2016!

Letzter Tag des Jahres, da darf der Rückblick nicht fehlen. Weltpolitisch war das vergangene Jahr eher katastrophal, ebenso was die Promi-Überlebensrate anging. Aber so im Kleinen, im Persönlichen war das Jahr ganz gut. Zumindest gab es schon wesentlich schlimmere Jahre.

Allerdings wurde – mal wieder – das gesunde neue Jahr schnell ad acta gelegt, als ich mir das Steißbein brach. Es war recht schmerzhaft, heilte aber ganz gut.
Generell war das Jahr von Krankheiten geprägt, gefühlt war ständig einer von uns krank. Die Kindkranktage für die Kleene hatten mein Mann und ich bereits im Frühjahr aufgebraucht, der Große zog dann mit seinem Schienbeinbruch im Herbst nach. Der Krankenhausaufenthalt mit der Kleenen im August schlauchte wie üblich. Im Oktober/November war ich mehr oder weniger 3 Wochen am Stück krank mit Magen-Darm, Lumboischialgie und Angina, fein säuberlich hintereinander.

Genau zu jenem Zeitpunkt, als ich meine neue Stelle als Lizenzmanagerin antrat. Super Timing, aber was willste machen. Getoppt wurde das Ganze nur vom vereinten Kranksein der gesamten Familie zu Weihnachten und zumindest ich werde den Rotz mit ins neue Jahr schleppen. Da das aber zum Glück alles nichts wirklich Ernsthaftes war und ist, beklag ich mich nicht darüber, solange genügend Paracetamol im Haus ist!

Was mir dieses Jahr richtig zu schaffen machte, war das Zeitmanagement. Als Vollzeit arbeitende Mutter mit einem Kind, das zweimal die Woche zum Training muss, wenn das Training bereits um 16:30 Uhr anfängt ist ein bisschen wie Jonglieren mit laufenden Kettensägen. Zwei Tage die Woche konnte ich jeweils eine Stunde länger arbeiten, trotzdem verbrauchen die Trainingstage 1,5 Stunden von meinem Zeitkonto. Ich balancierte so gut es ging um die Null Stunden auf meinem Gleitzeitkonto, rutschte jedoch auch mehrmals ordentlich ins Minus.

Genau wie mein Bankkonto. Anfang des Jahres war es finanziell echt verheerend. Der Kinderzimmerumbau vom Großen hat ein großes Loch gerissen, auch wenn es sich gelohnt hat und dringend nötig war. Der Urlaub war ebenso nötig, doch nicht sonderlich zuträglich für den Kontostand. Besser wurde es erst gegen Ende des Jahres, als wir die Nachzahlung von der Steuer und das Guthaben der Nebenkostenabrechnung ausbezahlt bekamen.

Zwischenmenschlich war 2016 eher ruhig, wofür ich sehr sehr dankbar bin. Das Verhältnis zu meinem Mann hat sich soweit stabilisiert. Die Beziehung zum Großen ist wesentlich besser, fast freundschaftlich geworden. Die Kleene ist supersüß, wenn sie nicht rumzickt und immer noch superkuschlig.

Wir hatten einen tollen, wunderbaren, erholsamen, stressfreien Urlaub, der uns allen sehr gut tat. Wir überstanden alle Feiertage unbeschadet, yay.

Bis auf den wenig betrauerten Tod des Schwiegervaters gab es keine Verluste in der Familie und auch dafür bin ich sehr sehr dankbar.

Zusammenfassend war 2016 ein ruhiges Jahr ohne große Ausschläge, weder nach oben noch nach unten. Dies lässt sich auch gut im Blog nachvollziehen, wo es viele philosophische, nachdenkliche Beiträge gibt, für die ich nur Muße habe, wenn keine drängenden Probleme anstehen.

Ausblick auf 2017:
Am Thema Finanzen wird sich nächstes Jahr nicht viel ändern. Im März steht der Kinderzimmerumbau für die Kleene an, dessen voraussichtliche Kosten sich nach derzeitigem Stand auf um die 1.000€ bewegen wird. Dazu kommen immer noch die Raten fürs Auto, welches erst Ende 2017 abbezahlt sein wird. Dennoch wird es wieder einen Urlaub geben, das Ziel ist aktuell noch unklar, eventuell Polen oder Dänemark. Zwischenmenschlich bleibt es hoffentlich so, wie es ist. Und weiter gebloggt wird hier auch 🙂

Bleibt mir nur noch, euch allen einen guten Rutsch und ein fantastisches, gesundes, glückliches, entspanntes neues Jahr zu wünschen!

Rück-, Aus- und Einblicke

Der letzte Tag des Jahres ist ein passender Zeitpunkt für den Blick zurück auf das noch nicht ganz vergangene Jahr. Doch kann ich diesen Rückblick nicht beginnen, ohne kurz auf die Ereignisse von 2012 einzugehen, da diese wesentlichen Einfluss auf 2013 hatten.

In Summe bleibt aus 2012 eine fast zerbrochene Ehe, eine kurze Nebenbeziehung, die mich viel Kraft und Nerven kostete, eine zehrende, wenn auch lohnende Paartherapie und ein nicht minder anstrengender Umzug. Last but not least auch noch ein Jobwechsel. Und damit es auch wirklich nicht langweilig wird, fand all das in der zweiten Jahreshälfte statt. Ich hatte in jenem Jahr keinen wirklichen Urlaub, sondern maximal eine Woche am Stück frei und die zwei Wochen über Weihnachten und Neujahr waren eher stressig als erholsam, zumal auch noch ein fetter Krach mit meiner Ma zu Weihnachten dazu kam.

Ich kam also entsprechend auf dem Zahnfleisch kriechend in 2013 an und war gespannt, was denn so alles auf mich wartete.

Als erstes ein großer beruflicher Brocken in Form der Einführung unseres Buchungssystems bei einer unserer Tochterfirmen. Wir hatten monatelang alles akribisch vorbereitet, mit zwei verschiedenen Dienstleistern die nötigen Anpassungen vorgenommen und die Organisationsstrukturen im System abgebildet. Ich fuhr also zuversichtlich ins Hessische. Doch leider steckt die Tücke im Detail und das System machte eben genau nicht das, was es eigentlich sollte, während mir die versammelte Mannschaft nicht nur sprichwörtlich im Nacken saß und wartete, dass sie endlich loslegen konnte. Die Kollegen vor Ort waren von den Buchhaltern dermaßen heiß gemacht worden, dass viele wichtige Termine absagten und sehr verstimmt auf die erzwungene Warterei reagierten. Ich versuchte derweil mein Möglichstes, telefonierte im Minutentakt mit unserem Dienstleister, welcher praktischerweise mit seinen zwei besten Leuten auf einer Messe war, und unserer IT, doch blieben unsere Bemühungen bis zum Abend ohne Erfolg. Am nächsten Tag ging die Fehlersuche weiter und irgendwann gegen Mittag wurde herausgefunden, dass auf einem bestimmten Verzeichnis auf dem Anwendungsserver das Schreibrecht für die Anwendung fehlte, was vorher noch nie nötig war. Sobald dieses Recht gesetzt wurde, klappte der Rest fehlerfrei und wir konnten endlich richtig loslegen. Also dann Druckbetankung der Kollegen vor Ort, allgemeine Schulung für alle, individuelle Schulung am Platz sowie tiefergehende Erklärungen für die Buchhalter. Und all dies, während in meinem Hinterkopf die eindringlichen Warnungen der kaufmännischen Leitung spukten, dass dieses Projekt unbedingt klappen müsste.
Meine Güte, war ich froh, als ich wieder im Zug gen Heimat saß, da war es mir sogar egal, dass dieser kurz nach dem Start bereits 30 Minuten Verspätung hatte.

Die Nachwirkungen dieses Projekts zogen sich noch ein paar Wochen, aber letztendlich war die Einführung ein Erfolg, auch wenn der Anfang ein wenig holprig war. Und zumindest auf der Arbeitsebene blieb es die nächsten Monate recht ruhig – bis die nächste Tochterfirma mit dem Buchungssystem versorgt werden sollte. Ende April durfte ich dazu nach Norden aufs platte Land fahren. Wir hatten wieder alles gut vorbereitet, alles getestet, diesmal auch die Rechte geprüft und waren wieder zuversichtlich, dass die Umstellung reibungslos klappen würde. Aber auch diesmal ließ uns Murphy nicht im Stich. Es stellte sich vor Ort heraus, dass die vorhandenen Multifunktionsdrucker nicht zum Einscannen der Rechnungen geeignet sind, bis auf einen einzigen, welcher aber nie für diese Aufgabe vorgesehen war. Ich hatte ein starkes Gefühl von Déjà-vu und wollte bereits in Panik verfallen, doch haben meine IT-Jungs diesen Drucker so schnell wie möglich für seine zukünftigen Arbeiten vorbereitet und mit nur kurzer Verzögerung konnten wir uns an die restliche Einrichtung des Systems machen, welche dann auch relativ unkompliziert von statten ging.
Hier ebenso wieder Druckbetankung der beteiligten Kollegen, die wesentlich entspannter waren, auch weil ich tunlichst vermied, irgendwelche übertriebenen Erwartungen zu wecken. Relativ zufrieden konnte ich mich daher auf den Heimweg machen und auch die Nachwehen hielten sich in Grenzen.

Privat kehrte auch so langsam wieder Ruhe ein. Mein Mann und ich machten unsere Paartherapie und die Psychologin bescheinigte uns, dass wir auf einem guten Weg wären, was wir ähnlich empfanden. Dem Kleenen ging’s gut, er fühlte sich wohl im Kindergarten und hatte viele Freunde. Er freute sich tierisch auf seinen Geburtstag und war begeistert von seinen Geschenken. Wir lebten uns immer mehr in unserer Wohnung ein und hatten so langsam auch wieder den Kopf frei für andere Dinge wie Urlaubs- oder andere Planungen.

Sportlich ging es auch voran. Meine beiden Lieblingsfußballmannschaften schafften den Klassenerhalt bzw. den Aufstieg, wenn auch jeweils mit einer extra Portion Spannung und Nervenkitzel. Die Freude darüber wurde dadurch getrübt, dass die Redaktion von 90elf ihre Arbeit einstellen musste, da sie die Sendelizenz leider in einem (wie ich finde sehr unfairen) Bieterkampf an die Konkurrenz verlor. Und dass nicht der BVB die CL gewonnen hat. Aber das ist wohl Jammern auf sehr hohem Niveau.

Inmitten dieses Trubels kam die für uns freudige Nachricht, dass ich schwanger bin, auch wenn diese Freude bekanntlich nicht lange anhalten sollte. Zum Glück konnte ich dieses dramatische Ereignis gut verarbeiten, was sicherlich auch daran lag, dass die Schwangerschaft wirklich noch ganz am Anfang war und ich relativ schnell wieder schwanger wurde. Die Vorgeschichte bewirkte auch, dass ich mir beim zweiten Mal nicht so viele Gedanken machte und das Thema, bis auf die üblichen Maßnahmen wie Folsäure nehmen und keinen Alkohol trinken, in den Hintergrund rückte.

Allerdings beeinflusste die Schwangerschaft unsere Urlaubsplanung. Ursprünglich hatten wir vor, zwei Wochen an die Nord- oder Ostsee zu fahren, nur nix Großes oder Anstrengendes. Aber das hätte bedeutet, dass mein jahrelanger Traum vom Englandurlaub auf unbestimmte Zeit nach hinten hätte verschoben werden müssen. Mit einem Baby im Jahr darauf hätte ich die Reise nur ungern gemacht und noch ein Jahr später wäre der Große schon in der Schule und wir hätten in der allgemeinen Ferienzeit reisen müssen, was ungleich höhere Kosten bedeutet hätte. Also dann eben dieses Jahr mit gut zwei Monaten Vorlauf zum Informieren, Planen und Buchen.

Bekanntermaßen hat das trotz der kurzen Zeit gut geklappt und wir hatten einen fantastischen Urlaub, so wie ich ihn mir immer vorgestellt habe. Klar hat es uns finanziell ein wenig gebeutelt, aber uns bleibt für die nächsten Jahre auch nur die heimische Ostsee, so dass uns das erstmal egal ist. Das Thema Finanzen zog sich auch durch den Rest des Jahres und wird uns noch bis zum Frühjahr 2014 begleiten, wo es sich dann aber hoffentlich erledigt haben wird *fingers crossed*

Nach dem Urlaub trat die Schwangerschaft immer mehr in den Vordergrund, vor allem, weil es für mich körperlich sehr anstrengend wurde. Es erstaunt mich immer wieder, welchen Unterschied 5 Jahre machen können. Ich bin heilfroh über das Beschäftigungsverbot, da es zum Einen meine Beschwerden erleichtert bzw. verhindert und zum Anderen, weil ich so Gelegenheit habe, meine eingangs des Jahres absolut leeren Batterien nun endgültig voll aufzuladen. Ich merke, dass ich psychisch wieder belastbarer bin und Ereignisse, die mich zum Jahresanfang noch völlig aus der Bahn geworfen hätten, jetzt ganz gut wegstecken kann.

Es tut gut, nach der ganzen Aufregung jetzt auch mal wieder die relative Ruhe genießen zu können, in Ruhe alles für den Krümel vorbereiten zu können, in Ruhe planen und organisieren zu können und so auch die Reserven für die unvorhergesehenen Ereignisse des Lebens zu haben. Für mich ist das gerade allergrößter Luxus, auch weil ich weiß, wie schnell das wieder vorbei sein kann.

Was bleibt vom Jahr 2013 in Erinnerung? Hauptsächlich Positives. Ein grandioser Urlaub, angekündigter Nachwuchs und eine allgemeine Zufriedenheit.

Die Messlatte für 2014 liegt da relativ hoch, aber mir reicht es, wenn das neue Jahr nur halb so gut wie das vergangene wird. Auf die ganz großen Dramen kann ich gerne verzichten 😉

Kommt gut rüber und habt alle ein fantastisches neues Jahr!