Breikost

Seit drei Wochen versuche ich, meinem Mädchen die Vorzüge von Breinahrung nahe zu bringen. Ich find die ehrlich sehr lecker, zumindest einige Sorten wie Pastinake oder Kürbis oder beides in Kombination mit Kartoffeln. Da ich jetzt eher nicht so das Hausmütterchen bin, greife ich auf die praktischen Gläschen der Drogerieeigenmarken zurück. Die sind preiswert, aus biologischem Anbau und die Gemüsesorten ab dem 4. Monat sind ohne Zucker oder andere doofe Zusätze.

Meine Süße findet die Breie auch voll toll, weil man herrlich mit den Fingern darin rummatschen kann und falls doch mal ein Löffelchen seinen Weg in den kindlichen Mund gefunden hat, kann man den Inhalt wunderbar wieder herausprusten. Genau so, als wenn man jemandem geräuschvoll die Zunge rausstreckt. Ganz großes Kino.

Mit ganz viel Mühe schafft die Kleene es wenigstens einmal am Tag, so zwei oder drei große Löffel, verteilt auf viele kleine Portionen, Brei zu sich zu nehmen. Manchmal macht sie sogar den Schnabel richtig weit auf, wenn sie den Löffel sieht, aber ich muss dann sehr schnell und treffsicher den Löffel im Mund versenken, sonst klappt die Ladeluke wieder zu und nur die äußerste Löffelspitze hat den Weg ins Ziel gefunden. So richtig optimal ist das nicht.

Das mit dem Trinken funktioniert gar nicht. Zur U2 oder U3 hatten wir vom Kinderarzt ein Starterpaket bekommen und darin war auch eine Flasche mit Sauger, welche wir für die ersten Trinkversuche nutzen. Ganz doofe Idee. Der Nubbel fühlt sich zwar entfernt wie eine Brust an, aber der Inhalt entsprach überhaupt nicht den Vorstellungen. Ich habe dann also breitere Sauger, die wie Aufsätze für Schnabeltassen aussehen, geholt und damit hatten wir minimal bessere Erfolge. Da wird zwar das Wasser rausgesaugt, aber nicht geschluckt, sondern einfach so aus dem Mund wieder rauslaufen gelassen.

An sich könnte mir das alles egal sein, ich habe keine Eile mit dem Füttern und Trinken, mich stört das Stillen nicht. Aber leider stehe ich ein wenig unter Zeitdruck.
So hatte ich ja für Juli diesen Jahres eine Vorladung als Schöffe für drei Verhandlungstermine erhalten, welche ich aber mit der Begründung, dass meine Süße zu diesem Zeitpunkt noch viel zu klein ist, um mehr als zwei Stunden ohne mütterliche Versorgung auszukommen, absagte. Zudem bat ich darum, aus eben diesem Grund von weiteren Terminen bis zum Ablauf der Elternzeit im März nächsten Jahres abzusehen.
Den ersten Teil hat der bearbeitende Gerichtsdiener verstanden, den zweiten jedoch nicht und so flatterte mir im August eine Vorladung für einen Gerichtstermin am 25.11. in den Briefkasten. Ich überschlug im Kopf, wie weit das Kindlein dann sei und kam zu dem Schluss, dass es bis dahin eigentlich mit Brei und Tee ganz gut über die Runden kommen müsste und schickte die „Ich bin dabei“-Bestätigungskarte ans Gericht.

Nach dem Ausbleiben von großartigen Erfolgen oder nennenswerten Fortschritten, was die externe Versorgung des Babies angeht, bin ich derzeit eher weniger optimistisch, mich in fünf Wochen für einen kompletten Tag verabschieden zu können. Außerdem bin ich ratlos, was ich machen soll.
Abwarten und hoffen, dass es sich bis dahin gibt? Dem Gericht Bescheid geben, dass sie sich doch bitte um einen Ersatz kümmern sollen? Noch eine Woche warten und dann Bescheid geben?

Einerseits bin ich schon neugierig, wie das bei Gericht ist, aber dann den ganzen Tag voller Sorge ums Kind dem Verfahren beiwohnen ist wohl auch nicht das Gelbe vom Ei. Mein Mann kann mich ja nicht mal eben so aus der Verhandlung rauszerren, da müsste das ganze Verfahren neu aufgerollt werden, neuer Schöffe, neuer Termin und dass, wo die bei Gericht eh kaum freie Termine haben.

Gna, ich find die Situation gerade völlig unmöglich *seufz*

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Liebster Award – eine große Ehre

liebsteraward

Vor einiger Zeit wurde ich vom Glückskind aus der Schmetterlingsfamilie nominiert und ich hab mich tierisch darüber gefreut. Immer wieder habe ich den Award auf anderen Seiten gesehen und war jedes Mal ein wenig neidisch auf die Nominierten. Man braucht schon ein wahrlich großes Blog, um nominiert zu werden, dachte ich mir, und dann bekam mein kleines bescheidenes Weblog ganz unerwartet diese Auszeichnung. Vielen, vielen Dank!

Da wir in der letzten Zeit einiges um die Ohren hatten, habe ich diesen Beitrag immer wieder nach hinten geschoben, aber heute an diesem verregneten, grauen, kühlen Herbstsonntag habe ich endlich Zeit und Muse. Außerdem wurde uns letzte Nacht eine zusätzliche Stunde geschenkt \o/

Die Regeln:

  • 11 Fragen beantworten
  • 11 Fragen stellen
  • 11 Blogs nominieren

 

Die gestellten Fragen:

Was ist Dein absolutes Lieblingsgericht?
Würzfleisch, oder in der edleren Variante, die meine Mama manchmal kocht: Ragout fin. Sobald wir ein deutsches Restaurant ansteuern, schaue ich auf der Karte nach, ob sie Würzfleisch haben und dann wird es bestellt. Und anhand der Qualität dieser Speise wird dann das gesamte Restaurant bewertet 😉

Bist Du gläubig? Wenn ja, welcher Religion gehörst Du an?
Ich glaube, dass es ein höheres Wesen gibt, welches das Universum zu seinem persönlichen Zeitvertreib geschaffen hat. An einen Gott im klassischen Sinne glaube ich eher weniger und gehöre dementsprechend auch keiner Religion an. Mich interessieren jedoch die verschiedenen Glaubensrichtungen und die Werte, die diese jeweils vermitteln, die außerdem gar nicht so unterschiedlich sind.

Schaust Du lieber Serien oder Filme?
Derzeit sind es eher Serien, da diese meist kürzer sind und es nicht unbedingt erforderlich ist, ihnen 100% Aufmerksamkeit zu widmen. Zwei Kinder lenken ordentlich ab und wenn ich einen Film schaue, dann bitte so richtig mit Popcorn, auf der Couch lümmelnd und von niemandem unterbrochen zu werden.

Was ist Dein Lieblingsfilm/Deine Lieblingsserie?
Ohje, einen direkten Lieblingsfilm, also einen, der über allen anderen steht, habe ich nicht. Es gibt aber eine Menge Filme, die ich sehr sehr gern mag und die auch beim 10. Mal anschauen nicht langweilig werden.
Bei den Lieblingsserien liefern sich Star Trek: Die nächste Generation und Doctor Who ein Kopf an Kopf rennen. Wenn ich gezwungen wäre, mich für eine zu entscheiden, dann wäre es wohl Doctor Who, weil es da einfach viel mehr Folgen gibt 🙂

Wie viele Bücher besitzt Du? (ohne die Bilderbücher Deiner Kinder^^)
Ohne die Bilderbücher meiner Kinder, die nur einen sehr geringen Anteil ausmachen, aber mit meinen Kinderbüchern und Comicbänden (nicht die einzelnen Hefte) komm ich derzeit so auf 1.000-1.200 Bücher. Vor einem guten Jahr habe ich mal angefangen, meine Bücher in einem Bibliothekssystem zu erfassen, hab da aber bei 450 Büchern aufgehört und hatte da erst 2 von 5 Bücherregalen erfasst.

Bloggst Du auch über Dein Handy, oder grundsätzlich nur über den PC?
Vorzugsweise am PC, nur sehr selten am Handy, was hauptsächlich daran liegt, dass die Worterkennung bzw. Autokorrektur so unglaublich nervt.

Liest Du gerne/viel? Wenn ja, welche Richtung?
Früher™ hab ich sehr viel gelesen, da gab es mich eigentlich nur mit Buch vor der Nase. Selbst beim Essen hab ich die Etiketten der Wasserflaschen genauestens studiert oder die Aufdrucke auf den Frischkäseverpackungen. Heute ist es ein echtes Zeitproblem, aber ab und zu schaff ich es doch mal, ein Buch fertig zu kriegen. Dafür lese ich Blogs ganz gerne, da sind die Portionen kleiner.
Ich bin ein absoluter Krimifan und habe ein komplettes Regal voll damit. Fantasy mag ich gerne und Satire, Biografien oder auch nur schöne Geschichten. Liebesromane stehen eher wenige in meinen Regalen.

Bekommst Du Blumen lieber im Blumentopf oder als Strauß geschenkt?
Vor allem mag ich sie geschenkt! Leider bekomme ich fast nie Blumen geschenkt und würde sie dann aber in der Topfform bevorzugen, so haben die Pflanzen wenigstens eine minimale Chance, bei mir zu überleben.

Hast Du bunte Wände in Deiner Wohnung?
Die Frage müsste bei uns eher anders herum lauten 😉
Unsere Wohnung ist recht bunt: im Wohnzimmer sind 1 1/2 Wände in einem weinrotlila gestrichen, die Bibliothek ziert ein großer dunkelgrüner Punkt über 2 Wände und die halbe Decke, im Schlafzimmer wurde der Bereich neben und über dem Bett in nachtblau gestrichen, das Kinderzimmer hat jeweils zwei gelbe und lindgrüne Wände und auf einer Wand prangt ein großes Käpt’n Blaubär Bild und die Küche strahlt in knallorange. Der Flur und das Bad sind weiß geblieben, da das Bad zu klein und der Flur zu dunkel ist.

Schreibst Du Dir Listen, Arbeitspläne etc. oder lebst Du einfach so in die neue Woche hinein?
Meistens habe ich die anstehenden Aufgaben im Blick, so dass ich keine Liste brauche. Zur Erinnerung liegen wichtige Schriftstücke direkt neben mir auf dem Schreibtisch und wandern erst nach Erledigung ins Regal. Sollten doch mal sehr viele Aufgaben anstehen, dann schreibe ich sie auf eine Liste.

Kalender im Buchformat, oder Erinnerung durch das Handy?
Kalender in Fotokalenderform, der bei uns im Flur hängt und dort werden alle wichtigen Termine eingetragen. Das funktioniert ganz gut, alles andere war weniger erfolgreich.

 

Meine Fragen:

  1. Was ist deine schönste Kindheitserinnerung?
  2. Hast du ein Lieblingslied und wenn ja, welches?
  3. Was benötigst du, um dich richtig wohl zu fühlen?
  4. Wozu nutzt du deinen privaten Computer am meisten?
  5. Was ist dein Lieblingsspiel?
  6. Auf welche Errungenschaft der Moderne möchtest du auf gar keinen Fall mehr verzichten?
  7. Was ist dein absolutes Traumreiseziel bzw. wo wolltest du immer schon mal hin?
  8. Wenn du wählen könntest: was wärst du in deinem nächsten Leben?
  9. Was war dein Lieblingsfach in der Schule?
  10. Gibt es etwas, dass du sammelst wie Briefmarken, Eierbecher, Postkarten, … ?
  11. Tee oder Kaffee?

 

Ich nominiere:

Ich weiß, dass das nicht 11 sind, aber entweder haben die anderen Blogs meiner Blogroll den Award schon mal bekommen oder sind zu groß, um nominiert zu werden oder aber ich trau mich schlicht und ergreifend nicht, sie zu nominieren. Wer sich dennoch die Mühe machen und die Fragen beantworten möchte, kann dies gerne tun, denn neugierig auf die Antworten bin ich ja schon 🙂

Öfter mal was Neues

Wir sind in Italien in einen heftigen Hagelsturm geraten und dabei hat unser Auto diverse Dellen davon getragen. Heute nun war ich bei der Dekra, um den Schaden begutachten zu lassen. Davor bin ich, wie mir empfohlen wurde, noch schnell durch die Waschanlage gehuscht, aber trotzdem meinte der Prüfer, dass das Auto dreckig sei. Tja, was soll ich machen, wenn mein Stellplatz direkt unter einem Baum ist und dieser ständig mit Dreck um sich wirft.

Egal, der Prüfer guckte sich das Auto trotzdem an. Beim Zulassungsdatum und dem aktuellen Kilometerstand schüttelte er nur bedeutungsschwanger den Kopf und seufzte schwer. Nach einem ersten Rundgang ums Auto eröffnete er mir, dass es wohl auf wirtschaftlichen Totalschaden hinauslaufen würde. Mit sowas hatte ich ja schon gerechnet, sagte aber erstmal nichts dazu. Er schaute sich das Dach und die Motorhaube genau an, die Fahrerseite, die Heckklappe und jedesmal wurde sein Seufzen schwerer. Er meinte, dass der Sturm da ganze Arbeit geleistet und auch wirklich nichts ausgelassen habe. Sogar auf dem Rahmen an der Beifahrerseite wären Dellen, obwohl der Sturm mehr so von der Fahrerseite kam. An der Fahrertür hat er die Dellen gezählt, bei 20 aber aufgehört und nur kurz was auf seinem Klemmbrett notiert. Bei Dach und Motorhaube schenkte er sich das Zählen. Abschließend ein paar Fotos und dann erklärte er mir das weitere Vorgehen.

Er müsse jetzt einen Händler suchen, der ihm das Auto zu einem anständigen Preis abkaufen würde. Dann würde er den Schaden am Wagen ausrechnen, den Händlerpreis abziehen und den Rest würde ich von der Versicherung ausgezahlt bekommen. Für mich wäre es das Beste, ich würde dem Händler dann das Auto verkaufen und dann den Versicherungsbetrag und den Händlerbetrag als Anzahlung für ein neues Auto nehmen.
Ich könnte natürlich das Auto auch noch weiter fahren, aber in einem Jahr würde ich gar nix mehr für das Auto bekommen und damit den Restwert mehr oder weniger komplett einbüßen.

So weit, so unschön, denn wir haben derzeit gar kein neues Auto eingeplant und auch gar nicht die finanziellen Rücklagen dafür. Das wollte ich nächstes Jahr in Ruhe angehen, weil ich dann wieder normal arbeite und nicht mehr nur mit dem mickrigen Elterngeld hantieren muss. Den Restwert des Händlers will ich aber auch nicht in den Wind schlagen, denn vorsichtig optimistisch rechne ich mit irgendwas um die 2.500-3.000 Euro. Dazu eine Finanzierung über 5.000 Euro ergibt 8.000 Euro und damit kriegt man sicher schon halbwegs annehmbare Gebrauchte. Außerdem könnte ich die 5.000 in 2 Jahren abbezahlen und müsste mich nicht ewig lang an einen Kredit binden.

Ich hab auch schon mal grob geschaut, was der Markt für diese Parameter hergibt und mit ein paar Abstrichen könnte da was gehen. Ich werde mich wohl an weniger PS gewöhnen müssen und auch an irgendeine alte Oma-Farbe, aber das krieg ich bestimmt hin.
Ganz aktuell wird ein großer Kombi, 5 Jahre alt, scheckheftgepflegt, 1. Hand und 73.000 km, in schwarz, für unter 5.000 Euro von einem richtigen Autohändler angeboten. Einziger Haken: Hagelschaden! Ja, warum eigentlich nicht, irgendwie hab ich mich an die Dellen auf der Motorhaube gewöhnt 😉

Wie auch immer, ich werde mich mit meinen Eltern und Freunden beraten, in Ruhe das Gutachten der Dekra und das weitere Vorgehen der Versicherung abwarten und vielleicht gönn ich mir dann zu meinem Geburtstag eben ein neues Auto. Vielleicht kann mir auch der eine oder andere Leser meines Blogs mit Rat und Tat weiterhelfen? Was habt ihr so für Erfahrungen gemacht? Ich selber bin da völlig ahnungslos, mein Auto hab ich vor 10 Jahren gekauft und da hatte sich mein mit Autos auskennender Ex-Freund um alles gekümmert, ich hab nur bezahlt und an der passenden Stelle unterschrieben.

Ich werde auf jeden Fall über den Fortgang berichten 🙂

Gewohnheitstier

Ich halte mich ja an sich für relativ flexibel, kann mich gut an neue Gegebenheiten anpassen und komme auch mit den Überraschungen des Lebens ganz gut klar, solange ich meine kleinen Gewohnheitsinseln im Alltag habe. Es sind keine großen Sachen, aber allen ist gemein, dass ich sehr lange mit der Suche danach zugebracht habe.

So bin ich, neben jeder Menge anderer Dinge, auf einen sehr häufig genutzten Salbengrundstoff allergisch und musste vor Jahren sehr lange und intensiv suchen, bis ich eine Gesichtscreme und eine Bodylotion gefunden hatte, die ohne diese Zutat auskommen. Ganz zufällig war der Heilsbringer eine Marke aus dem Niedrigpreissegment, was meinen Geldbeutel ganz außerordentlich freute. Nun begab es sich aber, dass der Drogeriemarkt meines Vertrauens sein Sortiment umgestellt hat und diese Marke nicht mehr führt. Kein Problem, gibt ja noch andere Märkte und in einem wurde ich fündig. Warum ich mir die Mühe machte, die Zutatenliste „meiner“ Creme zu prüfen, weiß ich nicht mehr, aber ich musste mit Entsetzen feststellen, dass mittlerweile auch jener Stoff enthalten ist. Nach 20 Minuten intensiver Suche kannte ich nicht nur die Inhaltsstoffe sämtlicher Gesichtscremes am Markt, sondern fand auch genau ein Produkt, welches ohne auskommt. Als Ausgleich ist es drei mal so teuer wie meine bisherige Creme. Yay!
Falls es wen interessiert, der Teufelszeug nennt sich Cetylstearylalkohol oder kurz Cetearyl Alcohol. Ich les auch immer wieder mal Stearyl Alcohol oder Cetyl Alcohol auf den Zutatenlisten und da ich nicht weiß, ob das nur andere Bezeichnungen dafür sindoder doch was komplett anderes, lasse ich diese Produkte vorsichtshalber gleich mit weg. Wer mal Langeweile hat, kann mal schauen, wo das überall drin ist, Bodylotions, Handcremes, Haarkuren, und sogar Fenistil Gel kommen nicht ohne aus.

Vor Jahren hatte ich mir mal in den Kopf gesetzt, Weinexperte zu werden. Jetzt nicht so extrem, um Jahrgang und Hanglage alleine durchs Riechen und Gurgeln bestimmen zu können, aber wenigstens so, dass ich sagen kann, was mir schmeckt, was ich gut vertrage und von dem ich nach dem zweiten Glas keine Kopfschmerzen bekomme. Dazu nutzte ich meinen einjährigen Berlinaufenthalt und den um die Ecke befindlichen Rewe-Markt. Ich ging also ab und zu in den Markt und fing links am Weinregal an, griff mir wahllos eine Flasche Rotwein und arbeitete mich nach rechts durch. Als ich einen sehr leckeren Wein im nicht ganz untersten Preissegment gefunden hatte, hörte ich auf und habe seitdem eine Hausmarke. Er hat zudem den Vorteil, bei Feiern und zum Verschenken genutzt werden zu können, ohne sich finanziell zu verausgaben oder den Beschenkten oder Gäste zu vergiften. Wer auch mal probieren möchte: Mederano Tinto aus dem Hause Freixenet, kostet so um die 5 Euro. Den gibt es auch noch in einer lieblichen Version, welche äußerlich sehr schlecht von der trockenen Variante zu unterscheiden ist, außer dass die Banderole oben mittel- statt dunkelrot ist.

Da das mit dem Wein nun geregelt war, suchte ich mir ein neues Testfeld und entschied mich für Whisky. Ich fand es immer faszinierend, wenn mir Leute erzählten, was sie alles so rausschmecken können. Ich kannte bis dahin nur die üblichen amerikanischen Verdächtigen Johnny und Jim und die haben jetzt nicht so wahnsinnig viel zu bieten, außer einen schnell betrunken zu machen. Ich holte mir dann immer wieder mal im Supermarkt eine Flasche, aber so richtig vom Hocker gehauen hat mich da auch nichts. Meist hab ich außer dem Kratzen des Alkohols nicht viel geschmeckt.
Das änderte sich, als mein Mann mir vor 2 Jahren zum Geburtstag einen sehr leckeren Whisky schenkte. Und das allerbeste war, dass es von dem Hersteller noch andere Sorten gab, und jede einzelne war saulecker. Als ich im Frühjahr diesen Jahres meinem besten Freund anlässlich seiner fantastischen Betreuung des Großen während der Geburt der Kleinen eine Flasche eben jenes Whiskys schenken wollte, eröffnete mir der Verkäufer, dass die Destillerie an einen neuen Besitzer verkauft wurde und dieser hatte das Sortiment komplett umgestellt und ausgedünnt. Damit einher ging eine saftige Erhöhung der Preise. Ich werde mir zum Geburtstag wohl eine Flasche aus dem neuen Sortiment schenken lassen. Viel falsch machen kann ich nicht, der Braumeister ist gleich geblieben.
Trotzdem brauchte ich einen neuen Allerweltswhisky, der mich nicht in die Armut treibt, wenn ich Nachschub brauche, was so ungefähr drei- bis viermal pro Jahr der Fall ist. Die erste Empfehlung des Händlers meines Vertrauens war zwar preiswert, aber sehr holzig vom Geschmack, was mir jetzt nicht so gefiel. Dies sagte ich meinem Dealer heute und erst guckte er ein wenig ratlos, dann dachte er angestrengt nach, dann wühlte er intensiv in einer Ecke und zog letztendlich eine Flasche hervor, die bereits halbleer war. Ui, ich durfte das erste Mal direkt im Laden einen Whisky kosten. Und er hat echt ein glückliches Händchen, der ausgesuchte Tropfen mundete mir sehr. Ich bin jetzt noch auf die wasserverdünnte Verkostung heute Abend gespannt, aber so fürs Erste scheine ich eine neue Marke gefunden zu haben.
Wen es interessiert: die (in meinen Augen bzw. für meinen Geldbeutel) preisintensive Marke ist Bruichladdich, der geht so bei 55 Euro los. Die neue Hausmarke  ist Highland Park 12 Jahre, Kostenpunkt 42 Euro.

Und jetzt hoffe ich, dass sich alle meine „Hausmarken“ zurückhalten mit Änderungen, weil so viel Veränderung vertrage ich dann doch nicht 😉

Viel zu viel

zu tun für zu wenig Zeit!

Ich war mal wieder für ein (sehr) langes Wochenende bei meinen Eltern und hab da so einiges erlebt, über das ich bei Gelegenheit mal schreiben muss. Außerdem spannen mich die Artikel meines Reiseblogs ordentlich ein, da ich mir vorgenommen habe, diese in beschwingt-leichter Form zu verfassen, ich aber nicht immer in der passenden Stimmung bin. Dann arbeite ich an zwei längeren Texten, einer davon über Boris. Der ist, im Gegensatz zum zweiten Text, schon fertig in meinem Kopf und muss eben nur noch zu Papier auf den Bildschirm gebracht werden.

Organisatorisch hängt auch einiges in der Warteschleife. Der Urlaub war teurer als gedacht und ich muss dringend zur Bank. Dooferweise war der erste Versuch daran gescheitert, dass ich den kontoauszuggleichen Wisch, der nach Aussage des Bankangestellten mein Sparbuch repräsentiert, nicht bei mir hatte. Vor einem Jahr ging es zwar auch ohne, wenn auch mit dem eindringlichen Hinweis, dass es ohne das Sparbuch nicht geht, letztendlich fand aber die nette Schalterdame doch einen Weg. So muss ich jetzt also wieder mitten in die Stadt.
Wir müssen noch das Schreiben an unsere Wunschschule fertig machen, damit der Große im nächsten Jahr dort und nicht in der bronxnahen Einrichtung eingeschult werden kann. Mein Mann macht sich diesbezüglich schlau, stolpert dabei jedoch ständig über neue Hindernisse. Aktuell geht es darum, alle Argumente zusammenzutragen, da nachträglich angebrachte Gründe nicht berücksichtigt werden.
Der in Italien passierte Hagelschaden muss auch noch begutachtet werden. Ich kann dazu zwar jederzeit wochentags bei der Dekra vorbei schauen, muss aber vorher mit dem Auto in die Waschanlage. Hab ich ewig nicht mehr gemacht. Ich hoffe, ich weiß noch, wie das geht und vor Allem hoffe ich, dass das Auto dabei nicht auseinander fällt, denn insgeheim denke ich, dass es größtenteils nur noch durch den Dreck zusammen gehalten wird. Wie auch immer, es hat heute so dolle geregnet, dass sich eine Wagenwäsche überhaupt nicht gelohnt hätte und jetzt kann ich das frühestens freitags nachholen, da ich morgen zur Bank will, weil die am Freitag nur bis 12 Uhr geöffnet hat.

Die Katzen wollen bespaßt werden, so richtig verkraftet haben die unsere 3-wöchige Abwesenheit noch nicht. Und auch wir wollen unseren Spaß und deswegen habe ich meinem Mann die Erweiterung für Diablo 3 gekauft. Da es aber blöd ist, wenn er alleine das spielt und mir die ganze Zeit den Mund wässrig macht mit den tollen Neuerungen und Items und überhaupt und das ganze gerade im Angebot war, hab ich mir die Erweiterung auch gekauft und würde jetzt am liebsten die ganze Zeit zocken. Tja, wären da nicht die ganzen oben stehenden Punkte und mein süßes Mädchen.

Das nämlich lenkt mich durch ihr Süßsein und ihr rasantes Wachstum von allen anderem ab und so sitze ich lange neben ihr und schau ihr beim Turnen und Glücklichsein zu.

MONTAGSFRAGE // WELCHE ROMANVERFILMUNGEN HABEN DIR IN DER LETZTEN ZEIT BESONDERS GUT GEFALLEN?

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Ahhhh, da sind wir wieder bei meinem grundlegenden Problem: zu wenig Zeit für zu viele Interessen.

So schaffe ich es nur noch selten, überhaupt ein Buch fertig zu lesen und ins Kino schaffe ich es ebenso höchst selten, wobei der Kinogang durch zwei kleine Kinder zusätzlich erschwert wird. Das letzte Mal im Kino war ich, glaube ich, zu Catching Fire und habe davor noch ganz schnell das Buch zu Ende gelesen, denn anders herum, also erst Film anschauen und dann Buch lesen geht ja mal gar nicht. Die Verfilmung war ok, zumal das Buch eine Kinoadaption denkbar einfach macht. Genauso wie bei Schiffbruch mit Tiger, wobei ich sagen muss, dass ich von den großartigen Bildern, verstärkt durch 3D, sehr angetan war.

Das Buch aber, welches mir spontan bei der Frage in den Sinn kam, ist The Lovely Bones (In meinem Himmel) von Alice Sebold, verfilmt von Peter Jackson nach dem Drehbuch von Fran Walsh und Philippa Boyens, die auch schon für die Herr der Ringe Drehbücher verantwortlich waren und ihr Handwerk wirklich verstehen. Das Thema, die Ermordung eines Kindes, ist sicherlich kein einfaches und auch, wenn die Autorin einen sehr feinsinnigen Roman, mit genau dem richtigen Maß an Gefühl, geschaffen hat, muss dass auch erst mal in ein filmisches Werk transferiert werden.
Ich finde, dass es hier sehr gut gelungen ist.

Edit: Ich muss mich korrigieren, das letzte Mal im Kino war ich zum 50. Geburtstag von Doctor Who The Day Of The Doctor im letzten November.

U5

Die hatte meine Süße gestern und nachdem sie im Urlaub so einen Riesensatz in ihrer Entwicklung gemacht hat, war mir auch nicht mehr bange davor

Die Ärztin bestätigte meinen Eindruck, Größe, Gewicht, Kopfumfang genau auf der 50er Perzentile, „wie aus dem Lehrbuch“. Motorik und Sprachentwicklung ebenso, wie es sein soll. Die Kleene tat uns sogar den Gefallen und brabbelte ein wenig vor sich hin, sonst ist sie in fremder Umgebung eher wortkarg.

Die körperliche Untersuchung fand sie allerdings nicht so dolle, in die Ohren gucken ging nur mit Mühe, in den Mund gar nicht (was derzeit auch unsere Breiversuche unterminiert). Aber Kinderärzte sind schnell, denen reicht eine Millisekunde aus, um in einem wackelnden Kinderrachen etwas zu entdecken 😉

Beim Herz abhorchen grabschte mein Mädchen in gewohnter Manier sofort nach dem Stethoskop, was von der Ärztin mit den Worten „ja ja, immer diese intelligenten U5er-Kinder“ quittiert wurde. Uh, da schaute die Mama aber sehr stolz aus der Wäsche, auch wenn vermutlich fast alle Kinder in diesem Alter nach allem grabschen, was halbwegs in Reichweite ist. Egal, ich bin trotzdem mächtig stolz 🙂

Dann gab es noch zwei Impfungen, die 2. Pneumokokken und die erste Meningokokken B. Die Prozedur fand allerdings wenig Anklang beim Impfling, aber nach 5 Sekunden auf Mamas Arm war auch das überstanden. Nachwirkungen zeigen sich bisher in einem ausgedehnten Spätnachmittagsschlaf gestern und etwas erhöhter Temperatur (38,0) heute.

Ich wurde noch nach dem elterlichen, also unserem, Impfstatus gefragt, besonders wegen Keuchhusten, welcher in diesem Alter wohl besonders gefährlich ist. Da wir aber nach der Geburt des Großen alle Impfungen bei uns haben auffrischen lassen, sind wir da im grünen Bereich.

Leider musste ich für die Meningo-B-Impfung in Vorleistung gehen, was eine zusätzliche Belastung für mein eh schon geschundenes Konto bedeutet. Ich hoffe, die Krankenkasse erstattet den Betrag wie gewohnt zügig.

MONTAGSFRAGE // HABT IHR EINEN EREADER UND WENN JA, WELCHEN?

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Heute erst dienstags beantwortet, ich komme einfach nicht hinterher mit dem Bloggen :/

Nein, ich hab kein extra Gerät dafür. Derzeit les ich eBooks nur auf meinem Handy mit der Kindle-App. Außerdem erinnert mich die Frage daran, dass ich ja eigentlich zu meinem Geburtstag (wahlweise auch zu Weihnachten) gerne einen solchen eReader geschenkt bekommen möchte, ich mich dazu im Vorfeld aber schlau machen muss, um den Schenkenden (meinen relativ wenig technikaffinen Eltern) genau sagen zu können, was ich denn haben möchte.

Und damit komme ich wieder zum Anfang, dass ich im Moment zu wenig Zeit (oder zu viele Interessen und Aktivitäten) habe.

Vielleicht kann mir jemand einen Reader empfehlen? Was benutzt ihr so und wie zufrieden seid ihr damit? Und was mache ich mit den ca. 80 Doctor Who Comics, die bei mir digital rumschwirren?