Nichts Genaues weiß man nicht

Seit heute um 14 Uhr rufe ich aller zwei Stunden auf der Station an, um zu erfahren, für wann denn morgen die OP der Kleinen geplant ist. Und jedes Mal erhalte ich als Antwort, dass sie es nicht wissen, weil sie den OP-Plan noch nicht erhalten haben.

Beim letzten Anruf um 20 Uhr wurde es der Schwester zu bunt, sie bestellte uns einfach für morgen früh um 7 Uhr (wir erinnern uns, kein Puls und nur sporadische Atmung – yay) auf Station, denn der frühestmöglichste OP-Termin wäre um 7:30 Uhr und sie geht davon aus, dass sie ob ihres Alters (also das der Süßen, nicht das der Schwester) als Erste dran wäre.

Beruhigt mich jetzt natürlich ungemein. Was aber viel doofer ist, ist die Ungewissheit, wie das mit dem Essen für die Kleene ist. Wenn sie als Erste dran kommt, alles gut, da wird sie um 2 oder 3 Uhr nachts das letzte Mal gestillt und verschläft den Rest. Sollte sie aber allerdings erst später dran kommen, dann darf ich mehrere Stunden lang ein Hungermonster in Zaum halten. Und so kleine Kinder sind ja immer so verständnisvoll 😉

Das wird sicher ein Spaß!

Langeweile

Warten aufs ChristKind zerrt ganz schön an den Nerven und so langsam gehen mir auch die Fenster zum Putzen aus.

Also versuche ich, mir die Zeit anders zu vertreiben. Unterstützt werde ich dabei von meinen Fingernägeln, die aktuell beschlossen haben, den aufgetragenen Nagellack, welcher sonst locker eine Woche ohne Blessuren überstanden hat, nach spätestens drei Tagen von den Nägeln splittern zu lassen. Hab ich also immer öfter einen Grund, mich neu anzumalen.

nagel

Dann war heute noch ESC. Bin ich ein ganz großer Fan davon, gucke ich jedes Jahr, rege mich jedes Jahr drüber auf und finde die deutschen Beiträge sehr oft auch eher nunja. Letztes Jahr wollte ich fast vom Glauben abfallen, als so ein Rocksternchen ohne Profil und Stimme den deutschen Vorausscheid gewann, während auf Platz 2 und 3 die richtig fetten Nummern landeten. Entsprechend schlecht war auch das finale Abschneiden, aber es muss ja einen Grund geben, warum zu einem ordentlichen ESC viel Sekt gehört.

Mit dem diesjährigen Beitrag kann ich gut leben, wobei das Starterfeld generell nicht so der Brüller war, was jetzt keineswegs die Leistung von Elaiza schmälern soll.

Mein Lieblingsbeitrag aller Zeiten wird jedoch immer dieser sein. Zu schade, dass er nicht gewonnen hat 😉

Im Osten nichts Neues

Mutter und Kind sind immer noch innigst vereint, ich hab immer wieder mal Übungswehen, vorzugsweise nachts kurz vorm Einschlafen.

Ich hatte heute wieder Akupunktur, diesmal auch mit den fiesen Nadeln für die kleinen Zehen – autsch. Ich trinke fleißig Zimttee, obwohl ich davon barbarisches Sodbrennen bekomme, aber so langsam geht mir die Geduld aus.

Mir passt meine Umstandshose nicht mehr, der Bund drückt unangenehm und die Bauchbinde rutscht immer wieder vom Bauch runter. Mein Schwangerschaftsshirt schafft es nicht, den Bauch von oben abzudecken. Schuhe zubinden ist abenteuerlich.

Morgen gibt’s den schriftlichen Räumungsbefehl 😉