Mama, warum brennt eigentlich Holz?

Das große Kind ist sehr neugierig, was ich sehr gut finde. Es versucht, die Welt zu verstehen und wenn es sich etwas nicht selber erklären kann, dann fragt es. Meistens werden mir solch fundamentalen Grundlagenfragen früh morgens auf dem Schulweg gestellt. Ich als Mama darf dann mein halbwaches Gehirn auf Hochtouren bringen, um dem Kind eine gescheite Antwort zu geben. Falls ich keine Antwort weiß, dann verspreche ich ihm, abends im Internet nach der Antwort zu suchen.
Da ich die Fragen total spannend finde, möchte ich euch in loser Folge daran teilhaben lassen und habe dafür die Kategorie „Schulwegsfragen“ eingeführt. Gerne dürft ihr eure Erklärungsansätze kommentieren 🙂

Als erste Frage nun die von heute morgen: Mama, warum brennt eigentlich Holz?

Uff! Wie immer meine erste Reaktion. Ja, warum brennt eigentlich Holz? Also als erstes ein Diskurs in die Chemie.

Mama: Feuer ist eine chemische Reaktion, eine sogenannte Oxidation. Dafür wird Sauerstoff benötigt, der Fachbegriff für Sauerstoff lautet Oxygen, deswegen heißt die Reaktion Oxidation, Oxigen – Oxidation. Der Sauerstoff in der Luft, und nur der [bei einer früheren Fragerunde habe ich ihm bereits die Zusammensetzung von Luft erklärt] reagiert mit dem Holz und verändert es.

Kind: Ja, aber warum denn nun ausgerechnet Holz?

Mama: Das liegt an der Zusammensetzung des Holzes. Es gibt ja verschiedene chemische Stoffe und die haben alle unterschiedliche Eigenschaften. Metall zum Beispiel – und zeige dabei auf ein Verkehrsschild – oder Stein – zeige auf den Fußboden – brennen eher nicht.

Kind: … weil die ganz fest sind, oder?

Ich stutze. Brennt ganz festes Eichenholz wirklich so gut? Und fackelt Balsaholz beim kleinsten Funken in Sekunden komplett ab?

Mama: Das kann durchaus sein, liegt aber eher an den Inhaltsstoffen vom Holz. Papier brennt ja auch ganz gut. Hmm, wobei, Papier ist ja auch nur kleingehäckseltes Holz.

Kind: Ja, das hatten wir in der Schule, das hat mir Jakob erzählt. Aber warum ist Papier denn weiß?

Mama: Papier ist nicht grundsätzlich weiß. Das Holz wird bei der Papierherstellung ganz fein gehäckselt und die Späne dann mit Wasser vermischt, bis ein Brei entsteht und der wird dann ganz flach gestrichen, wo er dann zu Papier trocknet. So hergestelltes Papier ist dann beige, so wie das große Regal in deinem Zimmer.

Kind: Und wie wird das Papier dann weiß?

Mama: Es wird gebleicht. Dazu gibt es verschiedene Verfahren. Man kann das mit der Sonne machen. Wenn die Sonne ganz lange auf etwas scheint, dann bleicht das aus. Kann man ganz wunderbar sehen, wenn man in einem Zimmer, in dem lange nicht mehr neu tapeziert wurde, ein Bild von der Wand nimmt, dann ist die Wand dort, wo das Bild hing, dunkler als der Rest.

Ich schaue mich hektisch um, ob ich auf dem Schulweg ein praktisches Beispiel finde, aber da stehen nur neugebaute Häuser, deren Fassadenfarben alle noch frisch strahlen.

Mama: Man kann auch mit Chlor bleichen, aber Chlor ist giftig, das wird nicht mehr so häufig verwendet. Und es gibt bestimmt noch andere Möglichkeiten, aber die kenne ich nicht.

Wir sind an der Straßenecke angekommen, an dem ich das Kind verabschiede und die letzten Meter zur Schule allein laufen lasse.

© Foto von Flickr/Sebastian Michalke „Lagerfeuer“, (CC BY-ND 2.0)

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Adventskalender: Türchen 10 – Kalenderbilder

Da ich nur mittelmäßig gut organisiert bin in meinem Blog und nicht wie andere Blogger schon seit Oktober den Adventskalender vorbereitet habe, sondern wie so oft einem spontanen Impuls gefolgt bin, aber ich für den heute geplanten Beitrag weder Zeit noch schriftstellerische Kreativität aufbringen kann, da mir dieser ungeheure Zeitfresser namens Arbeit massiv in die Quere kommt und so ein Türchen ohne Inhalt oder gar kein Türchen auch keine Alternative sind, gibt es heute nur ein schönes Bild, welches ich auf Flickr entdeckt habe.

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Ganz so wie bei den früheren Adventskalendern, die aus Papier, wo man ein Türchen öffnete und dahinter ein Bild zum Vorschein kam. Die edleren Versionen hatten die Bildchen auf Transparentpapier gedruckt, so dass sie von hinten beleuchtet werden konnten, bspw. durch eine Kerze oder die Sonne, die durchs Fenster schien. Einer der Vorteile dieser Adventskalender ist, dass man sie jedes Jahr aufs Neue ohne großen Aufwand verwenden konnte, wenn man sie pfleglich behandelt hat.

© Beitragsbild von Flickr/sonic.knight „X-mas“, (CC BY-SA 2.0)

© Krippenfoto von Flickr/Michael Panse „Geburtskirche in Bethlehem (2)“, (CC BY-ND 2.0)