Wait for something to happen

In dem Lied gibt es oben genannte Textzeile und das ist auch genau der Zustand, in dem ich mich gerade befinde. Nicht, dass in der Vergangenheit zu wenig passiert wäre, aber all diese Ereignisse verdammen mich derzeit zum Warten, ohne wirklich etwas tun zu können.

Ich kann nicht mit meinen Eltern über die veränderte Situation reden, da wir dort Weihnachten und nächstes Wochenende noch den 55. bzw. den 60. Geburtstag meiner Eltern feiern wollen. Ich würde ihnen erstens diese Feiertage versauen, denn vor allem meine Ma macht sich immer enorme Sorgen. Und zweitens könnte sie wohl ihre Verachtung ob des Verhaltens ihres Schwiegersohns nicht verhehlen und sehr wahrscheinlich würde die ganze Situation eskalieren und dann noch dazu in einer Zeit, in der meine Ma echt schon stresstechnisch auf dem Kieferknochen läuft, Zahnfleisch ist da keines mehr da.

In meinen Gedanken stelle ich mich immer mehr auf die neue Wirklichkeit ein, plane die Zeit nach dem Auszug meines Mannes, überlege, was ich mit dem zusätzlichen Platz anstellen werde. Mir graut es vor dem Auseinanderklamüsern unserer Dinge. Bei den Möbeln ist es noch relativ unkompliziert, er kann schlecht von mir verlangen, dass wir uns die Küche teilen, unser Sofa im Wohnzimmer gibt es auch nur als Ganzes, unser Bett werde ich auch nicht zersägen können. So wird der Großteil einfach mal hier bleiben müssen, zumal ein nicht unerheblicher Teil von mir in die Ehe gebracht wurde. Bei den DVDs sieht das alles wieder ganz anders aus, ich kann beim besten Willen nicht mehr sagen, wer da was geholt oder wem geschenkt hat. Bücher und CDs sind da wieder unkompliziert, zu unterschiedlich sind hier unsere Geschmäcker.

Wie die Kinder auf die veränderte Situation reagieren, allen voran der Große, der doch eher ein Sensibelchen ist. Wie das mit der Aufteilung klappt. Wie ich es ertrage, die Kinder nur noch die Hälfte der Zeit um mich zu haben. Ob das mit der Kleinen überhaupt so geht, da sie noch sehr abhängig von mir ist. Ob das wirklich so günstig ist, dass mein Mann ans andere Ende der Stadt zieht und dem Großen einen, wie ich finde, extrem langen Schulweg aufbürdet. Ob ich das wirklich so akzeptieren muss.

Wie sich das alles organisatorisch darstellen wird, ist mir noch völlig unbekannt. Ich weiß nicht, wo die Kleine ab Frühjahr in die Krippe geht, da wir noch keinen Platz haben, wie das dann mit dem Kindergarten des Großen hinhaut und wie sich das alles mit meiner Arbeit verträgt. Ich werde 40 Stunden gehen, dafür werde ich bezahlt und ich brauche das Geld auch. Was mein neuer, mir bislang unbekannter Chef dazu sagen wird, ob er einsieht, dass ich bereits um halb Acht anfangen werde, damit ich entsprechend zeitig Feierabend machen kann, um die Kinder abzuholen, weiß ich nicht. Ob es mit ihm die Möglichkeit gibt, mit Home Office ein paar Stunden weniger auf Arbeit sein zu müssen? Das alles in der IT-Branche, die eher für ihre späten Arbeitszeiten bekannt ist. Was ist mit Dienstreisen zu unseren Außenstellen, wenn ich über Nacht wegbleibe. Mir bereitet das ganz schöne Kopfschmerzen.

Meine persönliche Zukunft ist ebenso unbekannt. So ganz perspektivisch hätte ich irgendwann schon gerne wieder jemanden an meiner Seite und bin gerade dabei zu überlegen, wie derjenige sein sollte und ob es so jemanden überhaupt geben kann. Wie das mit den Kindern wäre. Es wäre toll, hätte ich jemanden, der mir die Hand hält und sagt, alles wird gut, wir kriegen das gemeinsam hin. Und so zwei, drei Komplimente könnten meinem geschundenen Ego auch nicht schaden. Aber egal, wie schön das wäre, ich glaube, dass wäre mir im Moment dann doch zuviel. Initiativbewerbungen nehme ich trotzdem entgegen 😉

Und immer dieses doofe Warten, wo ich doch so ungeduldig bin.

Erstausstattung

Der gestrige Artikel ließ mich die ganze Nacht nicht los und ich dachte darüber nach, was wir damals vor 5 Jahren beim Großen alles vor der Geburt und in den ersten 6 Monaten angeschafft haben. Zu vielen Anschaffungen gibt es außerdem kleine Geschichten oder Erklärungen, die auch einmal erzählt werden wollen. Um den Überblick nicht zu verlieren, gibt es am Ende des Textes eine Auflistung aller Gegenstände, die ich für sinnvoll erachte. Sollte ich etwas ganz wichtiges vergessen habe, so bin ich dankbar für Hinweise in den Kommentaren oder per Email. Zur damaligen Zeit war ich arbeitslos und bekam nur Arbeitslosengeld, mein Mann ging 20 Stunden die Woche arbeiten. Wir kamen finanziell zurecht, aber große Sprünge waren nicht drin, weswegen wir immer auf der Suche nach preiswerten Angeboten oder Alternativen waren.

Wir wandten uns zunächst an eine Familienberatungsstelle, in unserem Fall die Diakonie, und erkundigten uns nach zustehenden Hilfen. Finanziell sind wir haarscharf wenige Euros an der Bemessungsgrenze vorbei geschrammt, so dass wir alle Ausgaben fürs Kind aus eigenen Mitteln bestreiten mussten. Aber wir bekamen viele Tipps, Broschüren und Hilfen beispielsweise beim Elterngeld und der Elternzeit.

Als erstes schafften wir uns eine neue Wohnung an, da unserer alten das Kinderzimmer fehlte. Es gab zwar ein drittes Zimmer, doch war an diesem Zimmer der Balkon und in meiner Vorstellung spielte ich sämtliche Horrorszenarien, die damit in Zusammenhang stehen könnten, durch. Wir zogen also in eine 4-Zimmer-Wohnung direkt unters Dach. Der Vermieter war so kulant, uns zwei Monate lang nur zum Warmmietenanteil wohnen zu lassen, so dass wir in Ruhe die Wohnung malern und einrichten konnten. Ich besorgte im Baumarkt grüne, gelbe und blaue Farbe und strich im Zimmer die zwei schmalen gegenüberliegenden Wände hellgrün, die anderen beiden sonnengelb. Außerdem kauften wir eine Schablone mit Winnie-Pooh-Motiv und dazu passende Stempel. Ich malte dann mithilfe der Schablone eine dunkelblaue Bordüre auf die Rauhfasertapete und bestempelte den darunterliegenden Bereich in der gleichen Farbe. Dazu kam eine Deckenlampe, die mir auf Anhieb gefiel, aber zu teuer war. Nach einiger Suche fand ich einen Anbieter, der die selbe Lampe zur Hälfte des Preises verkaufte. Kostenpunkt: Farbe 30 €, Deko 20 Euro, Deckenlampe 35 €.

In einem Babymarkt fand ich ein komplettes Kinderzimmer, bestehend aus einem 3-türigen Schrank, einer Wickelkommode und einem Babybett, welches später zu einem normalen Bett umgebaut werden konnte. Leider waren die Fronten in weiß und nur der Korpus in holzfarben, was wiederum meinem Mann nicht so gefiel. Andersfarbige Modelle waren jedoch jenseits unserer finanziellen Möglichkeiten. Ich ergatterte im Baumarkt ein Aufkleberset mit einem springenden Tigger und damit verschönerte ich die eher langweiligen Schrankfronten. Kostenpunkt: Möbel 400 €, Deko 12 Euro.

Für das Bett kauften wir eine Matratze samt wasserdichtem Matratzenschoner, ein Kopfkissen und eine Bettdecke (beides brauchten wir aber erst viel, viel später). Den Schonbezug fand ich ganz praktisch, da eine Windel durchaus auch mal undicht werden kann oder das Baby spuckt und sich dadurch Schäden an der Matratze vermeiden lassen, die man nicht mal eben so in die Waschmaschine stecken kann. Dazu bestellte ich bei Ebay ein Set bestehend aus Betthimmel samt Stange, Nestchen (nie benutzt wegen SIDS), Wickeltischauflage, Bettwäsche und einer Schürze fürs Bett, deren Sinn sich mir nicht wirklich erschloss. Insgesamt eine eher unnötige Anschaffung, Bettwäsche und Wickeltischauflage hätte es separat sicher wesentlich preiswerter gegeben. Kostenfaktor: Matratze, Kissen, Bettdecke um die 50 €, Bettset 75 €.

Im Babymarkt kaufte ich einen kleinen Winnie-Pooh-Teppich. Nicht unbedingt notwendig, aber erstens war er im Angebot und zweitens wäre sonst im Zimmer nur blanker Laminatboden und drittens, weil wegen Winnie-Pooh. Dazu kam noch ein Spieluhr-Mobile mit „Guten Abend, gut Nacht“ als Melodie, welches ich auch gleich ans Babybett montierte. Kostenfaktor: jeweils 20 €.

Bei Ebay ersteigerte ich Klamottenpakete. Da gibt es praktische Zusammenstellungen für die jeweiligen Größen. Fürs erste halbe Jahr reichten bei uns die Größen 50-68, da unser Kleener eher langsam wuchs und recht schmächtig war. Im Paket für die Größe 50-56 war ein Babyschlafsack dabei sowie einfache, dünne Babymützchen und ausreichend Klamotten, um das Baby täglich mehrmals mit frischer Wäsche zu versorgen. Der Schlafsack ersetzt am Anfang die Bettdecke und senkt das SIDS-Risiko. Die Mützchen geben dem Babykopf Begrenzung, denn es ist eine ganz schöne Umstellung für das Kind, nach Wochen oder Monaten kopfüber im Becken liegend, auf einmal gar nichts mehr am Kopf zu haben. Außerdem geben sie dem Kind einen coolen Raumfahrerlook 😉 Kostenfaktor: jeweils um die 35 €.

Unser Kind entwickelte nach kurzer Zeit einen sehr platten Hinterkopf, dem auch nicht mit stützenden Rollen im Rücken oder einem Auflagenring für den Kopf Abhilfe geschaffen werden konnte. Wir bekamen von der Hebamme den Tipp, uns ein Kopfkissen mit Loch zu holen, was diese Problematik mildern oder gar ganz beheben sollte. Gesagt, getan, wir kauften ein SimoNatal-Kissen und machten damit sehr gute Erfahrungen. Da dieses Kissen auch in Apotheken zum gleichen Preis verkauft wird, kann man sich dort ausgiebig beraten lassen. Kostenfaktor: 40 €.

Auch bei Ebay stöberte ich nach einem gebrauchten Kinderwagen und wurde fündig. Keinen Kilometer von uns entfernt bot jemand einen fast neuen Kombikinderwagen für 35 Euro Startgebot an. Da das Angebot nur für Selbstabholer galt und sich augenscheinlich sonst niemand dafür interessierte, bekam ich den Zuschlag. Wir vereinbarten einen Übergabetermin und holten das himmelbau-graue Gefährt ab. Die Verkäuferin erzählte uns, warum sie einen fast neuen Kinderwagen verkaufen. Sie waren frischgebackene Eltern eines gesunden Mädchens und hatten diesen blauen Wagen, mit dem sie eigentlich ganz zufrieden waren. Nur der Großmutter widerstrebte es, ihre Enkelin in eben diesem blauen Wagen durch die Gegend zu kutschieren. Kurzerhand kaufte sie ein rosafarbenes Monster für richtig viel Geld und schenkte es den Eltern. Glück für uns, hatten wir so einen ungefähr 10 mal benutzen Wagen mit über einem Jahr Garantie.* Kostenfaktor: 35 €.

Von einer Bekannten bekam ich ein Tragetuch für den halben Preis überlassen. Da gute Tragetücher gemacht sind, um lange zu halten und in der Regel fest gewebt sind, gehen die auch kaum kaputt, nur die Farbe kann durchs Waschen ein wenig verblassen, weswegen der Preis durchaus angemessen ist, gebraucht hin oder her. Mein Tuch ist Modell Anna von Storchenwiege und ich kann es nur empfehlen. Ich habe es vornehmlich in der Wohnung eingesetzt, da mein Kleener großen Kuschelbedarf hatte und ich ihn so gleichzeitig nah bei mir haben konnte und trotzdem noch mobil war.
Da der Papa mit dem Wickeln des Tuches nie so richtig zurecht kam und ich mir persönlich das Tragen des Babies auf dem Rücken nie zutraute, da es dazu eines Wurf des Babies im Tuch über die Schulter bedarf, holten wir uns zusätzlich noch einen Bondolino. Wir haben uns damals in einem Trageladen beraten lassen und kauften ihn auch direkt dort. Das Teil ist quasi unkaputtbar und hat mittlerweile 2,5 Babies getragen und sieht immer noch aus wie neu. Kostenfaktor: Tragetuch 35 €, Bondolino 85€.
WICHTIG: Bei allen Tragehilfen sollte darauf geachtet werden, dass die Anhock-Spreizhaltung des Babies unterstützt wird. Dies wird bspw. bei Babytragen, die es ermöglichen, das Kind vorm Bauch mit Blick nach vorn zu tragen, NICHT gewährleistet!

Damit das Kind beim Transport auf längeren Strecken gesichert ist, brauchts eine Babyschale fürs Auto. Wir haben uns für einen gebrauchten Maxi Cosi entschieden und sind gut damit gefahren. Unser Modell hat ein cooles Giraffen-Design, das ich so nie wieder gesehen habe. Kostenfaktor: 35 €.

Für die Zeit zuhause hat sich ein Laufgitter als nützlich erwiesen. Unseres fanden wir an der Suche-Biete-Wand im Supermarkt, wo ein gebrauchtes verschenkt wurden. Wir vereinbarten einen Termin, fuhren hin und mein Mann holte es ab, während ich im Auto wartete, was auch gut so war. Denn mein Mann berichtete, dass ihm die Tür von einem stämmigen, glatzköpfigen Mann geöffnet wurde und am Ende des Flurs sah er eine Fahne mit Eisernem Kreuz hängen. Kurz darauf kam die Mutter des Mannes dazu, um zu sehen, wer denn das Laufgitter haben wollte. Sie konnte sich die Bemerkung nicht verkneifen, dass sie froh wäre, dass das Laufgitter an uns und nicht etwa an einen Türken oder Russen gehe, diesem Pack würde sie es auch gar nicht erst geben. Im Gegensatz zu mir kann sich mein Mann bei sowas auch mal die Diskussion sparen, er beeilte sich dennoch, da wieder wegzukommen. Kostenfaktor: 0 €.

Für die allererste Zeit, wo das Kind wirklich nur liegt und sich nicht mal alleine umdrehen kann, hatten wir eine Babyspieldecke irgendwo her bekommen, woher genau weiß ich nicht mehr. Entweder haben wir sie gebraucht für ganz kleines Geld oder gar ganz geschenkt bekommen. War jetzt nicht das hübscheste Modell, ließ sich aber gut zusammenpacken und konnte problemlos mit zu den Großeltern genommen werden. Kostenfaktor: max. 10 €.

Da wir doch recht häufig unterwegs waren, lohnte sich für uns die Anschaffung eines Reisebetts. Meine Eltern hatten ein Angebot in einem Babymarkt in ihrer Nähe entdeckt und als ich sie das nächste Mal besuchte, schauten wir uns zusammen das Teil an. Es war gut zusammenpackbar, nicht allzu schwer und ließ sich nach anfänglichen Schwierigkeiten leicht zusammen bauen. Wir hatten es in 2 Urlauben und bei diversen Kurztripps dabei. Kostenfaktor: 35 €.**

Meine Eltern schenkten uns eine einfache Babywippe ohne Schnickschnack oder Strom. Anfangs war ich skeptisch, ob ich so etwas überhaupt benutze oder gut finden sollte, fand dann aber eine absolut geniale Verwendung, die für mich eine Anschaffung absolut empfehlenswert macht. Und zwar schnallte(!) ich das Kind in der Wippe fest, schleppte es ins Bad und stelle es so vor die Badewanne, dass mich der Kleene während des Duschens direkt sehen konnte. So war er unmittelbar dabei und ich konnte mich ausgiebig 15 oder 20 Minuten lang der Körperpflege widmen und musste nicht innerhalb von 3 Minuten wieder aus der Wanne huschen. Unterstützend sang ich dazu schön schief und falsch „What shall we do with the drunken sailor“ 🙂
Ansonsten nutzten wir die Wippe so gut wie gar nicht, könnte mir aber gut vorstellen, dass man einen ähnlichen Effekt bspw. in der Küche beim Kochen eines 3-Gänge-Menüs erzielen kann. Kostenfaktor: 0 €.

Die Anschaffung von Babyspielzeug kann man wunderbar auf Großeltern, Onkel, Tanten und Freunde verteilen. Allerdings sollte man ungefähr wissen, was man haben möchte und was nicht und dies entsprechend kommunizieren. Unsere Vorgaben waren nix elektronisches, was nervig vor sich hinpiepst, möglichst Dinge aus Holz oder Plüschtiere aus europäischer Produktion und dem Alter des Babies entsprechend. Vor allem sollten die Schenkenden, so denn möglich, vorher an den Sachen riechen. Und wenn etwas stinkt, egal wonach, wollten wir es nicht haben. So ließ ich bspw. mir dem Kleenen einen riesigen Winnie-Pooh-Teddy schenken, der seit seiner Geburt Wache in seinem Bett hält. An sich ist er zu groß zum kuscheln, aber hergegeben wird er auch nicht mehr 🙂
Dieses Vorgehen bescherte dem Baby jede Menge Plüschtiere, Schnuffeltücher, Kinderwagenketten, Beißringe und Greiflinge und uns zufriedene Verwandte. Kostenfaktor: gegen 0 €.

Fehlen eigentlich nur noch die Babypflegeprodukte. Windeln, Feuchttücher und Wegwerfwickelunterlagen als Verbrauchsmittel lasse ich hier weg. Wir kauften allerdings eine Nagelschere mit abgerundeten Spitzen und eine Nagelfeile, wobei letztere fast nie zum Einsatz kam, da das Kind selten lange still genug zum Feilen hielt. Eine Haarbürste und ein Kamm wurde angeschafft, doch hätten wir gewusst, dass sich unser Baby eine nennenswerte Haarpracht erst im Alter von ca. 1,5 Jahren zulegen wird, hätten wir uns das gespart. Gutes Olivenöl als Badezusatz oder auch als Hautcremeersatz, sollte Baby wirklich mal trockene Haut haben. Es geht auch billiges Olivenöl, aber dann riecht das Kind irgendwie nach Gänsebraten. Ein Badewannenthermometer, um wirklich sicher zu gehen, dass das Badewasser nicht zu heiß ist, das Prüfen der Temperatur per Hand ist eher unsicher, da die Hand recht unempfindlich ist, was das angeht. Nasensauger, falls das Kind mal eine verstopfte Nase hat, aber irgendwie hab ich nie den Dreh rausbekommen, wie man damit den Schnodder aus der Nase kriegt und letztendlich habe ich mich vorsichtig mit Wattestäbchen beholfen. Lanolin (Wollwachs, aus der Apotheke) für evtl. wunde Popos; es bildet eine Schutzschicht, die Nässe von der Haut abhält und diese so wieder heilen lässt, eignet sich gleichzeitig wunderbar für wunde Brustwarzen. Ein Fieberthermometer. Unser Kind fand die herkömmliche Messung im Po immer doof, weswegen sich die Anschaffung eines Ohrthermometers lohnen kann. Wir hatten leider eines erwischt, was nicht genau gemessen hat und sind letztendlich auch mit dem 5-Euro-Normalexemplar aus der Apotheke um die Runden gekommen. Ein großes Badehandtuch mit KapuzeKostenfaktor: alles zusammen um die 40 €.

Was wir nicht hatten:
Schnuller – Erstens fand das unser Kind doof und hat ihn immer wieder ausgespuckt und zweitens meinte unsere Hebamme, dass ohne Schnuller die Mama eine intensivere Bindung zum Kind aufbaut, weil sie viel genauer beobachten muss, was dem Kind im Schreifall fehlt und damit auch sensibler und kreativer bei der Problemlösung wird. Alle weiteren Vor- und Nachteile darf jeder gerne selber googeln 🙂
Flaschen, Sauger, Prenahrung – Ich wollte mein Kind unbedingt stillen und ich wollte alles daran setzen, dass es klappt. Hätte ich Flaschen und Nahrung im Haus gehabt, wäre ich, so meine Befürchtung, eventuell zu schnell auf die Alternative umgestiegen, sobald es erste Probleme gegeben hätte. Andere Mamas finden es womöglich hilfreicher zu wissen, eine schnelle Lösung parat zu haben, um in Notfall reagieren zu können.
Stubenwagen – Mir hat sich bis heute nicht der Sinn erschlossen, außer den Eltern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Schlafen wollte Kind am Anfang eh nur ganz nah bei mir.

Ausstattung:

  • Dekorationsmaterial, damit das Kinderzimmer schön bunt wird
  • Babybett
  • Kleiderschrank
  • Wickelkommode
  • Wickeltischauflage
  • (Bettdecke, -kissen, -wäsche)
  • Babybettmatratze
  • Matratzenschoner
  • Spieluhrmobile
  • Babyschlafsack
  • Babymützchen
  • Babyklamotten
  • Kinderwagen
  • Tragehilfe
  • Babyschale fürs Auto
  • Laufgitter
  • Babyspieldecke
  • Reisebett
  • Babywippe
  • geschenktes Spielzeug
  • Nagelschere
  • Haarbürste
  • Olivenöl
  • Badewannenthermometer
  • Lanolin
  • Fieberthermometer
  • Badehandtuch mit Kapuze

Anmerkungen:

* Leider war der Kinderwagen recht klobig und ließ sich nicht sonderlich gut zusammenlegen, so dass beim Transport im Auto fast der komplette Kofferraum blockiert war. Zudem war das Gestell aus Eisen, was ihn in den vorwiegend feuchten Kellern hier in der Gegend sehr schnell rosten ließ. Der Umbau zum Buggy war möglich, aber schön ist anders. Wir entschlossen uns daher, jetzt bei Kind 2 einen neuen Kinderwagen zu holen, der sich sehr handlich zusammenklappen lässt und ein Aluminiumgestell hat. Er hat jeweils separate Aufsätze für die Babywanne und den Buggyumbau und wirkt mit beiden Aufsätzen schlank und wendig. Es ist eine eher unbekanntere Marke, war zudem bei Amazon im Adventskalenderangebot und kostete somit nur 200 €.

** Ich weiß auch nicht warum, aber seltsamerweise haben viele Dinge 35 € gekostet. Vermutlich ist das eine magische Grenze, die Mama gerade noch bereit ist zu zahlen, während 30 € zu wenig Gewinn abwirft oder 40 € als zu teuer empfunden wird.

Ikea

Ausflüge zu Ikea sind bei uns in den letzten Jahren immer spannend, was vielleicht auch daran liegt, dass der Anfahrtsweg so unglaublich lang ist und wir erst jedesmal eine gute halbe Stunde quer durch die Stadt müssen. Als ich noch im Südwesten der Republik wohnte und ein Ikea direkt neben meinem 10-minütigen Arbeitsweg hatte, gab es nie solche Dramen.

Das letzte Ereignis dieser Art gab es vor knapp 1,5 Jahren und trug sich so zu:

Eigentlich wollten wir ja nur kurz zu Ikea. Eigentlich!

Wir haben auch alles generalstabsmäßig vorbereitet:
Einkaufsliste online zusammengestellt und ausgedruckt, Fahrer mit Kombi und Anhänger organisiert, Wohnungsverwaltung bequatscht, dass wir eher in die Wohnung dürfen, 10%-Rabattaktion beim Schweden.

Tja, aber es gibt Dinge, die kann man einfach nicht beeinflussen. Zum Beispiel, dass just an diesem Tag Coldplay in der Stadt spielt und die komplette Innenstadt durch Besucherverkehr lahmgelegt und die direkte Schwedenzufahrt gesperrt ist. Oder dass die einzige andere Ausfallstraße zu den 4 gelben Buchstaben wegen Bauarbeiten gesperrt ist. Oder aber dass im Möbelhaus selbst so ein Andrang herrscht, dass wir erst eine geraume Weile suchen mussten, bis wir einen freien, hilfsbereiten Mitarbeiter gefunden haben. Oder dass es so voll war, dass wir eine halbe Stunde allein an der Kasse gestanden haben, nur um dann festzustellen, dass die Rabattaktion einen eher fauligen Beigeschmack hat. Denn anstatt 10% vom Kaufpreis erlassen zu kriegen, gibt es nur einen Aktionsgutschein mit den 10% – und der ist sage und schreibe 6 Monate gültig. Na klar, nachdem ich da 3 Einkaufswagen vollgekracht habe, gehe ich die nächsten 6 Monate garantiert wieder zu Ikea. Soviel Wohnung haben wir gar nicht. Also ein wenig den Aufstand geprobt mit dem Erfolg, den Aktionsgutschein in einen normalen, 3 Jahre gültigen Gutschein umgewandelt zu haben.

Doch der Lichtblick war nur von kurzer Dauer, denn an der Warenausgabe haben wir nochmal 45 Minuten gewartet. Da waren die leckeren Hotdogs nur ein kleiner Trost. Als dann die Waren kamen, dachte ich sofort an Mission Impossible. Nach einer ausgiebigen Expertenrunde Tetris war dann doch alles auf die 2 Autos und den Anhänger verteilt, und kurz vor 22:30 Uhr konnten wir dann wieder Richtung Heimat. Aber kaum sind wir losgefahren, fing es an zu regnen – und das bei einem offenen Anhänger und den praktischen Pappverpackungen von Ikea. Passt! Dass sich nach 3 Kilometern der erste Spanngurt löste, ist da nur eine Randnotiz. Zurück in der Stadt haben wir den ausfallenden Besucherverkehr des Abends nur um Haaresbreite verpasst, war aber trotzdem noch nervig durch die Streckensperrungen.

Der Rest ging dann zum Glück aber glatt, und auch der Kleene hat die ganze Zeit ganz lieb mitgemacht, nicht gezickt und nur ganz wenig gejammert. Er hat mich richtig stolz gemacht!

Den erwähnten Gutschein hatten wir immer noch, weswegen ich auch einigermaßen optimistisch war, was den Kostenfaktor der heutigen Aktion anging. Aber Ikea wäre nicht Ikea, wenn nicht doch der eine oder andere ungeplante Gegenstand im Einkaufswagen landete. Überhaupt bestand das Erlebnis heute aus vornehmlich ungeplanten Sachen.

So verschob sich meine Abfahrt durch diverse unvorhergesehene Dinge um gute 2 Stunden, so dass ich spontan beschloss, Mann und Kind als Einkaufsberater mitzunehmen. Außerdem könnten wir so auch das „was gibt’s eigentlich zum Abendbrot“ Problem erledigen. Mit Mann also Treffpunkt verabredet und zum Auto gelaufen. Den Schnee vom Auto gekehrt und festgestellt, dass unter dem Schnee ein dicker Eispanzer matt glänzte. Ein bisschen auf dem Panzer rumgekratzt, aber fast nix bewirkt. Ins Auto gesetzt, dem Gatten eine SMS geschrieben, dass ich mich ein wenig verspäte, dann verbotenerweise das Auto angelassen und die Heizung auf höchste Stufe gedreht. Wieder ausgestiegen und weiter gekratzt. Schon nach kurzer Zeit zeigten sich erste Löcher im Eispanzer und dann ging das mit dem Kratzen eigentlich recht fix. Trotzdem rechnete ich mit einem grummelnden, durchgefrorenen Mann am Treffpunkt.

Er hat zwar gegrummelt und ihm war auch kalt, aber das hatte ich schon schlimmer erlebt. Kind schnell vom Kindergarten abgeholt und dann ab ins Möbelhaus. Dort angekommen durch die Ausstellung gebummelt und meine Einkaufsliste versucht, abzuhaken, was vor allem dadurch erschwert wurde, dass es das Antonius-Regalsystem nicht mehr im Sortiment gab. Entweder die Ausweichvariante oder aber improvisieren und bis zur Warenhalle schaute ich hier und da und begutachtete andere Regale und Schränke und grübelte darüber nach.

Beim Essen wälzte ich den Katalog, was aber überhaupt nicht hilfreich war, weil ich da drin nix gefunden habe. Dann die Kinderabteilung, wo zwar das gewünschte Babybett, aber leider nicht die gewünschte Matratze ausgestellt war. Das Mobile, was ich eigentlich haben wollte, gab es auch nicht. Dann noch durch die Markthalle, wo ich mir noch eine Garnitur Teelöffel holen wollte. Gab es nur nicht. Überhaupt war die Besteckabteilung sehr enttäuschend, das hatte ich schon anders erlebt. Dafür haben wir aber die gewünschten Teller und Schüsseln bekommen. Wir brauchten dringend Ersatz, zwei Katzen und ein Kind sind nicht unbedingt förderlich für den Geschirrbestand. Als Belohnung für uns Großen gab es jeweils noch einen großen Teepot, falls mal wieder einer kaputt gehen sollte.
Und fürs Kind, was wirklich ganz tapfer mitgemacht hat, gibt es morgen (heute war es dafür schon zu spät) als Belohnung eine Zickzackschere.

Zum Glück haben wir alle Möbel in der Warenhalle gefunden und mussten nicht noch extra zur Warenausgabe. Dann schnell zur Kasse, alles eingescannt und beim Gesamtpreis kurz einen Herzstillstand bekommen, da wir minimal ein wenig ganz schön über das angepeilte Ziel hinausgeschossen sind. Der Gutschein hat den Schock ein wenig abgemildert, doch hatte ich eigentlich mit weniger gerechnet. Letztendlich sind die Ausgaben genau im Rahmen, ich hatte nur bei der ursprünglichen Planung vergessen, zwei CD-Regale mit einzurechnen und das war genau der Betrag vom Gutschein. Nun ja, irgendwas ist immer.

Alles relativ problemlos im Auto verstaut und ab nach Hause. Im Schneckentempo. Denn es hatte angefangen leicht zu schneien. Und bei uns im Flachland bedeutet eine Schneeflocke automatisch den Notstand. Irgendwann hatten wir es dann doch geschafft, mein Mann schleppte brav alles nach oben, während ich das Kind bettfertig machte. Und jetzt lungern wir beide auf der Couch, unwillig, uns überhaupt noch einen Zentimeter zu bewegen.

Nun hoffe ich, dass ich nix vergessen hab und nicht so bald wieder dahin muss.

Nestbautrieb

Ich hab mich ja lange erfolgreich dagegen gewehrt, aber nun hat es mich doch erwischt und exzessiver Nestbautrieb setzt ein.

Ich war ja immer davon ausgegangen, dass wir mehr oder weniger alles für das Baby da haben, aber dann ergaben sich so Kleinigkeiten, dies und das, und das Ende vom Lied ist, dass ich morgen zum schwedischen Möbelhändler meines Vertrauens fahren werde und dort einen hoffentlich überschaubaren Geldbetrag ausgeben werde.

Wir brauchen ein neues Kinderbett. Wir haben zwar noch das alte Bett vom Großen, aber erstens ist das schon ein wenig kaputt und wurde improvisierend von mir repariert, und zweitens ist es ein wenig zu groß für den möglichen Aufstellort. Haben wir damals extra ein normal großes Bett mit 70×140 cm Liegefläche gesucht und gefunden und dabei zwangsweise den gelb-blauen Möbelhändler umgangen, so brauchen wir diesmal genau dieses kleinere Bett mit 60×120 cm Liegefläche. Außerdem hab ich vor Kurzem gelesen, dass gebrauchte Matratzen das Risiko für SIDS erhöhen. Mit dem neuen Bett braucht’s auch eine neue Matratze und damit hat sich das gleich mit erledigt.

Dann wusste ich nicht so recht, wohin mit den Babyklamotten. Im Kinderzimmer wäre es zwar praktisch und ginge auch, nur steht der Wickeltisch im Schlafzimmer, direkt neben dem Babybett. Und Kind auf Wickeltisch lassen, während ich „nur mal kurz“ ins Kinderzimmer hüpfe bereitet mir doch eher Bauchschmerzen. Also brauchen wir noch ein Regal für die Babysachen und anderen Kram, der nicht direkt auf dem Wickeltisch steht.

Und eben noch so ein oder zwei oder drei Kleinigkeiten, das übliche Kleinvieh eben. Zum Glück kann man online alles schon mal durchstöbern und Maße vergleichen und daraus eine Einkaufsliste erstellen. Was ich dann heute gemacht habe.

Die gute Nachricht: wenn alles so klappt, wie ich mir das vorstelle und die Wunschobjekte auch in echt meinen Ansprüchen genügen, kommen wir mit guten 100 Euro davon. Die schlechte Nachricht: wenn es nicht klappt, wird es ungefähr 1,5 mal so teuer. Falls ich nicht noch beim Rundgang ganz dringend wichtige Dinge finde, was in der Vergangenheit noch niemalsnienicht passiert ist, finde ich, geht das sogar.

Na, ich bin gespannt. Und dann kann ich auch endlich wieder Möbel basteln 🙂