Xayriel orakelt: ESC 2015 – Jetzt erst recht

Die beiden Halbfinale sind Geschichte, von meinen Favoriten sind einmal 6 und einmal 7 von 10 durchgekommen, zeigt also, dass ich ehrlich absolut keine Ahnung habe, was ich hier eigentlich mache 😉
Dennoch möchte ich versuchen, ein paar Favoriten und nicht ganz so doll einschlagende Beiträge zu prophezeien.

Sieger: Extrem schwierig dieses Jahr. So richtig vom Hocker gehauen hat mich in den Halbfinals nichts. Als Favorit wird von den Buchmachern Schweden gehandelt. Ich fand das Lied an sich eher so mittelprächtig, aber die Show war schon klasse. Erfrischend anders zeigt sich Großbritannien, aber solche Lieder sind immer schwierig einzuschätzen, da kann vom ersten bis letzten Platz alles drin sein. Polen und Armenien haben den Mitleids-, Australien hat den Exotenbonus, wobei diese Lieder ohne Bonus wohl eher unter ferner liefen laufen würden. Wird sich zeigen, wie sehr die Zuschauer darauf anspringen. Russland darf wie immer zu den Favoriten gezählt werden, obwohl ich ihnen für diesen heuchlerischen Beitrag den letzten Platz wünsche! Serbien klingt ganz gut, damit könnt ich als Sieger ganz gut leben, solange nicht das Kleid der Sängerin wieder von unten aufgepustet wird.

Verlierer: Wenn es nach mir ginge, würde hier Armenien ganz vorne liegen, zu melodramatisch, zu bedeutungsschwanger, das passt irgendwie nicht zum ESC, auch wenn das Thema selbst definitiv wichtig ist.
Frankreich ist ganz heißer Kandidat für den letzten Platz, absolut nichtssagendes Lied. Da Balladen eher selten gewinnen, wird sich Griechenland ebenfalls hinten einreihen, genauso wie Italien, daran werden auch die schnuckligen drei Jungs nichts ändern. Lettland finde ich ganz furchtbar und frage mich, wie das Lied bis ins Finale kommen konnte, ebenso wie Albanien.

Überraschungskandidaten: Österreich könnte die Niederlande des Vorjahres werden, aber vermutlich verhindern die Frisuren eine Topplatzierung 😉 Im Ernst, ich mag das Lied, das ist schön eingängig und das dürfte von mir aus auch im Radio hoch und runter laufen.
Belgien kommt minimalistisch daher, kann funktionieren, wird es aber wohl eher nicht.
Wenn die Stimmen, anders als im Halbfinale halten, könnte Estland eine echte Überraschung werden.

Und Deutschland? Joar. Grundsätzlich hat sich die Qualität der deutschen Beiträge in den letzten Jahren deutlich verbessert und zum Glück sind wir weit weg von Gracia oder den No Angels. Nichtsdestotrotz ist Qualität beim ESC kein Erfolgsgarant, wie Texas Lightning oder Elaiza zeigen, die es beide nicht auf die linke Seite des Tableaus geschafft haben.
Wenn Ann Sophie den roten Hosenanzug statt des schwarzen trägt und ein bisschen weniger auf Lena macht, könnte es für eine vordere Platzierung reichen, das Lied ist gut genug dafür. Auf den Sieg zu hoffen ist wohl zu vermessen, nichtsdestotrotz werde ich die Daumen drücken und jeden einzelnen Punkt für Germany bejubeln.

Gehört ja schließlich dazu 🙂

Und am Ende kommt eh wieder alles ganz anders!

P.S.: Wer möchte, kann mit mir den ESC live auf Twitter verfolgen @Xayrielle

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