unkompliziert, Daumen hoch. Die Maus ist auch nicht schlecht, sehr zu empfehlen bei chronisch Schulterschmerzgeplagten, wie meinereiner es ist.

Nachtrag: Um halb 3 in der Nacht feierte mein Abendessen ein grandioses Comeback, aber seitdem ist das Bauchgrimmen wenigstens weg. Immerhin ein Anfang!

Krank :(

Nachdem mich meine Jungs mehrere Wochen lang mit ihren Keimen beworfen haben, haben meine Abwehrkräfte endgültig aufgegeben und jetzt hock ich da mit verstopfter Nase, nervigen Kopf- und unangenehmen Halsschmerzen.

Heute hatte ich auch noch Hebammenvorsorge und da der Kindergarten des Großen erst am Montag wieder öffnet, hab ich ihn kurzerhand mitgenommen. Und er hat sich anfangs schon sehr gewundert, wusste er doch immer noch nichts von dem Baby in meinem Bauch. Aber er hat es ganz gut aufgenommen, traute sich nach anfänglichem Zögern sogar, meinen Bauch zu streicheln. Und als er dann noch mit den Herztönen lauschen konnte, war er dann auch überzeugt, dass da ein Geschwisterchen für ihn unterwegs ist.

Er hat es ganz gut aufgenommen und war auch sofort bereit, sein Zimmer mit dem Baby zu teilen. Er bot ihm sogar einen Platz auf seiner Couch an. Aber er stritt ab, dass er jemals auch so ein kleines Baby gewesen war 🙂
Besonders niedlich fand ich, als er Papa bei dessen Heimkehr von den „Neuigkeiten“ berichtete.
Er suchte dann auch schon fleißig Namen aus, Luc oder Lukas für einen Bruder und Rosa oder Rosanne für ein Mädchen. Nicht unbedingt unsere Favoriten, aber mal schauen.

Ich bin auf jeden Fall erleichtert, dass er das so gut aufgenommen hat, ich hab mir die letzten Tage doch einigermaßen Sorgen gemacht, auch weil er eben bis dahin so gar nicht fragte, was es mit dem dicken Bauch bei mir auf sich hat.
Leider konnte ich der Hebamme nicht all die Fragen stellen, die mir unter den Nägeln brannten, weil der Große zuviel ablenkte und ich das meiste dadurch und durch meinen eher schlechten Allgemeinzustand vergessen hatte. Dann eben beim nächsten Mal.

Weihnachtsstress – Nachtrag

Uff, mal wieder überstanden.

Entgegen den ersten Befürchtungen blieben die großen Dramen aus. Wir durften auch, ganz unserem ursprünglichen Plan folgend, in Ruhe in die Apotheke fahren, das Läusemittel kaufen, um es dann bei meinen Eltern daheim anzuwenden. Meiner Ma ist in der Zwischenzeit auch aufgefallen, dass sie sich beim letzten Besuch des Enkels hätte anstecken können.
Zeichen und Wunder 😉

Trotzdem war es anstrengend. Meine Eltern wollten außerdem dieses und jenes an ihren Rechnern eingerichtet haben und gleichzeitig motzte der WLan-Router rum. Das neue Handy meines Mannes wollte auch versorgt werden, zum Glück hatte mein Guter seine Pin-Nummer nicht im Kopf. Also war ich den Großteil der Zeit damit beschäftigt, die Technik auf Vordermann zu bringen. Ob es geklappt hat, wird sich die nächsten Tage zeigen.

Der Krümel tobt seit einigen Tagen auch wieder wie verrückt und probiert alle möglichen Positionen mal aus, so dass ich wahlweise Tritte auf die Blase, in die Seite oder gegen die Rippen kriege. Alles immer atem- und schlafraubend. Dazu noch ne dicke Erkältung bei meinem Mann und bei mir ein leichter Schnupfen, so dass wir uns nachts gegenseitig durch unser Schnarchen wach halten.

Jetzt will ich die nächsten Tage einfach mal nix tun, viel schlafen und erholen und vielleicht auch wieder mal bloggen, hab so ein paar Themen auf Halde, für die mir aber in der letzten Zeit der Nerv fehlte.