Mieterhöhung – Nachtrag

Nun kann man ja von unserem TV-Regionalprogramm halten, was man will. Wenn man aber die seniorenspezifischen Sendungen weglässt und auf’s allgemeinveträgliche Programm zurückgreift, geht es eigentlich.
Immerhin ist es informativ.

Just in der Woche, wo wir den Mieterhöhungsbrief erhielten, kam eine Informationssendung, die wie die Faust auf’s Auge passte. Ich hörte aufmerksam zu und verfasste danach meinen Antwortbrief.

Heute kam die Reaktion der Hausverwaltung. Unser Vorschlag wurde ohne wenn und aber angenommen.
Was hatte ich gemacht?

In der Sendung, die sich nur um solche Mieterhöhungen drehte, meinte der eingeladene Fachmann, dass erstens) Mieterhöhungen (ohne zugrunde liegende Sanierungen o.ä.) immer der Zustimmung des Mieters bedürfen. Zweitens), wenn der Mieter nicht zustimmt, der Vermieter vor Gericht ziehen muss. Drittens) dies mit Gerichtskosten, aber auch unklaren Ergebnissen verbunden ist, so dass viele Vermieter solche Verhandlungen vermeiden wollen.

A-Ha!

Zu allererst erkannte ich die Rechtmäßigkeit der Forderung an. Alle Paragrafen des BGB sprachen für den Vermieter.

Als Zweites „korrigierte“ ich deren grundsätzliche Mietaufstellung. So wurde unser Dachgeschoss nicht anerkannt. Es wurde uns Parkett zugeschrieben, obwohl wir nur einen eher maroden Dielenboden haben. Und unsere Fenster sind mehrheitlich reparaturbedürftig. Am Ende kam eine Grundmiete heraus, die nur ganz knapp unter der Kappungsgrenze rangierte.

Mit der Argumentation plädierte ich auf eine Mieterhöhung von 10% anstatt der vom Vermieter angestrebten 15%.

Heute wurde uns mitgeteilt, dass die 10% angenommen wurden.

Yay!

Am Ende sind es zwar nur 20 Euro. Aber dies jeden Monat.

Es läppert sich halt!

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Zweitstudium

Hmpf!

Wirklich viel mehr kann ich derzeit nicht sagen.

Nachdem ich bei der Studienanmeldung bei hochschulstart.de erfahren habe, dass Bewerbungen erst ab dem 2.5.2019 möglich sind, habe ich mir den Termin im Kalender vermerkt.

Der 2.5.2019 kam, ich wollte mich bewerben, wurde aber direkt auf die Homepage der lokalen Uni verwiesen. Nun gut, als alter Internetpionier ringt mir eine weitere Registrierung nur ein müdes Lächeln ab. Klick, Klick, Check. Registrierung durch.

Jetzt die Bewerbung. Dazu muss ich die Stammdaten von Hochschulstart.de eingeben. Und erhalte die Fehlermeldung, dass die Daten in der Hochschulstart-DB nicht vorhanden sind.
Coole Sache!
Habe ich die Sachen aus Faulheit und zur Fehlervermeidung direkt von der Homepage per Copy&Paste auf die Uni-Homepage übertragen.

Ich habe es noch 2x probiert, habe einen anderen Browser genommen, habe die Daten händisch eingegeben – das Ergebnis ist überall gleich.

OK, also ein Ticket beim Tech-Support gezogen und die Sache erstmal auf Eis gelegt.

Am nächsten Tag kam vom Tech-Support das OK, die Anmeldung funktionierte, ich vervollständigte meine Bewerbung. So weit, so gut.
Bis es zum Punkt „Zweitstudium“ kam.

3% aller Studienplätze pro Jahrgang sollen maximal für Zweitstudiengänge zugänglich sein.
3%!

Die Vergabe von Zweitstudiengängen erfolgt anhand eines Punktesystems. Erststudiengangnote: je besser, desto Punkte.
Wissenschaftlicher Ansatz: je bedeutender, desto Punkte.
Soziale Härte: je schlimmer, desto Punkte.

Banaler Berufswechsel: Hahahaha!

Es wird in einem nachrangigen Verfahren berücksichtigt, ob man Familie hat und Kinder, Erziehungs- oder Pflegezeiten.

An sich wollte ich den wissenschaftlichen Aspekt nicht ins Feld führen, weil ich denke, dass die Argumente irgendwie doch zu schwammig sind und es bestimmt einen Haufen Leute gibt, die das schon angegangen sind, und es am Ende eh niemanden interessiert und überhaupt, wer denkt schon an Informatik.

Doch dann dachte ich mir, wie viele Bekloppte (durchaus positiv gemeint) mag es geben, die sich das trockene Feld der Informatik geben, um dann im nicht minder trockenen Feld der Psychologie zu forschen?
Wer „spricht“ wirklich die unverständliche Techniksprache der Administratoren, und kann gleichzeitig die emotionalen Auswirkungen einordnen?

Ich denke, es mag Wissenschaftler geben, die an der jeweils anderen Seite Interesse zeigen, aber nur Interesse reicht in diesem Fall nicht. Man muss schon mit beiden Beinen richtig tief in der Materie stecken.
Und keine Gummistiefel tragen.

So werde ich  also dieses Wochenende einen Text verfassen, der die Synergieeffekte der beiden Gebiete möglichst effektiv vereint. Dazu kommen Argumente, warum ausgerechnet ich die beste aller möglichen Wissenschaftlerinnen für dieses Thema bin. Ein wenig gewürzt mit meinem familiären Background und in der Hoffnung, dass der Gesamteindruck die Summe der Einzelteile bei weitem übertrifft.

Komme ich damit nicht durch, stehe ich ab Herbst bei der Arbeitsagentur wieder auf der Gehaltsliste und darf mich auf olle IT-Jobs bewerben.

Und sind wir doch mal ehrlich: DAS will niemand von uns!