Manchmal könnte ich

mich den ganzen Tag aufregen. Da scheinen sich Inkompetenz, Unwissen und allgemeine Hilflosigkeit zu ballen und sich gegen mich zu verschwören. Vorzugsweise geschieht dies an Tagen, an denen ich eh schon dünnhäutig bin, weil massiv unausgeschlafen. (Oder es fällt mir genau deswegen auf, während ich an anderen Tagen darüber hinwegsehen kann.)

War ich wegen unseres Englandurlaubs bei der Bank, da ich ganz dringend noch eine Kreditkarte brauche. EC-Karten scheinen da wohl nicht überall akzeptiert zu werden. Und natürlich hab ich mich vorher auf der Homepage http://www.bankname.de schlau gemacht. Dachte ich. Bei der Bank angekommen, teilte mir der freundliche Herr mit, dass besagte Homepage gar nicht die Seite der Bank ist, sondern die richtige Homepage http://www.banknamebank.de sei. Beide Seiten sehen gleich aus, benutzen die gleichen Logos, haben im Impressum die gleiche Anschrift, selbst die ausgegebenen Kreditkarten sehen gleich aus. Einziger Unterschied: die Kreditkarte bei Seite 1 kostet nur 5 Euro pro Jahr, bei Seite 2 20 Euro.
Und nun ratet mal, welche Option für mich zutrifft?
Richtig! *hmpf*
Zu allem Überfluss war der freundliche Mitarbeiter extrem langsam und nur mäßig kompetent, so dass ich eine geschlagene Dreiviertelstunde im zum Glück klimatisierten Büro hocken durfte.

Kaum bin ich nach 1,5 Wochen Krankheit wieder auf Arbeit, meldet sich meine allerliebste Lieblingskollegin und will wissen, ob denn ihr Chef die Übernachtung während des von uns organisierten Workshops bezahlen muss. Ich verneine und meine, dass sämtliche Kosten auf unsere Kostenstelle gehen. Jetzt will sie trotzdem wissen, was das Zimmer kostet. Will sie da auch einchecken, damit sie sich in gewohnter Weise schützend vor ihren Meister werfen kann?

Ein Mitarbeiter unseres externen Dienstleisters, über den wir unser Buchungssystem beziehen, wollte mir doch tatsächlich weis machen, dass wir das Programm ganz falsch benutzen und wenn wir es richtig (also so, wie er meint, dass man es benutzen soll) machen würden, hätten wir auch die Probleme nicht und er könnte sich die Arbeit sparen. Ich hab ihm dann per Mail mal gezeigt, wo die Harke hängt, denn wir haben erst vor einigen Wochen das Programm auf die jetzige Funktionalität umgestellt und er solle endlich in die Puschen kommen und das machen, worum ich ihn höflich gebeten habe.
Natürlich habe ich das in geschäftstauglichere Worte gefasst, konnte mir aber nicht verkneifen, seinen Chef in CC zu setzen. Sollen die sich halt untereinander besser absprechen.

Überhaupt Dienstleister. Ein nicht ganz unwichtiger Partner murkst seit 4 Wochen elendig rum, so dass wir gezwungen sind, nach vergeblichen Vermittlungsgesprächen auf Konventionalstrafen zurück zu greifen. Da die Zusammenarbeit in der Vergangenheit wirklich bestens war, bestand dazu nie ein Anlass und niemand weiß, ob und wie hoch solche Strafen angesetzt werden können. Wär mir ja alles egal, wenn ich nicht diejenige wäre, die jetzt sämtliche Verträge von anno dazumals nach diesen Klauseln durchforsten müsste.
Einmal mit Profis!

Und das ist nur das, was bis zum Ende der Mittagspause aufploppte.

Mal schauen, welchen Murks der Rest des Tages bringt.