Mieterhöhung – Nachtrag

Nun kann man ja von unserem TV-Regionalprogramm halten, was man will. Wenn man aber die seniorenspezifischen Sendungen weglässt und auf’s allgemeinveträgliche Programm zurückgreift, geht es eigentlich.
Immerhin ist es informativ.

Just in der Woche, wo wir den Mieterhöhungsbrief erhielten, kam eine Informationssendung, die wie die Faust auf’s Auge passte. Ich hörte aufmerksam zu und verfasste danach meinen Antwortbrief.

Heute kam die Reaktion der Hausverwaltung. Unser Vorschlag wurde ohne wenn und aber angenommen.
Was hatte ich gemacht?

In der Sendung, die sich nur um solche Mieterhöhungen drehte, meinte der eingeladene Fachmann, dass erstens) Mieterhöhungen (ohne zugrunde liegende Sanierungen o.ä.) immer der Zustimmung des Mieters bedürfen. Zweitens), wenn der Mieter nicht zustimmt, der Vermieter vor Gericht ziehen muss. Drittens) dies mit Gerichtskosten, aber auch unklaren Ergebnissen verbunden ist, so dass viele Vermieter solche Verhandlungen vermeiden wollen.

A-Ha!

Zu allererst erkannte ich die Rechtmäßigkeit der Forderung an. Alle Paragrafen des BGB sprachen für den Vermieter.

Als Zweites „korrigierte“ ich deren grundsätzliche Mietaufstellung. So wurde unser Dachgeschoss nicht anerkannt. Es wurde uns Parkett zugeschrieben, obwohl wir nur einen eher maroden Dielenboden haben. Und unsere Fenster sind mehrheitlich reparaturbedürftig. Am Ende kam eine Grundmiete heraus, die nur ganz knapp unter der Kappungsgrenze rangierte.

Mit der Argumentation plädierte ich auf eine Mieterhöhung von 10% anstatt der vom Vermieter angestrebten 15%.

Heute wurde uns mitgeteilt, dass die 10% angenommen wurden.

Yay!

Am Ende sind es zwar nur 20 Euro. Aber dies jeden Monat.

Es läppert sich halt!

Bald bin ich ein Schulkind – Zwischenstand

In unserer tollen Stadt haben sich ganz schlaue Leute überlegt, in jeweils welche Grundschule die Kinder gehen sollen. Dazu haben diese Leute einen Stadtplan genommen und dem afrikanischen Kontinent gleich die Schulbezirksgrenzen willkürlich und mitunter auch äußerst absurd gezogen. Das hatte zur Folge, dass unser Kind in einem anderen Stadtteil eingeschult werden sollte, obwohl direkt um die Ecke eine Grundschule ist.

Da die Schule nicht nur in einem anderen Stadtteil, sondern durch diverse Gründe Welten von uns entfernt liegt, wollten wir unser Kind lieber in der Schule um die Eck einschulen. Aber so einfach ist das in unserer tollen Stadt nicht. Wir haben lange und viel im Internet recherchiert und am Ende konnte mein Mann ein Schreiben mit 4, wie wir fanden sehr triftigen, Gründen aufsetzen. Rechtzeitig vor Fristende schickten wir das per Einschreiben ab und dann harrten wir der Dinge, die da kamen.

Und das war erstmal eine ganze Weile nichts.

Vor 6 Wochen kam der ablehnende Bescheid, gegen den wir binnen 4 Wochen Widerspruch einlegen konnten, was wir auch taten. Innerlich richteten wir uns darauf ein, im nächsten Schritt einen Anwalt einzuschalten, der unserer Forderung zum Schulwechsel ein wenig Nachdruck verleihen sollte.

Heute kam Post von der originär zugeteilten Schule, eine Einladung zum Elterninformationsabend. Teilnahme zwingend und bitte 10 Euro in bar mitbringen. Außerdem wurde uns mitgeteilt, dass unser Kind an dieser Schule in die erste Klasse aufgenommen sei.

Yippieh! 😦

Es lag allerdings noch ein weiterer Brief im Briefkasten, ganz offiziell von der Bildungsagentur. Mich innerlich wappnend und leise seufzend riss ich den Umschlag auf und las die Worte:

Die Bildungsagentur erlässt folgenden Widerspruchsbescheid:

Ihrem Antrag auf Einschulung Ihres Kindes in die Schule um die Ecke wird stattgegeben.

[…]

Der Widerspruch ist zulässig und begründet.

Coole Sache das! 🙂

Ich musste mir sogar ein Tränchen verdrücken. Ich hatte mich schon auf die ganz harte Tour mit Anwalt und Klage vorm Verwaltungsgericht eingestellt und bin ehrlich erleichtert, dass uns das erspart geblieben ist.

Jetzt muss ich nur noch rausfinden, ob die Schule um die Ecke schon von ihrem Glück weiß und ob diese auch einen Elterninformationsabend veranstalten und wenn ja, wann. Und endlich kann auch die restliche Planung zwecks Schuleinführung und dazugehöriger Feier weitergehen.

Immerhin haben wir schon eine große Piratenzuckertüte 😉