Ein Unglück

kommt selten allein. Wobei es so richtige Unglücke nicht sind, eher Unannehmlichkeiten, die den schönen Alltag doch mächtig stören.

Am Freitag nach dem GVK (Bericht folgt) bin ich noch fix in die Stadt, ich brauchte ein Buch, eine Glühlampe, ein Sitzkissen und Bilderrahmen. Alles auch schön schnell bekommen, nur die Bilderrahmen machten Probleme. Die waren nämlich mächtig groß und damit sehr unhandlich für den Transport zu Fuß zum Parkhaus. Die Verkäuferin gab sich zwar viel Mühe und nahm sich viel Zeit, aber so richtig brauchbar war das Einpackergebnis nicht, bereits nach 10 Metern schliffen 2 der Rahmen auf dem Boden und das ganze Paket war in Auflösung begriffen. Also bastelte ich mir selbst was zusammen, was dann wenigstens die 500 m zum Parkhaus hielt. Aber durch die Einpackarie und das neuerliche Gefummel war ich grad so in die nächste Parkstunde gerutscht und durfte extra zahlen, was bei uns in der Innenstadt echt nicht billig ist.

Entsprechend geschafft und genervt kam ich daheim an, um dann dort festzustellen, dass unser Internet mal wieder nicht funktionierte. Ich mich aufgerafft und geschaut, wo das Problem liegt. Nach einer Stunde Suche gab ich mit der Diagnose auf, dass unser Wlan-Router kaputt sei, einfach so, von jetzt auf gleich. Mittlerweile war es zu spät, um noch loszuziehen und das Gerät umzutauschen, war ja noch Garantie drauf.

Nach all diesen Aktionen meinte der Krümel, er müsse seinen Unmut dadurch kundtun, dass er wie doof in meinem Bauch rumturnt. Und zwar ununterbrochen. Die ganze Nacht. Auf den empfindlichen Stellen rumtrampelnd. Ich war genervt, ich war müde und ich wusste nicht mehr, wie ich liegen sollte. Dazu noch unerträgliches Sodbrennen, welches auch nach 4 Natriumtabletten nicht besser wurde. Bei einer meiner nächtlichen Wanderungen zum Klo war es dann zuviel und was auch immer noch in meinem Magen war, wollte wieder ans Licht.

Das hatte mir gerade noch gefehlt, aber immerhin war das Sodbrennen weg. Dachte ich. Doch weit gefehlt. Das Sodbrennen war immer noch da und eine Dreiviertelstunde später kam der Rest und noch ein bisschen mehr raus. Ganz großes Kino.
Hab den Rest der Nacht vor mich hingedöst, aber wirklich schlafen war nicht drin.

Zum Frühstück gab es dann leckeren Fencheltee und Zwieback, beides innerhalb kürzester Zeit wieder draußen. Die Tasse nur Fencheltee auch. Pures Wasser ebenso.
Eigentlich wollten wir an diesem Tag zusammen zum Fußball gehen, endlich wieder nach der Winterpause, aber ich hab dann dankend abgelehnt. Sind meine Männer eben alleine gegangen, während ich auf dem Sofa rumdämmerte. Bis zum Abendessen keine Besserung der Grundsituation.
Dazu sind allerdings Rücken- und Kopfschmerzen gekommen.

Meine Jungs sind völlig durchgefroren heimgekommen und der Kleene hatte nen ganz schlechten Tag erwischt, nur am Ningeln und Jammern und Rummotzen. Mein Mann ist dann nochmal losgezogen, den Router tauschen ohne Kassenbon, da wir den nicht mehr gefunden haben. Die netten Damen von Conrad waren auch so kulant und haben das Gerät getauscht und ich versuchte dann erneut, in unserer Wohnung drahtloses Internet zum Laufen zu kriegen. Das war eine echte Tortur, konnte ich doch kaum noch aufrecht stehen und mein Kreislauf war mittlerweile jenseits von gut und böse. Hab nach einer Stunde aufgegeben, der Router wollte das Internetsignal einfach nicht weiterleiten und mir fehlte der Nerv zur ausgiebigen Fehlersuche.

Zu später Stunde versuchte ich es erneut mit Fencheltee, vorsorglich mit 2 Bullrichsalz und yay, er blieb drinnen. Zwei Stunden später nochmal eine große Tasse und sogar ein paar Zwieback, woraufhin zwar mein Bauch grummelte, aber sich sonst soweit still verhielt.
Ich bin daraufhin ins Bett und lag dort bis in die frühen Morgenstunden wach, weil mir mittlerweile irgendwie alles weh tat. Wagemutig probierte ich eine Paracetamol und bin, sobald diese anfing zu wirken, eingeschlafen. Als ich wieder wach wurde, waren immerhin die Kopfschmerzen weg.

Ich versuchte es mit Frühstück und stellte beim Vorbereiten desselbigen fest, dass wir in der Nacht nur knapp einer Katastrophe entkommen sind. Das Kabel einer Küchenlampe hatte einen Kurzschluss und hatte angefangen zu schmoren. Zum Glück kam die Sicherung und außer dem verkokelten Kabel ist nichts passiert. Allerdings wird mir ganz schlecht, wenn ich daran denke, was alles hätte passieren können.

Wenigstens klappte das Frühstück gut, ich konnte die Dosis sogar auf eine Tasse Fencheltee und ein halbes Brötchen steigern \o/
Danach probierte ich wieder am WLan rum und stellte irgendwann fest, dass das Kabelmodem und der Router die gleiche IP haben. So kann das ja nix werden. Jetzt musste ich nur noch die Stelle finden, an der ich die IP des Routers ändern konnte, was sich als gar nicht so einfach herausstellte. Doch auch das war irgendwann vollbracht, wir hatten wieder Internet und mein Mann hörte endlich auf mit Grummeln.

Bin trotz allem immer noch total wacklig auf den Beinen und hab den Tag mehr oder weniger dösend auf dem Sofa verbracht. Ich hoffe nur, dass es morgen besser wird, denn ich möchte endlich die Babyecke fertig einrichten.