Kommando zurück

Hieß es am Freitag noch, dass es so aussieht, als wenn sich der Krümel sehr bald auf den Weg macht, so gab es heute ein ernüchterndes Ergebnis beim CTG.

Der Krümel war heute, im Gegensatz zum Freitag, recht aktiv und das hat sich auch in der Herztonkurve niedergeschlagen. Das war ein einziges Auf und Ab, nichts mehr zu sehen von der sonstigen gemütlich-geraden Linie. Dafür war die Wehenlinie absolut unauffällig, keinerlei nennenswerte Ausschläge, obwohl ich schon immer mal das Gefühl hatte, dass der Bauch hart wird.

Hätten sie doch mal das Gerät gestern Abend an meinen Bauch gedübelt, da wären richtig spannende Linien drauf gewesen.

Wie auch immer, meine Hebamme warf einen Blick auf die Kurve und meinte dann: oh, das sieht aber so aus, als wenn es dem Krümel richtig gut im Bauch gefällt und ich denke nicht, dass es bald los geht.

Ja, sowas will ich hören, nachdem wir seit zwei Wochen mit gepackter Tasche hier rumsitzen. Aber drängeln nützt ja auch nix, das Kind wird sich auf den Weg machen, wenn es eben fertig ist.

Es gab dann noch ein Update zu einer Mitschwangeren aus dem GVK, mit der ich immer zusammen die Paarübungen machte. Sie hatte am Freitag eigentlichen Termin und entbindet auch im Geburtshaus bei „meinem“ Hebammenteam. Sie kann es ebenso wie ich kaum abwarten, dass es endlich los geht, doch sie hat mit ihren Wünschen ebenso viel Glück wie ich. Mal schauen, am Ende entbinden wir beide noch parallel 😉

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Hebammenvorsorge

Heute hatte ich wieder Vorsorge mit meiner Hebamme und einer Praktikantin.

Mein Bauch wurde wieder vermessen, 106 cm Umfang. Es wurde auch noch die Größe des Kindes bestimmt, aber da wurde mir das Ergebnis nicht gesagt. Mein Gewicht kontrolliert, ist auch ok.

Heute sollte ausführlich CTG geschrieben werden und die Praktikantin gab sich ganz viel Mühe, die beiden Pads an brauchbaren Positionen an meinem Bauch zu befestigen, kam aber nicht so richtig mit den Haltebändern klar. Außerdem musste vorher noch die Lage des Kindes ertastet werden, was heute eine besondere Herausforderung war. Der Krümel hatte sich nämlich letzte Nacht so richtig ausgetobt und hin und her gedreht und ich konnte nicht sagen, wie rum er nur lag. Die beiden Mädels diskutierten ausgiebig und am Ende einigten sie sich darauf, dass er wohl mit dem Rücken meiner Wirbelsäule liegt – also völlig falsch.

Mir wurde darauf hin aufgetragen, jetzt immer brav auf der linken Seite zu liegen und, soweit möglich, den Krümel zu animieren, sich wieder in die stabile Seitenlage zu begeben. Außerdem sollte ich per Strichliste die Kindsbewegungen notieren, üblich wären 10 Stück innerhalb von 2 Stunden. Ich hab heute zwar keine richtige Strichliste erstellt, aber immer mal gedanklich mitgezählt. Passt soweit.

Während ich am CTG lag, konnte ich in  Ruhe alle meine Fragen stellen, die in den letzten Tagen so aufgelaufen sind.
Gestern bei der Akupunktur habe ich Nadeln in den kleinen Zeh bekommen und wollte wissen, wofür die sind. Für schöne Wehen. Und ein bisschen Wehen anstupsen. Was mich wunderte, da nach Aussage der nadelnden Hebamme anstupsen nicht vor ET gemacht wird. Meine Hebamme meinte daraufhin, dass die richtigen Anstupsnadeln an der Hand gesetzt werden und es mit denen auch wirklich losgeht.

Mit einer Freundin diskutierte ich die letzten Tage darüber, was man bei einem Nabelschnurvorfall macht. Meine erste Idee war zurückschieben, auch wenn ich mir das Wie nur schwer vorstellen konnte. Da meine Hebamme das in ihrer Praxis bereits einmal erlebt hatte, fragte ich nach.
Sie meinte, Becken hoch lagern, Kind tatsächlich zurück schieben und versuchen, die Nabelschnur am Kopf vorbei zu schieben. Im Extremfall würde nur ein Kaiserschnitt helfen. Und dann erzählte sie ihre Geschichte.

Sie hat eine Weile in Afrika gearbeitet und eine der Schwangeren hatte einen Nabelschnurvorfall. Zum Glück konnte schnell reagiert werden und die Frau landete unverzüglich im OP, wo schon alles für den Kaiserschnitt bereit stand. Meine Hebamme verließ nur ganz kurz den OP, um Tücher für das Baby zu holen und als sie wieder zurück kam, wurde die Frau wieder aus dem OP geschoben und die Ärzte meinten, die Frau könne das Kind doch auf normalem Weg bekommen. Meine Hebamme fiel aus allen Wolken und auch ein wenig in Panik. Sie schnappte sich eine weitere Hebamme, sprach sich kurz mit ihr und der Schwangeren ab und warf sich dann beherzt auf den Bauch der Frau, während die zweite Hebamme bereit stand, das Kind aufzufangen. Ohne Rücksicht auf Verluste drückten sie das Baby aus der Frau raus und schafften es auch irgendwie.
Dem Kind ging es den Umständen entsprechend schlecht und es brauchte eine ganze Weile, bis es sich von der Geburt erholt hatte. Ich erkundigte mich, wie es denn der Frau dabei gegangen ist, ist ja quasi der Horror schlechthin. Meine Hebamme meinte, auf die Frau wird in der Gegend keine Rücksicht genommen, Frauen zählen dort nicht viel. Meine Hebamme hätte aber am liebsten das ganze Krankenhaus zusammen geschlagen, so sauer und fassungslos war sie.

Auch, wenn es in unseren Breiten ein wenig anders zugeht, war ich doch mehr als erleichtert, als mir meine Hebamme mitteilte, dass der Babykopf schön tief und fest im Becken steckt und es keine Gefahr mehr bei einem Blasensprung gibt. Ich müsste nicht mal zwangsweise liegen.

Ich lag ziemlich lange am CTG und es war auch alles unauffällig. Zu unauffällig für den Geschmack meiner Hebamme. Herzfrequenz des Kindes bei 120, es machte ganz gemütlich ein Nickerchen. Aber Schlafen ist nicht, also wurde das Kind immer wieder angeschubst, was es mit mürrischen Tritten und einer erhöhten Herzfrequenz von 140 quittierte. Keine Minute später war der Krümel wieder eingeschlafen und nach 15 Minuten wurde es erneut geweckt.
Ich bin also nicht die Einzige, die das Kindlein ärgert 😉

Mit einem abschließenden Blick auf das CTG meinte meine Hebamme, dass es nicht mehr lange mit der Geburt dauert. Ich fragte, woran sie das erkennt und sie sagte, sie sieht das am CTG, ohne jetzt genau benennen zu können, woran sie das sieht. Es wäre einfach der gesamte Verlauf der Linien. Sowas wollte ich hören, auch wenn ich jetzt doch ein wenig Angst habe. So wie vor einer wichtigen Prüfung, ganz egal, wie gut man gelernt hat.

Ich erkundigte mich als letztes wegen der Rufbereitschaft, da ich durch die Aussagen bei der Geburtsaufklärung ein wenig verunsichert war, wann ich denn anrufen dürfe. Ich hatte die letzten Tage immer wieder mal Wehen, auch regelmäßig und schmerzhaft, teilweise 2 bis 3 Stunden lang und war mir nicht sicher, ob ich da schon anrufen sollte. Immerhin würden sie ja bei Alarm ihre Termine verschieben und das ganze Prozedere anwerfen und ich will da keine unnötigen Umstände machen. Ebenso möchte ich nicht mitten in der Nacht anrufen und meine Hebamme wecken wegen nix.
Sie beruhigte mich aber. Wenn es länger als 3 Stunden dauern und regelmäßig ziepen würde, dann könne ich schon anrufen. Sie würde voraussichtlich eh erst mal bei mir zuhause vorbei kommen und die Gesamtsituation checken, bevor es richtig los geht. Auch nächtliche Ruhestörung wäre kein Problem, sie könne innerhalb von Minuten wieder einschlafen und sie hätte dieses Wochenende Rufbereitschaft, so dass ich mir gar keine Sorgen zu machen brauche.

Tja, und damit waren dann sämtliche Fragen geklärt, alle Werte geprüft, alles für gut befunden worden. Falls es am Wochenende nicht los geht, dann habe ich am Montag den nächsten Termin mit dem CTG, nur um sicher zu gehen.

Reine Übungssache

Was für eine Nacht!

Mein Mann gab wieder alles an der Schnarcherfront, so dass ich ihn gegen 4 Uhr aus dem Schlafzimmer verbannt habe. Ich wälzte mich noch ein wenig hin und her, lauschte meinem Hörbuch und war grad dabei, ins Traumzauberland hinüber zu gleiten, als es plötzlich in meinem Bauch zog.
Als erstes verfluchte ich das doofe Sodbrennen, welches mich die letzten Tage fast permanent nervt. Aber für wirkliches Sodbrennen war die Stelle zu weit unten.
Dann verdächtigte ich den Krümel, der sich ja schon öfter durch sein perfektes Timing beim Sambatanzen ausgezeichnet hat. Das Ziehen verteilte sich dann über die gesamte Breite des Bauches, so dass es das als Ursache auch nicht sein konnte.

Es werden doch wohl nicht Wehen sein?
Eine Hebammenweisheit sagt, solange man sich ernsthaft diese Frage stellt, sind es keine echten Wehen.

Also wartete ich ab, nach kurzer Zeit ging das Ziehen wieder weg. Und kam bald wieder. Und dann nochmal.
Schauste mal auf die Zeitabstände, mal sehen, was die so sagen.
5 Minuten Abstand, 3 Minuten, 2 Minuten.

Das ganze pendelte sich bei 2-3 Minuten ein und wurde auch heftiger und ich langsam panisch.

Jetzt Kind kriegen wär ja ganz doof. Wir haben gestern erst die Vollmachten geschrieben, die müssen noch ausgedruckt, unterschrieben und an die Delinquenten Helfer verteilt werden. Außerdem wollte ich doch heute zum Kinderarzt, den Screening-Schrieb abzeichnen lassen und den Termin für die U9 des Großen vereinbaren. Wir haben nicht eine Tasche gepackt oder wenigstens Listen zum Taschenpacken gemacht. Ich sollte dringend duschen. Das Bad und die Fenster müssen noch geputzt werden.

Ernsthaft? Jetzt soll’s losgehen?
Sollte ich tatsächlich in wenigen Stunden so nen kleinen Wurm im Arm haben? Der mich dann fröhlich anschreit. Immer und immer wieder, wenn er Hunger hat? Die Vorstellung war auch irgendwie cool, so dass ich abwechselnd grinste und panisch schreien wollte.

Dann eben erstmal abwarten, solange es nicht nach unten zieht und ich noch dem Hörbuch folgen kann, ist noch Zeit.
Ich überlegte, ob ich aufstehen und mich in die Wanne legen sollte. Echte Wehen bleiben im  warmen Wasser oder werden sogar mehr, unechte verschwinden. Ich entschied mich dagegen, weil ich den Kleenen nicht wecken wollte und wenn ich draußen rumwusel, wird er mit Sicherheit wach.

Nach anderthalb Stunden war der Spuk wieder vorbei, noch 2 mal Ziehen mit großem Abstand, danach Ruhe, nur ich war jetzt munter.

Da heute noch die Vorsorge beim Frauenarzt anstand, quälte ich mich völlig übernächtigt aus dem Bett und unter die Dusche. Dann kurzer Zwischenstopp beim Kinderarzt, Screening-Schreiben abstempeln lassen, U9-Termin vereinbaren (im August, eher ist nix frei o.O ) und noch fix nach den Modalitäten für die U2 und U3 des Krümels fragen. Ich hab nämlich keinen Bock, mit einem frisch geschlüpften, ungeimpften Kind stundenlang zwischen den üblichen Keimschleudern kranken Kindern zu warten, aber die Arzthelferin beruhigte mich und meinte, die Vorsorgen für die ganz Kleinen finden übern Mittag und in einem separaten Bereich statt.
Super, wäre das auch geklärt.

Bei der Vorsorge soweit alles ok, außer meinem Eisenwert. Der hat sich mal glatt ins Bodenlose verabschiedet, je nach Skala 10,5 (11,5 unterer Grenzwert) oder 6,2 (7,5). Also darf ich jetzt wieder Eisentabletten nehmen, die bei mir zu (fast) totaler Verstopfung führen. Als Mittel gegen die Nebenwirkung habe ich Zäpfchen bekommen. Juchuh!
Auf dem CTG prangten wieder hübsche Wehenberge, immer wieder 3-4 Stück in gleichmäßigem Abstand und dann wieder eine Weile nix. Aber den Krümel stört das nicht, sein Herzschlag vorbildlich zwischen 120 und 140 Schlägen.

So, und jetzt bin ich knapp 30 Stunden wach und brauche dringend etwas Schlaf. Könnte ja jederzeit losgehen und auf Geburt als übernächtigter Zombie hab ich jetzt nicht so wahnsinnig viel Lust.

Vorsorgetermin und die Teetassenmission

Heute mal wieder Vorsorge bei meiner Frauenärztin und einmal das volle Programm.

Los ging es mit Blutdruck, schicke halbtote 105 zu 65, danach Eisenwert, ebenso schicke 11,5 wobei der untere Grenzwert bei 12 liegt, und dem Gewicht, über das ich wie gewohnt den Mantel des Schweigens breiten werde. Derzeit rangiere ich bei +7 Kilo und habe noch 4 Kilo Luft bis zu „meiner“ Obergrenze.

Dann ging es zum CTG. Das war jetzt wirklich schick, keine Wehen, dafür ordentlicher Herzschlag. Nur der Krümel fand es nicht witzig und stemmte sich mit aller Kraft gegen das Pad, was schon recht unangenehm war. Außerdem strengte es ihn so dermaßen an, dass der Herzschlag zwischenzeitlich auf 160-170 Schläge pro Minute hochschnellte. Das Kind scheint also ordentlich Temperament zu haben 🙂

Zum Abschluss folgte noch der letzte Ultraschall, wo wir noch mal nach der Stauung schauten. Die ist leider immer noch da, aber ist nicht größer geworden, immerhin. Außerdem ist die Blase gefüllt, so dass anscheinend alles so arbeitet, wie es soll. Ob sich die Stauung noch zurückbildet, wird sich zeigen, stellt aber soweit erstmal kein Problem dar. Der Kopf und der Oberschenkelknochen wurden vermessen und beide Werte sind übereinstimmend für 30+2 passend. Da ich 30+4 bin, passt das also auch wunderbar. Nach der Vermessung des Brustkorbs, siehe Bild, wurde das aktuelle Gewicht auf ca. 1.800 Gramm geschätzt.

rippen

Und schöne Profilbilder kann jeder, wir können dafür ungewöhnlich. Auf Beweisstück B ist ein Ohr zu sehen und ein Finger, der sich auf den Weg macht, in selbigem zu puhlen. Ich habe es allerdings spontan als Baum identifiziert und warte jetzt darauf, vom Gegenteil überzeugt zu werden 😉

ohr

Das nächste Mal, dass ich mein Kind sehe, wird dann wohl in echt sein. Wow!

Und dann gab es ja noch die Mission Teetasse. Mein bisheriger, heißgeliebter Pott machte vor ein paar Monaten leider die Bekanntschaft mit den Küchenbodenfliesen und bezahlte dies mit dem Leben. Seitdem bin ich auf der Suche nach einem Ersatz, bislang ohne Erfolg. Da ich heute ohnehin in der Stadt zu tun hatte, siehe nächster Beitrag, suchte ich dort zwei große Kaufhäuser und einen Einrichtungsladen auf, aber keines des Geschäfte hatte einen ausreichend großen Becher. So musste ich unverrichteter Dinge wieder tassenlos nach Hause gehen.

Bereits unterwegs stellte ich fest, dass der Tag extrem an meine Substanz gegangen ist, die letzten Meter zum Auto konnte ich nur noch unter Schmerzen zurücklegen. Zuhause machte ich mir noch schnell etwas zu Essen, konnte nicht mehr aufrecht stehen und bin dann völlig erschöpft auf der Couch umgefallen, wo ich schlief, bis meine Männer heim gekommen sind. Immer noch nicht wieder fit, schickte mich dann mein Kleener ins Bett, damit ich mich da weiter ausschlafen konnte. Fand ich total süß, auch wenn ich weiß, dass er ohne mich viel ungestörter seine Kindertrickfilme (Hase und Wolf, Shaun das Schaf und den Käpt’n Blaubär Film) gucken kann 😉

Gegen Mitternacht wachte ich wieder auf und bin jetzt hellwach, aber immer noch körperlich leicht angeschlagen. Wenn ich mir vorstelle, dass ich eigentlich noch 2 Wochen arbeiten gehen müsste, wird mir ganz anders und ich habe höchsten Respekt für alle Schwangere, die das bis zum Ende durchziehen. Ich bin aber heilfroh, morgen genau nichts machen zu müssen 🙂

Krank :(

Nachdem mich meine Jungs mehrere Wochen lang mit ihren Keimen beworfen haben, haben meine Abwehrkräfte endgültig aufgegeben und jetzt hock ich da mit verstopfter Nase, nervigen Kopf- und unangenehmen Halsschmerzen.

Heute hatte ich auch noch Hebammenvorsorge und da der Kindergarten des Großen erst am Montag wieder öffnet, hab ich ihn kurzerhand mitgenommen. Und er hat sich anfangs schon sehr gewundert, wusste er doch immer noch nichts von dem Baby in meinem Bauch. Aber er hat es ganz gut aufgenommen, traute sich nach anfänglichem Zögern sogar, meinen Bauch zu streicheln. Und als er dann noch mit den Herztönen lauschen konnte, war er dann auch überzeugt, dass da ein Geschwisterchen für ihn unterwegs ist.

Er hat es ganz gut aufgenommen und war auch sofort bereit, sein Zimmer mit dem Baby zu teilen. Er bot ihm sogar einen Platz auf seiner Couch an. Aber er stritt ab, dass er jemals auch so ein kleines Baby gewesen war 🙂
Besonders niedlich fand ich, als er Papa bei dessen Heimkehr von den „Neuigkeiten“ berichtete.
Er suchte dann auch schon fleißig Namen aus, Luc oder Lukas für einen Bruder und Rosa oder Rosanne für ein Mädchen. Nicht unbedingt unsere Favoriten, aber mal schauen.

Ich bin auf jeden Fall erleichtert, dass er das so gut aufgenommen hat, ich hab mir die letzten Tage doch einigermaßen Sorgen gemacht, auch weil er eben bis dahin so gar nicht fragte, was es mit dem dicken Bauch bei mir auf sich hat.
Leider konnte ich der Hebamme nicht all die Fragen stellen, die mir unter den Nägeln brannten, weil der Große zuviel ablenkte und ich das meiste dadurch und durch meinen eher schlechten Allgemeinzustand vergessen hatte. Dann eben beim nächsten Mal.

Vorsorgeuntersuchung

Lange hab ich nach der völlig vermurksten Feindiagnostik auf diesen Termin gewartet. Durch viele Gespräche mit Medizinern und Freunden und durch ausgiebiges Stöbern im Internet haben sich die Sorgen relativiert, auch wenn sie nie wirklich weg sind, was aber wohl nur natürlich ist. Trotzdem wollte ich mit eigenen Augen sehen, dass es dem Krümel gut geht und sich die Situation nicht verschlimmert hat oder gar etwas Neues hinzugekommen ist.

Aber zuerst das übliche Vorspiel: Blutdruck und Gewicht messen, Zipperchen besprechen, nach Wassereinlagerungen und Krampfadern fragen. Dann zweimal Blut abzapfen. Das erste Mal aus der Armbeuge zur Bestimmung von Antikörpern, das zweite Mal aus meinem linken Mittelfinger zur Kontrolle der Eisenwerte. Und obwohl ich keine Eisenpräparate mehr nehme – das erste hab ich nicht vertragen und an das homöopathische glaube ich nicht genug – hat sich der Wert wieder verbessert und liegt jetzt genau am unteren Grenzwert, aber eben im grünen Bereich.
Dann durfte ich noch an den Wehenschreiber, aber auch hier alles unauffällig.

Zum Schluss endlich der Ultraschall. Die Ärztin guckte als erstes nach dem Kopf, dort war alles in Ordnung. Dann drängelte sich der Oberschenkelknochen ins Bild, was sie sogleich ausnutzte und ihn vermessen hat. 4,5 cm, was einer ungefähren Krümelgesamtlänge von 31,5 cm entspricht. Mit der Größe wiegt er vermutlich auch irgendwas um die 600 Gramm, was ich schon ziemlich beachtlich finde. Und das Wichtigste zum Schluss: die Stauung im Becken ist nicht größer geworden, der Krümel aber schon 🙂

In 6 Wochen ist dann der dritte, reguläre Ultraschalltermin, mal schauen, ob die gute Entwicklung bis dahin weiter anhält.

Und ich hab ein Foto bekommen, wie der Krümel an der Plazenta nuckelt. Vermutlich nimmt es den Begriff Mutterkuchen zu wörtlich 😀 :

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Lebenszeichen

Ist jetzt doch ein paar Tage her, dass ich hier was geschrieben habe, es ist einfach zuviel los, auch wenn ich nicht genau sagen kann, was. Irgendwie waren die Tage zu schnell rum, um doch was zu schreiben, obwohl genug passiert ist.

Ich hatte eine weitere Auseinandersetzung mit O2, bei der ich – mal wieder – dachte, dass sich das Thema jetzt endlich erledigt hat, aber im Moment sieht es wieder ganz anders aus.

Das Weihnachtsshoppingfieber schlägt so langsam um sich. Online wie auch „in echt“, dabei ist es jedes Jahr dasselbe. Niemand hat einen konkreten Wunsch, aber am Ende sind sie beleidigt, wenn man nix schenkt. Erinnert mich daran, als ich meine Mama vor vielen, vielen Jahren fragte, was sie sich wünscht und sie meinte „eine liebe Tochter“. Die hat sie dann auch bekommen, aber eben auch nicht mehr. Daraus resultierten die drittschrecklichsten Weihnachten. Aber mittlerweile haben meine Eltern gelernt und geben brav ihre Wünsche bei mir ab. Es ist aber auch schwierig, etwas ohne Hilfestellung zu finden, wenn sie in der Lage sind, sich die eigenen Wünsche selbst zu erfüllen und das dann auch tun. Und immer nur Schokolade schenken? Und aus dem Alter, was (schlecht) Selbstgebasteltes zu schenken und dafür noch Applaus zu bekommen, bin ich leider raus.

Dann hatte ich gestern ein Blind Date 🙂 Ich bin seit Beginn der Schwangerschaft in einem werdende-Eltern-Forum unterwegs und hab dort eine Mitschwangere kennengelernt, der die Hormone noch nicht die letzten Gehirnzellen weggefressen hat. Es übersteigt manchmal meinen Horizont, mit was für Blödsinn sich werdende Mütter so beschäftigen können und wie allgegenwärtig das hellblau-rosa-Schema ist. Bitte jetzt nicht falsch verstehen, wenn eine Schwangere sich nicht wohl fühlt, der Körper unnatürlich ziept und kneift, der Kreislauf schlapp macht oder der Blutdruck in ungeahnte Höhen schnellt oder ähnliches, dann ist es klar, dass man damit zum Arzt geht. Aber Ultraschallflatrates? Dauerbesuche im Krankenhaus, nur weil der Bauch mal ein bissl hart wird und das bei einer Schwangeren, die ihr 5. Kind erwartet? Die ins Krankenhaus rennt, weil sie beim Treppensteigen eine Stufe verpasst hat und sich BEINAHE kopfüber die Treppe runtergestürzt hätte? Die rumheulen, weil es beim Arzt kein Outing gab und sie jetzt weitere 4 Wochen warten müssen, bis sich entscheidet, ob das Kinderzimmer hellblau oder schweinchenrosa gestrichen werden kann?

Naaaaaah, da hört mein Verständnis echt auf. Aber sind ja nicht alle so und da gibt es eben das Rehlein, das genau so wie ich kopfschüttelnd vor den Beiträgen im Forum sitzt und ernsthafte Zweifel an der Echtheit der Evolutionstheorie hat. Und nach mehreren Wochen Chattens haben wir uns gestern zum Mittagessen getroffen und sind danach noch Kinderklamotten shoppen und ein wenig über den Weihnachtsmarkt gegangen. Schön war’s und die Chemie hat auch in echt gestimmt (hab ich leider auch schon völlig anders erlebt). Allerdings war ich nach dem Rundgang durch die H&M-Mädchenabteilung echt geschockt und bin jetzt gar nicht mehr so sicher, ob ich mir wirklich ein Mädchen wünschen sollte …

Der erste Advent hat uns auch hier eingeholt und der Kleene ist echt niedlich in seiner Vorfreude. Er kämpft mit sich und uns, nicht gleich alle Türchen im Kalender auf einmal aufzumachen und das erste am Morgen muss dann aber das Öffnen eben jenes Türchen sein und vorm Einschlafen wird ganz laut verkündet, welche Zahl am nächsten Morgen dran ist. Und die Enttäuschung, dass er im Kindergarten noch kein Türchen öffnen durfte, sondern nur der Luc und der Max.

Und dann war heute noch Vorsorgeuntersuchung bei meiner Gyn, aber davon berichte ich in einem separaten Beitrag.

Hebammenvorsorge

Heute hatte ich wieder einen Termin bei meiner Hebamme, zum Glück zu einer solch verträglichen Zeit wie 11 Uhr. Sie las ganz aufmerksam den Bogen von der Feindiagnostik und fragte mich, wie es war. Ich erzählte ihr die Geschichte und sie war auch ein wenig entgeistert.

Sie untersuchte dann meinen Bauch und bestätigte meine Vermutung, dass der Krümel aufrecht mit dem Rücken voran liegt und ich ihn deswegen eher selten und nicht mehr so dolle spüre. Wir lauschten dann noch ein wenig den kräftigen Herztönen, was mich unglaublich beruhigte.

Sie empfahl mir noch Yoga, was gegen meine Rückenschmerzen helfen soll. Schau ich mir demnächst mal an. Kostet 55 Euro für 5 Sitzungen und wird wohl als Vorsorgeleistung von der Krankenkasse angerechnet, so dass ich evtl. sogar etwas davon wiederbekomme. Aber da muss ich mich noch mal schlau machen.

Der Rest war auch alles in Ordnung, und den nächsten Termin bei ihr hab ich dann im neuen Jahr. Es war total seltsam, ihr bei der Verabschiedung bereits frohe Weihnachten und einen guten Rutsch zu wünschen.

Weia, wie die Zeit vergeht o.O

3. Vorsorgeuntersuchung

Heute stand die nächste Vorsorgeuntersuchung an, und ich kam auch fast pünktlich dran.

Blutdruck gerade so über kritisch bei 70/100, Eisenwerte jenseits von gut und böse und ich lager so langsam Wasser in meinen Beinen ein, zumindest sind meine Knöchel nicht mehr rehgleich schlank. Als ich dann noch von Kreislaufproblemen und heftigen Schmerzen im unteren Rücken durch das lange Sitzen im Büro berichtete, reichte das meine Ärztin, um mir ein Beschäftigungsverbot anzubieten.

Klar wäre so komplett raus bei voller Bezahlung schon was Feines, aber das konnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Während meiner 4-wöchigen Abwesenheit hatten die Kollegen doch ganz ordentliche Probleme mit dem Buchungssystem und das alles zusätzlich zu ihren eh herausfordernden normalen Aufgaben. Mich jetzt schon wieder verabschieden, ohne das eine Vertretung für mich gefunden und ordentlich eingearbeitet ist, hab ich nicht übers Herz gebracht.

Ich vereinbarte also ein Teilzeitbeschäftigungsverbot von 4 Stunden pro Tag ab Montag. Damit sollte allen geholfen sein. Falls sich aber die Werte weiter verschlechtern, ist mir mein schlechtes Gewissen auch irgendwann egal, dann geht das Kind einfach vor.

Die Schwester hat dann noch mit ihrem Uralt-Ultraschallgerät ein wenig nach dem Kind geguckt, welches heute wesentlich agiler war. Es ist weiter ordentlich gewachsen und hüpfte diesmal fleißig durch meinen Bauch. Die Schwester ist der festen Überzeugung, dass ich zum jetzigen Zeitpunkt keinesfalls schon Kindsbewegungen spüren könnte und es alles nur Darmbewegungen wären. Ich sehe das ein wenig anders, denn wenn es 5 oder 6 mal im Unterbauch an der selben Stelle „klopft“, sind das für mich keine Darmbewegungen. Ich hab mir allerdings die Diskussion gespart.

Beim Schallen traf sie allerdings eine Stelle, die mich vor Schmerzen zusammenzucken ließ. Die Stelle war mir heute früh im Bett schon aufgefallen, da tippte ich nur ganz leicht drauf und schon schoss der Schmerz von der Bauchmitte auf die rechte Seite runter. Die Schwester meinte, es könnte evtl. von einer Blasenentzündung herrühren und machte gleich eine entsprechende Urinuntersuchung. Zum Glück negativ, weswegen sie dann eine Muskelentzündung oder sowas in der Art vermutete. Ich werde das die nächsten Tage weiter beobachten.

Und das war dann auch schon wieder die Untersuchung. In 4 Wochen habe ich die Feindiagnostik und dann gibt es hoffentlich endlich ein neues Ultraschallbild für mich zum mit nach Hause nehmen. Das letzte stammt noch aus der 8. Woche.

Junge, wie die Zeit vergeht 🙂

Hebamme

Ich hab seit heute eine Hebamme, weiß nur noch nicht, welche es denn genau sein wird 🙂

Ich war beim Großen in einem Geburtshaus hier ganz in der Nähe und hatte dort eine wundervolle Hebamme für die Vor- und Nachsorge. Geburtshaus klang für mich damals voll esoterisch und abgedreht und wasweissich nicht alles, aber als ich mir das angeschaut habe, war es wirklich ganz toll. Klar lag noch ein Hauch von Räucherstäbchen in der Luft, aber das war dann auch schon das Exotischste dort. Im Grunde ist dieses Geburtshaus ein Verbund mehrerer Hebammen, welche eine Rundumbetreuung für Schwangere und Mütter anbieten. Da gibt es den normalen Geburtsvorbereitungskurs genauso wie das Yoga und die Rückbildungsgymnastik.

Wer möchte, kann dort im Haus entbinden oder auch bei sich zu Hause. Es wird aber keine Frau schief angeguckt, wenn sie sagt, dass sie lieber im ultramodernen Uniklinikum mit allem möglichen technischen Schnickschnack entbinden möchte. Für mich war diese Vorbereitung ideal, denn so erfuhr ich von der Möglichkeit der ambulanten Entbindung. Ohne das wäre ich vermutlich die üblichen 3 Tage im Krankenhaus geblieben und hätte mich über meine ganz furchtbare Zimmergenossin aufgeregt 😉

Als ich also wieder schwanger wurde, war für mich sofort klar, dass meine Hebamme wieder aus diesem Geburtshaus kommen würde. Leider ist meine von damals nicht mehr an Bord, aber ich bin zuversichtlich, dass die neue auch eine ganz Liebe sein wird.

Die zu betreuenden Schwangeren werden in 3er Teams betreut, wobei eine Hebamme die Hauptansprechpartnerin ist, die anderen aber als Vertretung einspringen können. Jeden Montag wird in der Teamsitzung besprochen, welches Team welche Schwangere bekommt. Also warte ich nun auf nächsten Montag und die Nachricht, wen ich die nächsten Monate an meiner Seite haben werde.

Aber immerhin: ich habe eine Hebamme!