Das war jetzt zu einfach!

Die letzten Monate waren echt nervenaufreibend für mich und dies hatte unter Anderem mit dem Einschlafverhalten meiner Süßen zu tun.

Bislang war es so, dass sie, wenn es Zeit zum ins Bett gehen war, gemütlich auf dem Sofa einschlafgestillt wurde. Das klappe zuverlässig gut, nach 10 Minuten war sie eingeschlafen, nach weiteren 10 Minuten konnten wir sie problemlos ins Bett legen, wo sie seelenruhig weiter schlief. Ich wußte, ich hab um spätestens 20:30 Uhr Feierabend und konnte den Abend entsprechend planen. Natürlich gab es auch da Ausnahmen, aber es waren tatsächlich Ausnahmen, die vielleicht ein- oder zweimal im Monat vorkamen.

Seit Anfang dieses Jahres war es aber anders. Das mit dem Stillen klappte zwar immer noch gut, mein Mädchen schlief auch dabei ein, doch sobald ich sie ins Bett legen wollte, wurde sie wach und weinte los. Dabei war es völlig egal, wie lange ich nach dem Einschlafen wartete oder ob das Kindlein bereits tief und fest schlief und schnarchte, sie wurde jedes Mal wach. Auch wenn ich sie sofort wieder aus dem Bett nahm, regte sie sich dermassen auf, dass es eine gute Stunde brauchte, bis sie sich wieder beruhigt hatte und wir den nächsten Versuch starten konnten. Nicht selten endete es damit, dass ich dann direkt mit ihr zusammen ins Bett gegangen bin, so dass ich Null Feierabend hatte. Ein- oder zweimal mag das ja noch angehen, aber nicht jeden Tag über mehrere Wochen. Entsprechend frustriert war ich und oft drückte ich das schreiende Kind meinem Mann in die Hand, um wenigstens noch Wäsche aufhängen oder Behördenkram erledigen zu können.

Wir waren einigermassen ratlos, wie wir weiter verfahren sollten und ich versuchte mich daran zu erinnern, wie wir das beim Großen gemacht hatten. Am Anfang war auch das Einschlafstillen und irgendwann haben wir ihn einfach so ins Bett gelegt, vorher eine Gute-Nacht-Geschichte vorgelesen und das war’s. An größere oder langanhaltende Dramen konnte ich mich nicht erinnern.

Also versuchten wir das mit der Süßen. Das Stillen vorm Schlafen gehen wie gehabt. Ich könnte da zwar auch drauf verzichten, aber ich habe den Eindruck, die Kleene braucht diese Extraportion ganz engen Körperkontakts, um vom Tag runter zu kommen, weshalb ich ihr das gebe und wirklich stören tut es mich auch nicht. Ich vermute zudem, dass sich das in der nächsten Zeit von selbst erledigt.
Beim Nuckeln schlief sie aber nicht mehr ein und so legten wir sie einfach wach ins Bett. Auf dem Weg dorthin erklärte ich ihr, dass es schon ganz spät sei, ihr Bruder jetzt auch ins Bett ginge und es schon dunkel wird. So dunkel, dass wir im Schlafzimmer sogar das Licht anmachen müssen. Dann legte ich sie ins Bett, sagte meinen Gute-Nacht-Gruß („Gute Nacht, schlaf gut, träum was Süßes, ich liebe dich!“), knipse das Licht aus und ging aus dem Zimmer.

Anfangs ließen wir die Tür auf und im Raum davor das Licht an, aber das brachte gar nichts, die Kleene jammerte und wollte unbedingt aus dem Bett raus. Also versuchten wir es mit geschlossener Tür. Sie jammerte zwar immer noch, aber ich hatte den Eindruck, dass es mehr ein Protest- als ein Unglücksjammern ist. Wir warteten ab und wenn sie länger als 3 Minuten jammerte, holten wir sie wieder aus dem Bett. Dann kuschelten wir ausgiebigst und eine Viertelstunde später starteten wir den nächsten Versuch. Das mussten wir allerdings nur zweimal machen, die anderen Male beruhigte sie sich nach einer Minute.

Seit einer Woche geht es fast ganz ohne Jammern, nur ein heftiges „Neeeein“, wenn ich sage, dass es ins Bett geht und maximal ein lautes Klagen beim ins Bett legen. Meist dreht sie sich einfach um, grabscht nach ihrem Teddy und schläft ein. Einfach so.

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Ich hätte nicht erwartet, dass es sooooo einfach geht. Daumen drücken, dass es so bleibt!

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Wenn’s mal wieder länger dauert …

Ich habe doch keine Zeit!

Ehrlich, für mich könnte der Tag aktuell 48 Stunden haben und es würde trotzdem nicht für all meine Aktivitäten reichen. Ich schreibe seit mehreren Wochen an der Beziehungsgeschichte meines Mannes und mir. Es ist nicht vergessen, nur benötige ich dafür ein gewisses Maß an Muse und eben Zeit.

Der nächste Blogeintrag für den Reiseblog ist ebenfalls seit mehreren Tagen in Bearbeitung. Dort liegt das Problem nicht an der Muse, so einen Text kann ich jederzeit schreiben. Allerdings möchte ich den Eintrag entsprechend bebildern, doch das Hochladen der Bilder durch unsere Klingeldrahtinternetleitung dauert gefühlte Ewigkeiten. Dann stellte ich fest, dass die Imagedateien zuviel Speicherplatz belegen, aber das WordPress-interne Skalieren nicht die Dateigröße verringert, sondern im Gegenteil noch mehr Speicherplatz belegt, da das skalierte Bild zusätzlich zum Originalbild auf der Medienseite abgelegt wird. Löschen kann man nur beide Bilder komplett, leider nicht selektiv. Heißt also, dass wenn ich den Blog noch eine Weile optisch ansprechend gestalten möchte, muss ich alle bisher hochgeladenen Bilder löschen, durch kleinere Versionen ersetzen und die bisherigen Blogeinträge mit den kleinen Bildern versehen. Dauert vermutlich nur 3-5 Jahre o.O

Dann mausert sich meine Süße derzeit zu einer echten Terrorzicke. Für den ein oder anderen mag es ungwöhnlich klingen, aber ich stille sie immer noch. Nur Abends zum Einschlafen und in der Nacht zum Durchschlafen, manchmal auch Mittags zum Mittagsschlaf. Wenn es nach mir ginge, könnten wir das auch sein lassen, aber sie fordert es, mich stört es nicht sonderlich und sie schläft relativ schnell ein dadurch.
Bisher. Seit ein paar Wochen klappt das nicht mehr so zuverlässig. Sie schläft zwar immer noch ein, doch sobald ich sie ins Bett lege, wacht sie auf und beginnt sofort zu schreien. Dabei ist es egal, ob ich 10 Minuten oder 30 Minuten warte, bis ich sie ins Bett lege, ob sie sich laut schnarchend im Tiefschlaf befindet oder nur friedlich schnuffelnd in meiner Armbeuge liegt. Sie brüllt sich innerhalb kürzester Zeit so in Rage, dass es eine gute Stunde braucht, bis sie einigermassen wieder beruhigt ist. Wir versuchen, sie daran zu gewöhnen, auch mal alleine im Bett einzuschlafen. Dazu lassen wir die Türen zum Schlafzimmer auf und im Vorzimmer das Licht an, so dass sie uns hören kann und nicht in völliger Dunkelheit liegen muss. Funktioniert nur leidlich. Gestern haben wir sie nach 10 Minuten wieder aus dem Bett geholt, da hatte sie sich schon fast komplett wieder ausgezogen. Als wir sie eine Stunde später erneut hinlegten, fing das Brüllen sofort wieder an, hörte aber nach 3 Minuten auf. Vermutlich war sie aus purer Erschöpfung eingeschlafen.
Wie auch immer, dadurch begann mein Feierabend um 22:15 Uhr. Yay!

Seit einigen Wochen sind wir mit dem Umbau des Kinderzimmers vom Großen beschäftigt. Zuerst hatten wir Kleiderschrank und Kommode durch praktischere Modelle ersetzt und jetzt im zweiten Schritt das Hochbett noch höher gebaut. Da mein Mann zwei linke Hände voller Daumen hat, blieb dies fast komplett an mir hängen. Im Urlaub konnte ich tagsüber aus Gründen nichts machen, also habe ich die letzten 3 Tage nach Feierabend jeweils 2 Stunden im Kinderzimmer gewerkelt, bevor ich mich dem Zickenterror stellte.

 

Eigentlich wollte ich heute noch nach Feierabend in den Baumarkt fahren und Klebefolie kaufen, um die Rückseiten der Schränke damit zu bekleben, denn so wirklich hübsch sehen die nicht aus. Heute morgen kam mir spontan die Idee, das nächste Woche zusammen mit dem Großen zu erledigen, wenn ich ihn aus dem Hort abgeholt habe, dann könnte er sich selber die Folie aussuchen. Allerdings benötigt er unbedingt eine Lampe oben an seinem Bett, dass wenn er nachts mal raus muss, das nicht im Dunkeln bewerkstelligen muss. 1,60 m Unterkante sind nämlich ganz schön hoch. Werde ich wohl doch heute losmüssen.

Morgen ist Fussball und natürlich gehen wir dahin, wozu sonst haben wir eine Dauerkarte. Trotzdem geht dadurch der Großteil des Tages flöten. Hinzu kommt, dass ich ganz dringend meinen Personalausweis verlängern lassen muss, was man zum Glück bei uns auch sonnabends machen lassen kann, nur geht damit wieder ein halber Tag weg, aufbrezeln, Passbilder machen lassen, warten und so.

So gerne würde ich auch mal wieder ausgiebig ein nettes Spiel zocken oder in Ruhe ein Buch lesen oder unsere Tatortreiniger-DVDs anschauen, aber dafür bleibt schlicht keine Zeit übrig.

Vom Bürofenster aus kann ich seit zwei Tagen einen jungen Mann beobachten, der auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein großes Stück Brachland von Steinen bereinigt. Sehr Zen! Vielleicht sollte ich das auch mal probieren.

Nur wann?!

Motivationsloch

Irgendwie fehlt mir gerade jeglicher Antrieb.

Nein, SO stimmt das nicht. Ich hätte Bock auf genau zwei Sachen: Entweder eine richtig lange, gute Geschichte schreiben oder aber stundenlang und vermutlich laut fluchend durch The Secret World zu ziehen.

Zu beidem fehlt mir leider die (Frei-)Zeit und zu ersterem ein spannendes Thema, in das ich mich so richtig reinknien könnte.

Und so sitze ich auf Arbeit und warte auf den Feierabend. Aktuell ist hier gerade sehr wenig los, wofür ich grundsätzlich sehr dankbar bin, da die Wochen vor Weihnachten und die erste Arbeitswoche im neuen Jahr der absolute Wahnsinn gewesen sind. Gestern und heute war mein Chef so mit zwei Terminen beschäftigt, dass er nur morgens ganz kurz am Platz war und ich den Rest des Tages das Büro für mich hatte. Ich hätte also an den Themen weiterarbeiten können, die ich wegen des Chaos immer wieder vor mir hergeschoben hatte und auf die ich so ganz generell schon Bock habe. Themen, die mich interessieren und die ich kann.

Also lese ich alle Nachrichtenseiten, von denen ich einigermassen was halte oder stöbere bei Wikipedia. Aber davon geht die Zeit nicht rum, andererseits brauche ich die Überstunden, um Freitags eher gehen und den Kurzen zum Fußballtraining begleiten zu können.

Ein bisschen vermisse ich schon die ausgedehnte Freizeit meiner Schwangerschaft und Elternzeit.

Mal schauen, wie es nächste Woche wird, da hat mein Chef nämlich Urlaub!

Manic Monday

Montag! Heute einer der feineren Sorte :/

Fing ja gestern Abend schon an und setzte sich dann in der Nacht fort. Wegen des verkürzten Feierabends beschloss ich spontan, dass 6 Stunden Schlaf auch ausreichen würden und bin erst eine Stunde nach meiner üblichen Zeit ins Bett gegangen. Allerdings meinte meine Süße um 3:30 Uhr, dass die Nacht vorerst vorbei ist.

Leider konnte ich ihr da nicht zustimmen, aber das machte nichts, sie tobte trotzdem durchs Bett. Erst gute 1,5 Stunden später fand sie wieder in den Schlaf, bis dahin robbte sie zwischen meinem Mann und mir herum, drehte sich mehrmals um sämtliche Achsen und wenn ihr langweilig wurde, fummelte sie an meinem Kopf rum.

Um kurz vor sechs schielte ich auf den Wecker und überlegte kurz, ob ich vielleicht ein wenig eher aufstehen sollte und dadurch einen Bus früher auf Arbeit fahren könnte. Die Überlegungen wurden jäh durch das Klingeln des Weckers unterbrochen, der mich wie vereinbart um 6:30 Uhr aus meinem halbstündigen Tiefschlaf holte, in den ich übers Nachdenken gefallen war.

Maximal grummelnd stand ich auf und schleppte mich unter die Dusche. Weckte danach das große Kind, dass mir sofort eine Diskussion über Schnee und das passende Schuhwerk aufs Auge drückte. Es hatte nämlich des nächtens geschneit, was mich sehr freute, da es das viel zu selten bei uns tut. Das Kindlein freute sich auch und musste mir diese Freude wortreich und lautstark kund tun.

Nun bin ich aber ein ausgesprochener Morgenmuffel, der morgens am Besten überhaupt nicht angesprochen werden sollte, wenigstens nicht vor 9 Uhr. Interessierte den Großen nicht die Bohne und keine 2 Minuten später erklärte er mir, wie ich seinen Schulfrühstücksapfel denn bitte zu schnitzen hätte und quittierte meinen Einwand, dass ich nicht mit der Messerspitze das Kerngehäuse aus der Apfelhälfte puhlen würde, mit lautem Gejammer. Macht meines Elterndaseins stellte ich ihn vor die Wahl, entweder die Apfelhälften mit Kerngehäuse nehmen oder aber den Apfel zu vierteln und dann den Griebsch rauszuschneiden. Über dieses Theater hatte ich ein wenig die Zeit aus dem Blick verloren und es war genau Abmarschzeit, nur hatten wir weder Zähne geputzt noch Schuhe und Jacken angezogen.

Siedendheiß fiel mir zu diesem Zeitpunkt ein, dass ein mit den aktuellen Schulbüchern (Montags Deutsch) bestückter Ranzen wesentlich zum Lernerfolg des Kindes beitragen würde, ebenso wie ein vollständig ausgerüsteter Turnbeutel. Also suchte ich hastig den Kram zusammen, dachte daran, dass am nächsten Wochenende bereits am Sonntag zu machen, lachte mich kurz innerlich selbst für diesen absurden Vorschlag aus, stürmte fix ins Schlafzimmer, Sehhilfe und Handy holen und keine 2 Minuten später standen wir vor der Tür.

An der Haltestelle angekommen zeigte mir die große Uhr an der Abfahrtszeitentafel, dass ich exakt 9 Minuten hatte, das Kind zur Schule zu schaffen und wieder zurück zur Haltestelle zu gelangen, wobei eine Strecke ca. 5 Minuten dauert. Uh, das könnte jetzt ein wenig eng werden. Ich nahm den Kind den Ranzen wieder ab und gemeinsam eilten wir der Schule entgegen. Kind, Ranzen und Turnbeutel an der Schultür übergeben und zur Haltestelle gerannt, wo mir die Anzeigetafel 2 Dinge anzeigte:
1. Ich hatte es eine Minute vor Abfahrtszeit zur Haltestelle geschafft!
2. Der Bus hat geschlagene 8 Minuten Verspätung.

Der Bus hat IMMER Verspätung, meist 2-3 Minuten, was mich jedes Mal wundert, denn vom Busstartpunkt bis zu uns sind es nur 3 Haltestellen und ich frage mich, wie man auf einer derart kurzen Strecke schon einen solchen Rückstand ansammeln kann. Trotzdem verlasse ich mich nicht darauf, dass der Bus tatsächlich verspätet eintrudelt, denn bei meinem Glück ist er nämlich dann an genau diesem Tag pünktlich. So wie vor 2 Wochen, als ich zum Feierabend 2 Minuten vor der Zeit an der Haltestelle stehe und den Rücklichtern des Busses hinterherschaute. Da dies der letzte Bus vor der Hortschließzeit war, kam das einer mittleren Katastrophe gleich und ich hatte damals Glück, dass mein Chef mich zur Schule gefahren hat.

Also stand ich mir in der Kälte die Füße in den Bauch, hundemüde, durchgeschwitzt, frustriert und genervt, während aus den 8 Minuten 12 wurden. Damit konnte ich es heute vergessen, überhaupt meine 8 Stunden auf Arbeit zu erfüllen. Irgendwann bog der Bus dann doch noch um die Ecke und brachte mich meiner Arbeitsstätte näher. Kurz vorm Ziel kam noch eine Durchsage, dass es aufgrund der Witterungsverhältnisse technische Probleme gab, die zur Verspätung führten.

@#*§$! Es lagen ganze 3 Schneeflocken pro Meter auf der Straße, die Temperaturen waren noch im Plusbereich und der Wetterumschwung inklusive Schneefall seit mindestens 3 Tagen in jedem Wetterbericht angekündigt. Zumal ja jedes Jahr auch bei uns in der Stadt Winter ist und es jedes besch… Mal zu technischen Problemen kommt, die man deswegen auch unmöglich vorhersehen kann.

Und das alles vorm ersten Tee und noch weit vorm Frühstück.

Ich hab daher beschlossen, überpünktlich Feierabend zu machen, das Kind vom Hort abzuholen, schnell neue Äpfel für morgen einzukaufen und mich daheim aufs Sofa zu hauen, in der Hoffnung, ein wenig Schlaf nachholen zu können, bevor dann Mann und kleines Kind nach Hause kommen. Ich muss jetzt nur noch die Zeit bis zum Feierabend überstehen *gähn*

Doofe Katze

Manchmal könnten man ihnen doch glatt den Hals umdrehen!

Die Süße war vorhin nach Badewanne und Abendessen grad ganz wunderbar in meinem Arm ins Traumzauberland entschlummert, da fiel der dicken Katze nichts besseres ein, als die Schlafzimmertür mit viel Getöse aufzuspringen.

Nachdem ich die Katze gerade noch daran hintern konnte, im Schlafzimmer zu verschwinden und sie des Wohnzimmers verwiesen hatte, war das Kindlein wieder hellwach und fand die Idee, jetzt tatsächlich schlafen zu müssen äußerst lächerlich. Ich allerdings wollte endlich meinen wohlverdienten Feierabend genießen, aber das geht leider nur, wenn alle Kinder friedlich in ihren Betten schlummern.

Also versuchte ich, mein Mädchen nach allen Regeln der Kunst zum erneuten Nachtschlaf zu überreden, doch dauerte dies gute 1,5 Stunden, während derer die dicke Katze mehr oder weniger pausenlos versuchte, sich durch die Stubentür zu kratzen. Ha, aber die ist dick, da reichen anderthalb Stunden nie im Leben 😛

Irgendwann nach Stunden und Tagen des im Arm wiegen und gut zureden war das Kindlein bereit, ins Bettchen gebracht zu werden. Mein Feierabend hatte sich halbiert und mein linker Arm tut jetzt weh wie sonst was und fühlt sich so schlapp an, dass ich damit kaum das Knabbergebäck zum Ausklang des Tages zum Mund führen kann.

Gute 10 Kilo sind eben nicht mehr so einfach in den Schlaf zu schaukeln :/

Schlaflos in L. an der P.

Bisher war der Nachtschlaf bei meiner Süßen eine zuverlässige Größe. Gegen 23 Uhr wurde sie langsam müde, dementsprechend bettfertig gemacht und spätestens um 24 Uhr lag die Kleine friedlich schlummernd im Bett. Um 2 oder 3 Uhr wurde sie kurz wach, wanderte dann zu uns ins Familienbett und schlief dann weiter bis zum Morgen.

Seit vier Tagen allerdings ist alles anders. Schlafen ist doof. Und zwar so richtig. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Kindlein hundemüde ist, sich ständig die Augen reibt und gähnt. Alle üblichen Maßnahmen greifen nicht, sie knatscht muntermüde weiter. Am Ende schläft sie halb oder um 3 Uhr ein, aber nur, wenn ich neben ihr liege, alles dunkel ist und ganz fest mindestens eine ihrer Hände halte.

Die drei Stunden bis dahin zehren extrem an den Nerven, zumal wir Großen ja auch schon einen ganzen, anstrengenden Tag hinter uns haben. Außerdem sind, seit mein Mädchen laufen kann, diese 2 – 3 Stunden nachts, bevor sie wieder wach wird, die einzige Zeit am Tag, an dem ich mal effektiv etwas am Rechner machen kann. Tagsüber gehen nur Dinge, die ich jederzeit unterbrechen kann.

Gerade eben liegt sie an ihren Papa gelehnt auf der Couch, welcher schon eingenickt ist und glotzt die bunte Sternchenlichterkette an, die unser Wohnzimmer nur dürftig erhellt. Von Schlafen weiterhin keine Spur. Würde ich jetzt versuchen, sie ins Bett zu bringen, würde es nur in einer weiteren Schreiorgie enden. Kleinste Geräusche machen sie sowieso wach.

So werde ich mich wohl mit ihr und dem Harry Potter Hörbuch ins Bett begeben und hoffen, dass wenigstens das schnell hilft. Zumindest bei mir wirkt das zuverlässig 😉

Zuviel

Sieht so aus, als müsste ich den vergangenen Monaten letztendlich Tribut zollen.

Mir geht es nicht gut. Ich schlafe schlecht. Bin häufig mies gelaunt. Kann mich zu nichts aufraffen. Habe ständig Kopfschmerzen.

Am liebsten würde ich mich für 1-2 Wochen einfach aus der Welt ausklinken, ganz allein irgendwo hin fahren, egal wo, Hauptsache weg von der Verantwortung, der Abhängigkeit, dem Müssen.

Ich liebe mein Mädchen über alles, doch derzeit nervt es mich so unglaublich, da sie – mal wieder – jegliche feste Nahrung verweigert und nur auf mich fixiert ist. Meist mag ich die intimen Momente des Stillen, aber gerade jetzt ist es mir zuviel.

Zuviel, immer diese Familie vorm Zerbrechen zu bewahren, zumal ich das Gefühl habe, dass diese Bestrebungen nur einseitig sind. Mein Mann weigert sich, sich professionelle Hilfe zu suchen und macht einfach weiter wie bisher. Für ihn scheint das alles normal zu sein, während ich leide. Darüber reden will er nicht.

Mein Vertrauen ist zerstört. Schön, dass er jetzt wieder öfter weggeht, sich mit Freunden trifft, aus seiner Lethargie erwacht. Bei mir ist jedoch jedes Mal die Angst dabei, dass am nächsten Morgen alles anders ist, dass nachts zuvor erneut jemand war, der ihm gezeigt hat, was alles möglich sein kann.

Aus dem angepeilten Gespräch zwischen Weihnachten und Neujahr ist nichts geworden, er hat es schlicht ausgesessen. Als ich ihn darauf ansprach, zeigte er sich gesprächsbereit, doch am Ende habe nur ich Vorschläge gemacht, welche er alle gut fand, von denen aber nicht ein einziger bisher umgesetzt wurde.  Von ihm kam nichts.

In all dieses Chaos kam die Nachricht mit der Kündigung. Wo meine Kraft gerade so zum Überleben reicht, soll ich mich zudem noch dem demütigenden Prozess der Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und Absagen widmen.

Eigentlich steht auch immer noch der Umzug im Raum, da sich die Hausverwaltung wie gewohnt nicht um das Schimmelproblem kümmert. Übrigens kümmert sie sich auch nicht um eine mögliche Ratenzahlung der Nebenkostennachzahlung, ein weiteres Thema, welches unerledigt auf dem Tisch rumlungert. Für einen Umzug bräuchten wir aber eine neue Wohnung, aber wie soll man eine finden, wenn man nicht mal danach sucht. Wenn ich es nicht mache, dann auch kein anderer.

Wie beim Thema Einschulung, Schulwechsel, Schuleingangsuntersuchung, Auto, Urlaub, Kindergrippe, …

Ich könnte mir vom Arzt was verschreiben lassen, doch dazu müsste ich zu ihm hingehen. Derzeit für mich unmöglich. Meine Therapeutin anrufen. Genauso unmöglich.

Mehr schlafen. Mein Kopf lässt mich nicht.

Mehr.

Zuviel.

Das glaubt uns keiner

Die Kleene war heute sehr unruhig und nervös, das kleinste Geräusch erschreckte sie, so dass sie anfing zu weinen. Nun ist das Zusammenleben mit einem großen Rabaukenbruder und zwei Katzen nicht sonderlich geräuscharm, so dass meine Süße heute recht oft erschrocken ist. Nach einer recht entspannten Phase um den Mittag rum ließ sich sich seit dem Nachmittag aber nicht mehr ablegen.

Wir schleppten und wiegten sie, ab und zu schlief sie für kurze Zeit mal ein, bis sie wieder hochgeschreckt wurde. Ich merkte ihr an, dass sie total müde war, aber einfach nicht in den Schlaf fand. Am Abend waren wir alle recht geschafft und ich wollte sie nicht mehr durch die Gegend tragen, nur damit sie beim Ablegen wieder wach würde und der ganze Spaß von vorne los ginge.

Ich legte sie also auf ihre Decke, setzte mich daneben und hielt ihre Hand fest. Sie meckerte und keckerte in bester Ottermanier und ich wartete eigentlich nur darauf, dass sie endlich einnickte.
Doch plötzlich schrie sie wie am Spieß los, als wenn wir sie mit rotglühendem Eisen foltern würden. Erschrocken schaute ich sie an und versuchte herauszufinden, was denn los ist, ob ihr etwas weh tut. Und während ich noch grübelte, was wohl ingesamt eine oder anderthalb Minuten – gefühlt natürlich eine halbe Ewigkeit – gedauert hat, holt sie auf einmal ganz tief Luft, schluchzt noch zweimal, wie man das nach ganz großem Gejammer eben so tut, dreht den Kopf zur Seite und ist eingeschlafen.

Echt jetzt, ich hätte das filmen sollen, denn das glaubt uns sonst niemand.

P.S. Leider ist die Süße immer noch so nervös und hat sich von meinem Tastengeklacker so erschreckt, dass sie wieder wach geworden ist 😦

Keckerlise

Dass meine Süße ein wenig anspruchsvoller ist, habe ich das eine oder andere Mal bereits erwähnt. Ihr nervigste Angewohnheit ist das Keckern, wenn ihr etwas nicht passt. Wenn sie keckert ist sie zu 95% müde und zu 5% supermüde.

Und anstatt es sich einfach bequem zu machen und die Augen zu schließen, keckert sie lieber wie ein Otter vor sich hin. Immer und immer wieder, bis sie sich in Rage gekeckert hat. Dann brüllt sie 5 Minuten auf voller Lautstärke, nur um dann innerhalb von 30 Sekunden in den Tiefschlaf zu fallen.

Wäre ja alles nur halb so schlimm, wenn dieses Keckern bei mir nicht jedes Mal bis in die letzte Gehirnwindung vordringt. Jeder dieser abgehackten Schreie gleicht einem Schlag auf den Kopf und schmerzt mir in den Ohren. Es verursacht massive Kopfschmerzen und manchmal auch Tinnitus.
Da ich gegen das Keckern selbst nichts machen kann – was auch, wenn das Kind schlafen will, sind alle zusätzlichen Reize kontraproduktiv – habe ich mir jetzt Ohropax gekauft.

Das nimmt dem Keckern die fiese Spitze und ich kann meinem Mädchen wesentlich entspannter beim Einschlafen beistehen. Allerdings hoffe ich inständig, dass sie diese Phase sehr bald hinter sich hat und einfach ohne zu meckern einschläft. Aber vermutlich werde ich noch sehr lange auf die Erfüllung dieses Wunsches warten müssen.

Bis dahin weiß ich jetzt, wo es Ohropax gibt. Nämlich direkt neben den Kondomen. Warum das so ist, darüber darf jeder für sich spekulieren 😉

Müde

Sehr sogar.

Jedoch nicht von zu wenig Schlaf. Ich denke, es sind immer noch die Nachwirkungen des Krankenhausaufenthalts.

Meine Kleene hat sich wieder gefangen, weint nur noch selten, und wenn, dann weil ich nicht schnell genug bei der Futterversorgung bin. Trinkt aber viel mehr als zuvor, was mich wiederum regelmäßig auslaufen lässt.

Wir beide schlafen viel, 10-12 Stunden pro Nacht, nur kurz von Trinkpausen aller 3 oder 4 Stunden unterbrochen. Und dennoch bin ich morgens nicht fit.

Vielleicht schlafe ich nicht tief genug, ständig mit der Überwachung meines Mädchens beschäftigt, aus Angst, ihr könnte nachts etwas zustoßen. Ich weiß, ich sollte ihr vertrauen, immerhin hat sie die Vollnarkose so bravourös gemeistert, aber Kopf und Herz gehen da leider sehr auseinander.

Und so können wir beide nur schlafen, wenn wir einander die Hand halten.