Vorweihnachtliche Abendgestaltung

Mein Abend mit dem Windows Media Player (WMP).

Unser Standard-Freeware-Brenner weigerte sich aus unbekannten Gründen, die von meinem Mann in monatelanger, liebevoller Kleinarbeit zusammengestellte Weihnachtsmusik-CD ordentlich zu brennen. Dies wurde leider erst festgestellt, als die insgesamt 7 CDs per Post unterwegs waren. Da mein Mann heute den Abend verplant ist und wir morgen die allerletzte Chance haben, die Werke pünktlich zu Weihnachten an den Mann/die Frau zu bringen, habe ich ihm zugesagt, die CDs erneut zu brennen. Soweit, so unkompliziert.

Ich wählte den WMP als Brenner, ich hab den da und der kann das, hat er behauptet. Die MP3-Liste liegt in einem nicht der Medienbibliothek zugehörigen Ordner, was bereits das erste Problem ist, da ich dem WMP nicht direkt mitteilen kann, dass ich diese Musik hören möchte. Per Drag&Drop kann ich zumindest eine Wiedergabeliste erstellen, allerdings in etwas krummer Reihenfolge.

Da mein Mann die Tracks händisch nummeriert hatte, konnte ich diese danach sortieren. Beim Export in die Brennliste ging diese Reihenfolge allerdings verloren, so dass ich alles  händisch neu sortieren muss. Aber na gut. Nach der Sortierung konnte ich brennen, was auch funktionierte, bis die CD automatisch ausgeworfen werden sollte. Durch ein kleines mechanisches Problem geht das bei dem Laufwerk nicht mehr und WMP quittierte dies mit einem Komplettabsturz. Selbst der Task Manager brachte keine Abhilfe. Also Rechnerneustart. 60 Sekunden später war ich wieder einsatzfähig. Der WMP hatte alles vergessen, rief allerdings beim Reimport für einige Titel neue Medieninformationen ab, die nicht mit den unsrigen übereinstimmten. Ich korrigierte die Infos händisch, exportierte in die Brennliste, stellte die korrekte Ordnung her, nahm den Haken aus der Option „nach dem Brennen CD automatisch auswerfen“ und legte los.

Weil mich die Umstände gehörig nervten, suchte ich nach einem Freeware-Brenner. Fand den Deep Burner, den ich in der Vergangenheit bereits erfolgreich verwendet habe. Stellte sich heraus, mein Mann verwendet den auch und Deep Burner kommt mit der Playlist nicht klar, bricht bei mir an genau der gleichen Stelle ab. Also doch wieder WMP.

Ich importierte, transferierte zur Brennliste, checkte die Sortierung und ab dafür. Brennen gelang. Ich wollte gleich die nächste CD brennen, wechselte den Datenträger und startete den Brennvorgang. WMP quittierte dies mit einem neuerlichen Komplettabsturz. Oh Freude. Spätestens jetzt machten sich meine SSD-Festplatte und die Flasche Wein neben mir bezahlt. Ich überprüfte jede CD nach dem Brennen auf ihre Kooperationsfähigkeit und stellte fest, dass eine Scheibe diese verweigerte.

Janeiskla.

Ich checkte nochmal den Rest und nahm dafür meinen uralten CD-Player, der aber immerhin schon MP3 kann – wenn er gut gelaunt ist. Manchmal braucht er mehrere Abläufe, um seine gute Laune zu finden, generell, nicht nur bei diesen CDs. Ich traue aber mittlerweile unseren Rechnern nicht mehr, zu oft haben sie mir in der Vergangenheit Fehler angezeigt.

Also Workaround basteln: CD brennen, WMP schließen, CD wechseln, WMP neu starten, Wiedergabeliste aussuchen, in die Brennliste kopieren, brennen. Repeat.

Nach 4 derart erfolgreich gebrannten CDs bekam ich bei der 5. eine Fehlermeldung. „WMP kann einige Dateien nicht brennen. Klicken Sie auf das Symbol neben den Dateien, um das Problem zu analysieren.“ Klar, gerne, nur sind da keine Symbole. Ich betete mittlerweile, dass der Wein noch ne Weile reicht. Ich startete den WMP zweimal neu, löschte Wiedergabe- und Brennliste, wechselte den Datenträger, fluchte laut, unternahm einen letzten Versuch und plötzlich startete der Brennvorgang doch, obwohl ich nichts anderes als zuvor gemacht habe.

Einstein hatte wohl Unrecht.

Jetzt nur noch eine CD schaffen, dann alle bedrucken, die Booklets ausdrucken und zurechtschneiden. Bin gespannt, was da noch passiert. Stay tuned!

P.S.: Mir wurden permanent Fehlermeldungen angezeigt, dass der Brennvorgang nicht passte, oder das irgendwas nicht gelesen werden konnte. Am Ende prüfte ich alle CDs mittels WinAmp und bekam genau 7 funktionierende Scheiben heraus.

Diese habe ich bedruckt, dazu das Booklet ausgedruckt, ein wenig geschnippelt und jetzt haben wir – hoffentlich – 7 funktionierende Weihnachts-CDs. Nach guten 5 Stunden.

Hab ja sonst nix an einem Freitagabend zu tun.

The Day The Music Died

Duschen ist eine wunderliche Sache. Es wäscht nicht nur den Dreck von der Haut, sondern reinigt immer auch ein wenig die Seele und manchmal bricht es den verkrusteten Schmodder um lang vergessen geglaubte Erinnerungen auf. Als heute morgen das heiße Wasser in kleinen Rinnsalen gen Abfluss strömte, musste ich an eine einschneidende Szene von vor 23 Jahren denken.

Es war im Musikunterricht in der 9. oder 10. Klasse. Ich liebte das Fach Musik, ich war mit Begeisterung dabei, ich sang eifrig alle Lieder und lauschte gebannt den meist von Platte abgespielten Musikstücken. Meine Eltern hatten es nicht so mit Klassik und die viel zu seltenen Stunden in der Schule öffneten für mich jedes Mal neue Fenster in unbekannte Welten. Von den wenigen im Unterricht vermittelten Anhaltspunkten brachte ich mir selber das Notenlesen bei, so dass ich Liederbücher benutzen und danach singen konnte.

Damals gab es noch kein Internet, kein Youtube, keine Wikipedia. Wir hatten eine übersichtliche Schallplattensammlung daheim, die zu 40% aus Heavy Metal Scheiben von Uriah Heep, Black Sabbath oder Deep Purple und zu 50% aus Schlageralben von Roland Kaiser, Udo Jürgens oder Andy Borg bestanden. Die restlichen 10% waren Märchenplatten. Mein Papa hatte noch ein Tonbandgerät und viele Bänder dazu, aber die Qualität war doch eher bescheiden, das Einlegen kompliziert und das Finden eines bestimmten Liedes fast unmöglich, da im Inhaltsverzeichnis der selbst aufgenommenen Bänder die Zeitangaben fehlten. Erst Anfang der 1990er Jahre hielten bei uns zuhause Kassetten und CDs Einzug. Meine Eltern hatten nie gelernt, ein Instrument zu spielen und standen daher meinem Wunsch wenig verständnisvoll gegenüber.

Aber all dies war kein Problem, es gab Radio, später gab es MTV und ich hatte meine Stimme. Ich trällerte gern und viel und vor allem schief, wie mir immer wieder von allen Seiten gesagt wurde. Allerdings gab es auch niemanden, der mir Tipps gab, wie ich denn weniger falsch singen könnte. Der einfachste ist sicherlich, sich in ein Ohr einen Finger zu stecken, mir war es lange Zeit ein Mysterium, warum das beispielsweise Chorsänger immer machten.

Was mir jedoch tatsächlich und nachhaltig die Liebe zur Musik vergällt hat, war die Musiklehrerin in besagter 9. und 10. Klasse. Wer dort keine engelsgleiche Stimme hatte, nicht im Chor sang und auch kein Instrument spielte, hatte sich gefälligst ganz hinten anzustellen und vor allen Dingen die Klappe zu halten. Sie sagte dies nicht mit so offenen Worten, aber wie sie die Worte zu den jeweiligen Schülern sagte, war Offenbarung genug. Also stand ich in der musikalischen Nahrungskette ganz unten.

Eines Tages nun ging es darum, auf eine bekannte Melodie, ich glaube es war „Lady in Black“ von Uriah Heep, einen deutschen Text zu singen. An einer Stelle passten jedoch Text und Melodie nicht ganz aufeinander, es war zu viel Text für zu wenig Melodie. Da ich nun Noten lesen konnte, sah ich, dass an der betreffenden Stelle eine halbe Note für ein zweisilbiges Wort stand. Meine einfache Rechnung war nun, auf die halbe Note die zwei Silben zu singen, was dann auch den Takt nicht stören würde. Ich machte eben jenen Vorschlag, formulierte es eben so wie es ein Musiklaie tut und wurde darauf hin von der Lehrerin angeblafft, dass dies überhaupt nicht ginge, man kann nicht einfach auf eine Note zwei Silben singen und überhaupt.

Letztendlich ging es irgendwie doch, nur hat das Verfahren einen speziellen Namen, den ich nicht kannte und mit dem man aus der halben zwei Viertelnoten macht. Das Lied wurde entsprechend umgebaut, die Lehrerin und ihre Lieblinge feierten sich für ihe Kreativität und ich war heilfroh, als ich nach der 10. Klasse endlich Musik als Schulfach abwählen konnte.

Schade, dass eine einzelne bornierte Person so einen Schaden anrichten kann 😦

© Foto von Flickr/Dennis Skley „Music makes me happy 320/365“, (CC BY-ND 2.0)

Adventskalender: Türchen 16 – Negative Weihnachtscharts: Platz 3

Das Kindlein ist immer noch krank, liegt immer noch permanent auf meinem Bauch, ich tippe einhändig, meine Liste mit geplanten Beiträgen liegt unerreichbar auf Arbeit und Flickr hat gerade Serverprobleme, also improvisiere ich heute ein wenig 🙂

Ein gar fürchterbares Lied und deswegen gern und häufig gespielt:

Mariah Carey – All I want for christmas is you.

Damit ich nicht alleine leide, gibt’s heute sogar das Video dazu 😛

P.S. Ich habe mich nicht verzählt und Platz 4 nachgetragen.

Es regnet, es regnet

die Erde wird nass 🙂

Und hoffentlich wird es auch ein wenig kühler. Müssen ja nicht gleich sibirische Verhältnisse sein, aber so ein bissl erträglicher wäre schon schön.

Beim gedanklichen Erstellen dieses Beitrags ist mir aufgefallen, wie viele großartige Lieder es zum Thema Regen gibt, wie beispielsweise dieses:

Als allererstes kam mir allerdings das hier in den Sinn:

Ich bin dann mal weg, bei Ikea 🙂

Aufreger des Tages

Der Tag ist noch keine 10 Stunden alt und ich könnt mich schon wieder aufregen.

  • Darüber, dass ich früh um 6 von echt üblem Sodbrennen geweckt wurde.
  • Darüber, dass ich 3 Stunden später von SEHR lauter Musik unserer Nachbarn geweckt wurde.
  • Darüber, dass die ZDF-Olympia-Fahrplan-Informationen einen Tag vorher nicht auf den üblichen Internetseiten verfügbar waren. Durch den Murks hab ich die Abfahrt der Herren verpasst.
  • Darüber, dass das ZDF wieder sehr fähige Reporter hat, die auch mal folgenden Spruch knacken lassen: „Bronze ist das Gold der Minderbemittelten.“
  • Darüber, dass eine meiner Märzmamis für ihr vor 4 Wochen geborenes Frühchen bereits einen Brief vom Finanzamt mit der Steuernummer für den neuen Erdenbürgern erhalten hat und dem dazugehörigen Papa nichts besseres einfiel als „Scheiß BRD“. (Soller halt auswandern.)
  • Über den Terror, den die beiden Katzen heute veranstalten. Können keine 2 Minuten zusammen in einem Raum sein, ohne sich zu bekriegen.

Vermutlich wird die Liste im Laufe des Tages noch weiter ergänzt.

Oder ich krabbel wieder ins Bett und frag mal vorsichtig nach einem neuen Tag.

Nachtrag:

  • Die Kommentatoren des ZDF geben mir echt den Rest. Ständig sabbeln die ihren Rotz dazwischen, anstatt auch einfach mal die Klappe zu halten und die Situation wirken zu lassen, wie aktuell gerade bei der Siegerehrung.
  • Die Programmplanung des ZDF ist immer noch grenzwertig, ich schau jetzt hauptsächlich den Livestream der ARD.

Guten Morgen?

Neeee, die sehen anders aus.

Ruhiger. Irgendwie.

Ich kann derzeit eh schlecht schlafen, meist nur etappenweise ein paar Stunden und richtig ausgeschlafen bin ich selten.
Nachdem mein Mann mich die letzten Tage zusätzlich mit seinem erkältungsbedingten Superschnarchen wach gehalten hat, hat er nun zu allem Überfluß den Krankenstaffelstab an mich überreicht. Also schniefe ich jetzt vor mich hin und mein Hals schmerzt und Schlucken tut weh *jammer*

Die Putz- und Kartenspielaktion, so schön sie gewesen sein mag, hat mir sehr zugesetzt. Seit letzter Nacht tut mir mein Steiß weh, so das Sitzen gar nicht mehr und Liegen mehr schlecht als recht geht. Wir wollten heute eigentlich ins Kino, aber ich seh mich da noch nicht 3 Stunden lang rumhocken.

Dann meinte ein Nachbar mitten in der Nacht irgendwann gegen 9 Uhr, volle Kanne mit der Schlagbohrmaschine loslegen und aus seinem Zimmer unter unserem Schlafzimmer einen Schweizer Käse machen zu müssen. Als ich meinem Mann davon berichtete, dass bei uns „jemand wie ein Irrer bohrt“, meinte er nur wenig mitfühlend: Ach, bist du schon beim Zahnarzt?
Hmpf!

Kaum hörte der Irre auf zu bohren, schmiss einer der Bewohner direkt unter uns die Musikanlage an und zwar volle Lautstärke. Mit Musik, die ich nicht mag, was grundsätzlich jegliche Musik beinhaltet, die ich nicht selber ausgesucht habe UND die mich aus meinem gerade wieder gewonnenen Schlaf weckt.

Jetzt muss ich noch zum Zahnarzt, Stempel fürs Bonusheft abholen. Direkt danach will ein Experte kommen und nach unserem Internetanschluss schauen, 6 Tage nach der Störungsmeldung. Und danach kann ich hoffentlich noch eine Runde schlafen.

Ich bin nämlich müde und grummlig.

 

Placebo: Loud Like Love

Ich bin ja nicht so der Rezensionen-Typ, aber manchmal muss ich einfach aufschreiben, was mir durch den Kopf geht. Auch, weil sich meine Wahrnehmung im Laufe der Zeit ändert und ich Sachen, die ich anfangs total doof fand, später richtig genial finde. Um also quasi einen Vorher-Nachher-Vergleich zu haben, gibt es heute meine ersten Eindrücke zum neuen Placebo-Album.

Zu Beginn muss ich jedoch meine Begeisterung für den neuen Amazon-Service anbringen. Ich habe das Album vor Monaten vorbestellt und am Mittwoch die Mail erhalten, dass mir die CD am heutigen Freitag geliefert werden soll. Bis 14 Uhr war aber noch kein Postbote da und ich einigermaßen enttäuscht. Aber Amazon bietet an, sich gekaufte CDs gleichzeitig auch als MP3 kostenlos herunterladen zu können. Klasse Sache, sofort gemacht, spar ich mir das obligatorische Rippen und ich hab das Album auch gleich auf meinem Handy für den bevorstehenden Urlaub. Fetzt!

Jetzt zum Album. Ich habe mir richtig Zeit dafür genommen, alle anderen Reizquellen vorher ausgeschaltet und mich nur auf die Musik konzentriert. Ich hatte schon zwei Lieder vorher gehört, eines fand ich gut, eines weniger. Zudem wirkte das in meinen Augen katastrophale B3 noch nach, meine Erwartungshaltung war also eher gedämpft.

Bosco: Fängt großartig an. Ich habe sofort Gänsehaut und bin voll drin im Placebo-Feeling. Es ist ruhig, aber kraftvoll und hält mich gefangen. Als das Lied im letzten Drittel die ruhige Zone verlässt, flaut es ein wenig ab, ist aber immer noch hörenswert. Wirkt wunderbar nach.

Loud Like Love: Typisch Placebo, aber eben auch wieder untypisch. Von der ersten Note an kennt man das Lied und egal, wie viele verschiedene Klangteppiche hinein gewoben werden, das Lied hinterlässt bei mir einen leeren Eindruck. Wie eine knallbunte Hülle, in der nichts steckt. Es tut definitiv nicht weh, wird sich als Single gut verkaufen und auch oft im Radio laufen, aber so richtig warm werde ich mit dem Stück nicht. Es ist eines der beiden Lieder, die ich schon vorher kannte und selbst beim dritten Hören verändert sich der Eindruck nicht.

Scene of the Crime: Der Anfang erinnert mich an ein Bat For Lashes Lied, was jetzt nicht unbedingt die schlechteste Referenz ist. Schöner Text, der sehr an alte Zeiten erinnert. Wird hinten raus richtig zum Brett. Gefällt mir, bleibt aber nicht sonderlich lange im Gedächtnis.

Too Many Friends: Am Anfang finde ich Brians Stimme zu überpitcht, aber nach 30 Sekunden legt es sich und das Lied kracht richtig rein. Bleibt im Kopf. Zurecht.

Hold On To Me: Ein Lied bei dem mir das Herz aufgeht. Schön melancholisch, zum rein kriechen. Zum Glück wird das Lied nicht durch ein fulminantes Ende gestört, sondern behält diese Stimmung für die knapp 5 Minuten Dauer bei.

Rob The Bank: Schwieriges Lied, bei dem ich noch nicht weiß, ob ich es total schrecklich oder herrlich schön finde. Es ist jedenfalls sehr kraftvoll, sehr anti, was sich auch im Text wiederspiegelt. „Rob the bank, pick your nose“. So, als wenn das Lied selbst nicht wüsste, wo es hin will. Kann gut sein, dass dies genau die Absicht dahinter war, macht aber das Hören trotzdem nicht leichter.

A Million Little Pieces: Jetzt hat mich Placebo vollständig überzeugt. Gänsehaut und ein wenig Pipi in den Augen. DAS ist es, worauf ich gewartet, was ich vermisst habe seit Sleeping With Ghosts. Da sind wieder die Klänge, die Placebo in den Anfangsjahren zum legitimen Nachfolger von The Cure avancieren ließ. Allgemeine Erleichterung bei mir, wunderschönes Lied, von dem ich zumindest derzeit nicht genug kriegen kann.

Exit Wounds: Schwierig, einen Übergang nach dem Brett von A Million Little Pieces zu finden. Aber Exit Wounds schafft es. Holt mich ab und nimmt mich mit zum kraftvollen Finale, unbewusst wippt mein Fuß mit. Das Ende erinnert für meinen Geschmack ein wenig zu sehr an The Cure.

Purify: Nicht mein Lied. Klingt mir zu sehr zusammen geklaut, zu viele Samples schon woanders gehört. Mich beschleicht so ein Gefühl, dass dieser Track nur da ist, damit das Album voll wird. Na gut, einen Ausreißer gibt es ja immer.

Begin The End: Zum Abschluss wieder etwas ruhiges, unaufgeregtes. Fesselt mich nicht, ich merke, wie meine Gedanken wieder abschweifen. Tut nicht weh, regt nicht auf, lässt das Album so vor sich hinplätschernd ausklingen.

Fazit: Gelungenes Album, welches an die guten alten Zeiten erinnert. Was für mich wieder dieses Nach-Hause-Kommen Gefühl erzeugt. Ein Album, welches ich gerne in den Soundtrack of my Life aufnehme wie die beiden ersten Placebo-Alben.